AT85130B - Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine. - Google Patents

Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine.

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AT85130B
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Elektrochemische Werke Gmbh
David Strauss Ballin
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  Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine. 
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 Minimum von Lupinin enthalten, welches ihnen ohne gleichzeitigen Verlust von Kohlehydraten und Stickstoff nicht mehr lediglich durch Wasserextraktion entzogen werden kann, und, dass man ferner auch diese letzte Menge von Lupinin in technisch möglicher Weise entfernt durch Abdestillieren im Vakuum des bei der partiellen Entbitterung der Lupinen von diesen aufgenommenen Wassers, sowie des ursprünglich in der rohen Lupinenfrucht enthaltenen Wassers. Man erreicht dabei gleichzeitig ein Trocknen der Lupine, die sie zum Mahlen auf jeder Schrotmühle für Futterzwecke geeignet macht. Ebenso lässt sich die getrocknete reine Lupine schälen, wodurch sie auch als menschliches Nährmittel Verwendung finden kann. 



   Beispiel : An Hand beiliegender Skizze sei die Arbeitsweise nach vorliegendem Verfahren beschrieben. In den Cylinder A werden- Lupinen in kochendheisses Wasser eingetragen und das Gemenge von neuem auf Siedetemperatur durch Öffnen des Hahnes gebracht. Bei 
 EMI2.1 
 erforderlich ; nach   i-bis stündigem   Dämpfen öffnet man den Hahn b, welcher mit der Wasserleitung verbunden ist und lässt kaltes Wasser eintreten, so dass das ursprünglich in dem Extraktionszylinder befindliche Wasser langsam verdrängt wird bzw. aus dem inzwischen geöffneten Hahn c abläuft. Jetzt stellt man den Wasserhahn b so ein, dass das im Extraktor befindliche Wasser innerhalb 24 Stunden (je nach dem Lupiningehalt der Lupinen, welcher sehr schwankt (zwei- bis dreimal erneuert wird und überlässt das Ganze dreimal 24 Stunden sich selbst.

   Nach Verlauf von 3 Tagen schliesst man den Hahn b und öffnet Hahn a, um das Wasser schnell aus dem Extraktor ablaufen zu lassen. Nachdem dies geschehen, öffnet man Mannloch d, wodurch die Lupinen in den geöffneten   VakuumdestiIIierapparat   B lutschen. 



  Dieser wird geschlossen und vermittelst der Luftpume D unter Vakuum gesetzt,. während der Kondensator E zur Kondensation der Wasserdämpfe, welche das Lupinin entfüh en, dient. Die Heizung des Destillierapparates B'geschieht durch Dampfmantel. Mit dem Wegdestillieren der etwa   65% Wasser   der Lupinen (ca.   50% sind   während der Extraktion aufgenommen und ca. 10 bis   15%   Wasser waren in der rohen Lupine enthalten) destillieren im Vakuum auch die letzten Spuren des Lupinins, des Bitterstoffs der Lupinen über, so dass die aus dem Destillierapparat herauskommenden Früchte nicht nur für Viehfutter, sondern auch als Nährmittel für Menschen verbraucht werden können.

   Selbstverständlich müssen sie für diesen Zweck geschält und fein gemahlen werden, während sie für Futterzwecke nur als Schrot inklusive Schalen auf jeder beliebigen Futterschrotmühle gemahlen zu werden brauchen. Ihr   Futterwert   ist ein ausserordentlich hoher. Es ersetzten etwa 3 kg der in vorstehender Weise bearbeiteten Lupinen   10 kg   Hafer. 



   Die in obigem Beispiel beschriebene Arbeitsweise lässt sich natürlich aufs mannigfaltigste variieren. Es könnte unter anderem bei kleineren Anlagen, bei welchen Destillation und Extraktion nicht gleichzeitig zu arbeiten brauchen, der Extrakteur auch als Vakuumdestillierapparat ausgebildet werden, so dass die ganze Entbitterung bis zur gebrauchsfähigen fertigen Bohne in einem Apparat stattfindet. Auch braucht natürlich das Vakuum und die Kondensation nicht, wie auf der Skizze dargestellt, durch Kondensator, barometrisches Abfallrohr und Trockenluftpumpe erzeugt, sondern kann, je nach Grösse der Anlage durch eine einfache Wasserstrahlpumpe oder durch eine Nassluftpumpe bedient werden. 



   Die Ausbeuten sind bei dem Verfahren ebenfalls sehr hohe, denn es entstehen nur etwa 8 /o Materialverlust. Hierzu kommen noch   in0/,   Wasserverlust durch Trocknung, so dass die   Gewichtsausbeute - aus   einem Kilo roher Lupinen etwa 820 g absolut entbittert und getrocknet, schäl-und mahlbar, für Genuss und Futtermittelzwecke geeignete Ware beträgt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Beseitigung der letzten Reste von Bitterstoffen die in an sich bekannter Weise mit Wasser vorbehandelten Lupinen einer, Vakuumdestillation unterwirft, wobei sich die Bitterstoffe zugleich mit dem während der Extraktion aufgenommenen und dem ursprünglich in der Lupine enthaltenen Wasser vollkommen verflüchtigen,
AT85130D 1915-10-20 1918-06-24 Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine. AT85130B (de)

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AT85130D AT85130B (de) 1915-10-20 1918-06-24 Verfahren zum Entbittern und Entgiften der Lupine.

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