DE548143C - Mit einem Schalter versehener Stecker fuer elektrische Anschlussleitungen - Google Patents

Mit einem Schalter versehener Stecker fuer elektrische Anschlussleitungen

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DE548143C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R13/00Details of coupling devices of the kinds covered by groups H01R12/70 or H01R24/00 - H01R33/00
    • H01R13/66Structural association with built-in electrical component
    • H01R13/70Structural association with built-in electrical component with built-in switch

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Description

Es ist bereits bekannt, Stecker für elektrische Anschlußleitungen mit einem Schalter zu versehen, um bei Nichtgebrauch des angeschlossenen Gerätes von einem Herausziehen des Steckers aus der Anschlußdose und dem oft hinderlichen Herumliegen des Steckers befreit zu sein sowie diesen auch ständig in Bereitschaftsstellung zu halten. Diese Schalter besitzen hierbei meist einen am Stecker angebrachten, hin und her beweglichen oder auch verdrehbaren Schieber, der über an Spannung gelegte Federteile des Steckers hinweggleitet. Derartige Gleitschalter sind jedoch bei Starkstrombetrieb, und zwar insbesondere wenn Geräte mit großem Wattverbrauch anzuschließen sind, nicht befriedigend, da beim Hinwegschleifen des als Schaltorgan benutzten Schiebers über die Strom führenden Federteile starke Funken entstehen, welche die Federteile vorzeitig zerstören und den Benutzer erschrecken.
Die Erfindung bezweckt, bei derartigen ausschaltbaren Steckern die Kontaktunterbrechung und -Schließung wesentlich zu beschleunigen, so daß keine schädlichen Funken entstehen können. Zu diesem Zwecke besteht der neue Stecker erfindungsgemäß aus zwei federnd voneinander abgestützten, Kontakte und Gegenkontakte tragenden Teilen, die in der durch einfaches Gegeneinanderdrücken verursachten Kontaktstellung durch Wirkung eines in dem einen Steckerteil geführten federnden Ouerriegels aneinander festgehalten werden, der in Zahnlücken von am anderen Steckerteil angeordneten Riegelstiften selbsttätig einschnappt. Bei dieser Ausbildung des Steckers wird bei Druck auf einen an dem federnden Querriegel angebrachten Knopf erreicht, daß die beiden Steckerteile und ihre Kontakte durch Wirkung der zwisehen den Steckerteilen angebrachten starken Federn sofort und äußerst schnell auseinanderspringen. Auch die Schließung der Kontakte vollzieht sich sehr schnell, da es nur eines Gegeneinanderdrückens der beiden Steckerteile bedarf. Durch den über besondere Riegelstifte hinwegschnappenden Querriegel wird hierbei noch eine besondere Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Lösen der Stecker- und Kontaktteile geschaffen.
Der mit der Anschlußleitung verbundene obere Steckerteil erhält zweckmäßig die Gestalt einer den unteren Steckerteil umgreifenden und auf diesem geführten Kappe mit Durchtrittsschlitz für den Betätigungsknopf des als Schaltorgan benutzten Ouerriegels. Die Kontaktteile des Steckers, Kontaktmesser und lippenartige Kontaktfedern sowie auch die die Steckerteile auseinanderdrückenden Federn und die Riegelstifte nebst dem Querriegel sind dadurch geschützt im Innern des Steckers untergebracht.
Eine besonders einfache und schnelle Zerlegung des neuen Steckers läßt sich erreichen, wenn die Riegelstifte an ihren unteren Enden mit Sperrnasen und oberhalb der mit dem Querriegel zusammenwirkenden Zahnlücken mit Einschneidungen versehen werden. Es gelingt alsdann nämlich, bei Herausnahme des Steckers aus der Anschlußdose nur ausschließlich durch weitgehendes Zusammendrücken der beiden federnden Steckerteile den diese für gewöhnlich zusammenhaltenden Querriegel an den Einschneidungen der Riegelstifte
entlang seitlich herauszuziehen und damit dann die Steckerteile voneinander zu lösen.
