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Photographisehe Aúfnahmelampe.
Bei den bekannten photographischen Aufnahmelampen kommen Gestelle oder Stative in Anwendung, mit denen jedoch nur Vertikalverstellungen der Lampe möglich sind. Für seitliche Lampenbewegungen mussten die Stative oder Gestelle auf dem Fussboden verstellt oder verschoben werden. Bei anderen, besonders für diesen letzteren Zweck zu verwendenden Einrichtungen sind die Aufnahmelampen an Schienen verschiebbar befestigt.
Alle diese Ausführungen zeitigen verschiedene Nachteile. Sie nehmen am Fussboden einen die Aufnahme erschwerende oder störenden Flächenraum ein. Die Einstellung der richtigen Beleuchtung ist zeitraubend, umständlich und unter Umständen überhaupt unmöglich, da häufig die Stative o. dgl. hierbei innerhalb der aufzunehmenden Bildfläche sich
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Gemäss der Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass die Aufnahmelampen an einem mehrgliedrigen Wandarm befestigt sind, der seinerseits längs einer Rohroder Kanteisenstange vertikal verschoben werden kann. Hierdurch ist es möglich, mit den Aufnahmelampen jeden Punkt eines zylindrischen Raumes zu erreichen, der bei i bis 4 m Durchmesser sich vom Fussboden bis zur Decke erstreckt. Zweckmässig werden die Lampen noch von einem besonderen Lampenhalter getragen, der in den Wandarm derart drehbar eingesetzt ist, dass der Lampenhalter sowohl um seine Achse gedreht als auch nach oben und unten bzw. nach vorn und hinten gekippt werden kann.
Die Konstruktion des Wandarmes kann aus Stahhöhren, in welchen die Leitungsdrähte untergebracht sind, oder aus geeigneten Kanteisen hergestellt werden und je nach Bedarf beliebig viele Teilglieder besitzen. Der Wandarm wird von einem Eisenkolben getragen, welcher sich an einer Gleitschiene aus Kanteisen oder Rohr o. dgl. auf-und abwärtsbewegen lässt. Die Bewegung erfolgt mittels Drahtseil, welches an dem Kolben befestigt ist und am oberen Ende der Gleitschiene über eine Rolle zu einer Winde führt, mit welcher der Eisenkolben nebst Arm in jeder gewünschten Höhenlage festgestellt werden kann. Statt der Winde kann auch ein Gegengewicht mit Feststellung Verwendung finden. Die Überbrückung der Armgelenke durch den Leitungsdraht oder die Litze geschieht ausserhalb oder innerhalb des Gelenkzylinders.
Im letzteren Falle wird zweckmässig jeder Gelenkteil mit einer Scheibe aus Hartgummi oder einer anderen Isoliermasse versehen. Die Scheiben passen genau ineinander und besitzen zwei oder drei eingelassene Hartkupferringe, so dass nach Zusammenlegen der Scheibe Kupfer gegen Kupfer und Hartgummi gegen Hartgummi zu schleifen kommt. Die Kupferringe werden mit den entsprechenden Leitungsdrähten, welche im Innern der Stahlröhren montiert sind, verbunden, wodurch für jede Leitungsphase ein ständiger Kontakt hergestellt ist und jedes einzelne Armglied jede beliebige Drehung ohne Rücksicht auf die Stromleitung erlaubt.
Die Stabilität und die leichte Verstellbarkeit der neuen Belichtungsvorrichtung gestattet, mehrere Lampen an dem Lampenhalter zu montieren. Dadurch ist die Möglichkeit zur Durchführung einer Sparschaltung gegeben, die sich auf folgenden Überlegungen aufbaut :
Bei Halbwattlampen oder Lampen ähnlicher Konstruktion, wie sie für photographische Zwecke benutzt werden, wurden bisher Widerstände angewandt zu dem Zwecke, dass die
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Lampe während der Einstellung des Apparates mit der für diese Lampe berechneten Normalspannung benutzt werden konnte. Zur Zeit der Aufnahme wurde dieser Widerstand ausgeschaltet, so dass diese Lampe, mit einer Überspannnung gespeist, ein erheblich helleres Licht erzielte. Durch die Widerstände wurde hierbei jedoch Strom nutzlos vernichtet.
