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Freitragbares Atmungsgerät.
Die Erfindung bezieht sich auf ein freitragbares Atmungsgerät, das in der Hauptsache aus einem Luftreinigungseinsatz, einem Atmungsschlauch und einem Atmungssack besteht, welche Teile an einem Tragkörper (Platte, Gestell o. dgl. ) zu einem Gerät gedrungener Bauart angeordnet und zusammengefasst sind. Bei den bekannten Geräten dieser Art, bei denen der Einsatz unter der Wirkung der Ausatmungsluft die Reinigung der Atmungsluft besorgt, zu deren Auffrischung aber auch noch eine Sauestoffflasche am Gerät vorgesehen sein kann, erfolgt der Zusammenbau gewöhnlich so, dass der Atmungssack der Höhe nach unterhalb des Einsatzes frei nach unten herunterhängt. In dieser Ano ; dnung kann der Atmungssack bei einem vorn auf dem Körper zu tragenden Atmungsgerät unter Umständen hinderlich sein.
Für gewisse, von dem Gerätträger zu verrichtende Arbeiten ist es deshalb vorteilhaft, bei solchen Geräten den Atmungssack nicht nach unten hängend, sondern der Höhe nach über oder oberhalb des Einsatzes so anzuordnen, dass er auf der Brust des Gerätträgers zu liegen kommt bzw. getragen wi : d.
Die Hochlegung des Atmungssackes kann dadurch erreicht werden, dass er an das obere Ende und der Atmungsschlauch an das untere Ende des Luftreinigungseinsatzes angeschlossen wird. Hierbei wird der Atmungsschlauch aber verhältnismässig lang werden, was wegen der bei der Atmung in ihm stehenbleibenden, gar nicht oder nur uugenügend gereinigten Luft nicht zu empfehlen ist. Eine Hochlegung des Atmungssackes kann auch mit Hülfe einer den Luftreinigungseinsatz umgehenden Verbindungsleitung zwischen dem unteren Ende des Einsatzes und dem über dem Einsatz liegenden Atmungssack ermöglicht werden. Diese Anordnung bringt aber auch insofern einen Nachteil mit sich, als dazu immer ein besonderes Verbindungsglied (Rohr oder Schlauch) erforderlich ist, um das die Einzelteile des Gerätes vermehrt werden müssen, wodurch das Gerät selbst also weniger einfach wird.
In vorteilhafteter Weise lässt sich aber die gestellte Aufgabe der Hochlegung des Atmungssackes über den Luftreinigungseinsatz dadurch lösen, dass der Tragkörper des Gerätes als Hohlstück ausgebildet ist und gleichzeitig als Verbindungsleitung zwischen dem Anschlussstutzen des unteren Endes des Einsatzes und dem hochliegenden Atmungssack dient. Da der Tragkörper sowieso von ziemlicher Breite ist, so ist der erforderliche Durchlassquerschnitt für die Luft leicht zu erreichen, ohne den hohlen Tragkörper zu dick machen zu müssen.
Ein Auftragen kann aber auch noch dadurch vermieden oder eingeschränkt werden, dass der hohle Tragkörper der Brustform des Gerätträgers entsprechend gewölbt gestaltet ist, so dass er im wagrechten Querschnitt eine Sichelform aufweist. Auch der Atmungssack kann eine solche sichelförmige Gestalt erhalten. Dem Luftreinigungseinsatz ist dann zweckmässig eine mehr flache und gebogene bzw. nierenförmige Form zu geben.
Damit der aussen über'den Atmungssack laufende Atmungsschlauch nicht zu weit vorsteht, besitzt die Vorderseite des Atmungssackes eine rinnenartige Einbauchung, in die sich der Atmungsschlauch einlegt.
Eine an dem Gerät vorgesehene und gleichzeitig als Wärmeschutzgitter ausgebildete Kniehebel-Einspannvorrichtung dient zum schnellen Auswechseln des Einsatzes.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Elfindung da : gestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine vordere, Fig.'2 eine seitliche und Fig. 3 eine obere Ansicht eines der Erfindung gemäss eingerichteten Atmungsgerätes.