Es sind zwar auch schon ausschaltbare, für Starkstrombetrieb geeignete Stecker bekannt geworden, bei welchen unter Vermeidung starker Funkenbildung eine doppel· polige Momentausschaltung mittels eines am Steckergehäuse geführten, einen Druckknopf aufweisenden Querschiebers erzielt wird. ίο Hierbei ist jedoch, da der Querschieber nicht ausschließlich als Riegelorgan, sondern als Träger von Kontaktteilen dient, die Wirkungsweise zufolge unsicheren Entspannens kleiner Verbindungsfedern nicht befriedigend, ganz abgesehen davon, daß die Zerlegung dieses bekannten ausschaltbaren Steckers nur mittels Hilfswerkzeuge möglich ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des neuen ausschaltbaren Steckers dargestellt.
Die Abb. 1, 2 und 3 zeigen den Steckerschalter in drei verschiedenen Stellungen, und zwar im senkrechten Schnitt nach Linie A-B der Abb. 4.
Die Abb. 4 ist ein Grundriß des unteren Steckerteiles.
Die Abb. 5 und 6 sind senkrechte Schnitte nach den Linien C-D und E-F der Abb. 4. Die Abb. 7 ist eine im kleineren Maßstab gehaltene Seitenansicht von Abb. 2 und
Abb. 8 ein Grundriß des im unteren Steckerteil angeordneten Querriegels.
Der Steckerschalter besteht aus einem zylindrischen Unterteil 1, der mittels eingebetteter Steckerstifte 2 in Buchsen 3 einer Steckdose 4 eingesetzt wird, und aus einem kappenförmigen Oberteil 5, welcher den Unterteil ι passend umgreift und somit auf diesem geführt ist. Der Unterteil 1 und der Oberteil 5 bestehen aus Isolierstoff und sind zweckmäßig durch Pressen oder Spritzen von vorher plastisch gemachter Isoliermasse erzeugt. Zwischen dem Unterteil 1 und dem Oberteil 5 sind zwei, die beiden Teile auseinanderdrückende Schraubenfedern 6 angeordnet, deren Enden in Bohrungen 7 und 8 der beiden Steckerteile (Abb. 6) eingesetzt sind. Mit jedem der beiden Steckerstifte 2 ist mittels einer Schraube 9 eine auf der Oberseite des Unterteiles ruhende lippenartige Kontaktfeder 10 verbunden. Oberhalb dieser Kontaktfedern sind in der Decke des Oberteiles 5 zwei Kontaktmesser 11 befestigt, die seitlich je eine Schraube 12 zum Festklemmen der beiden Drähte 13, 14 (Abb. 7) der durch eine zentrale Bohrung 15 des Oberteiles 5 hindurchgeführten Anschlußleitung tragen. Zwischen den beiden Drähten 13, 14 ist in an sich bekannter Weise ein Kegelkörper 16 eingeklemmt, der Nuten zur Einlegung der beiden Drähte aufweist. Beide Drähte 13, 14 sind, sich gegenseitig überkreuzend, um den Kegelkörper 16 herumgeschlungen, so daß der rechte Draht 13 zur linken Klemmschraube 12 und der linke Draht 14 zur rechten Klemmschraube 12 führt. Die Anschlußleitung ist dadurch unter Herstellung einer wirksamen Zugentlastung sicher mit den Kontaktmessern 11 des oberen Steckerteiles 5 verbunden.
