DE422128C - Heizanlage fuer Gewaechshaeuser - Google Patents

Heizanlage fuer Gewaechshaeuser

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DE422128C
DE422128C DEM83439D DEM0083439D DE422128C DE 422128 C DE422128 C DE 422128C DE M83439 D DEM83439 D DE M83439D DE M0083439 D DEM0083439 D DE M0083439D DE 422128 C DE422128 C DE 422128C
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Germany
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greenhouses
heating
channels
heating system
combustion gases
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DEM83439D
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RUDOLF MANSCHKE
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RUDOLF MANSCHKE
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G7/00Botany in general
    • A01G7/02Treatment of plants with carbon dioxide

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Forests & Forestry (AREA)
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Description

Die Verwendung der in Feuerungsanlagen erzeugten kohlensäurehaltigen Verbrenmingsgase zur sogenannten KohLensäuriedüngung ist an sich bekannt, indessen hat man sich bis jetzt teils darauf beschränkt, die gewöhnlichen, lediglich dem Heizzweck angepaßten Feuerungsanlagen der Gewächshäuser unverändert zu übernehmen, teils gingen die Bestrebungen dahin, die Abgase industrieller
ίο Verbrennungs- und Kraftanlagen nach entsprechender Reinigung zur Begasung der Pflanzen zu verwenden. Abgesehen davon, daß letzteres nicht immer zweckmäßig und bei größerer Entfernung von einem industriellen Werk infolge der hohen Kosten für Rohrleitungen usw. vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sogar unausführbar ist, sind in beiden Fällen zur Beseitigung der schädlichen mechanischen und chemischen Beimengungen (Staub und Ruß, unverbrannte Kohlenwasserstoffe, Schwefelverbindungen usw.) mehrere verwickelte Reinigüngavorgänge oder doch mindestens besondere chemische Emrichtungen zum Herausziehen der Kohlensäure aus den übrigen Verbrennungsgasen erforderlich, wodurch sich· einerseits die Anlagen infolge der neuhinzukommenden Absaugevorrichtungen, Reinigungsvorrichtungen und Rohrleitungen besonders bei kleineren Betrieben im Verhältnis zu gewöhnlichen Gewächshäusern erheblich verteuern und 'VerWickelter gestalten, während anderseits die mit den gegebenen Mitteln namentlich in bezug auf Wärmeausnutzung erzielbare Nutzleistung auch nicht annähernd ausgewertet wird, obwohl z. B. der hohe Wirkungsgrad einer sogenannten Bodenheizung allgemein bekannt ist und man zu diesem Zwecke früher bereits versucht hat, die Verbrennungsgase vor dem Austritt in dem Schornstein zur Erwärmung von unter der Erde liegenden Wasserkästen und damit zu einer Art von unterirdischer Wasserheizung zu verwenden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Bauart eines Gewächshauses für Kohlensäuredüngung verfolgt nun den Zweck, gegenüber den bisher eingeschlagenen Verfahren der Kohlensäuredüingung einerseits eine gewisse Vereinfachung der erforderlichen Anlagen zu erzielen, anderseits durch sogenannte Bodenheizung — wie sie in diesem Falle, da ohnehin künstlicher Zug notwendig ist, besonders leicht ausgeführt werden kann — eine· möglichst vollkommene Ausnutzung der Verbrennungswärme zu erreichen. Wie aus der Zeichnung, welche eine beispielsweise Ausführung einer 'solchen Anlage zeigt, zu ersehen ist, sind zu diesem Zwecke an den Stirnseiten des Gewächshauses mit Koks geheizte niedrige Schachtöfen α vorgesehen, von denen aus die Verbrennungsgase in unter dem Boden, des Gewächshäusies verlaufende Kanäle b geleitet
werden, welche der beim Pflanzenbau- besonders wirksamen' Bodenerwärmung dienen und gleichzeitig die erforderliche! Kühlung der Vierbrennungsgase "bewirken" Die Kanäle können. entweder in einfacher Weise aus Beton o. dgl. hergestellt werden, oder es können auch zwei ineinander angeordnete Kanäle oder Rohrleitungen verwendet werden, von denen der innere Kanal (Leitung) die Verbrennungsgase
ίο fortleitet, während der äußere Kanal, d. h. der Zwischenraum zwischen den Wandungen der beiden Kanäle, mit Luft oder Wasser gespeist wird und der Bodenerwärmung oder im Sommer durch Speisung mit Kühlwasser oder Frischluft zur Kühlung der durch den inneren Kanal strömenden Verbrennungsgase dient. Bei hinreichendem Querschnitt der Kanäle bzw. bei Einbau entsprechender Kammern am Kopfende der Kanäle ist es außerdem mög-
ao lieh, durch teilweises Anfüllen derselben mit ungebranntem Kalkstein die Verbrennungswärme noch zum gleichzeitigen Brennen von Kalkstein auszunutzen, wodurch einerseits die Kohtensäureerzeugung gesteigert, anderseits Kalk für Dünge- oder ähnliche Zwecke als Nebenerzeugnis erhalten wird. Durch einen unter dem Hause verlaufenden Mittelgang g· oder durch einen unterbauten Vorraum an den Kopfenden der Kanäle sind die Schachtöfen und Kanäle leicht zugänglich und bedienbar, ohne daß ein Betreten des begasten Raumes stattzufinden braucht.
Von den Kanälen b aus werden die Verbrennungsgase vermittels einer Absaugevorrichtung durch Rohre / zu einem einfachen Reiniger oder einer Waschvorrichtung gedrückt, von wo aus sie durch das Hauptrohr d in das Gewächshaus zurückgelangen. Zur Befeuchtung der Gewächshausluft dient, wie bekannt, ein mit Streudüsen versehenes Wasserrohr i, während das Erdreich h, wie üblich, durch Überlaufrinnen k berieselt wird. Das hierfür nötige Wasser wird zweckmäßig durch die Schachtöfen α vorgewärmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Heizanlage für Gewächshäuser, deren Heizgase zur Erhitzung des Bodens und nach Reinigung zur. Kohlensäuredüngung benutzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß an den Stirnseiten der Gewächshäuser Schachtöfen für Koksfeuerüng angeordnet sind, deren Heizgase durch unterhalb der Häuser angeordnete Kanäle, die zum Teil mit ungebranntem. Kalkstein gefüllt sein können, zur Reinigungsianlage .'geleitet werden, von der sie in die Gewächshäuser zurückströmen.
    Abb. i.
    Abb. 2.
    SchnfffC·
DEM83439D 1924-01-01 1924-01-01 Heizanlage fuer Gewaechshaeuser Expired DE422128C (de)

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