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Vorh ngschloss.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Vorhängschloss, welches ein besonderes Zuhaltungseingerichte aufweist. Es ist jedoch auch als Türschloss bei Anordnung einer besonderen Sperrvorrichtung für die Zuhaltungen verwendbar.
In der Zeichnung ist in Fig. I eine Ausführungsform eines Vorhängeschlosses in Schnitt-
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form des Schlosses als Türschloss..
Im wesentlichen besteht dieses Schloss aus einem, aus einem Stück gepressten Panzergehäuse 1, welches nach erfolgtem Einbau der Inneneinrichtung durch den eingenieteten oder eingeschweissten Boden 2 verschlossen wird.
Der Schlossbügel 4 ragt mit seinen beiden Enden 91 und 101 in das Innere des Schlosses ; diese haben an jeder nach aussen gekehrten Fläche die gleiche Anzahl Einschnitte 3 als Zuhaltungen 5, 6,'I und 8 vorhanden.
Die Zuhaltungen 5, 6, 7 und 8 sind im Innern des Schlosses angeordnet und bestehen aus einfachen, ebenen Platten, welche mit Ausnehmungen, und zwar 9 bzw. 10 für die Schlossbügelenden 91, 101 und für den Schlüssel versehen sind. Unter Einwirkung von in der Zeichnung nicht dargestellten Federn werden die Zuhaltungen in ihrer Längsachse im Sinne der durch Pfeile gekennzeichneten Richtung gezogen.'Es vollführt mithin eine Gruppe von Zuhaltungen der anderen gegenüber eine gegenläufige Bewegung aus.
Die die Schlossbügelenden 91 und 101 umschliessenden Ausnehmungen 9 bzw. 10 sind in verschiedener Länge ausgeführt. In der gezeichneten Ausführungsform ist die Ausnehmung 10 gerade so gross, dass sie den vollen Querschnitt des Bügelendes 101 auf drei Seiten leicht umschliesst, auf der vierten inneren Seite jedoch einen mässig grossen Spielraum frei gibt, wenn die Zuhaltung durch den Schlüssel eingeordnet ist. Wird der Schlüssel verdreht, so gelangt die Zuhaltung mit
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Einschnitt 3 des Bügelendes. Da die Einschnitte 3 an den beiden äusseren Flächen der Bügelenden angeordnet sind, muss die Ausnehmung 9 um jenes Mass länger wie die Ausnehmung 10 sein, als die Verschiebung der Zuhaltung beträgt, damit dieselbe mit der Ausnehmung 10 in den Einschnitt 3 eingreifen kann.
Im eingeordneten Zustande der Zuhaltung nehmen die Ausnehmungen 9 bzw. 10 jene Stellung zu den Bügelenden ein, dass die den Einschnitten 3 zugewendeten Seiten der Ausnehmungen 9 bzw. 10 so dicht an den Bügelenden anliegen, dass die Durchführung letzterer gerade ermöglicht wird, hingegen die entgegengesetzten Seiten, und zwar bei der Ausnehmung 10 nur um weniges, bei der Ausnehmung 9 jedoch um das ganze Mass der Verschiebung der Zuhaltung vom Schaft entfernt sind.
Jede Zuhaltung gelangt demnach nur mit der Ausnehmung 10 zum Eingriff in den bezüglichen Einschnitt 3'des Bügelendes und kann nur mittels des richtigen Schlüssels eingeordnet werden. Wird zum Einordnen der Zuhaltung ein Schlüssel mit zu kurzem Barte verwendet, dann kann die Zuhaltung nicht so weit verschoben werden, bis deren Ausnehmung 10 ausser Eingriff mit dem Einschnitte 3 des Bügelendes kommt.
Bei zu langem Barte des Schlüssels wird die Zuhaltung so weit ausser Eingriff mit dem Einschnitt des Bügelendes gebracht, dass die dem Einschnitte gegenüberliegende Seite der Ausnehmung 10 sich an den Schaft anlegt, wodurch jedoch die Ausnehmung 9 mit der dem Einschnitte des Bügelendes gegenüberliegenden Seite in letzteren eingreift, so dass in allen Fällen bei Verwendung eines nicht genau passenden Schlüssels das Herausziehen der Bügelenden aus den Ausnehmungen verhindert ist.
