AT84138B - Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen.

Info

Publication number
AT84138B
AT84138B AT84138DA AT84138B AT 84138 B AT84138 B AT 84138B AT 84138D A AT84138D A AT 84138DA AT 84138 B AT84138 B AT 84138B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
heating
low temperatures
building
structures
kinds
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Rella & Neffe Fa N
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rella & Neffe Fa N filed Critical Rella & Neffe Fa N
Application granted granted Critical
Publication of AT84138B publication Critical patent/AT84138B/de

Links

Landscapes

  • Building Environments (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen. 



   Um die bei Aufführung von Bauwerken durch niedere Temperaturen (Frostwetter) beim Mischen, Abbinden u. dgl. in Baustoffen hervorgerufenen Störungen mechanischer und chemischer Natur zu beseitigen, wurden bereits die verschiedenartigsten Verfahren und Bauweisen vorgeschlagen, ohne dass es bisher gelungen wäre, diesen Störungen wirksam entgegenzutreten. Es hat sich nun gezeigt, dass es trotzdem möglich ist, Bauwerke aller Art bei den niedrigsten Temperaturen störungslos auszuführen, wenn an Stelle der bisher üblichen indirekten Erwärmung der Bauteile eine direkte von innen heraus eingeleitete Erwärmung der Baumassen vorgenommen wird.

   Dies lässt sich der Erfindung gemäss auf die verschiedenartigste Weise erzielen, beispielsweise dadurch, dass die zur Aufführung des Bauwerkes erforderlichen Baustoffe vor ihrer Verbauung durch ein in die Baustoffmasse verlegtes Heizsystem auf solche Temperaturen erwärmt werden, dass die störenden Einflüsse der niedrigen Aussentemperaturen wegfallen. Ein zweites Verfahren, das besonders für Bauwerke mit inund ausserhalb ihrer Bauteile verlegten Heizsystemen geeignet ist, besteht darin, dass das Heizsystem schon bei Beginn der Bauausführung an eine oder mehrere unter Feuer gehaltene Heizstellen angeschlossen und während des Baufortschrittes zwecks ständiger Anwärmung der vorher und neuverlegten Bauteile weiter geheizt wird.

   Durch diese direkt von innen heraus eingeleitete Massenerwärmung wird, da die zur Verwendung gelangenden Baustoffe schlechte Wärmeleiter sind, durch die aufgespeicherte Wärme das Frieren des Materials verhindert und das Mischen, Betonieren und Abbinden selbst bei sehr niedrigen Temperaturen ermöglicht. 



   In der Zeichnung veranschaulicht Fig. i und 2 eine Anlage zum Anwärmen von Baustoffen in teilweise geschnittener Ansicht und im Grundriss, Fig. 3 veranschaulicht das neue Verfahren beim Aufbau eines Bauobjektes mit Holz-Zwischendecken. Fig. 4 zeigt die Anwendung des Verfahrens bei einem Bauobjekt mit massiven Decken. Fig. 5 zeigt eine Einzelheit zu Fig. 4. Fig. 6 veranschaulicht die Anwendung des Verfahrens bei Bauten aus Hohlsteinen, Hohlblockziegeln und ähnlichen Hohlsteinen. Für die Erwärmung von Baustoffen (Sand, Schotter, Ziegel u. dgl.) hat sich besonders die in den Fig. i und 2 veranschaulichte Anlage als zweckmässig erwiesen.

   Dieselbe besteht aus einer durch Schüttung oder Schlichtung aufgeführten Halde 1 aus Sand oder Ziegeln, die durch ein quer durch die Halde geführtes   Heizkanalsystem   2 durchzogen ist, das von einer oder mehreren Heizstellen 3 geheizt wird. An die Äste des Heizkanalsystems sind Schlote 4 angeschlossen, die zum Abzug der Rauchgase dienen. Durch diese Anlage wird auf ausserordentlich einfache und gleichmässige Weise die Anwärmung beliebig grosser Baustoffmengen erreicht. Die im Innern der Halde aufgespeicherte Wärme verhindert das Frieren des Materials und gewährleistet selbst bei sehr niedrigen Temperaturen gutes Mischen, Betonieren und Abbinden.