Zur Behebung dieses Übelstandes sind gemäss der Erfindung in dem vom Lampenhalter getragenen Reflektor drei Lampen beliebiger Kerzenstärke eingesetzt, wovon eine bzw. zwei Lampen eine niedere Spannung besitzen, während zwei oder eine der Lampen für Normalspannung bestimmt sind. Zur Einstellung des Apparates werden die Normallampen eingeschaltet, zur Zeit der Aufnahme die Lampen der niederen Spannung. Dadurch wird einesteils der gesamte Strom nutzbar gemacht und andrerseits der Lichteffekt in der gleichen Weise erhöht, ohne dass die Beleuchtungsart des Modells sich ändert.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Verwirklichung des Erfindungsgedankens dargestellt.
Die Vorrichtung besitzt eine Stange a, die zwischen Fussboden und Decke vertikal aufgestellt ist und zweckmässig aus Vierkanteisen besteht. Auf der Stange lässt sich ein Eisenkolben b verschieben, der an jedem Ende eine Muffe c bzw. d besitzt, in der Nut- rollen f gelagert sind. Diese Rollen übergreifen die Kanten der Stange a und führen hierdurch den Kolben b. Die Auf-und Abbewegung des Kolbens erfolgt durch einen Seilzug e, der am oberen Ende der Stange a über eine Rolle geführt ist und an eine Winde mit Sperrung oder an ein Gegengewicht angeschlossen ist.
An dem Kolben b ist ein Arm g angelenkt, der selbst wieder einen schwingbaren
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Lager für eine Scheibe 1n ausgebildet ist. Die Scheibe rit trägt zwei Lagerböcke n, in denen der Lampenhalter o eingesetzt ist. Mit dem Lampenhalter ist der Reflektor p verbunden, der'zusammen mit den Glühlampen q, f, s durch die Arme g, lt, i, die Scheibe In und die
Lager n nach allen Richtungen des Raumes gedreht werden kann, während durch den
Kolben jede Höhenlage eingestellt werden kann.
Auf dem Lampenhalter o sitzt ein Kreis- segment t, das mit einer Anzahl von Löchern versehen ist, um den Lampenhalter mittels des ins Lager ? verschiebbar eingesetzten Sperrstiftes u in jedem Winkel in bezug auf die
Scheibe m festmachen zu können.
Die Arme g, h, i und der Lampenhalter o sind zweckmässig hohl gestaltet, damit in ihnen das Stromkabel oder die Litze w verlegt werden kann. Dieselbe tritt aus dem Ge- lenk y des Armes g nach aussen und endet in dem Stecker x.
Die Stromführung an den Gelenken fI und zwischen dem Gelenk k und der Scheibe m kann durch äusserliche Leitungsverlegung oder Kontaktscheiben o. dgl. erhalten werden, von denen Jede Gelenkhälfte einen Teil besitzt, die nach der Montage dauernd aufeinander schleifen. Eine solche Verbindung besteht z. B. aus zwei ineinander passenden Isolier- scheiben, von denen je eine in einem Gelenkteil befestigt ist. In die Isolierscheiben sind
Kupferringe eingelassen, die mit den in den Armen verlegten Kabeln verbunden sind. Nach
Zusammensetzen des Gelenkes schleifen dann die Kupferringe aufeinander und stellen so in jeder Lage der Arme einen guten Kontakt her.
Von den drei Lampen, r, z sind beispielsweise q und s parallelgeschaltet, während die Lampe direkt an dem Netz liegt. Die Lampen sind dabei so gewählt, dass die -Lampen q, und s bei ihrer Einschaltung jede mit ihrer Normalspannung gespeist werden, während die Lampe f bei ihrer Einschaltung mit Überspannung brennt. Demgemäss dienen die Lampen q und s zum Einstellen des Apparates, während die Lampe r die eigentliche
Aufnahmelampe darstellt.
An Stelle der beschriebenen Schaltung kann die gleiche Wirkungsweise auch durch
Verwendung von Lampen verschiedener Normalspannung erhalten werden. indem eine oder zwei für die Netzspannung und zwei oder eine für eine niedrigere Spannung bestimmt sind.
In diesem Fall würden erstere zum Einstellen des Apparates und letztere für die Aufnahme
Verwendung finden.