AT85946B - Verfahren zur Behandlung von Holz oder zellulosehaltigen Stoffen zwecks Gewinnung von Zellulose und künstlichem Harz, Asphalt, Lack und dergl. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Holz oder zellulosehaltigen Stoffen zwecks Gewinnung von Zellulose und künstlichem Harz, Asphalt, Lack und dergl.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Behandlung von Holz oder zellulosehaltigen Stoffen zwecks Gewinnung von   Zellu-   lose und künstlichem Harz, Asphalt, Lack und   dergI.'   
Bei der Behandlung von Holz oder anderen zellulosehaltigen Stoffen mit Phenolen oder Phenolderiyaten zur Gewinnung von Zellulose war es, abgesehen davon, dass es schon schwierig war, die Ausgangsstoffe in erwünschtem Masse aufzuschliessen, nicht möglich, die nicht zellulosehaltigen Bestandteile des Holz : s in wertvoller Form zu gewinnen. 



   Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren vereinigt nun in sich den Vorteil, in einem Arbeitsgange einen hervorragend schonen, wenig angegriffenen und blendend weiss gebleichten Zellstoff in grosser Ausbeute zu gewinnen und zugleich die übrigen Bestandteile des Ausgangsmaterials, insbesondere die Ligninstoffe, durch chemische Bindung in brauchbare Form überzuführen. Durch entsprechende Änderung der Versuchsbedingungen ist man in der Lage, die Ausbeute, Grad des Aufschlusses und Beschaffenheit des entstehenden Zellstoffs in bestimmender Weise zu beeinflussen. Alle Versuche, nach denen mit Hilfe von organischen   Extraktions-und   Lösemitteln oder Katalysatoren Zellstoff aus Holz gewonnen werden soll, haben der Untersuchung nicht standgehalten und es gelingt nicht, auf diese Weise Holz irgendwie restlos aufzuschliessen. In dieser Hinsicht hat das D.

   R. P. Nr. 94467, welches bei Temperaturen über   1500 mit   Teerölen bzw. Phenolen und Äthern der Phenole arbeitet, einen Fortschritt nicht bringen können ; vielmehr gelingt es auf diese Weise nur, bei sehr hohen Temperaturen, unter grossen Schwierigkeiten einen gewissen Aufschluss zu erlangen. 



  Auch die Behandlung von Holz mit Teeröl und Phenolen und deren   Äethern   bzw. mit   Alkohol-Benzingemizchen,   welche nur den Zweck haben, die im Holz befindlichen Harze durch Lösung zu beseitigen, bringt uns dem in der vorliegenden Erfindung erzielten Holzaufschluss nicht   näher,   und zwar insbesondere aus dem Grunde, weil bei allen diesen Verfahren Katalysatoren nicht zur Anwendung kommen. Auf der anderen Seite war es bekannt, dass Phenole mit gewissen Aldehyden unter. Verwendung einer Kontaktsubstanz Harze u. dgl. bilden ; - so hat man. ähnliche Verbindungen. unter Verwendung von Furfurol mit Phenolen hergestellt.

   Geht man aber nach dem Verfahren der Erfindung vor, so ergibt sich eine restlose Ausbeute der Nichtzellulosebestandteile des Holzes in Form eines Kunststoffes, der da Verwendung finden kann, wo sonst    natürliche   Harze, Peche, Asphalt, Lacke u. dgl. benutzt werden. Dieses Produkt kann durch Vermischung mit anderen organischen Stoffen sowie mit anorganischen Beschwerungsmitteln Verwendung finden als Alsphalt oder kann z. B. auch zu Marineleim oder Siegellack verwendet werden ; durch Lösen dieses Kunststoffes erhält man einen wertvollen Lack oder eine wertvolle   Möbelbeize.   



   Das neue Verfahren besteht darin, dass man das aufzuschliessende Material (Holzabfälle, Papierabfälle, Zeitungspapier,   Grasarteù   und andere zellulosehaltige Stoffe) mit ein-oder mehrwertigen Phenolen oder deren Homologen und Substitutionsprodukten, also überhaupt Verbindungen mit phenolartigem Charakter, in konzentrierter Form oder auch verdünnt mit Wasser, Alkoholen, Benzol, Benzolderivaten oder Kohlenwasserstoffen. der   'Fettreihe   erhitzt ; wobei dem Gemisch geringe Mengen eines Katalysators (z.   B. -0'0I%   Salz- säure) beigefügt werden.. Je konzentrierter man das Phenol oder die genannten Stoffe zur   Anwendung bringt, desto geringer kann die Menge des zugesetzten Katalysators sein.

   Durch mehr oder weniger langes, blosses Erhitzen oder Kochen am Rückflusskühler oder auch im'   

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 Autoklaven unter Druck oder auch am Rückflusskühler unter vermindertem Druck gelingt es, einen vollständigen Aufschluss unter Bildung von schneeweisser Zellulose zu erhalten. 



   Die Zellulose wird von der   Aufschlussflüssigkeit   auf bekannte Weise getrennt, dabei lässt sich der grösste Teil der zum   Aufschlüsse   benutzen organischen Substanz in ihrer ursprünglichen Form wieder abdestillieren und von neuem verwenden, Im Destillationgefäss verbleibt als Rückstand der gesamte Ligningehalt des Holzes, der in Verwendung mit einem Rest des verwendeten Aufschlussmittels die oben bezeichneten wertvollen Nebenprodukte bildet. Die Teile der Zellulose, welche sonst bei fortschreitendem Aufschluss zerstört werden und verloren gehen, bleiben bei dem neuen Verfahren im Verfahren im Gegensatze dazu erhalten und erhöhen daher die Gesamtausbeute. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :   I,   Verfahren zur Behandlung von Holz oder zellulosehaltigen Stoffen zwecks Gewinnung von Zellulose und künstlichem Harz, Lack, Asphalt   u. dgl.,   dadurch gekennzeichnet, dass man das Ausgangsmaterial in an s :eh bekannter Weise mit Phenol bzw. Verbindungen von phenolartigem Charakter, jedoch unter Zusatz eines Katalysators erhitzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch-gekennzeichnet, dass als Katalysator 0'01% Salzsäure verwendet wird.
AT85946D 1919-10-06 1919-10-06 Verfahren zur Behandlung von Holz oder zellulosehaltigen Stoffen zwecks Gewinnung von Zellulose und künstlichem Harz, Asphalt, Lack und dergl. AT85946B (de)

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