   Eine zweite Möglichkeit zur Hintanhaltung der schädlichen Frostwirkungen besteht darin, dass das in bekannter Weise in oder ausserhalb der Bauteile des Bauwerkes verlegte Heizsystem der Erfindung gemäss schon beim Beginn der Bauaufführung an. eine oder mehrere unter Feuer gehaltene Heizstellen angeschlossen und während des Baufortschrittes unter ständiger Anwärmung der vorher und neu verlegten Bauteile durch die Heizstellen weiter beheizt wird. Ein für dieses Verfahren geeignetes Bauobjekt mit Holz-Zwischendecken ist in 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Fig. 3 veranschaulicht. Wie aus dieser Figur ersichtlich, sind sämtliche durch   Frostwirkung   ungünstig beeinflusste Bauteile (Mauern, Wände) in ihrem Innern von einem Kanalsystem 6 durchzogen, das von einer gemeinsamen Heizstelle 7 beheizt ist und in die Rauchfänge S des Hauses mündet.

   Für manche Bauobjekte hat es sich besonders zweckmässig erwiesen, die vorstehend gekennzeichnete, während der Bauaufführung stattfindende Heizung mit der nach vollendeter Bauausführung erforderlichen Raumheizung zu verbinden. Ein nach diesem Verfahren hergestelltes Bauobjekt mit Holz-Zwischendecken veranschaulicht   Fig. g. Dieses   System von Heizkanälen kann bei entsprechender Führung im Gemäuer nach vollendeter Bauaufführung direkt als Raumheizung benutzt werden, da die schlecht wärmeleitenden Bauteile die Wärme langsam und gleichmässig an die geschlossenen Lufträume (Zimmer) abgeben. Im Bedarfsfalle können an die im Innern des Gehäuses geführten Kanäle Heizschlangen, Radiatoren 9 angeschlossen werden, die ausserhalb des Gehäuses aufgestellt sind. 



   Besonders vorteilhaft hat sich das neue Verfahren für Betonbauten erwiesen, da in diesem Falle die in die Bauteile eingelassenen Heizrohre gleichzeitig als Eisenbewehrung verwendet werden können. Ein Beispiel eines derartigen Bauobjektes ist in Fig. 4 veranschaulicht, das ein Bauobjckt mit massiven Decken darstellt. Wie aus dieser Figur ersichtlich, sind die im Innern der Mauern verlegten Heizrohre 10, 11, die von der Zentralheizstelle 12 geheizt werden, im Bereich der Decken durch querlaufende Heizstränge verbunden, die gleichzeitig als Eisenbewehrung der Decke dienen. Die Heizrohre 14 können aus Eisen-oder Stahlröhren, alten Siederöhren u. dgl. bestehen und durch Spannschlösser   15   bekannter Konstruktion miteinander'verbunden sein.

   Auch für Bauobjekte, die ganz oder teilweise aus Hohlsteinen, Hohlziegeln u. dgl. hergestellt sind, lässt sich das Verfahren mit grossen Vorteil anwenden. In diesem Falle werden in die massiven   Bauteile : 20   (Fig. 6) Heizröhren 21 in der eingangs beschriebenen Weise eingebaut und diese durch einen entsprechend ausgestatteten Abzugstutzen   22,   mit dem durch die Verwendung von hohlen   Bauteilen : : 3   von selbst entstandenen Kanälen 24 in Verbindung gebracht. In diesem Falle findet die Zirkulation der Anwärmemittel einerseits durch die künstlich eingelegten   Kanäle 21   und andrerseits durch die natürlichen durch den Hohlsteincharakter bedingten Kanäle statt. 



  Durch Anordnung von in der Heiztechnik bekannten Apparaturen kann die Sicherheit und 
 EMI2.1 
 
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfah. cn zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niederen Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Aufführung des Bauwerkes erforderlichen Baustoffe   (z. B. Sand, Schotter, Ziegel u. dgl. ) vor ihrer Verbauung durch ein in die Baustoffmassen   verlegtes Heizsystem   (2)   derart angewärmt werden, dass die durch die niederen Temperaturen hervorgerufenen Störungen der mechanischen und chemischen Prozesse des Bauverfahrens   (z. B. Mischprozess, Abbindeprozess u. dgl. ) beseitigt werden.   



