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Hochintensitätsbogenlampe Die Erfindung bezieht sich auf.eine Hochintensitätsbogenlampe,
insbesondere zur Verwendung bei Scheinwerfern, Kinoprojektionsanlagen, Filmaufnahmegeräten
usw., mit ständig umlaufender positiver Kohle und- durch einen vom Regelwerk angetriebenen
Schwenkarm vorgeschobener negativer Kohle. Da bei den bekannten Vorschubvorrichtungen
dieser Art der Kohlenhalter für die negative Kohle eine Kreisbewegung ausführt,
so befindet sich nach längerem Abbrand die Spitze der negativen Kohle nicht mehr
in gleicher Höhe mit der Mitte des Kraters der positiven Kohle, sondern unterhalb
desselben, so daß die Erhaltung eines einwandfreien Kraters in der positiven Kohle
unmöglich ist. Um diesen Mangel zu beseitigen, schlägt die Erfindung vor, einen
annähernd geradlinigen Vorschub der negativen Kohle dadurch zu erreichen, daß der.
die negative Kohle vorschiebende, an dem Kohlenhalter angelenkte Hebel mit einet
besonderen Einrichtung zur Geradführung des Kohlenhalters, d. h. der in einer festen
Führung sich vorschiebenden Kohle, kombiniert ist. Eine Verwirklichung dieser Lösung
des Erfindungsgegenstandes wird nun dadurch erreicht, daß dieser Schwenkarm an einem
auf der Regelwerksachse befestigten Rade exzentrisch in einem Punkt angelenkt und
gleitend über eine feste Achse geführt, d. h. dem Schwenkhebel außer einer Schwenkbewegung
gleichzeitig eine Schubbewegung erteilt ist und bei gleicher Richtung des Schwenkarmes
mit dem ihn überdeckenden Exzenterradius das Längenverhältnis der unter- und oberhalb
der Schwenkachse liegenden . Schwenkarmteile i : n und des Exzenterradius
zum unteren Teil des Schwenkarmes i : (va + i) beträgt.
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Die beschriebene Einrichtung zur Vorschubr egelung der negativen Kohle
»ermöglicht es, statt einer starren Verbindung eine Reibungskupplung zwischen dem
bzw. der Exzenterscheibe für den-Hebelarm und dem Regelwerksmotoi anzuordnen, so
daß der Vorteil erreicht wird, den Hebelarm ohne Betätigung von Kurbeln durch eine
Schubbewegung in jede beliebige Stellung zu bringen, was für das Auswechseln der
Kohlestifte eine große Erleichterung und Zeitersparnis
bedeutet.
Um eine.Beschädigung des Kraters der positiven Kohle während des Zündvorganges zu
vermeiden, wird erfindungsgemäß die durch den Zündmagneten herbeigeführte Axialverschiebüng
der Elektrode derart :begrenzt, daß zur Herstellung der natürlichen Bogenlänge noch
eine zusätzliche Schaltbewegung der Kohlenvorschubeinrichtung durch den umsteuerbaren
Regelwerksmotor erforderlich ist.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch dargestellt:
Auf der Grundplatte i der Bogenlampe befindet sich der Träger 2 für den umlaufenden
Vorschübmechanismus 3 der positiven Kohleelektrode q., deren Längsachse mit der
optischen Achse des betreffenden Gerätes zusammenfällt. Die durch eine Führung 5
hindurchgeführte negative Kohleelektrode 6 bzw. der sie einschließende Kohlenhalter
7 ist mit dem Hebelarm 8 gelenkig verbunden, welcher, über ein Lager g gleitend,
exzentrisch im Punkte io mit einem um die Achse ii drehbaren Rad 12 verbunden ist.
Dieses Rad z2 ist über eine Reibungskupplung, deren Federn bei 13 sichtbar
sind, das gleichachsig mit ihm angeordnete Stirnrad 1q., die Schnecke 15 und das
Stirnrad 16 mit dem durch das Stirnrad 17 angedeuteten Regelwerksmotor verbunden.
Die Schnecke 15 ist in dem U-förmigen Rahmen 18 in. Richtung ihrer Achse verschieblich
gelagert; die axiale Verschiebung der Schnecke 15 und damit eine Axialverschiebung
der negativen Kohle 6 wird gegen den Druck der Federn ig und 2o durch den von dem
nicht dargestellten Zündmagneten bewegten U-förmigen Teil 21 bewirkt: Die Schnecke
15 ist so angeordnet, daß sowohl durch ihre Bewegung in axialer Richtung als auch
durch ihre durch den Regelwerksmotor veranlaßte Drehung eine Bewegung auf das Zahnrad
14 und damit auf das Rad 12 und den Hebelarm 8, d. h. auf die negative Kohle übertragen
wird. Mit der negativen Kohle 6 ist, in den Kohlenhalter 7 eingelegt, ein zweiteiliger
Kupferstreifen 22, an dessen unterem Ende die flexible Leitung 23 angeklemmt ist,
verbunden. Die Zuführungsklemme befindet sich ebenso wie die ganze Regeleinrichtung
für die negative Kohle in hinreichender Entfernung von dem positiven Krater und
den sich erhitzenden Teilen der negativen Kohle.
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Um nun eine Beschädigung des Kraters der positiven Kohle q. durch
die bei Unterbrechung des Stromes erfolgende plötzliche Vorwärtsbewegung der negativen
Kohle 6 zu verhindern, wird die Verschiebung - der Schnecke 15 durch den Zündmagneten
so bemessen, daß -die Trennung der Elektrodenspitzen infolge dieser Bewegung für
die Bildung der natürlichen -Bogenlänge noch nicht ganz ausreicht, sondern daß erst
nach einigen Drehungen des Regelwerksmotörs die endgültige Bogenlänge erreicht wird.
Wird nämlich dann der Strom unterbrochen, kann eine ruckartige Vorwärtsbewegung
der negativen Elektrode in Richtung der positiven nur um den Betrag erfolgen, der
durch die Schubbewegung der Schnecke bedingt ist. Die Zündung erfolgt dann mit der
Drehung der Schnecke durch den umsteuerbaren Regelwerksmotor hinreichend vorsichtig,
so daß keine Verletzung des Kraterrandes zu befürchten ist.