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Sicherung für das Schloss von Kipplaufgewehren.
Die Erfindung bildet eine Sicherung für das Schloss von Kipplaufgewehren, bestehend aus einer Sperrung des Abzuges, die beim Entriegeln der Läufe selbsttätig zum Abfeuern der Waffe mittels der Sicherungsstange ausgelöst wird.
Überdies ist auch die Schlagfeder während ihrer beim Spannen erfolgenden Verschiebung gesichert.
Die Zeichnung verschaulicht die Sicherung nach der Erfindung an einem Schloss nach Patent Nr. 85387 für ein Kipplaufgewehr mit zwei Läufen. Es sind also alle Teile des Schlosses, so der Patronenauswerferhebel, der Hammer mit seinem Spannhebel und seiner Schlagfeder, der Abzug, die Rast der Schlagfeder usw. doppelt vorhanden.
Fig. i zeigt das Schloss teilweise in Ansicht und teilweise im Längsschnitt im ungespannten Zustand. Fig. 2 gibt das Schloss in der Spannstellung bei vollständig gekippten Läufen und Fig. 3 in gleicher Stellung mit den Läufen in der Schusslage wieder. Fig, 4 stellt die Sperrklinke für den Abzug, Fig. 5 den Abzug und Fig. 6 den Verschlussteil der Verriegelung der Läufe dar.
Als Beispiel ist das Schloss nach dem Patente Nr. 85387 veranschaulicht. Im Schlossgehäuse 1 lagert drehbar auf einer Achse 2 der Hammer 3, dessen Zündstift 4 bei ungeladenem Gewehr durch eine Bohrung 5 der Stossplatte 6 greift. Mit dem unteren Arm 7 des Hammers 3 ist der eine Arm 9 der U-förmigen Schlagfeder 10 mittels eines Bolzens 8 gelenkig gekuppelt. Der zweite Arm 11 der Schlagfeder greift mit seinem freien hakenförmigen Ende 12 unter eine Nase 13 des Hammers. Der Arm 9 der Schlagfeder 10 trägt einen als Abzugstange wirkenden Zapfen 14 (Fig. : und z), der in eine Rast 15 im Schlossgehäuse zur Verriegelung der Feder greifen kann.
Mit dem Hammer 3 ist mittels eines Bolzens 16 ein Spannhebel 17 gelenkig verbunden, der in einer Ausnehmung 18 im Verbindungsgehäuse des Vorderschaftes 19 liegt und mit seinem freien Ende 20 in eine längliche Öffnung 21 des Vorderschaftes reicht. In der Öffnung lagert auf einem Bolzen 22 der den Hammer 3 mittels des Spannhebels 17 spannende Hebel 23, der gleichzeitig als Auswerferhebel dient und daher mit dem flügel- ähnlichen Arm 26 auf die Stange 25 des Patronenauswerfers wirkt. -
Das Spannen des Hammers erfolgt durch die Kippbewegung der Läufe in der durch das Patent Nr. 85387 bekannt gewordenen Weise.
Der Abzug 32 trägt auf seiner Oberseite einen Ansatz 34 mit zwei Nasen 35,36 (Fig. [bis 3 und 5). Mit der vorderen Nase 35 wirkt eine im Schlossgehäuse 1 drehbar gelagerte Sperrklinke 37 zusammen (Fig. 4), die am rückwärtigen Ende die Sperrnase 38 und am vorderen zwei Nasen 39, 40 trägt. Eine gegen die Unterseite der Sperrklinke wirkende Schraubenfeder 41 sucht die Sperrklinke stets in der Stellung zu erhalten, in der die Nase 38 unter die Nase 35 des Abzugansatzes 34 greift und den Abzug sperrt. Mit der Nase 39 der Sperrklinke wirkt die verschiebbare Sicherungsstange 42 bekannter Ausführung zusammen (Fig. 6), deren abgebogenes freies Ende vor der Nase 39 liegt.
Die Nase 40 der Speirklinke steht unter Einwirkung einer Nase 43 des in üblicher Weise ausgebildeten verschiebbaren Verschlussriegels 44 (Fig. 3 und 6), der in bekannter Weise die Verriegelung der Läufe mit dem Schlossgehäuse bewirkt.
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Um das Kippen der Läufe vorzunehmen, muss die Verriegelung zwischen den Läufen im Schlossgehäuse gelöst werden, was in bekannter Weise durch Verdrehen der Schlüsselwelle mittels des Betätigungshebels 46 geschieht. Durch die Verdrehung der Schlüsselwelle wird der Verschlussriegel 44 aus seiner Verriegelungsstellung zurückgeschoben (Fig. 2), wodurch die Läufe entkuppelt werden. Der zurückbewegte Verschlussriegel 44 drückt mit seinem Stirnende die verschiebbare Sicherungsstange 42 von der Nase 39 der Sperrklinke 37 zurück, so dass diese sich bewegen kann.
Gleichzeitig wirkt der Ansatz 43 des rückwärtsgehenden Verschlussriegels 44 gegen die Nase 40 und dreht die Sperrklinke 37 entgegen der Wirkung ihrer Feder 41 abwärts, so dass die Sperrnase 38 sich von der Nase 5a des Abzugansatzes 54 loslöst ; der Abzug ist jetzt frei. Beim Kippen des Laufes und Spannen des Hammers wird bei dessen Drehbewegung die Schlagfeder vorgeschoben. Während dieser Bewegung liegt ihr als Abzugstange wirkender Zapfen 14 immer unter der Nase 36 des Abzugansatzes 34, wodurch die Schlagfeder gesichert ist. Sobald das Spannen des Hammers und der Schlagfeder beendet und diese durch Eingriff des Zapfens 14 in die Rast 15 gesichert ist, wird der Lauf in die Schusslage gebracht und der Verschlussriegel kehrt in seine vordere Stellung zurück (Fig. 3).
Die Nase 43 des Verschlussriegels bewegt sich von der Nase 40 der Sperrklinke weg und diese wird von ihrer Feder 41 aufwärts gedrückt, bis ihre Sperrnase 38 wieder unter die Nase 36 des Ansatzes 34 des Abzuges greift und diesen sperrt.
Zur Auslösung der Sperrung ist es nur erforderlich die Sicherungsstange 48 In bekannter Weise in der Richtung des Pfeiles 47 (Fig. 3) vorzuschieben. Das freie Ende der Sicherungsstange drückt gegen die Nase 39 und bewegt die Sperrklinke abwärts, wodurch die Sperrnase 38 aus ihrer Sperrstellung von der Nase 35 weggedrückt wird. Nunmehr kann das Abfeuern durch Druck auf den Abzug 32 bewirkt werden, der mit seinem Blatt 33 den als Abzugstange wirkenden Zapfen 14 der Schlagfeder aus der Rast 15 aushebt und die Schlagfeder frei gibt, die den Hammer 3 vorschnellt.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Sicherung für das Schloss von Kipplaufgewehren, dadurch gekennzeichnet, dass der
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schieben des Verschlussriegels (44) ausgelöst wird.