   2. Verfahren zur Herstellung von Bauwerken bei niederen Temperaturen mit in-oder ausserhalb seiner Bauteile verlegten Heizsystemen, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizsystem schon beim Beginn der Bauaufführung an eine oder mehrere, unter Feuer gehaltene Heizstellen (7, 12) angeschlossen und während des Baufortschrittes des Bauwerkes unter schrittweiser Weiterverlegung des Heizsystems bis zur Fertigstellung des Bauwerkes beheizt wird. 



   3. Zur Durchführung des Verfahrens gemäss    Anspruchi geeignete   Anlage zum Anwärmen 
 EMI2.2 
 wird, dass durch die in der Halde aufgespeicherte Wärme das Frieren des Materials verhindert bzw. das. Mischen, Betonieren und Abbinden bei niederer Temperatur ermöglicht bzw. beschleunigt wird.

Claims (1)

  1. 4. Nach Verfahren gemäss Anspruch 2 ausgeführtes Betonbauwerk, dadurch gekennzeichnet, dass die oder ein Teil der in den Baustellen vorgesehenen Eisenbewehrungen (14) EMI2.3 Heizstelle (12) angeschlossen sind.
    5. Nach Verfahren gemäss Anspruch 2 ausgeführtes Hohlstein-bzw. Hohlblockziegelbauwerk, dadurch gekennzeichnet, dass in den massiven Bauteilen (z. B. Wänden, Mauern u. dgl.) Heizkanäle verlegt sind, die mit den in den Hohlsteinbauteilen von selbst entstandenen Kanälen (2su) kommunizieren.
AT84138D 1915-12-11 1915-12-11 Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen. AT84138B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT84138T 1915-12-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT84138B true AT84138B (de) 1921-05-25

Family

ID=3605227

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT84138D AT84138B (de) 1915-12-11 1915-12-11 Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT84138B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4325914C2 (de) Baustoff für Leichtlehmbau
AT84138B (de) Verfahren zur Herstellung von Bauwerken aller Art bei niedrigen Temperaturen samt hierzu geeigneten Anlagen.
AT374917B (de) Verfahren zum herstellen von wandverkleidungen und spritzduese zur durchfuehrung des verfahrens
CH693484A5 (de) Betonmischung mit erhöhter Brandresistenz.
DE1299400B (de) Verfahren zum Herstellen von Formstuecken fuer ein-oder mehrzuegige Schornsteine und nach dem Verfahren hergestelltes Formstueck
DE573695C (de) Vorrichtung zum Herstellen doppelt bewehrter T-foermiger Betonbalken
DE677597C (de) Verfahren zur Herstellung hydraulischer Bindemittel, vorzugsweise fuer den Strassen- und Wegebau
EP0087600B1 (de) Wärmetauscher für Wärmepumpen
DE928039C (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen Isoliermaterialien
EP0841468B1 (de) Brandschutzsicherung für Tunnelausbau aus Stahlbetontübbings
DE802539C (de) Verfahren zur Herstellung von Waenden fuer Hochbauten aller Art
DE3024825A1 (de) Verfahren zum trocknen der mitschbestandteile von trockenmoertel
CH125649A (de) Armiertes Blocksteinmauerwerk.
DE449789C (de) Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens zum Brennen von Zement oder Kalk
CH470558A (de) Verfahren zum Herstellen von Formstücken für ein- oder mehrzügige Innenrohrkamine und nach dem Verfahren hergestelltes Formstück
DE2438715A1 (de) Schaumbeton und ein verfahren zu seiner herstellung
DE690579C (de) Unterbrennerkoksofen
DE29622272U1 (de) Stahlbetontunnel aus Stahlbetontübbings
AT113003B (de) Bauplatte.
DE948314C (de) Verfahren zur Verbesserung der Isoliereigenschaften von Blaehglimmern und Anlage hierzu
AT151970B (de) Verfahren zur Herstellung von Bauplatten.
DE422128C (de) Heizanlage fuer Gewaechshaeuser
DE841051C (de) Bauelement aus Stahlbeton od. dgl.
AT237500B (de) Verfahren zur Beschleunigung der Anfangserhärtung von aus zementhaltigen Mörteln oder Beton hergestellten Formkörpern
AT226584B (de) Verfahren zum Umbau eines Hoffmann&#39;schen Ringofens in einen Tunnelofen