Rechtwinklig versetzt zu den beiden Stekkerstiften 2 sind in der Decke des Oberteiles 5 zwei prismatische Riegelstifte 17 befestigt, die mit ihren unteren Enden in prismatischen Bohrungen 18 des Unterteiles 1 geführt sind. Quer zu den Riegelstiften 17 ist im Unterteil 1 ein gabelartiger Riegel 19 (Abb. 8) verschiebbar gelagert, dessen Längsschlitz 20 zwei im Abstand der Riegelstifte 17 angeordnete Ausnehmungen 21 aufweist, die dem Querschnitt der Riegelstifte 17 angepaßt sind und diese demgemäß mit geringem Spiel umschließen. Am äußeren Ende des Quer riegels 19 ist ein Knopf 22 angebracht, der durch einen Schlitz 23 des kappenförmigen Oberteiles 5 nach außen vortritt. Der mit seinem inneren Ende in eine Bohrung 24 des Unterteiles 1 eingreifende Knopf-22 steht unter der Einwirkung einer eingelagerten Feder 25, die bestrebt ist, den Knopf 22 samt Querriegel 19 nach außen zu drücken. Die unteren Enden der beiden Riegelstifte 17 sind mit seitlich vortretenden Sperrnasen 26 versehen, die sich bei hochgedrücktem Oberteil 5 gegen die Unterseite des Quer riegels 19 legen und damit ein weiteres Entspannen der Federn 6 verhindern. An den linken Begrenzungskanten der Riegelstifte 17 sind in gleicher Höhenlage Zahnlücken 27 eingeschnitten, in die sich bei Abwärtspressung des Oberteiles 5 die linken Begrenzungskanten 28 (Abb. 8) der Ausnehmungen 21 des Querriegels einlegen. Oberhalb der Zahnlücken 27 sind rechtwinklig versetzt zu diesen in den Riegelstiften noch Einschneidungen 29 (Abb. ι und 5) angebracht, die bei einer bestimmten gegenseitigen Stellung der beiden Steckerteile 1 und 5 ein Herausziehen des Querriegels 19 und damit eine Zerlegung des Steckers ermöglichen.
Wenn der Stecker in die Steckdose 4 eingesetzt wird, so nehmen die Steckerteile 1, 5 vorerst die Stellung nach Abb. 1, 5 und 6 ein, in welcher die Kontaktteile 10, 11 noch außer Berührung sind und demgemäß das mit den Anschlußleitungen 13, 14 verbundene Gerät noch stromlos ist. Soll das Gerät Strom erhalten, so ist es nur notwendig, den oberen Steckerteil 5 entgegen der Wirkung der Federn 6 so weit abwärts zu drücken, daß die Zahnlücken 27 in die Ausnehmungen 21 des Querriegels eintreten. Dieser schnellt dann sofort durch Wirkung seiner Feder 25 nach rechts in die Lage nach Abb. 2, wobei sich
die linken Begrenzungskanten 28 der Riegelausnehmungen 21 in die Zahnlücken 27 einlegen und den Oberteil 5 mit dem Unterteil 1 in der herabgedrückten Lage verriegeln. Da schon während des Abwärtsdrückens des Oberteiles 5 die Kontaktmesser 11 in die lippenartigen Kontaktfedern 10 eingetreten sind, so ist bei verriegeltem Oberteil 5 ein Stromschluß hergestellt und das angeschlossene Gerät an Spannung gelegt. Zur Durchführung dieser Maßnahme ist es nicht unbedingt erforderlich, erst den Unterteil 1 in die Anschlußdose einzusetzen und dann den Oberteil zur Kontaktherstellung und Verriegelung abwärts zu pressen, sondern man kann auch gleichzeitig mit dem Einsetzen des Steckerunterteiles ι den Oberteil 5 abwärts drücken, so daß zusammen mit dem Einsetzen des Steckers die Kontaktherstellung und die Verriegelung der beiden Steckerteile bewirkt wird. Soll das angeschlossene Gerät stromlos gemacht werden, so ist es ohne Entfernung des Steckers aus der Anschlußdose 4 nur erforderlich, den die Stellung nach Abb. 2 einnehmenden Ouerriegel 19 durch Druck auf den Knopf 22 so weit nach links zu drücken, daß die Begrenzungskanten 28 der Riegelausnehmungen 21 wieder aus den Zahnlücken 27 heraustreten. Im Augenblick, wo dies erreicht ist, schnellt der Steckeroberteil 5 sofort durch Wirkung der Federn 6 wieder in die Anfangslage nach Abb. 1 zurück unter Herausziehen der Kontaktmesser 11 aus den lippenartigen Kontaktfedern 10, so daß alsdann die Stromzufuhr unterbrochen ist. Ist eine Zerlegung des Steckerschalters erwünscht, so brauchen nach Herausnahme desselben aus der Steckdose die beiden Steckerteile nur unter Druck auf den Knopf 22 etwas weiter als bei der gegenseitigen Verriegelung gegeneinander bewegt zu werden, so daß der untere Steckerteil 1 die in Abb. 3 dargestellte Stellung einnimmt. Der Ouerriegel 19 kommt dabei in Höhenlage der Einschneidungen 29 der Riegelstifte zu stehen und springt durch Wirkung der sich entspannenden Feder 25 nach außen. Der Ouerriegel 19 kann darauf bequem aus dem unteren Steckerteil 1 herausgezogen und der obere Steckerteil vom unteren nach oben abgezogen werden.
