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Mit Schmelzdrahtvorrat versehene elektrische Mehrfachsicherung.
Eine Verbesserung der den Gegenstand des Stammpatentes bildenden Sicherung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen Fig. i bis 3. die wesentlichsten Hauptbestandteile : Den Sicherungskopf mit Schmelzdrahtkapsel, die Sicherungspatrone und den Sicherungkörper. In Fig. 4 sind diese Hauptbestandteile betriebsfertig zusammengestellt im Schnitt ersichtlich. Fig. g ist eine Draufsicht des Sicherungselementes mit der Schmelzdrahtkapsel im Schnitt ; schliesslich'zeigen die Fig. 6 bis 12 Ausführungsformen der Schmelzpatronensockeln für verschiedene Schmelzstromstärken. Die dargestellte Ausführung ist für alle Fälle anwendbar, besonders aber für Inneninstallationen.
Wie aus Fig. i ersichtlich, ist in den-aus Porzellan bestehenden, hohlzylindrischen Sicherungskopf A de Schmelzdrahtkapsel b beweglich eingebaut und wird durch die Bronzespiralfeder r gegen den Deckel gedrückt. Durch den offenen Boden des Sicherungskopfes führt eine Gewindehülse entsprechend weit heraus, welche im Innern des Sicherungskopfes eyrie flanschenartige Scheibe o besitzt, die als Widerlager für die Spiralfeder dient.
Die Gewindehülss m ist in dem Sicherungskopf starr eingekittet. Die Spiralfeder ist an ihren-Enden mit der Schmelzdrahtkapsel b und mit der Gewindehülse bzw. deren Scheibe o gut stromleitend verbunden. Die Schmelzdrahtkapsel b hat hohlzylindrische Grundform und trägt die Klemmschraube a. Diese hat einen aus Porzellan bestehenden walzenförmigen
Griff, der, je nach der Lage der Schmelzdrahtkapsel im Sicherungskopf, entweder aus dem Deckel des Sicherungskopfes herausteht oder mit diesem flach abschneidet.
In die Gewindehülse des Sicherungskopfes wird eine aus Porzellan bestehende und mit analogem Gewinde versehene Schmelzpatrone B soweit eingeschraubt, bis die obere Kante der Schmelzpatrone an den Flansch o der Gewindehülse anliegt. Der zylindrische Hohlraum der Schmelzpatrone verengt sich unten trichterartig und endet in ein aus dem Sicherungspatronensockel g herausführendes kleines- Loch, Der Schmelzpatronensockel ist mit einem Metallhütchen i versehen, welches ebenfalls ein kleines Loch besitzt und auf welches eine mit einem'radialen Schlitz versehene Metallscheibe blattfederartig aufgenietet ist.
Der Sicherungskörper, Fig. 3, hat die übliche Form. Zwei Anschlusssehrauben vermitteln die stromleitende Verbindung teils über die Verbindungsplatte l mit der Passschraube p, teils mit der Gewindehülse n des Sicherungskörpers C. Ein Stromübergang zwischen der Passschraube p und der Gewindehülse n wird durch Einsetzen eines betriebsfertigen Sicherungskopfes hergestellt, wie in Fig. 4 veranschaulicht ist.
Tritt beispielsweise der elektrische Strom bei der Anschlussschraube 1, Fig. 4, ein, so nimmt er den Weg über die Verbindungsplatte l zur Passschraube p, geht durch den Schmelzdraht d, beim Klemmkonus k geht er in die Schmelzdrahtkapsel b über, lauft dann über die Spiralfeder rund durch die Flanschenscheibe o in die Gewindehülse m des Sicherungskopfes und in jene des Sicherungskörpers n und gelangt über die zweite Anschlussschraube wieder in die Stromleitung.
Wird der Sicherungsdraht infolge Durchschmelzung innerhalb der- Schmelzpatrone getrennt, so schnellt im selben Augenblick die Schmelzdrahtkapsel, von der Spiralfeder getrieben, gegen den Deckel. des Sicherungskopfes, zugleich zeigt der vorspringende Klemmschraubengriff a die eingetretene Stromunterbrechung an.
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Soll der durchgebrannte Scbmelzdraht erneuert werden, so schraubt man den Sicherungkopf aus dem Sicherungskorper und die Schmelzpatrone aus dem Sicherungskopf heraus ; dann löst man die Klemmung im Konus k der Schmelzdrahtkapsel b durch Nachlassen der vorstehenden Klemmschraube a und d ückt diese möglichst tief in den Sicherungskopf hinein, so dass das beim Klemmkonus von der letzten Drahtschmelzung übergebliebene Schmelzdrahtende t fast beim Rand der Gewindehülse zum Vorschein kommt ; dieses Ende wird mit den Fingern ergriffen und aus der Schmelzdrahtkapsel nach Bedarf leicht herausgezogen.
Hat man nun die Klemmung im Konus durch Nachziehen der Klemmschraube wieder hergestellt, so wird die Schmelzpatrone über den vorher herausgezogenen Schmelzdraht geschoben und in den Sicherungskopf eingeschraubt, so dass bei gleichzeitigem Eindrücken des Klemmschraubengriffes ein Stück des Schmelzdrahtes aus dem Loch des Schmelzpatronensockels hervorsteht ; dieses wird mit den Fingern in die Schlitzlage der Sockelscheibe i eingebogen und unter den blattfederartigen Scheibenlappen seitlich eingeschoben, derart, dass der Schmelzdraht durch die Spiralfeder im gespannten Zustand fest-
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Schmelzdraht kräftig zusammengedrückt und stellt einen guten Stromübergang von der Passschraube zum Schmelzdraht her, was sehr wichtig ist.
Da die Sicherungen verschiedene Stromstärken zu übertragen haben, darf auch die Grösse der Kontaktflächen unter ein gewisses Minimum nicht sinken, daher sind auch beim vorliegenden Sicherungssystem die Durchmesser der Schmelzpatronensockel den Stromstärken angemessen gehalten, wie Fig. 6 bis 12 beispielsweise darstellen.
Es ist wéiters aus der Zeichnung klar zu ersehen, dass die zusammengedrückte Spiral-
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Schmelzdraht nicht durchgeschmolzen ist, welcher Umstand an dem versteckten, andernfalls aber an dem herausgesprungenen Klemmschraubengriff sofort erkennbar ist. Dieser einfache Mechanismus hat weiter noch den Vorteil, dass der Trennungsfunke beim Durchbrennen des Schmelzdrahtes von sehr kurzer Dauer ist. Durch Einsetzen ein ces Porzellantrichters h in die Schmelzpatrone B kann die Funkenlöschung verbessert werden, indem diese Verengung als eine Art Funkenbrechung dient.
Damit bei der Manipulation mit der Klemmschraube die Spiralfeder durch übermässiges Verdrehen nicht beschädigt wird, ist der Zylindeimantel der Schmelzdrahtkapsel mit einer Erhebung v' (Fig. I) versehen, welche in eine Nut w des Sicherungskopfes (Fig. 5) zu liegen kommt. Diese Vorrichtung lässt wohl eine axiale Bewegung, nicht aber eine übermässige Verdrehung der Schmelidrahtkapsel bzw. der Spiralfeder zu.