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Bei den bisher üblichen elektrisch betriebenen Tresorsicherungen werden meistens der Tresortür vorgehängte Pendel oder auf Kontaktlagern ruhende Kugeln zur Betätigung des Alarmkontaktes des Tresors benutzt.
Die bekannten Pendelsicherungen besitzen den Nachteil, dass sie nur in einer be- stimmten Lage angebracht werden können, ausserdem den Zugang zum Tresor durch Ausbohren an einer nicht geschützten Stelle ermöglichen. Auch macht die genaue Einstellung der Kontaktgabe viel Schwierigkeiten. Kugelsicherungen sind nicht genügend empfindlich.
Im übrigen weisen sie dieselben Nachteile wie die Pendelsicherungen auf. In neuerer Zeit ist daher schon vorgeschlagen worden, die Sicherung mit Zuhilfenahme der lichtempfindlichen
Selenzellen zu bewirken. Eine derartige Sicherung ist jedoch nur von Wert, wenn dem
Einbrecher der Ort ihrer Aufstellung unbekannt ist, sonst kann er sich leicht gegen dieselbe durch Verdecken der Selenzellen oder durch Umhüllen der von ihm benutzten Lichtquelle schützen.
Erfindungsgemäss werden die Nachteile dieser Sicherungen durch Benutzung eines unabhängig vom Tresor gelagerten Hebelsystems als Sicherung-und Schaltorgan vermieden, das unmittelbar und zweckmässig unter genügend starkem Druck mit einem Ende gegen die Tresortüre anliegt und mit dem anderen Alarmkontakte steuert. Versuche haben ergeben, dass eine'derartige Sicherung auf jede dem Tresor mitgeteilte Erschütterung anspricht. Der Apparat kann mit einer derartigen Empfindlichkeit eingestellt werden, dass z. B. ein Fingerdruck auf eine kurze 8 mm starke Eisenplatte zur Abgabe eines Alarmsignales genügt.
Das Hebelsystem gemäss der. Erfindung besteht zweckmässig aus. der Kombination zweier in rechtwinklig zueinander gerichteten Ebenen drehbarer Hebel, von denen der eine mit einstellbarem Druck gegen den anderen anliegt und zur Steuerung der Kontakte dient, während der andere gegen die Tresortür aufliegt. Die Hebel sind mit der Kontakteinrichtung in ein drehbar gelagertes Rohrgehäuse eingebaut, um durch Drehen des letzteren aus der Arbeits-in die Ruhelage den Schrank öffnen zu können. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass bei der Drehung ein Alarmsignal erfolgt. Die zugehörige Schaltung ist erfindungsgemäss derart getroffen, dass unter Vermeidung einer Wheatstoneschen Brücke bei Unterbrechung des Stromes, bei einer Stromschwächung oder Stromverstärkung, beim Abschalten der Batterie u. dgl. Beeinflussungen der Schaltung jedesmal ein Alarmsignal gegeben wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar ist in den Fig. i bis 4 der Sicherungsapparat dargestellt, während Fig. 5 die zugehörige Schaltung zeigt.
Das Hauptorgan der Sicherung besteht in einem ungleicharmigen Hebel 1, der um eine wagrechte Achse 2 drehbar angeordnet ist. Die Achse ist in einem Lagerbock 3 gelagert. Dieser Hebel liegt mit einem Ende mittels Isolierpfropfens 1 a zwischen Kontaktfedern 4 und 5, welche gleichnamige Alarmkontakte geschlossen halten, bis der eine oder andere durch Verstellung des Hebels 1 in dem einen oder anderen Sinne von den zugehörigen feststehenden Kontaktteilen abgehoben werden. Mit dem anderen Ende liegt der Hebel 1 mittels einer an ihm angebrachten Nase 6 mit einstellbarem Druck auf einem Grat 6a an der Seitenfläche eines zweiten Hebels 7, der um eine rechtwinklig zur Achse 2 angeordnete Achse drehbar ist und mit dem freien Ende gegen die Tresorwandung 9 anliegt.
Zur Einstellung des Druckes zwischen beiden Hebeln dient ein einstellbares Gewicht 10, das auf dem kurzen Arm des Hebels 1 verschiebbar sitzt. An Stelle des Gewichtes könnte auch eine Feder verwendet werden. Ebenso liesse sich die Sicherung, mit Hilfe nur eines einzigen drehbaren Hebels ausführen, der unter Federwirkung gegen die Tresortüren anliegen würde. Das Rohrsystem müsste dann oberhalb des Tresors gelagert werden, um eine wagrechte Lagerung des Hebels zu erzielen.
Das ganze Hebel-und Kontaktsystem ist in ein rohrförmiges Gehäuse 11 eingebaut, das aus einem langen Rohr 11 und zwei kurzen Rohren 13 und 14 besteht, welch letztere an den Enden des Rohres 11 angebracht sind. Das Rohrsystem ist um das Rohr 14 als
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Das Rohr 14 ist mittels eines an seinem Ende vorgesehenen Zapfens in dem Boden des Gehäuses 15 gelagert und besitzt eine zweite Lagerung in dem Deckel 17 dieses Gehäuses.
Um eine axiale Verschiebung desselben zu verhindern, dient ein Stellring 18. Die Drehbewegung des Rohrsystems ist begrenzt durch einen mit Einkerbungen 19 versehenen, an dem Rohr 14 angebrachten Ring, in dessen Einkerbungen in bestimmten Stellungen des Rohrsystems (zweckmässig in der lotrechten und in der wagrechten) ein Sperrhaken 19 a einfällt, der mittels Hand auslösbar. ist. Zum Abschliessen des Rohres 14 dient eine Kappe 20 mit Bajonettverschluss, die in ihrem Innern einen Anschlagstift 21 trägt, welcher bei der Drehung der Kappe zwecks Lösung des Bajonettverschlusses einen Alarmkontakt betätigt.
