AT85530B - Verfahren zur elektrolytischen Trennung von Nickel und Kupfer. - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Trennung von Nickel und Kupfer.

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  Verfahren zur elektrolytischen Trennung von Nickel und Kupfer. 



   Bei der elektolytischen Gewinnung von Nickel und Kupfer aus Kupfer-Nickel-Erzen besteht ein bekanntes metallurgisches Verfahren in der Benutzung von Anoden aus KupferNickel in einem Elektrolyt von Nickelsulfat, wobei das Nickel aus einer Nickelkathode niedergeschlagen wird ; bei der Ausführung eines solchen Verfahrens müssen zahlreiche   Massregeln   vorgesehen werden, um ein Wiederabsetzen des Kupfers mit dem Nickel zu vermeiden. Diese besonderen Massregeln verursachen Komplikationen und Ausgaben, die durch vorliegende Erfindung vermieden werden. 



   Gemäss derselben wird ein unlösliches Reagens verwendet, welches mit Kupfersulfat und Nickelsulfat eine unlösliche Verbindung (basisches Doppelsulfat 2 CM 0. 2 NiO. SO 3) bildet, deren Gegenwart in dem Elektrolyt nicht schädlich ist. Das Reagens wird demgemäss dazu benutzt, um gewissermassen einen Schirm oder ein Filter zwischen Anode und Kathode zu bringen, welches das Kupfer abfängt und niederschlägt und so seine Ablagerung an der Kathode verhindert. Geeignete   poröse'Scheidewände sind   bei vorliegendem Verfahren vorgesehen, um eine Berührung zwischen dem Reagens und der Kathode, zu verhindern. 



   Es ist noch zu bemerken, dass Verfahren zur elektrolytischen Verarbeitung von Kupfer-Nickelanoden, wobei Kupfer oder Nickel kontinuierlich chemisch gefällt werden, bereits bekannt sind. 



   Das Verfahren gemäss vorliegender Erfindung wird in folgender Weise und mit der in der Zeichnung gezeigten Vorrichtung ausgeführt, welche in Fig. i in schematischer Darstellung, geschnitten von der Seite, und in Fig. 2 in abgeänderter Ausführungsform ersichtlich ist. 



   Gemäss Fig. i sind in der elektrolytischen Zelle 1 eine Anode 2 und eine   Kathode. 3   in einem Elektrolyt 4 angeordnet. In dem Elektrolyt wird gepulvertes Kalziumkarbonat im Schwebe gehalten, z. B. durch irgendwelche beliebige Rührvorrichtungen. Der Elektrolyt wird vorzugsweise auf einer Temperatur zwischen 60 und   800 C   gehalten. Die Kathode wird vor der Berührung mit dem Kalziumkarbonat durch eine porige Zelle 5 bewahrt. 



   Bei der Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 2 kann das Kalziumkarbonat in grösseren Stücken verwendet werden und wird dadurch in Berührung mit der Anode gehalten, dass es in einer porigen Zelle 5 von beliebigem Stoff, welche die Anode umgibt, untergebracht ist. Bei beiden Ausführungsformen wird das unlösliche Reagens, obwohl es in dem Elektrolyt verteilt ist, nur mit der Anode in Berührung gebracht, während die
Kathode gegen die Berührung mit dem Reagens geschützt ist. Bei der Ausführung der Elektrolyse mit dieser Vorrichtung, wobei die Anode aus Kupfer-Nickel besteht, wird das an der Anode frei gewordene Kupfer als unlösliches basisches Doppelsulfat von CM und   A''   abgesetzt, während der Hauptteil des Nickels allein an der Kathode niedergeschlagen wird.

   Das Kalzium des Kalziumkarbonates wird als unlösliches Kalziumsulfat niedergeschlagen. 



  Da eine äquivalente Menge von Ni und Cu als basisches Sulfat niedergeschlagen wird, muss der Kupfergehalt der Anoden möglichst gering sein. Es ist für die Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wesentlich, ein Reagens zu benutzen, welches das Kupfer in einer unlöslichen Form niederschlägt und ein Sulfat bildet, das unlöslich ist. Daher sind auch
Karbonate anderer alkalischer Erden für den oben beschriebenen Zweck geeignet ; Kalkstein bildet jedoch das günstige Reagens, hauptsächlich wegen seiner Billigkeit und wegen der Unlöslichkeit des gebildeten Sulfats. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur elektrolytischen Trennung von Nickel und Kupfer unter Anwendung einer Kupfer-Nickel-Anode und von Schwefelsäure als Elektrolyt, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Anode ein unlösliches Reagens in Berührung gehalten wird, welches mit dem Kupfer und einem Teil des Nickels eine unlösliche Verbindung und. ein unlösliches Sulfat bilden kann, 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, dass das unlösliche Reagens EMI1.1 3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das unlösliche Reagens in einer die Anode umgebenden porigen Zelle enthalten ist.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als unlösliches Reagens Kalziumkarbonat oder ein anderes Karbonat der alkalischen Erden dient. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT85530D 1917-08-14 1918-08-29 Verfahren zur elektrolytischen Trennung von Nickel und Kupfer. AT85530B (de)

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