AT85225B - Knet- bzw. Mischmaschine. - Google Patents
Knet- bzw. Mischmaschine.Info
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Description
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Knet-bzw. Mischmaschine.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Knet-bzw. Mischmaschine, bei welcher die Bearbeitung des Teiges o. dgl. ohne jedem Mischflügel bzw. Knetarm o. dgl. lediglich durch die Wirkung der Zentrifugalkraft erfolgt.
Zu diesem Behufe wird eine das Knet-bzw. Mischgut aufnehmende Schale mit entsprechender Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt. Die Schale ist von'einem feststehenden Deckel abgeschlossen. Bei der Drehbewegung wird durch die Zentrifugalkraft das Mischgut,
EMI1.1
schalenartig ausgebildeten Deckels gepresst, wodurch der Teigring an seinem unteren Teil die Rotation mitzumachen sucht, an seinem oberen Teil aber infolge der Wirkung von, an der Innenseite des Deckels vorgesehenen Rippen in Ruhe erhalten wird. Während also die unterste Schichte des Teigringes mit der Tourenzahl der Schale in Umdrehung versetzt wird, rotiert jede höher gelegene Schichte des Teiges mit immer geringerer Geschwindigkeit bis schliesslich die oberste Schichte vollkommen ruht.
Die unterste Teigpartie rotiert also am raschesten, besitzt mithin die grösste Zentrifugalkraft, während die darüber liegenden Teigpartien immer langsamer rotieren, also geringere Zentrifugalkraft aufweisen, bis schliesslich die Zentrifugalkraft der obersten Teigpartie gleich Null ist. Den Zentrifugalkräften entspricht in geradem Verhältnis der in den einzelnen Teigpartien herrschende Druck, der sich nach allen Richtungen gleichmässig fortpflanzt. Es muss daher ein Druckausgleich in den übereinander liegenden Teigpartien stattfinden, d. h. die unterste Teigpartie verdrängt infolge ihres höheren Druckes die darüber liegende und diese wieder die nächsthöhere usw.
Die verdrängte oberste Partie kommt wieder in den Bereich der rascheren Rotation, wird durch die erhöhte Zentrifugalkraft nach Aussen verdrängt, so dass ein ständiger Kreislauf im Querschnitt des Teigringes erfolgt.
Die vorstehend beschriebene, gleichsam in radialen Schnittebenen vor sich gehende Bewegung des Misch-bzw. Knetgutes, bildet nur eine Komponente der dem Material erteilten Bewegung. Eine weitere Bewegung erhält das Mischgut noch durch die Differenz der Umdrehungsgeschwindigkeit der rotierenden Schale zum feststehenden Deckel. Es resultiert somit ein Abwälzen jedes Teigteilchens gleichsam in einer körperlichen Zykloide. Hieraus ergibt sich eine den Knetvorgang vollkommen analoge Bearbeitung des Teiges, welche lediglich durch eine von Aussen wirkende Kraft, also ohne jeden Mischflügel bzw. Knetarm hervorgerufen wird. Diese von Aussen kommende Kraft muss naturgemäss grösser sein als die Kohäsionskraft zwischen den einzelnen Teigteilchen.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform gemäss vorliegender Erfindung in Fig, i im Vertikalschnitt veranschaulicht. Fig. 2 zeigt den Deckel in Druntersicht.
Durch die Zahnradgetriebe 1, 2 bzw. 3, 4 und J, 6 wird bei Drehung der Welle 7 die veltikale Welle 8 in entsprechend rasche Rotation versetzt. Die Welle 8, welche im vorliegenden Falle an ihrem oberen Ende zu einem Vierkant ausgebildet ist, trägt leicht auswechselbar eine Schale 9, die durch einen feststehenden Deckel 10 abgeschlossen ist, welcher durch eine Gummidichtung Holzdichtung, eine Labyrinthdichtung o. dgl. gegen die Schale 9 abschliesst.
Die Einstellschrauben 11 und 12, von denen erstere als Deckelscharnier, letztere als Verschlusshaken ausgebildet ist, ermöglichen eine genaue Einstellung des Deckels derart, dass derselbe möglichst dicht gegen die Schale 9 abschliesst,
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An der Unterseite des Deckels 10 sind Rippen 13 angeordnet, die in weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgedankens als Tangenten zu einem zum Schalenumfang konzentrischen Kreis verlaufen und derart ausgestaltet sein können, dass sie der fortschreitenden Drehbewegung der Teigteilchen einen möglichst geringen Widerstand entgegensetzen, wodurch der zur Betätigung der Maschine erforderliche Kraftaufwand auf ein Mindestmass herabgedrückt wird. Zum Einbringen des Materials dient die in den Deckel 10 vorgesehene zentrale Öffnung 14.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Knet-bzw. Mischmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitung des Gutes lediglich durch eine, durch Zentrifugalwirkung hervorgerufene, von den untersten Schichten des Gutes nach den oberen, zweckmässig bis zum Zustande der Bewegungslosigkeit abnehmende Bewegung eifolgt.
Claims (1)
- 2. Knet- bzw. Mischmaschine nach'Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine drehbar gelagerte, durch einen festehenden Deckel abgeschlossene Schale (9), in welcher sich de. zu bearbeitende Teig infolge der bei der Rotation auftretenden Zentrifugalkraft in einen Ring EMI2.1 Differenz der Umdrehungsgeschwindigkeit der rotierenden Schale und des stillstehenden Deckels eine längs des Ringumfanges fortschreitende Rollbewegung im Querschnitt vollführt.3. Misch-bzw. Knetmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch im Deckel EMI2.2 4. Misch-bzw. Knetmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen als Tangenten zu einem, zum Schalenrand konzentrischen Kreis geführt sind, so dass sie den Teigring festhalten, trotzdem aber der fortschreitenden Rotationsbewegung jedes EMI2.3 5. Misch-bzw. Knetmaschine nach den Ansprüchen i bzw. 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (10) durch unmittelbar in das Gelenk bzw. den Verschluss eingebaute Schrauben (11, 12) nachstellbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT85225T | 1919-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT85225B true AT85225B (de) | 1921-08-25 |
Family
ID=3606216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT85225D AT85225B (de) | 1919-04-02 | 1919-04-02 | Knet- bzw. Mischmaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT85225B (de) |
-
1919
- 1919-04-02 AT AT85225D patent/AT85225B/de active
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