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Vorrichtung zur Einstellung eines Werkzeuges auf bestimmte, für den Arbeiter jedoch verdeckte
Stellen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung um irgendein Werkzeug, z. B. einen, durch einen zugehörigen kleinen Elektromotor, mittels biegsamer oder gelenkiger Welle oder dgl. angetriebenen Bohrer, Fräser o. dgl., einen elektrischen oder Presslufthammer, einen Schweissbrenner, eine Düse, aus der ein Strahl irgendeines Stoffes-wie Wasser, Gas, Dampf, Sand, Pressluft-austritt usw., auf eine bestimmte, für den Arbeiter jedoch verdeckte Stelle einstellen zu können.
Vorrichtungen zu gleichem Zwecke sind bereits bekannt (siehe Patent Nr. 18799).
Der Gegenstand der Erfindung unterscheidet sich nun von den bereits bekanntgewordenen, hauptsächlich durch die starre Verbindung zwischen dem Werkzeug und der, zur Erkennung von dessen relativer Lage in bezug auf das Objekt, auf welches das Werkzeug wirken soll, verwendeten Zeigerspitze oder Visiervorrichtung.
Von den vielen Anwendungsmöglichkeiten sei hier als Beispiel jene herangezogen, wo ein aus einer Düse tretender Strahl irgendeines beliebigen Mediums auf bestimmte Stellen einer, durch eine Zwischenwand A verdeckte Wand B gelenkt werden soll.
Eine Ausführungsform einer solchen Vorrichtung zeigt Fig, 1 der Zeichnung in Seitenansicht, bestehend aus zwei miteinander starr verbundenen Armen 2, 4. von welchen der bei Verwendung der Vorrichtung vor der Wand A befindliche 2, eine Zeigerspitze, eine
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befindliche 4 das Werkzeug 3 trägt. Am einfachsten ist es dabei, diese beiden Arme 2 und 4, wie in der Zeichnung dargestellt, gleich lang und in derselben Ebene liegend anzuordnen.
Die Art der starren Verbindung der beiden Arme miteinander, wird dabei stets dem besonderen Zwecke, dem die Vorrichtung dienen soll, anzupassen sein. Nach der Darstellung in Fig. i ist diese in der Art hergestellt, dass beide Arme 2 und 4 an einem Zapfen 5 befestigt sind, der mittels eines Handrades 6 in einem Führungsschlitz 7 der Wand A, bzw. in einem den Schlitz einfassenden Rahmen 8 verschoben und verdreht werden kann.
Dem besonderen Zwecke, dem die Ausführungsform dienen soll, entsprechend, ist der Werkzeugarm 4 ein Rohr, das in den Zapfen 5 eingeschraubt ist. Im Zapfen selbst ist ein mit der Höhlung des Rohres 4 übereinstimmender Kanal 9 und an demselben ein zu diesem Kanal führender Stutzen 10 vorgesehen, so dass ein durch eine an dem Stutzen 10 an-
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Sand, Pressluft uzw. ) durch den Kanal 9 in den Rohrarm 4 und zur Düse 3 gelangt. (Wäre an dem Rohrarm 4 statt der Düse 3 ein durch Elektrizität betätigtes Werkzeug angeordnet, so könnte durch den Stutzen 10, den Kanal 9 und die Höhlung des Rohres 4 das stromführende Kabel geführt werden. ) Der Zeigerarm 2 ist dabei nicht unmittelbar an dem Zapfen 5 selbst befestigt, sondern z.
B. in einem Anguss 12 einer an dem Zapfen 5 angegossenen oder sonstwie befestigten Platte 13 eingeschraubt. Die Platte 13 ist dabei zur Führung der Vorrichtung vorgesehen, und zwar soll deren Fläche 14 bei richtiger Verschiebung oder Verdrehung der Vorrichtung stets fest auf der Fläche 15 des Rahmens 8 aufliegen bzw. gleiten, so dass die Mündung der Düse 3 sich stets in einer zur FührungsFläche 15 parallelen Ebene bewegt. Es könnte natürlich diese Parallelführung der Düse auch auf andere Art erfolgen.
Durch entsprechende Verschiebung und Verdrehung der Vor-
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richtung bzw. des Zapfens 5 in dem Schlitze ? kann die Düse 4 auf jeden beliebigen Punkt der Wand B innerhalb einer Fläche eingestellt werden, die eingeschlossen ist von den in den Grenzpunkten 16 und 17 des Schlitzes mit dem Radius 18 geschlagene Halb- kreisen und den die Endpunkte dieser Halbkreise 19, 20, 21 und 22 verbindenden Linien (Fig. 2). Zwecks Kennzeichnung der jeweiligen Stellung der Düse (bzw. des Werkzeuges) braucht blos auf der Trennungswand A eine Schablone aufgerissen zu werden, auf der die Stellungen in bezug auf die Wand B durch die entsprechenden Stellungen der Zeigerspitze ersichtlich sind.
Soll das Werkzeug J dem Gegenstande, auf den es wirkt, stellen-oder zeitweise auch nähergebracht werden können. als es die Ausführungsform nach Fig. i gestattet, bei welcher die Führungsplatte 13 auf dem Zapfen 5 festsitzt, so könnte dies durch eine Ausführung der Vorrichtung gemäss Fig. g erfolgen,
Bei dieser sitzt die Platte 13 nicht fest auf dem Zapfen. 5, sondern gleitet auf diesem mittels einer Hülse 23 und wird durch eine Druckfeder 24 gegen dessen äusseres Ende
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der Zapfen 5 entgegen dem Drucke der Feder 24 mehr oder weniger an die Hülse 23 hineingedrückt werden.
Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen könnten auch dann Verwendung finden, wenn das Werkzeug ein Presslufthammer, ein Schweissbrenner o. dgl. wäre, da auch dann die Zuführung des Betriebsmittels auf gleichem Wege erfolgt.
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würde die, die den verschiedenen Stellungen des Werkzeuges entsprechenden Zeigerstellungen bezeichnende Schablone, kein richtiges, sondern ein verzerrtes Bild der gegenseitigen Lage der Punkte, auf die das Werkzeug einzustellen ist, darstellen.
Um auch ein Werkzeug von grösserem Umfange durch den Schlitz 7 ohne unpraktische Vergrösserung des ganzen Schlitzes durchführen zu können, braucht nur an irgendeiner Stelle desselben eine entsprechende Erweiterung desselben vorgesehen sein. Schlitz und Erweiterung müssen in der Regel auch durch Deckel oder sonstwie verschliessbar vorgesehen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Vorrichtung zur Einstellung eines Werkzeuges auf eine bestimmte, für den Arbeiter jedoch verdeckte Stellen, bestehend im wesentlichen aus zwei Armen, von denen der eine das Werkzeug, der andere die Zeigerspitze trägt, wobei bei Einstellung der Zeigerspitze auf bestimmte Stellen einer zugehörigen Schablone, eine solche des Werkzeuges auf bestimmte Stellen des verdeckten Gegenstandes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Zeiger
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in einem Schlitz der die Arbeitstelle überdeckenden Wand bewegt, festsitzen oder mit ihm verstellbar vergekuppelt sind, wobei der Zapfen (5) mit einem Bund (13) o. dgl.
an einer Führungsfläche des Schlitzes geführt wird und mit einer Bohrung (9) mit anschliessendem Stutzen (10) zur Zuführung des Betriebsmittels zum Werkzeuge versehen ist.