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Schaltungsanordnung zum wahlweisen Anruf in Fernsprechanlagen.
Im Stammpatente Nr. 79432 ist eine Schaltungsanordnung zum wahlweisen Anruf in Fernsprechanlagen beschrieben, bei der zwecks Erzielung des Gleichschrittes die Einstellperiode der ausschliesslich durch Induktorstrom einzustellenden Wähler durch zwei nach bestimmter Zeit aufeinanderfolgende, den Induktorströmen übergelagerte Wechselströme höherer Frequenz
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veranlasst. Gemäss der vorliegenden Erfindung treten nun an die Stelle der Wechselstl örne höherer Frequenz zwei Pausen im Induktorstromfluss, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
Die Vorteile dieser Anordnung gegenüber der bekannten bestehen darin, dass erstens die Apparate infolge des Fortfalls der besonderen Empfangsvorrichtungen für den Hochfrequenzstrom einfacher werden und schädliche Nebenschlüsse vermieden sind, und dass zweitens der. eigentliche Anruf der gewünschten Station im Zustande der Stromlosigkeit der Leitung erfolgt, so dass eine Kontrolle des Anrufes mit Hilfe des Fernhörers der rufenden Stelle ausgeübt werden kann.
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form schematisch dargestellt.
Sämtliche Fernsprechstationen einer Linie sind mit den Klemmen a und b parallel an eine Doppelleitung geschaltet ; sie besitzen ausser dem gewöhnlichen Induktor J, dem Wecker W und dem Sprechsystem (Mikrophon M, Telephon H, Induktionsspule R, Hakenumschalter U, Mikrophonbatterie B) eine Gebe-und Empfangseinrichtung für den wahlweisen Anruf.
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zum Zeichen, dass der Rufvorgang beendet ist und das Gespräch beginnen kann. Nach Beendigung des Gesprächs wird der Induktor abermals kurz gedreht, wobei der eigene Stationswecker wieder anspricht, und so das Schlusszeichen gegeben.
Die Schaltvorgänge sind hierbei folgende : Die Kurbelachse des Induktors 3 besitzt an ihrer Verlängerung einen Zahntrieb 1, der in der Ruhestellung in einem Ausschnitt 2 des grösseren Zahnrades 3 frei spielt ; wird die Induktorkurbel gedreht, so wird die Kurbelachse in der üblichen Weise in der Längsrichtung um ein kurzes Stück verschoben und unter Vermittlung
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rad 3 z. B. durch einen bei der Verschiebung der Induktorachse zur Inbetriebsetzung des Induktors betätigten Stössel um die Länge der Zahnlücke weitergeschaltet werden. Hat das Zahnrad 3 annähernd eine Umdrehung vollendet, so kommt der Zahntrieb 1 bei Erreichung eines zweiten Ausschnittes -1 des Zahnrades 3 wieder ausser Eingriff.
Durch Loslassen und Wiederandrehen der Kurbel kann dann ein neuer Eingriff hergestellt werden, der andauert, bis der Ausschnitt 2 den Zahntrieb 1 wieder erreicht. Die hierfür erforderlichen Zwischenorgane sind, da
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nicht dargestellt.
Mit dem Zahnrad 3 wird die Welle 5 gedreht, die ihrerseits einen Arm 6 trägt, der bei seiner Bewegung nacheinander die ortsfesten Kontaktfederpakete 7, 8, 9 und das mit dem Zeiger Z verstellbare Federpaket j ! C betätigt.
Die vorstehend geschilderte Einrichtung stellt den Geber für den Einzelruf dar ; die Empfangsvorrichtung ist mit einem hievon getrennten Wählersystem von drei auf einer gemeinsamen Achse 11 angebrachten Scheiben 12,.13, 14 und einem Arm 15 versehen. Der Antrieb
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Die Drehung der Achse 11 wird in einer bestimmten Stellung durch die in einen Ausschnitt 16 der Scheibe-M greifende, durch einen Elektromagneten 0 auslösbare Sperrklinke- 17 angehalten.
Durch den Arm 15 erfolgt die Auslösung der Wahlvorrichtungen und die eigentliche Auswahl der gewünschten Station, indem derselbe in bestimmten Stellungen die Kontakte 18 und 19 schliesst ; die Kontaktfedern 18 stehen bei allen Stationen einer Linie an der gleichen Stelle und dienen zur Einschaltung des Auslöseelektromagneten 0, während die Stellung der Kontaktfedern 19, die den Wecker W einschalten) bei den einzelnen Stationen verschieden ist. Die
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Scheibe 12 stellt bei Bewegung der Empfängerwelle 11 aus der Ruhestellung das Sternschauzeichen S in die Besetztstellung.
Von wesentlicher Bedeutung für die Auslösung der Wahlvorrichtungen und den Anruf der gewünschten Station in dem vorliegenden System ist das Vorhandensein einer Einrichtung, die während des Induktorstromflusses einen Kontakt unterbricht ; es kann hiezu ein gewöhnliches Relais mit Ruhekontakt verwendet werden oder, wie in der Zeichnung dargestellt, eine zusätzliche Kontakteinrichtung an dem Anker des W . hlerantriebsmagneten N, bestehend aus einer oder mehreren Kontaktfedern 20, die mit einem Gewicht belastet nach Art der bekannten Vibrationsrelais lose auf dem Anker aufliegen und bei Bewegung des letzteren ihren Kontakt unterbrechen. So lange also der Schaltwerks anker schwingt, ist der Kontakt über die Federn 20 unterbrochen und bei ruhendem Anker ist der Kontakt geschlossen.
