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Einrichtung zum schnellen Vereinigen und Trennen eines künstlichen Armes und eines mit ihm zu handhabenden Werkzeuges.
Aus dem durch den Krieg entstandenen Bedürfnis Handwerker, wie Tischlern, Schlossern, Zimmerleuten usw. Ersatzglieder für ganz oder teilweise verlorene Arme zu schaffen, durch die sie in den Stand gesetzt werden, ihrem alten Gewerbe nachzugehen und darin wenigstens zum grössten Teil die frühere Leistungsfähigkeit wieder zu erlangen, ist unter anderen Problemen auch das Problem eir. er zweckentsprechenden Verbindung eines künstlichen Armes mit solchen Werkzeugen entstanden, die bei der Arbeit ihre Stellung gegenüber dem künstlichen Arm ändern, im besonderen also Werkzeuge, die der Handwerker mit beiden Händen zu handhaben pflegt. Beispiele solcher Werkzeuge sind der Hobel, die Säge, der Drillbohrer, die Feile, die Ziehklinge.
Eine solche Verbindung soll die menschliche Hand ersetzen in ihrer Fähigkeit, einen Gegenstand zu ergreifen und loszulassen und in ihrer Fähigkeit, sich im Handgelenk nach allen Richtungen hin gegen den Unterarm zu bewegen. Die Verbindung muss also rasch herzustellen und rasch zu lösen sein, damit der Arbeiter für, das Aufnehmen und Weglegen eines Werkzeuges nicht wesentlich mehr Zeit braucht wie ein Arbeiter mit gesunden Händen. Die Verbindung muss auch gelenkig sein, damit das Werkzeug bei der Arbeit die verschiedenen Stellungen gegen den künstlichen Arm zwanglos annehmen kann.
Die Erfindung bietet eine Lösung des genannten Problems, die durch äusserste Einfachheit der baulichen Mittel und hinsichtlich ihrer Wirkung im besonderen dadurch ausgezeichnet ist, dass sie dem Arbeiter das Erfassen und Weglegen eines Werkzeuges mit dem künstlichen
Arm ohne Hilfe einer gesunden Hand ermöglicht. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass sie die Verwendung von ganz neuartigen Werkzeugen, im besonderen zum Fest- halten und Verschieben von Werkstücken ermöglicht, die sich beim Aufsetzen auf ein
Werkstück selbst in ihre Gleichgewichtslage einstellen und auch dadurch die Gelenkigkeit ihrer Verbindung mit dem künstlichen Arm ebenso ausnutzen, wie die mit beiden Armen zu handhabenden Werkzeuge.
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Eine besonders vorteilhafte Ausführung der Erfindung ergibt sich, wenn man dem Knopf die Form einer massiven Kugel gibt, den Käfig mit einer elastisch ausweitbaren Öffnung ausstattet und seine Höhlung so bemisst, dass er mit dem eingeführten Knopf zusammen ein Kugelgelenk bildet. Die Käfigöffnung wird dabei am zweckmässigsten durch einen federnden Ring elastisch ausweitbar gemacht.
Die zuletzt angegebene Ausführung der Erfindung soll als Beispiel an Hand der Zeichnung noch eingehender beschrieben werden. Die Zeichnung zeigt in Fig. I die Erfindung in Benutzung durch einen hobelnden Tischler mit einem künstlichen linken Arm ; in Fi. 2
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in Verbindung mit zwei Kugelkäigen 4 und 4'in Seitenansicht und Stirnansicht, in Fig. 6 die Erfindung in Benutzung bei einem neuartigen Haltewerkzeug.
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Kugel.'1. In den Holzkörper des Hobels 2 ist der Kugelkäfig 4 eingelassen ; Schrauben 5 halten ihn fest. An der Öffnung des'Käfigs 4 ist eine Rille 6 eingedreht, in die ein federnder Ring 7 eingelegt ist.