Die Gestalt der beiden Steckerteile kann beliebig sein. Es kann auch der obere Steckerteil von einem kappenförmig gestalteten unteren Steckerteil umgriffen werden. Des weiteren können auch der Querriegel und die mit diesem zusammenwirkenden Riegelstifte eine andere Ausbildung erhalten. Der Ouerriegel kann auch unter der Wirkung einer sich gegen sein linkes freies Ende legenden Blattfeder stehen. Gegebenenfalls kann der Ouerriegel auch nur mit einem Riegelstift zusammenwirken. Die Riegelstifte können statt am oberen Steckerteil auch am unteren Steckerteil angebracht sein. In diesem Falle müßte natürlich der Querriegel statt am unteren am oberen Steckerteil gelagert werden. Die Ausbildung der Kontakte und Gegenkontakte kann gleichfalls eine andere sein.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Mit einem Schalter versehener Stecker für elektrische Anschlußleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stecker aus zwei federnd voneinander abgestütz-" ten, Kontakte und Gegenkontakte (10, 11) tragenden Isolierkörpern (1, 5) besteht, die bei gegenseitiger Annäherung und dadurch bewirkter Schließung der Kontakte (10, 11) durch Wirkung eines in dem einen Steckerteil geführten federnden Querriegels (19), der selbsttätig in Zahnlücken (27) von am anderen Steckerteil angebrachten Riegelstiften (17) einschnappt, aneinander festgehalten werden, jedoch bei Druck auf einen an dem Ouerriegel angebrachten Knopf (22) wieder unter Kontaktlösung auseinanderspringen.
2. Stecker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der mit der Anschlußleitung (13, 14) verbundene obere Steckerteil (5) aus einer den unteren Steckerteil (1) mit geringem Spiel umgreifenden Kappe mit Durchtrittsschlitz (23) für den Druckknopf (22) des Querriegels (19) besteht, so daß sowohl die Kontakte (Kontaktmesser 11 und lippenförmige Kontaktfedern 10) als auch die die beiden Stekkerteile (1, 5) auseinanderdrückenden Federn (6). und die Riegelstifte (17) nebst dem Ouerriegel (19) verdeckt im Innern des Steckers untergebracht sind.
3. Stecker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Riegelstifte (17) an ihren unteren Enden mit unter den Ouerriegel (19) greifenden, seitlich vortretenden Sperrnasen (26) und außerdem oberhalb der mit dem federnden Ouerriegel (19) zusammenwirkenden Zahnlücken (27) noch mit versetzt dazu stehenden Einschneidungen (29) versehen sind, no die bei Herausziehen des Steckerschalters aus der Steckdose (4) und weitgehendem Zusammendrücken der beiden Steckerteile (1,5) ein Herausziehen des gabelartig gestalteten Ouerriegels (19) und damit eine n5 Zerlegung des Steckers ermöglichen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930548143D 1930-12-04 1930-12-04 Mit einem Schalter versehener Stecker fuer elektrische Anschlussleitungen Expired DE548143C (de)

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