Durch die Kappe sind die Alarmkontakte und das entsprechende Hebelende bequem zugänglich. In der gezeichneten Arbeitslage befindet sich das Rohr 11 in seiner wagrechten Stellung vor der Tresortür, während es in abgeschaltetem Zustand lotrecht herabhängt. Das gegen die Tresortür anliegende Ende des Hebels 7 trägt eine Stellschraube 22 zur Einstellung der Sicherung. Ist das System eingestellt, so befindet es sich im Gleichgewicht vor der Tür. Die geringste Erschütterung oder Deformation der letzteren bringt das ganze Hebelsystem in Bewegung und einer der Kontakte 4 und 5 wird durch Drehung des Hebels in dem einen oder anderen Sinne geöffnet, so dass ein Alarmsignal ertönt.
Die Gesamtschaltungsanordnung der Sicherung ist in Fig. 5 veranschaulicht, in welcher der Apparat im eingeschalteten Zustande angenommen ist. Zur Zentrale selbst gehören drei Relais 23, 24, 25, sowie ein Kippschalter 26. Die Relais 23 und 24, die Kontakte 4. und 5 und Widerstände 27, 28 liegen wie folgt in Hintereinanderschaltung : Vom +Pol der Batterie b über Leitung 29, Schleiffeder 30d, Kontakt 5, Widerstand 28, Schleiffeder Jssc, Leitung 31, Relais 24, Leitung 32, Schleiffeder 30b, Widerstand 27, Kontakt 4, Schleiffeder 30a, Leitung 44, Relais 23 nach dem-Pol der Batterie. Von den beiden Relais 23, 24 zieht das Relais 24 seinen Anker an, wodurch der Kontakt 33 unterbrochen ist.
Der Anker 34 des Relais 23 bleibt abgefallen, da die Strommenge zu gering ist, um denselben anzuziehen.
Wird einer der Kontakte 4 oder 5 unterbrochen, oder tritt aus irgendeinem Grunde ein Leitungsbruch auf, so wird der Kontakt 33 des Relais 24 geschlossen und vom +Pol der Batterie findet ein Stromfluss über den Kontakt 35 am Kippschalter, den Kontakt 33 am Relais 24 und die Wicklung des Relais 25 nach dem-Pol der Batterie statt. Das Relais 25 wird erregt und über den Kontakt 36 wird ein Alarmwecker 37 eingeschaltet.
Durch Schliessen des Kontaktes 38 wird das Relais 25 zum dauernden Anzug seines Ankers gebracht und kann nur durch Umlegen des Kippschalters 26 abgeschaltet werden. Bis dahin ertönt der Alarmwecker 37.
Werden im Leitungsnetz Leitungen kurzgeschlossen, Widerstände überbrückt oder die Stromstärke in anderer Weise erhöht, so wird das Relais 23 erregt und der Kontakt 39 wird geschlossen, Dadurch kommt wieder der Anker des Relais 25 zum Anzug, welcher die Kontakte 36 und 38 schliesst. Hierdurch wird wieder der Alarmwecker und eventuell weitere Alarmeinrichtungen wie vorhin in Tätigkeit gesetzt.
Damit auch die Batterie gegen unerlaubtes Abschalten gesichert ist, liegt parallel zu derselben ein Magnetsystem 40. Die Spulen dieses Systems werden, so lange die Batterie in Ordnung ist, von einem Ruhestrom durchflossen. Der Anker bleibt dauernd angezogen und sperrt durch den Stift 41, den Hammer 42 eines durch Federkraft betätigten Weckers.
Sobald die Batterie abgeschaltet wird, fällt der Anker des Elektromagneten ab, der Hammer des Weckers wird freigegeben und schlägt, wie bekannt, gegen eine Glocke 43.
Wird der Sicherungsapparat aus der wagrechten in die lotrechte Lage gedreht, so erfolgt die nachstehende Umschaltung : Vom +Pol der Batterie verläuft ein Strom über Leitung 29, Kontakt 30d, Widerstand 28 (30c nimmt dann die Lage von 30d ein), Kontakt 5, Kontakt 30a, Leitung 44 und Relais 23 nach dem-Pol der Batterie, während das Relais 24 über dem Kontakt 4-kurzgeschlossen wird. Durch diese Umschaltung wird der Anker 34 des Relais 23 wegen des verstärkten Stromflusses durch die Wicklung der Relais angezogen, während der Anker des Relais 24 abfällt. Das Alarmrelais 25 wird wieder erregt. Zur Abstellung des Alarms muss der Kippschalter 26 in der gezeichneten Pfeilrichtung umgelegt werden, wobei sämtliche Kontakte unterbrochen werden bis auf den Kontakt 45, der geschlossen wird.
Dadurch wird der Kontakt des Relais 25, über welchen ein Stromlauf für das Relais zustande kam, unterbrochen und der Wecker abgeschaltet. Wird der Sicherungsarm am Abend wieder hochgeschaltet, so erfolgt die Aberregung des Relais 23.
Dieses lässt seinen Anker abfallen, wodurch ein Stromfluss über den Kontakt 45 für das Relais 25 erfolgt und der Wecker ertönt. Dadurch wird man darauf aufmerksam gemacht, dass der Schalthebel umgelegt werden soll. Die Lage des Schalthebels 26 bietet somit den Vorteil einer Kontrolle über die Einschaltung der Tresorsicherung.
Durch die Schaltung ist somit eine Sicherung gegen jegliche Beeinflussung der Stromläufe sowie eine unberechtigte Verstellung des Sicherungsapparates gegeben.