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Elektrische Scheinwerfer lampe für hohe Stromstärken.
Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe bei Bogenlampen hoher Stromstärke, ins, besondere für Scheinwerfer, bei denen eine rotierende Elektrode in einem feststehenden, nicht fahrbaren Elektrodenkopf axial verschiebbar angeordnet ist, diese axiale Verschiebung der Elektrode durch das von den elektrischen Verhältnissen des Lichtbogens gesteuerte Regelwerk der Lampe in einem oder anderem Sinne zu bewirken. de Regelung soll hierbei so erfolgen, dass die Rotation der Kohle nicht gestört wird. Das wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass die positive Elektrode am Elektrodenkopf einen Teil trägt, der sich normal synchron mit der Elektrode dreht, des :, en Rotationsgeschwindigkeit aber zwecks axialer Verschiebung der Elektrode erhöht oder verringert werden kann.
Ferner soll der Krater der positiven Elektrode von Hand axial so verschoben werden können, dass er im Brennpunkt des Spiegels liegt. Auch während des Brennens soll das möglich sein und auch ohne dass das ganze Lampengehäuse gegenüber dem Scheinwerfergehäuse verschoben wird. Dabei soll sich der Abstand der beiden Elektroden voneinander
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Die neue Anordnung soll in Verbindung mit einem Regelwerk mit dauernd laufendem Motor an Hand der Schemazeichnung als an einem Beispiele ausführlich beschrieben werden.
Die positive Elektrode 1 wird geführt in einem Kohlenhalter 2, der mit Armen 3 auf dem Lampengehäuse 4 befestigt ist. Auf dem gleichen Gehäuse 4 steht auch das Gestell 5 des Kohlenhalters 6, in dem die negative Elektrode 7 geführt wird. Im Lampengehäuse 4 ist der Elektromotor 8 angeordnet, dessen Anker ständig in einer Richtung umläuft. Diese Drehung wird durch ein Schneckengetriebe 9 über ein Kegelräderpaar 10, 11 auf das Zahnrad 12 am positiven Elektrodenhalter übertragen, das dort das Zahnrad 1 : J und damit die Büchse 14 antreibt, so dass diese sich auf einem Ansatz des Teiles. ? dreht mitsamt den beiden Armen 15 und den Rädern M. die durch Spiralfedern gegen die Elektrode 1 gepresst werden.
Hierdurch wird also die positive Kohle 1 dauernd um ihre Achse ged. eht.
Der Motor 8 dreht gleichzeitig mit dem Kegelrad 10 auch das Kegelrad 17. Dieses greift in ein Planetenrad 18 ein, dessen Achse in festem rechten Winkel mit einer Achse 19 verbunden ist, auf deren rechtem Ende ein Schneckenrad 20 fest aufgesetzt ist. Dieses Schneckenrad 20 ist normal durch die Schnecke, deren Achse in dem Handrad 43 endet, gegen Drehung gesperrt, und damit die Achse 19. Die Achse des Planetenrades 18 steht also normal im Raum fest. Infolgedessen dreht sich das Planetenrad 18 um diese Achse und treibt das Kegelräderpaar 21 an, das über die Räder 22 und 23 einen Drehteil 24 antreibt, der auf dem Drehteil 14 drehbar gelagert ist.
Der Drehteil 24 hat eine Innenverzahnung, in die ein Zahnrad 25 eingreift, das auf dem Drehteil 14 gelagert ist und eine Schnecke 26 auf seiner Achse trägt, die in ein Schneckenrad 27 eingreift, das bei Drehung die Elektrode 1 durch das Rad 16 axial vorwärts oder rückwärts schiebt. Nun sind die
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angetrieben werden, sich also synchron drehen. Infolgedessen wird normal das Rad 25 nicht in Drehung versetzt, also auch die Schnecke 26 und das transpoltierende Schneckenrad 27 nicht gedreht, die Elektrode also nicht axial verschoben.
Der ständig laufende Motor 8 treibt gleichzeitig durch irgendeine Übertragung 28 über ein Schneckenradgetriebe 29 eine Welle 30 an, die rechts und links in je einer Kupplungshälfte 31 a und 32 a endigt. Diesen gegenüber liegen Elektromagnetkupplungen 31 und 32, von denen zeitweilig eine durch ein von den elektrischen Verhältnissen des Lichtbogens gesteuertes Relais eingeschaltet wird und dadurch entweder das Räderpaar 33 oder das Ridertrio. 35, 36, 37 in Drehung setzt, und so die Achse 34 im einen oder im anderen Sinn zeitweilig zur Umdrehung bringt.
Mit dieser Regulie. achse 34 ist erstens das Kegelräderpaar 38 verbunden, durch welches das Transportrad 39 angetrieben wird, das dann die negative Elektrode. 7 axial in ihrem Halter verschiebt ; zweitens eine Zahnkupplungshälfte 40, die normal in die Nabe eines Kegelrades 41 eingreift, das auf der Achse 34 drehbar gelagert ist. Durch dieses no mal gekuppelte Rad 41 ist die Achse 34 über das Zahnrad 42 und das Schneckengetriebe 20 mit der Achse 19 verbunden. Wird also die Regulierachse 34 gedreht, so wird das Planetenrad 18 mitsamt seiner Achse räumlich im
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des Getriebes 10, 11, 12, 13.