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Zur genauen und die Sicherheit des Schlosses bedingenden Führung der Zuhaltungen, der Bügelenden und des Schlüssels ist der in Fig. 2 dargestellte zweiteilige Zuhaltungskorb 13 vorgesehen.
Er besteht aus zwei Blechplatten, in welchen Schlitze 14 zur Aufnahme der Zuhaltungen ausgespart sind. Jede einzelne Blechplatte erhält zweckmässig eine solche Form, dass sowohl eine Führung für die Bügelenden, wie auch für den Schlüssel erreicht oder aber auch eine solche für die Zuhaltungen hergestellt wird. In der dargestellten Ausführungsform ist die spielraum-
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des Bleches über die Breite der Zuhaltungen herausgebogen werden, ähnlich wie dies in der Darstellung bei der Schlüsselführung der Fall ist und hiedurch die Führung der Zuhaltungen bewerk-
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ohne Widerstand möglich ist.
Die zwischen den Schlitzen verbleibenden, wie auch die durch die Schlitze nicht unter-
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Der Zuhaltungskorb dient weiters auch dazu, die Lage der Zuhaltungen im Gehäuse 1 dauernd festzuhalten, indem sich die Begrenzungsflächen des Zuhaltungskorbes dicht an die Gehäusewand anlegen und solcherart die gesamte Anordnung im Gehäuse fixieren.
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Letzterer ist gleichzeitig mit den Sperrklinken unter der auf diese einwirkenden Federkraft zurückgedreht worden, wobei die Sperrklinken in die betreffenden Einschnitte der Zuhaltungen eingefallen sind. Wird nunmehr, nachdem das Schloss geöffnet ist, der Schlüssel zurückgedreht, dann halten die Sperrklinken 19 die Zuhaltungen fest und das Schloss bleibt offen. Beim Rück- drehen des Schlüssels legt er sich, noch ehe er vor die Schlüsselöffnung gelangt, an den Hebel 21,
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welcher unter der Einwirkung einer schwachen Feder steht und dreht ihn so weit, bis der Schlüssel durch die Schlüsselöffnung herausgezogen werden kann.
Sofort, nachdem der Schlüsselbartteil, welcher sich an den Hebel 21 anlegt und denselben gedreht hat, aus dem Schlüsselloche herausgezogen ist, wird der Hebel durch die Feder wieder an den Anschlag 22 an den Sperrklinken 19 gedrückt, in welcher Lage er das Schlüsselloch zur Einführung des Schlüssels (in Fig. 3 dargestellt) freigibt. Soll die Festrieglung des Schaftes erfolgen, ist es nur notwendig, den Schlüssel in das Schlüsselloch einzuführen und denselben ein wenig im Sinne des Aufsperrens zu drehen.
Hierdurch wird der Hebel 21 verdreht, durch ihn werden die Sperrklinken gehoben und die Zuhaltungen fallen unter dem Zuge der auf sie wirkenden Federn mit den Ausnehmungen in die Einschnitte des Schaftes 16 ein.
Die Vorteile des vorbeschriebenen Schlosses sind bedeutende. Der wichtigste ist die ausser-
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Wahl einer grösseren Anzahl von Zuhaltungen kann der Sicherheitsgrad in beliebiger Weise gesteigert werden. Das Fehlen jeglicher Nieten, Schrauben, Bolzen und sonstiger sich drehenden Teile sind Gewähr für die sichere Wirkungsweise des Schlosses.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorhängschloss, bei welchem die beiden Bügelenden durch die Begrenzungskanten von in mehreren parallel und gegenläufigen Zuhaltungen vorgesehenen Durchgangsöffnungen festgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelenden an zwei gegenüberliegenden Aussenseiten Einschnitte (3) besitzen, in welche zwecks Festhaltens im Schlosse jede Zuhaltung (8 bis 10) durch Federwirkung stets mit der äusseren Begrenzungskante einer der Durchgangsöffnungen eintritt, wobei die Durchgangsöffnung (9) für das Bügelende (91) gegenüber jener (10) für das Bügelende C-M um das Mass der durch den Schlüsse. bewirkten Verschiebung länger ist.