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Vorrichtung zum Bremsen des Vorlaufes bei Geschützflüssigkeitsbremsen mit Übertritt der Flüssigkeit zwischen Kolben und Cylinderwand.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die unter Nr. 6637 patentierte Vorrichtung zum Bremsen des Vorlaufes bei Geschützflüssigkeitsbremsen mit Übertritt der Flüssigkeit zwischen Kolben und Cylinderwand@ and im besonderen auf diejenige Aus- fuhrungsform der Vorrichtung, bei welcher die Drosselkörper als federnde Klappenventile
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Fig. l ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Bremse.
Fig. 2 ist ein wagrechter Schnitt durch den Bremscylinder.
Fig. a ist ein Querschnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1, von links gesehen
Fig. 4 und 5 sind Querschnitte durch den Bremscylinder nach den Linien 4-4.
! bzw. 5-5 der Fig. 1.
Im Bremscylinder A sind, einander diametral gegenüberliegend, die Durchflussnuthen B B1 angeordnet, deren Grundflächen h, bezw. h1 Theile der Mantelfläche eines zum Brems- cyiinder g) eichachsigen Ilohtcylinders bilden und deren Tiefe in der durch den Pfeil 1 (Fig. 1 und 2) angedeuteten Rücklaufrichtung des Bremskolbens C abnimmt. Jede der Nuthen ist aus einem längeren breiteren Theile und einem kürzeren schmäleren Theile zusammengesetzt, von denen jeder gleichbleibende Breite hat. Der schmälere Theil der Ruthen befindet sich an dom ('ylinderende, nach welchem die Spitze des Pfeiles 1 zeigt, welches also beim Vorlaufe zuerst vom Bremskolben durchlaufen wird.
Der Übergang des breiteren Thei ! es der Nuthcn in den schmäleren findet statt, indem die grundfläche der breiteren Nuth, soweit sie die schmälere Nuth nach beiden Seiten überragt, allmählich rampenartig steigt und schliesslich in die innere zylinderwand ausläuft. während der übrige
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Theil der Grundfläche der breiten Nuth mit derjenigen der schmalen Nuth zusammenfällt.
Es entstehen dadurch ao der Übergangsstelle zu beiden Seiten der schmalen Nuth die rampenartigen Absätze b, bezw. b1. Gegenüber den Durchflussnuthen B B1 sind in Aussparungen des Bremskolbens 0 die klappenventilartigen Drosselkörper F F1 schwingbar gelagert. Dieselben sind derartig gewölbt und ihre Breite ist so bemessen, dass sie den Querschnitt des breiteren Theiles der Nuthen mit geringem Spielraume auszufallen vermögen. Dagegen gestattet die Breite der Klappen diesen nicht, in den schmäleren Theil der Nuthen B B1 einzutreten. Drehungsfedern G G1, welche auf die Drehbolzen der Klappen geschoben sind, suchen diese beständig in Eingriff mit den Nuthen zu halten. Die Drehung des Kolbens C wird durch einen Ansatz E desselben, der in eine in die innere Cylinderwand eingeschnitteno Führungsnuth D eingreift, verhindert.
Der Brcmscytinder ist vollständig mit Flüssigkeit gefülit.
Beim Rückläuft bewegt sich der Kolben in der Richtung dos Pfeiles 1 zurück und verdrängt die vor ihm befindliche Flüssigkeit auf die andere Cylinderseite. Hierbei werden die Drosselklappen FF* durch den Druck der überströmenden Flüssigkeit ausser Eingriff
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Drosselklappen unter dem Drucke ihrer Federn und der Flüssigkeit wieder in die Durchflussnuthen einzutreten. Dies ist jedoch im ersten Theile des Vorlaufos nicht möglich, da sich die Klappen demjenigen Theilo der Nuthen, dessen Breite geringer ist als die ihrige, gegenüberbefinden. Die Klappen gleiten daher auf den Kanten der Nuthen entlang, ohne Jn Durchnussquersehnitt zu verengen. Die Folge davon ist, dass der Vorlauf zunächst nur in sehr geringem Masse gebremst wird.
Wenn jedoch der Kolben an die Übergangsstelle zwischen dem schmäleren und breiteren Theile der N'tthen gelangt, gleiten die Klappen heim weiteren Fortschreiten des Kolbens auf den rampenartigen Absätzen b b1 und treten dabei allmählich in die Nuthen ein, so dass der Durchflussquerschaitt derselben nach und nach votengt nnd der Vorlauf in zunehmendem Masse gebremst wird (vgl. hierzu die Fig. 4 und 5, in denen die Klappen strichpunktiert angedeutet sind).
Nach Überschreiten der Übergangsstelle sind die Klappen vollständig in die Nuthen eingetreten (s. die in Fig. 1 strichpunktiert angedeutete Stellung des Kolbens) und sperren nun bis zum Ende des Vorlaufes den Durchflussquerschnitt fast vollständig ab, wodurch die überströmende Flüssigkeit stark gedrosselt und somit der Vorlauf stark gebremst wird
Anstatt den Übergang des breiteren Theites der Nuthen in den schmäleren auf die oben beschriebene Weise zu gestatten, könnte z. P. auch zwischen die beiden Theile der Nuth eine Übergangsnuth von abnehmender Breite eingeschaltet spin. In diesem Falle würden beim vorlaufe die Klappen zunächst auf den parallelen Kanten der schmalen Nuth
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Eine mit klappenventilartigen Drosselkörpern ausgerüstete Ausführungsform der @ Jurch Patent Nr. 6637 geschützten Vorrichtung zum Bremsen des Vorlaufes bei Geschütz- flüssigkeitsbremson mit Übertritt der Flüssigkeit zwischen Kolben und Zylinderwand, dadurch gekennzeichnet, dass die Drosselklappen beim Vorlaufe derartig zwangläufig gefübrt sind, dass sie zunächst ausser Eingriff mit den Durcbflussnuthen bleiben und erst im weiteren Variante der Kolbenbewegung allmählich in die Nuthen eintreten, zum Zwecke, denDurchnuss- @ querschnitt nach und nach zu verengen.