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Es ist bekannt, dass um die Zeit, wenn sich die Königinnenlarven in den Weiselzellen zu entwickeln beginnen, die alte Bienenkönigin in einem Bienenstock mit einem grossem Teile . der Arbeitsbienen schwärmend den Stock verlässt. Diesem ersten Schwarme folgen gewöhnlich noch weitere, sogenannte Nachschwärme. Es ist nun bisher sehr schwer für den Bienen-
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Die bis jetzt bekannten Bienenschwarmfangvorrichtungen erreichen wohl bis zu einer gewissen Grenze ihren Zweck, jedoch gestalten sie einerseits'den gewöhnlichen Flug der Bienen äusserst schwierig, da die Bienen stets durch die Schlitze der Gitter kriechen müssen und die Drohnen, welche zur. Erhaltung des Bienenvolkes notwendig sind, überhaupt nicht den Stock verlassen können, andrerseits erfordern die Vorrichtungen die Aufmerksamkeit des Züchters um den Ausgang der Vorrichtung, um die Zeit des Schwärmens festzusetzen.
Diesen Zeitpunkt abzupassen, ist äusserst schwierig oder gar nicht möglich und ist somit der Zweck der Vorrichtungen verfehlt.,
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Schwarmfangvorrichtung beseitigt nun die oben angeführten Mängel in einfacher und zweckmässiger Weise.
'In der Zeichnung zeigt. Fig. i eine Vorderansicht der Schwarmfangvorrichtung, teilweise ausgebrochen,
Fig. 2 einen Schnitt nach, der Linie AB der Fig. i, Fig. einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. I und
Fig. 4 die Schwarmfangvorrichtung als Drohnenfalle eingestellt im Schnitt.
Zu diesem Zwecke ist die vor der Öffnung der Bienenwohnung angebrachte kastenartige Schwarmfangvorrichtung durch eine mit Öffnung a und beweglichem Gitter b versehene Zwischenwand c in zwei Abteile d, e geteilt. Das direkt vor der Öffnung der Bienenwohnung befindliche Abteil d ist mit zwei in Drahtösen leicht beweglich aufgehängten Gittern/, g ausgestattet, die in Ruhelage durch einen am Gitter g befindlichen Haken h in schräger Lage leicht lösbar miteinander gekuppelt sind, wodurch die für die Bienen (Arbeitsbienen und Drohnen) zum ungehinderten Aus-und Einfliegen notwendige Durchlass- öffnung entsteht.
Das mit dem Abteil d durch die Öffnung a mit dahinter befindlichem, nach innen beweglichem Gitter b in Verbindung stehende Abteil e ist an seinem Vorderteil durch ein mit Durchlassöffnungen für die Arbeitsbienen versehenes festes Gitter i abgeschlossen und dient zur Aufnahme des Bienenschwarmes und der Bienenkönigin.
Die Schwarmfangvorrichtung funktioniert nun in folgender Weise :
Wenn die Bienen beim Schwarmakt ihre Wohnung verlassen, so stürmen dieselben in Massen aus der Öffnung derselben heraus. Hierbei entsteht an der Durchlassöffnung der Schwarmfangvorrichtung ein Gedränge und das mit, Haken h versehene Gitter g wird etwas gehoben, wobei die durch den Haken h miteinander gekuppelten Gitter f, g sich lösen, und zwar schlägt das Gitter j gegen den Anschlag dl, während das Gitter g durch die nachdrängenden Bienen gehalten wird, unter welches sämtliche schwärmenden Bienen, unter denen sich auch die Königin befindet, hindurchkriechen und das, nachdem sämtliche Bienen unter demselben hindurchgekrochen sind, sich gegen die Bienenwohnung anlegt.
Die Königin ist-nun mit den Drohnen gefangen, da das Gitter f nur Durchlassöffnungen für
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die Arbeitsbienen hat, welche auch durch dieselben-den Weg ins Freie nehmen. Die Königin versucht nun auch ins Freie zu gelangen und kommt an die Öffnung a, hierbei drängt sie mit Hilfe der sie umgebenden Drohnen das Gitter, b fort und gelangt in dasAbteil e. Nun ist sie mit den Dröhnen in, der eigentlichen Falle und kann nicht mehr in das Abteil d zurück. Die ihre Königin vermissenden Arbeitsbienen kehren zu dem Stock zurück, wobei sie ihren Weg durch die Löcher der Gitter-nehmen und sich'dann um die Königin sammeln.
Nun kann die ganze Schwarmfangvorrichtung an einer neuen Bienenwohnung angebracht werden, in welche die Bienen dannlselbst einziehen.
Bei der Verwendung der Schwarmfangvorrichtung als Drohnenfalle, wird das Gitter g nach oben umgeschlagen und durch einen durch die Zwischenwand c zu steckenden Stift k in dieser Lage gesichert, während das in der senkrechten Lage hängende Gitter y an dem Anschlag du anliegt und sich nach aussen zu nicht bewegen lässt. Die Arbeitsbienen nehmen in diesem Falle bei ihrem gewöhnlichem Fluge ihren Weg durch die Durchlassöffnungen des Gitters f, während die Drohnen, da sie grösser sind, nicht hindurch können. Sie suchen deshalb einen anderen Ausweg und kommen an die Öffnung a, drängen das nach innen bewegliche Gitter b fort und gelangen in das Abteil e, wo sie gefangen sind, und aus dem sie dann entfernt und-getötet werden können.