Der Tragkörper a ist als ein im wagrechten Querschnitt sichelförmiges Hohlstück ausgebildet, an dessen oberes Ende in geeigneter Weise ein nach oben vorstehender Atmungssack b angeschlossen ist, der auf seiner Aussen-oder Vorderseite zur Aufnahme des Atmungsschlauches m eine rinnenartige Einbauchung bl (Fig. 3) besitzt. Zum Targen des Tragkörpers a dient ein an Ösen c befestigter Gurt d, der gleichzeitig durch Schlaufen e des Atmungssackes geführt ist, um diesen. dadurch in seiner Lage zu stützen und zu sichern.
Vom unteren Ende des Tragkörpers a zweigt ein Stutzen f ab, der, durch eine Konsole g des Tragkörpers gehend, nach dem unteren Ende des Luftreinigungseinsatzer h führt. Der Stutzen bzw. die Konsole bildet den unteren feststehenden Stützpunkt für den Einsatz. Den oberen beweglichen Stützpunkt für den Einsatz bildet ein Anschlussstück i, an das das unter e Ende des mit Mundstück k ausgerüsteten Atmungsschlauches m befestigt und das zwischen Schienen n drehbar gelagert ist, die an Flanschen oder Winkel 0 des Sragkörpers angelenkt sind. An die Schienen n greifen Zugstangen p an, deren untere Enden mit Hilfe eines Bügels q an die Konsole g angelenkt sind.
Die Schienen n, die Zugstangen p und der Bügel q bilden eine Art Kniehebelverschluss, der ähnlich wie der bekannte Drahtbügelverschluss für Flaschen wirkt.
Befindet sich der Hebelverschluss in der in Fig. 2 dargestellten geöffneten Lage, so kann man den im wagrechten Querschnitt nierenförmigen Einsatz von der Seite her zwischen seine Stützpunkte einschieben und durch Niederbewegen des Hebelverschlusses in die in Fig. i dargestellte Schliesslage fest zwischen die Stützpunkte einspannen, wie dies ohne weitere Erklärung aus der Zeichnung verständlich ist.
Der Hebelverschluss ist so angeordnet, dass er sich in der Schliesslage selbst feststellt.
Zur weiteren Sicherung kann aber auch noch an dem Hohlstück a ein federnder Haken Y o. dgl, angebracht sein, der beim Schliessen des Verschlusses über den Bügel q schnappt und ihn in der Schliesslage festhält.
Der als Einspannvorrichtung für den Einsatz dienende Hebelverschluss kann auch in kinematischer Umkehrung angeordnet werden, so dass sich das den festen Stützpunkt für den Einsatz bildende Anschlussstück oben und das bewegliche Anschlussstück unten befindet.
Zum Schutz gegen unvorsichtiges Berühren des nach einiger Benutzungszeit heiss gewordenen Einsatzes h sind die Zugstangen p mit einer Schutzeinrichtung. s (Querstäbe, Platte o. dgl.) versehen, die gleichzeitig zur Versteifung der Zugstangen dient.
Um der Einspannvorrichtung eine gewisse Federung in sich zu geben, kann das als Querhaupt ausgebildete Anschlussstück i oder die Konsole g oder beide etwas nachgiebig gewählt oder angeordnet sein.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Freitragbares Atmungsgerät aus Tragkörper, Atmungsschlauch, Luftreinigungseinsatz und der Höhe nach oberhalb des letzteren liegendem Atmungssack, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung des hochgelegten Atmungssackes mit dem Luftreinigungseinsatz durch einen als Hohlstück ausgebildeten, vorteilhaft der Körperform des Trägers angepassten Trag- körper vermittelt wird, an den der entsprechend gewölbte Atmungssack und Einsatz angeschlossen sind.