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Vorrichtung zum Giessen von Metallgegenständen unter Luftleere mit Luftpumpeneinrichtung.
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einer sogenannten verlorenen Wachsform zu giessen. Hierbei wird durch eine mechanisch erzeugte Luftleere das geschmolzene Metall in den Hohlraum der Form gebracht. Die bis jetzt im Gebrauch befindlichen Vorrichtungen zum Giessen von solchen Metallgegenständen haben den Nachteil, dass die Erzeugung der Luftleere und vor allem deren Aufrechterhaltung nicht genügend sorgfältig möglich war. Es hat sich ergeben, dass das Erzielen eines einwandfreien Gussstückes mehr
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abhängt, als von allen anderen Nebenumständen, die hauptsächlich in der Bauweise der verschiedenen Vorrichtungen zu suchen sind.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche die Erzielung der zur Herstellung eines einwandfreien Gussstückes nötigen Luftverdünnung und deren ständige Regelung und Aufrechterhaltung gestattet, wobei der für die verschiedenen Massen verschiedene Wert der Luftverdünnung unabhängig von den Formänderungen bzw. der Ausdehnung der Metallbestandteile der Vorrichtung in voller Höhe erhalten wird. Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung kann das Erzeugen der Luftleere mit dem Schmelzen des Metalls gleichzeitig vorgenommen werden, so dass jegliche nachteilige zeitliche Beeinflussung auf das geschmolzene Metall oder auf die Höhe der Luftleere vermieden wird.
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ein senkrechter Mittelschnitt durch die Vorrichtung. Fig. 2 ist eine zum Teil geschnittene Ansicht des oberen Teiles. Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie x-x der Fig. i.
1 ist eine zylindrische Kammer, in welcher sich ein Kolben 2 luftdicht anschliessend bewegt.
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Die Kolbenachse erhält ihre Bewegung von einem mit Innengewinde versehenen Handrad 6, wobei sich der Kolben nur in der Längsrichtung bewegen kann. An den zylindrischen Raum 1 ist ein Manometer 7 angeschlossen.
Von dem Raum 1 aus geht ein Kanal 8 ab, um die erzeugte Luftleere auf die Giesskammer 9 auszudehnen. In dem Kanal 8 ist ein luftdicht abschliessender Hahn 8'vorgesehen, um zu verhindern, dass sich die Luftleere in die Giessvorrichtung 9 früher, als man es wünscht, fortpflanze.
Die in den Fig. i und 2 dargestellte Giesskammer 9 besteht aua einem verjüngten Gehäuse 10,
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angeschlossen ist, der ebenfalls in seiner Mittelachse einen Kanal zur Verlängerung des Kanals 8 besitzt.
Das Gehäuse 10 ist unten durch eine bewegliche Bodenplatte 13 abgeschlossen, die auf
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angebracht ist. In diesem Hohlraum liegt eine starke Zylinderfeder 16, welche die selbst nicht dicht abschliessende Platte 13 nach oben drücken und die Mantelfläche der Form 20 gegen das Gehäuse 10 luftdicht abschliessen soll. Auf dieser Form ist oben, und zwar unbedeckt, ein in der Mitte liegender Hohlraum 18 angebracht, in welchem sich das später zu schmelzende Metall 19 befindet, das im weiteren Verlaufe des Verfahrens die Räume einnehmen soll, in denen vorher sich das aus Wachs gefertigte zu giessende Stück 17 befand.
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Der Anschluss des Stückes 13 an das Gehäuse 10 und den Stutzen/,') ist. wie erwähnt, nicht luftdicht ; die Platte 13 hat eine Reihe von Ausschnitten, der Ring 14 besitzt genügendes Spiel im Raum J ?' ? oder zeigt besondere kleine Durchtrittsöffnungen für die Luft.
An Stelle einer einzigen ringförmigen, zur Aufnahme der Feder 16 bestimmten Aussparung kann man auch eine zweite, zur ersten konzentrische Aussparung für den Fall anbringen, dass man eine kleinere, bewegliche Platte 13 verwenden will.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Man schmilzt durch Erhitzen der Formmasse 20 den aus Wachs gefertigten Gegenstand 17 aus, der sich in der Mitte der Formmasse befindet. Dann bringt man nach erfolgter Abkühlung die Form 20 in das Gehäuse 10, stellt das Ganze auf die Platte des Tragstutzens 12 und schliesst die Muffe 11 durch kräftiges Anschrauben fest an ; nachdem dies getan ist, stellt man mit Hilfe des Kolbens 2 in dem Raum 1 eine Luftleere her und schmilzt gleichzeitig das Metall 19 durch ein Lötrohr.
Dann öffnet man den Hahn 8', so dass die Luftleere auf die Form einwirken kann. Durch den aussen vorhandenen atmosphärischen Druck wird darauf das geschmolzene Metall durch die mit einer Stecknadel hergestellten Kanäle 23 in die jetzt hohle Form 17 fliessen und diesen Raum
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abgekühlt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorrichtung zum Giessen von Metallgege ständen unter Luftleere mit Luftpumpeneinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftpumpe durch einen einzigen Hub ihres durch Schraubenspindel und Handrad bewegten Kolbens die Luftleere in der Giessform herstellt, welche ständig und unabhängig von der Ausdehnung des Formgehäuses dadurch aufrechterhalten wird, dass eine auf den beweglichen Boden der Form drückende Feder die Formmasse stets zum Anliegen an das verjüngte Formgehäuse bringt.