DE628266C - Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstaende - Google Patents

Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstaende

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DE628266C
DE628266C DEG73981D DEG0073981D DE628266C DE 628266 C DE628266 C DE 628266C DE G73981 D DEG73981 D DE G73981D DE G0073981 D DEG0073981 D DE G0073981D DE 628266 C DE628266 C DE 628266C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sun gear
shaft
continuously running
drive motor
contact device
Prior art date
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Expired
Application number
DEG73981D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dorner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens APP und Maschinen GmbH
Original Assignee
Siemens APP und Maschinen GmbH
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Publication date
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  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
1. APRIL 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 46
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. August 1928 ab
Die Erfindung betrifft eine Ferneinstellanlage für Gegenstände, z. B. Scheinwerfer, bei der an der Empfangsstelle der Antrieb für den Gegenstand durch eine Kontakteinrichtung gesteuert wird, die entsprechend der Differenz zwischen der fernübertragenen Bewegung und der von dem einzustellenden Gegenstand ausgeführten Bewegung einstellbar ist. Um die zu beschleunigenden und zu verzögernden Massen an der Empfangsstelle zwecks Erzielung höherer Einstellgenauigkeit möglichst gering zu halten, ist bereits vorgeschlagen worden, den Antrieb, z. B. einen Elektromotor, nicht unmittelbar durch die Kontakteinrichtung ein- und auszuschalten, sondern einen dauernd laufenden Antriebsmotor zu verwenden, an welchem über eine durch die Kontakteinrichtung gesteuerte elektromagnetische Kupplung der einzustellende Gegenstand absatzweise angeschlossen wird. Hierbei ist es erwünscht, das Ein- und Ausrücken von Getrieberädern oder auch von axial verschiebbaren Kupplungsteilen möglichst zu vermeiden, da diese Getriebeteile dadurch Schaden nehmen würden. Eine bekannte Kupplung, die unter Vermeidung dieses Nachteils und ohne Lageveränderung der von dem dauernd laufenden Antriebsmotor angetriebenen Kupplungsteile die An- und Abschaltung des einzustellenden Gegenstandes bewirkt, besteht aus von dem dauernd laufenden Motor angetriebenen Elektromagneten, deren Anker auf der Antriebswelle desi einzustellenden Gegenstandes befestigt sind, so daß sie bei ihrer Einschaltung ihre Anker und damit den einzustellenden Gegenstand mitnehmen. Bei diesen Elektromagnetkupplungen ist es jedoch erforderlich, daß der Erregerstrom den ständig umlaufenden Elektromagneten über Bürsten und Schleifringe zugeleitet wird. Dadurch und durch den Umstand, daß die Elektromagnete während ihres Laufs ihre Anker mitreißen müssen, wird! die Lebensdauer dieser Kupplung sehr herabgesetzt. Für rauhe Betriebe ist diese Kupplung ganz ungeeignet.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstände mit einem einstellbaren Geber und einem diesem folgenden Empfänger, der mittels einer Kontakteinrichtung eine zur Steuerung der Bewegungsübertragung von einem einzigen dauernd laufenden Antriebsmotor auf eine mit dem einzustellenden Gegenstand verbundene Welle dienende Kupplung schaltet, bei der der Motor das eine Sonnenrad eines Differentialgetriebes dauernd antreibt, dessen anderes im entkuppelten Zustand frei bewegliches Sonnenrad unter dem Einfluß einer von der Kontakteinrichtung einschaltbaren elektromagnetischen Feststellvorrichtung steht, während die Planetenradwelle in dauernder
*) Von dem Patentsweher ist als der Erfinder angegeben worden:
Friedrich Dorner in Berlin-Wilmersdorf.
Antriebsverbindung mit dem einzustellenden Gegenstand steht.
Bei dieser Kupplung ist demnach die Feststellvorrichtung ortsfest angeordnet, wobei gleichzeitig das Ein- und Ausrücken von Getrieberädern oder überhaupt die Lageveränderung von mit dem dauernd laufenden Motor in Antriebsverbindung stehenden Kupplungsteilen vermieden ist. Um die Einstellung des Gegenstandes in beiden Umlaufrichtungen zu ermöglichen, können zwei vollkommen gleichartig ausgebildete Differentialgetriebe vorgesehen sein, die durch einen gemeinsamen Motor angetrieben werden. Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an einem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel nachfolgend beschrieben. Es soll die gering belastbare Bewegung des Empfängers ι eines Fernübertragungssystems mit Geber und Empfänger von motorähnlicher Bauart unter entsprechender Verstärkung und ohne zeitliche Verzögerung auf die Antriebswelle 2 für einen nicht gezeichneten schweren Gegenstand, übertragen werden. Die Welle 2 steht über Stirnräder 3 und 4 mit der Welle 5 in Verbindung, auf welcher außer den Drehzapfen für die Differentialräder 6 und 7 noch die Bremsscheibe 8 und der Kontaktbügel 9 befestigt sind. Mit den Differentialrädern 6 und 7 stehen einerseits die doppelseitig verzahnten Kegelräder 6' und 7' in Eingriff, die auf der Welle S frei drehbar sind und über Kegelrad 10 von dem dauernd laufenden Motor 11 angetrieben werden. Andererseits greifen in die Differentialräder 6 und 7 die Kegelräder 6" und 7" ein, die ebenfalls auf der Welle 5 frei drehbar sind und die Anker 12' bzw. 13' zweier feststehend angeordneter Elektromagnete 12 und 13 tragen. Die Wickhingen dieser Elektromagnete 12 und 13 sind einerseits an den Pluspol einer Stromquelle gelegt und andererseits mittels Leitungen 14 und ι S an die isoliert auf dem Bügel 9 angeordneten Kontakte 9' und 9" angeschlossen. Mit diesen Kontakten wirkt die auf der Achse des Empfängers 1 befestigte Kontaktscheibe 16 zusammen, die an dem Minuspol der Stromquelle liegt.
Solange die Kontakte 9' und 9" unterbrachen sind, können die Ankeria' und 13' sich frei drehen. Demzufolge läuft die Bewegung des Motors r 1 über die Differentialgetriebe 6 und 7 an den Ankern 12' und 13' aus, so- daß die mit dem einzustellenden Gegenstand in Verbindung stehende Welle S fest stehenbleibt. Sobald darch Drehung des Empfängers 1 der Kontakt 9" oder der Kontakt 9' geschlossen wird, wird entweder der Elektromagnet 12 oder der Elektromagnet 13 eingeschaltet, so daß das Kegelrad 6" oder 7" festgestellt wird. Dies hat eine Drehung der Welle 2 in dem einen oder anderen Sinne zur Folge. Bei der Feststellung der Räder 6" und 7" werden diese mit den Differentialrädern 6 und 7 nicht außer Eingriff gebracht.
Die Bremsscheibe 8 kann durch den Elektromagneten 17 festgestellt werden, indem dieser selbsttätig durch die Anker 12' und 13' der Elektromagnete 12 und 13 gesteuert wird. Die Anker 12' und 13' schließen in ihrer Ruhestellung Kontakte 18 und 19, über welche der Stromkreis für die Wicklung des Elektromagneten 17 geführt ist. Da beide Kontakte und 19 mittels der Leitung 20 hintereinandergeschaltet sind, so ist die Bremse 8, 17 nur dann wirksam, wenn beide Elektromagnetanker 12' und 13' sich in der Ruhestellung befinden, während die Bremse 8, 17 sofort unwirksam wird, wenn einer der Elektromagnete und 13 eingeschaltet ist. Die Anordnung einer derartigen Bremse hat den Vorteil, daß irgendwelche Ungenauigkeiten durch Weiterlaufen der Welle 5 bei Außerbetriebsetzung der elektromagnetischen Kupplung vermieden werden.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstände mit einem einstellbaren Geber und einem diesem folgenden Empfänger, der mittels einer Kontakteinrichtung eine zur Steuerung der Bewegungsübertragung von einem einzigen dauernd laufenden Antriebsmotor auf eine mit dem einzustellenden Gegenstand verbundene Welle dienende Kupplung schaltet, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor das eine Sonnenrad eines Differentialgetriebes dauernd antreibt, dessen anderes im entkuppelten Zustand frei bewegliches Sonnenrad unter dem Einfluß einer von der Kontakteinrichtung einschaltbaren elektromagnetischen Feststellvori ichtung steht, während die Planetenradwelle in dauernder Antriebsverbindung mit dem einzustellenden Gegenstand steht.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem feststellbaren Sonnenrad der Anker eines no ruhenden Elektromagneten angeordnet ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2 zur Einstellung des Gegenstandes in beiden Bewegungsrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Differentialgetriebe \'orgesehen sind, die einerseits mit dem dauernd laufenden Antriebsmotor und andererseits mit dem einzustellenden Gegenstands in Antriebsverbindung stehen, und von denen jeweils die festzustellenden Sonnenräder unter dem Einfluß je eines von der Kontakteinrichtung einschaltbaren
    Elektromagneten stehen, so daß bei Festhaltung des einen oder anderen Sonnenrades der Gegenstand von dem dauernd laufenden Antriebsmotor in dem einen oder anderen Bewegungssinn verstellt wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch eine auf der Antriebswelle des einzustellenden Gegenstandes angeordnete und durch bei Verschiebung der Elektromagnetanker betätigte Kontakte einschaltbare Bremse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEG73981D 1928-08-01 1928-08-01 Einrichtung zur Ferneinstellung beliebiger Gegenstaende Expired DE628266C (de)

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DE (1) DE628266C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE906108C (de) * 1949-07-21 1954-03-11 Krauss Maffei Ag Ferngesteuerter Fahrtrichtungsanzeiger fuer den Eisenbahnverkehr
DE1022296B (de) * 1952-04-05 1958-01-09 Siemens Ag Anordnung zur synchronen Bewegung eines Stellgliedes in Abhaengigkeit von einem Handantrieb

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE906108C (de) * 1949-07-21 1954-03-11 Krauss Maffei Ag Ferngesteuerter Fahrtrichtungsanzeiger fuer den Eisenbahnverkehr
DE1022296B (de) * 1952-04-05 1958-01-09 Siemens Ag Anordnung zur synchronen Bewegung eines Stellgliedes in Abhaengigkeit von einem Handantrieb

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