Wie der Grundriss (Fig. 3) erkennen lässt, ist der äussere Durchmesser des federnden Ringes 7 kleiner als der lichte Durchmesser der Rille 6, so dass der Ring 7 für seine Ausweitung Spiel hat. Der innere Durchmesser des Ringes 7 ist etwas kleiner wie der Durchmesser des kugeligen Knopfes 3. Wird der Knopf 3 in die Öffnung des Käfigs 4 hineingedrückt, so schlüpft er durch den Ring 7, den er dabei ausweitet, hindurch
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wieder etwas und hält dadurch den Knopf 3'in seinem Käfig 4 fest ohne jedoch zu verhindern, dass der Knopf J mit einem gewissen Kraftaufwand wieder aus dem Käfig -1
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dabei ein vollkommenes Kugelgelenk, wenn der Boden der Käfighöhlung die Gestalt einer auf den Knopf 3 passenden Kugelschale hat.
Man kann auf diese Ausbildung des Käfigbodens verzichten, wenn es einem auf eine weniger genau bestimmte Beweglichkeit des Knopfes J in dem Käfig 4 ankommt.
Die Benutzung der Erfindung geschieht in folgender Weise : Will der Arbeiter das Werkzeug erfassen, so bringt er den Knopf 3 am Ende des künstlichen Armes über die Öffnung des Käfigs 4 an dem Werkzeug, das auf dem Werktisch liegend gedacht ist. Dann drückt er den Knopf 3 in den Käfig 4 hinein und damit ist die Verbindung hergestellt.
Der Arbeiter kann dies allein durch Bewegung des künstlichen Armes und nötigenfalls des Oberkörpers ausführen ; er kann allerdings auch, wenn er will, das Werkzeug mit der gesunden Hand an den künstlichen Arm anstecken. Will er das Werkzeug weglegen, so kann er es mit der gesunden Hand von dem Arm abziehen ; er kann es aber auch durch Bewegung des künstlichen Armes und nötigenfalls des Oberkörpers in oder unter eine am Werktisch befestigte Vorrichtung schieben, die das Werkzeug abstreift, wenn der Arbeiter den künstlichen Arm zurückzieht. In jedem Falle wird die Eigentümlichkeit der Druckknopfverbindung, sich durch blossen Druck schliessen, durch blossen Zug lösen zu lassen, ausgenutzt. um das Herstellen bzw. das Lösen der Verbindung zwischen dem künstlichen Arm und dem Werkzeug nach Möglichkeit zu beschleunigen.
In ähnlicher Weise wie der Hobel 2 in Fig. i und 2 werden alle Werkzeuge mit
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einem und demselben Knopf 3 passen. Bei einer Feile z. B. werden, um die bequeme Benutzung ihrer beiden Seiten zu ermöglichen, zwei Käfige 4 und 4'an der Feilenspitze
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durch Schrauben 9,9'zusammengeschraubt und dadurch auf der dazu gesteckten Feilenspitze 26 festgeklemmt werden können.
Fig. 6 zeigt als Beispiel der neuartigen Werkzeuge, deren Verwendung durch die
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Werkstücke auf einer Unterlage festgehalten und verschoben werden können. Es besteht aus einem Kugelkäfig 4, dessen Boden an der Aussenseite mit scharfen Spitzen 27 versehen ist. Die Figur lässt auch erkennen, wie das Werkzeug beim Aufsetzen auf das Werkstücke sich seine Gleichgewichtslage sucht. Unter dem vom Arbeiter ausgeübten Druck in Richtung des Pfeiles p dreht sich das Werkzeug im Sinne des Pfeiles q in dem aus Knopf und Käfig gebildeten Gelenk um seinen ersten Auflagepunkt p.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum schnellen Vereinigen und Trennen eines künstlichen. Armes und eines mit ihm zu handhabenden Werkzeuges, gekennzeichnet durch einen Knopf an dem einen der beiden miteinander zu vereinigenden Teile und durch einen Käfig für den Knopf
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Kraftaufwand in den Käflg hinein, und aus ihm herauszwängen lässt.