Bei Beginn der Induktordrehung an einer beliebigen Station einer Linie werden die parallel an der Doppelleitung a, b liegenden Fortschaltwerke N der übrigen Stationen von Induktorwechselstrom durchflossen. Die Stromweg verlaufen wie folgt :
Gebestation : Induktorwicklung, Leitung 21, Kontaktfedern 10, 9, 8, 7, Kontakt 23 am Hakenumschalter U, Hakenumschalter, Leitung a, zurück über Leitung b, Kontakt 28 am Induktor J, Leitung 22, Induktorwicklung.
E m p f a n g s s t a t i o n : Leitung a, Kontakt 24 am Hakenumschalter U, Hauptwicklung von N, Leitung b.
Die Empfängerachsen werden durch die Fortschaltmagnete in der Pfeilrichtung gedreht, bis die Sperrklinken 17 in die Ausschnitte 16 einfallen und die Systeme festhalten. Zu gleicher Zeit hat der Schaltarm 15 den Kontakt 18 geschlossen und dadurch einen Stromweg aus der Batterie B über den Auslösemagneten 0 vorbereitet ; ein Strom kann jedoch noch nicht fliessen, da der Anker des Fortschaltwerks N noch schwingt und der Kontakt 20 unterbrochen ist.
Erst wenn in der Gebestation der Arm 6 den Kontakt 9 öffnet, wird der Induktorstrom unterbrochen und die Anker aller Fortschaltwerke N kommen zur Ruhe, so dass nunmehr ein Strom über den Auslösemagneten 0 auf folgendem Wege fliesst :
Batterie B-, Kontakt 18, Auslösemagnet 0, Kontakte 20, Batterie B+. Dadurch werden sämtliche Wahlvorrichtungen wieder ausgelöst.
Verlässt in der Gebestation der Arm 6 die Kontaktfedern 9 wieder, so wird dieser Stromkreis wieder durch den schwingenden Anker von N unterbrochen. Der Ausschnitt in der Scheibe 16 ist aber inzwischen an der Sperrklinke 17 vorbeigegangen und die nunmehr freigegebene Achse 11 wird weiter gedreht. Erreicht nun in der Gebestation der Arm 6 das Federpaket 10, so wird der Induktorstrom abermals auf kurze Zeit unterbrochen.
In der Empfängerstation, die der mit dem Zeiger Z eingestellten Zahl entspricht, steht der Schaltarm 15 nun über dem Kontakt 19, schliesst diesen und es fliesst über den Wecker Wein Strom auf folgendem Weg : Batterie B
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bewirkten Stromunterbrechungen erzeugen durch Induktion in der Hauptwicklung von N auf der betreffenden Station Stromstösse, die in die Leitung übertragen werden und auf folgendem Wege in dem Hörer der Gebestation ein charakteristisches, schnarrendes Geräusch erzeugen,
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Hakenumschalter U, Hörer H, Induktionsspule R, Federpaket 10, Leitung b.
Beim Vorübergleiten der Kontaktarme 15 über die Kontakte 19 ohne gleichzeitige Unterbrechung des Induktorstromes kommt der Stromfluss über die Wecker TV nicht zustande, da der Stromweg bei den Federn 20 geöffnet bleibt ; es erfolgt demnach nur ein Anruf der durch Einstellung des Zeigers Z ausgewählten Station.
Bei der weiteren Drehung des Induktors bewegt sich in der Gebestation der Arm 6 von dem Federpaket 10 wieder fort ; der Induktorstrom fliesst wieder so lange, bis der Arm 6 das Federpaket 7 erreicht hat und den Kontakt umschaltet. Zu gleicher Zeit erreicht der Ausschnitt 4 des Zahnrades 3 den Trieb 1 und die Drehbewegung des Armes 6 hört auf. Der Wecker der Gebestation ertönt dann auf folgendem Weg so lange, bis mit der Drehung der Induktorkurbel aufgehört wird : Batterie B-, Wecker W, Leitung 30, Kontaktfeder 7, Kontakt 29 am Induktor Batterie B +.
In allen Empfangsstationen bleiben die Wählervorrichtungen stehen ; da die eigentliche Ruhestellung jedoch noch nicht erreicht ist, behält das Sternschauzeichen S seine Besetztstellung bei.
Das Gespräch zwischen der Sendestation und der angerufenen Stelle geht nun in der gewöhnlichen Weise vor sich. Nach Beendigung des Gespräches wird zwecks Freigabe der Leitung die Induktorkurbel nochmals kurz gedreht, bis der Ausschnitt 2 des Zahnrades 3 den Zahntrieb 1 erreicht hat und der Arm 6 das Federpaket 8 betätigt ; das Zahnrad 3 bleibt stehen und gleichzeitig ertönt wieder der Wecker W in der Sendestation so lange, bis mit der Induktordrehung aufgehört wird. In den Empfangsstationen ist die Wählerachse nunmehr bis in die Ruhestellung
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gedreht, wodurch die Hebel der Sternschauzeichen S in die Ausschnitte der Scheiben 12 einfallen und die Besetztzeichen verschwinden. Hiemit ist die Ruhestellung wieder erreicht und die Anlage für einen neuen Anruf bereit.
An die Stelle der unmittelbaren mechanischen Betätigung des Besetztzeichens kann auch eine elektrische Fernbetätigung treten, indem durch die Scheibe 12 ein entsprechender Kontakt geschlossen wird.
Im Falle als in der Sendestation der Hörer an den Haken zurückgehängt wird, ohne dass vorher mit dem Induktor das Schlusszeichen gegeben worden ist, ertönt der Wecker Wals Merkzeichen auf folgendem Weg : Batterie B-, Wecker W, Leitung 30, Federpaket 8, Leitung 32, Kontakt 25 am Hakenumschalter U, Batterie B +.