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Wanzenfangvorrichtung.
Bei vorliegender Erfindung wird der bekannte Umstand, dass die meisten im Wohnraume kriechenden Insekten, Wanzen u, dgl. auf glatten Wänden nicht zu kriechen vermögen, ausgenutzt.
Man hat schon verschiedene solcher Einrichtungen angewendet, um sich vor den betreffenden Insekten zu schützen bzw. dieselben zu fangen, z. B. durch Anlegen eines glatten Streifens rings um das Zimmer mit unterhalb aufgestelltem Fangbehälter mit beigegebenen Lockmitteln. Diese Vorrichtungen weisen wohl wegen der Glätte des Streifens den Vorzug auf, die Tiere oberhalb des Fussbodens bloss bis zur betreffenden Linie gelangen zu lassen und dadurch das Bekriechen der Zimmerwände, eventuell auch der Schlafstätten'zu verhindern. Um dieser unterhalb des Isolierstreifens kriechenden Insekten habhaft zu werden, hat man unterhalb des Streifens innen geglättete Fangbehälter angebracht, in denen man zweckmässig Lockmittel in Form zerdrückter Raupen hineingab, welche die Insekten an- lockep und fangen sollten.
Diese Fangsysteme weisen jedoch den Übelstand auf, dass sie unhygienisch sind und geringe Fangresultate aufweisen, da die Insekten durch Lockmittel schwer zu fangen sind, weil diese nicht genügend anziehend wirken oder die in den Fangbèhälter bereits hineingeratenen Tiere entkommen wieder dem'Fangbehälter, da die glatten Innenwandungen des Behälters bei ungenügender Wartung oft durch Eintrocknen der in den Fangbehälter hineingegebenen Lockmittel rauh werden.
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glatten Isolierstreifen angeschlossen und unterscheidet sich gegenüber anderen Systemen' dadurch, dass sie den Eigenschaften der Wanzen usw. entsprechend angepasst, den Tierendas Hineingeraten in die Fangvorrichtung mit Hilfe der erwähnten Isolierstreifen begünstigt.
Sie ist leicht zugänglich, arbeitet hygienisch ohne Lockmittel oder Tinktur und erfordert keinerlei besondere Wartung. Die Wanzen werden sicher und rasch gefangen.
Fig. i der Zeichnung stellt die Fangvorrichtung im Zimmer angeordnet und Fig. 2 die Fangvorrichtung selbst in grösserem Massstabe dar. Die Vorrrichtung besteht aus einer Tafel aus Blech o. dgl., versehen mit rauhen, für die Insekten überkriechbaren und glatten, nicht überkriechbaren Flächen. Die glatte Blechtafel ist an ihrer Oberseite mit rauhem Papier oder anderem rauhen Material derart beklebt, dass in der Mitte der Tafel eine allseits von glatten Flächen umgebene, seitlich mit keilförmigen Einsprüngen versehene rauhe Fläche b entsteht, während von den Seitenwänden dreieckige Rauhflächen a ausgehen, die in die keilförmigen Einsprünge der Fläche b hineinreichen und die Rauhfläche b mit ihrer Spitze berühren. Die Fangtafel ist an dem unteren Teile bei d derart aufgebogen, dass man einen innen geglätteten Sammelbehälter daraufstellen kann.
Die Vorrichtung wird mittels Drahtstiften rückwärts beim Bette oder Schrank an der, Wand derart befestigt, dass deren oberer glatter Rand beiderseitig an die bekannten, zum Schutze der Wände vorgesehenen glatten Isolierstreifen e anschliesst.
Die beiderseits unterhalb der glatten Isolierstreifen an die Fangvorrichtung herankriechenden Insekten bekriechen nun mit Vorliebe die beiderseits auf die Tafel aufgeklebten, von glatten Rändern umkränzten, nur an einer Spitze mit der mittleren rauhen Fläche b
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verbundenen Flächen a. Die Insekten trachten, wie die Erfahrung zeigt, über die keil- ähnlichen Stellen und über die dünnsten Spitzen desselben auf die innere rauhe Fläche, welche ebenfalls mit glatten Rändern umkränzt ist, zu kriechen. Dort angelangt, sind die Tiere gefangen und vermögen von dieser, von glatten Rändern umgebenen Fläche b nicht mehr herauszukriechen, da sie den Rückweg über die Verbindungsspitzen der Flächen a nicht mehr finden.