Dadurch aber wird die oben geschilderte Synchronbewegung der beiden Drehteile 14 und 24 des positiven Elektrodenkopfes aufgehoben und durch die Beschleunigung oder Verzögerung des Drehteiles 24 eine Drehung des Rades 25 im einen oder anderen Sinn herbeigeführt, dadurch das transportierende Schneckenrad 27 gedreht und daher die Elektrode 1 axial in ihrem Halter vorwärts oder rückwärts verschoben. Auf diese Weise werden also die positive und die negative Elektrode gleichzeitig in ihren Haltern axial verschoben und dadurch von Zeit zu Zeit der Elektrodenabstand geregelt.
Auf den dauernd synchronen Antrieb des Drehteiles 24 kann man unter Umständen verzichten, wenn man sich darauf verlassen kann, dass er genügend sicher durch die Reibung vom Drehteil 14 mitgenommen wird. In diesem Fall ist der Antrieb 22,23 nicht über ein Planetengetriebe mit dem Antrieb 10, 11, 12 verbunden, sondern nur mit der Regulierwelle 34. Diese Ausführung steht jedoch trotz ihrer grösseren Einfachheit infolge ihrer Unsicherheit hinter der beschriebenen Ausführung zurück ; sie soll aber ebenfalls unter Schutz gestellt werden.
Dei Krater der positiven Elektrode kann während des Betriebes in den Brennpunkt des Spiegels eingestellt werden, ohne dass das Lampengehäuse verschoben wird. Dazu dient folgende Einrichtung : In der gezeichneten Stellung der Teile kann man durch Drehung des Handrades 43 (auch während des automatischen Betriebes der Lampe) den Elektrodenabstand von Hand verändern, weil man die Welle 19, die Regulierwelle für die positive Elektrode und die Welle 34, die Regulierwelle für die negative Elektrode dreht. Wenn man aber durch den Hebel 44 die Kupplungshälfte 40 vom Zahnrad 41 trennt, so dreht man bei Drehung des Handrades 43 nur die Welle 19 und verschiebt dadurch die positive Elektrode allein.
Dadurch verändert man aber die elektrischen Verhältnisse des Lichtbogens und infolgedessen spricht sogleich die automatische Regelung der Lampe an, die Regulierwelle 34 für die negative Elektrode wird durch das Regelwerk in Bewegung gesetzt und die negative Elektrode folgt der von Hand bewegten positiven Elektrode praktisch bei unverändertem Abstand der Elektroden voneinander.
Es kann von Vorteil sein, zeitweilig die Rotation der positiven Elektrode zu unterbrechen, beispielsweise, wenn die positive Kohle durch irgendeinen Zufall schief gebrannt oder teilweise im Krater ausgesprungen ist. Wenn man beispielsweise dann die Rotation in dem Augenblick unterbricht, wo das vorstehende Horn der Kohle oben steht, so kann man das Horn wegbrennen und. dann die Rotation wieder einschalten. Zu dem Zwecke braucht nur zwischen dem Motor 8 und dem Schneckengetriebe 9 eine Kupplung eingebaut zu werden. Öffnet man die. Kupplung, so wird die Rotation unterbrochen und die Elektrode steht still. Diese Kupplung ist nicht gezeichnet.
Der feststehende positive Elektrodenhalter und die Möglichkeit, den Krater der positiven Kohle gegenüber dem Kohlenhalter verstellen zu können, bietet noch einen Vorteil. Man wendet seit langem für die Scheinwerfer hoher Stromstärke zum Richten des Lichtbogens einen Blasmagneten an, das sognannte Zentriersegment oder den Richtmagneten. Bei Scheinwerfern mit Kohlenhalterwagen wird der Richtmagnet am Scheinwerfergehäuse aufgehängt. Bei Erschütterungen des ganzen Scheinwerfers zittert er daher und beunruhigt auch seinerseits dadurch den Lichtbogen. Erfindungsgemäss wird der Richtmagnet mit dem feststehenden Elektrodenhalter verbunden, beispielsweise wie die Zeichnung zeigt, wo der Richtmagnet 46 fest mit dem Elektrodenhalter 3 verbunden ist.
Um einseitige magnestische Einflüsse, beispielsweise durch das Erdfeld, zu eliminieren, kann man den Richtmagneten schräg oder schief gedreht anordnen, eventuell auch versetzbar, je nach dem geographischen Breitengrad, in dem der Scheinwerfer benutzt wird.
Die negative Elektrode kann während des Betriebes in der Höhe verstellbar angeordnet werden, beispielsweise durch Zahntrieb 45 in bekannter Weise. Sie kann in einer Linie mit der positiven Kohle liegen, kann'aber auch geneigt dazu liegen, beispielsweise wie gezeichnet.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Elektrischer Scheinwerfer für hohe Stromstärken, bei dem beide Elektroden nahe den Brennenden in feststehenden Haltern geführt und durch das Regelwerk der Lampe axial
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mit der Elektrode (1) dreht, dessen Rotationsgeschwindigkeit aber zwecks axialer Verschiebung der Elektrode erhöht oder verringert werden kann.