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Vorrichtung zur Herstellung von kurzzeitigen Röntgenaufnahmen beweglicher Organe in bestimmten
Phasen ihrer Bewegung.
Die Aufgabe, Momentröntgenaufnahmen des Herzens in ganz bestimmten Zeitmomenten der Herzbewegung zu gewinnen, hat man bisher in der Weise zu lösen versucht, dass man zur Betätigung des Einzelschagröntgenaparates einen von einem Sphygmographen betätigten selbsttätigen Zeitschalter benutzt hat, dessen Zeiteinstellung man nach Massgabe des gewählten Zeitpunktes der Einzelschlagaufnahme verschieden wählte, wobei man jene auf rechnerischem Wege von Fall zu Fall ermittelte. Dieses Verfahren gestattet keine einwandfreie Lösung der genannten Aufgabe. Denn erstens hat es zur Voraussetzung, dass die Bewegung des Herzens genau rhythmisch erfolgt und es versagt von vornherein. sobald eine Arrhythmie vorliegt.
Zweitens ist das Verfahren ungenau, da die Dauer der Zeit, die zwischen der Betätigung des selbsttätigen Zeitrelais und dem Beginn des Aufleuchten der Röntgenröhre verläuft. infolge. Änderungen der Reibungswiderstände, die im Relais und in den weiteren zur Auslösung des Röntgenapparates erforderlichen Schaltern auftreten, verschieden ausfallen und nicht im voraus genau ermittelt werden kann. Ein dritter und besonders grosser Nachteil des Verfahrens besteht darin, dass für die Bemessung der Phase der Herzbewegung nicht eine deren zeitlichen Verlauf deutlich kennzeichnende physiologische Grösse, wie beispielsweise der Aktionsstrom, sondern ein Puls. beispielsweise der Radialis-oder Karotispuls, gewählt ist. Diese Pulskurven lassen die verschiedenen charakteristischen Zeitpunkte der Herzbewegung, wie z.
B. den Beginn der Systole oder den Höchstpunkt der Diastole nicht genau erkennen, was um so mehr der Fall ist, als die zeitliche Verschiebung der Maxima und Minima der Pulskurven gegenüber den verschiedenen Phasen der Herzbewegung nicht nur individuell verschieden sind, sondern auch bei einer und derselben Person verschieden sein können.
Von allen diesen Nachteilen befreit ist der Gegenstand der Erfindung. Der Grundgedanke dieser besteht im folgenden :
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licher, zweckmässig rotierender Momentschalter verwendet, der es gestattet, den Röntgenapparat in rhythmisch aufeinanderfolgenden Zeitmomenten, beispielsweise in der Sekunde zehnmal. zu betätigen, wobei ein zweiter von Hand auslösbarer Schaltmechanismus, der sogenannte Einzelschlagschalter, die Apparatur, zweckmässig auf elektrischem Wege, solange verriegelt hält, bis nicht die Betätigung dieses Schaltmechanismus erfolgt und ihn. nachdem die Einzelschlan- aufnahme erfolgt ist, wieder, und zwar selbsttätig verriegelt.
Erfindungsgemäss stellt man den zeitlichen Verlauf irgendeiner die verschiedenen Phasen der Herzbewegung kennzeichnenden physiologischen Grösse, beispielsweise den des Aktionsstromes des Herzens, ferner diejenigen rhythmisch aufeinanderfolgenden Zeitmomente, in denen die Röntgenröhre je einmal aufleuchten würde, wenn die genannte Verriegelung dauernd aufgehoben wäre, zweckmässig auf elektrischoptischem Wege auf einer feststehenden oder beweglichen Beobachtungsfläche, zweckmässig neben-oder übereinander, dar und löst den Einzelschlagschalter dann aus, wenn man durch Beobachtung feststellt, dass die Zeitpunkte für die erzielbaren,'Einzelschlagbelastungen der Röhre mit der Phase der Herzbewegung, bei der die Abbildung des Herzens erfolgen soll, zusammenfallen.
Um die Feststellung dieses Synchronismus zu erleichtern, ist erfindungsgemäss entweder der Rhythmus des dauernd beweglichen Schaltapparates veränderbar und so gewählt, dass er jeweilen dem Rhythmus der Herzbewegung annähernd gleichgemacht werden kann, oder es wird. von den Einschaltstellungen jenes Kontaktapparates nur jede i-te veranschaulicht, wobei i so gewählt ist, dass die minutliche Anzahl der dargestellten Einschaltmomente der minutlichen Anzahl der Herzkontraktionen nahezu gleichkommt. Je kleiner der Unterschied zwischen der Frequenz der Herzbewegung und der Frequenz der zur Darstellung gebrachten Einschaltezeitmomente ist, um so länger wird dasjenige Zeitintervall anhalten, während dessen jener Syn- chronismus besteht.
In Fig. i der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der zur Ausübung dieses Verfahrens geeigneten Vorrichtung dargestellt. Die Röntgenröhre R ist an die mittleren zur Abnahme des hochgespannten Gleichstromes dienenden Segmente s des von dem Gleichstrom-Wechselstrom-
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mente 'i, und s'in bekannter Weise mit den beiden Klemmen der Sekundärspule S des Transformators T verbunden sind. Von der Welle w des Gleichrichters ist unter Zwischenschaltung
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rotierende Schalter wirkt mit einem zweiten, von der Welle des Umformers U unter Zwischenschaltung der Zahnradgetriebe t und t'und des Kegeltrommelgetriebes v angetriebenen rotierenden Schalter H.
Dieser besteht aus dem rotierenden Kontakthebel g, den Kontaktsegmenten K1, KI und dem Hilfskontaktsegment i.
Die sekundliche Umlaufzahl des rotierenden Schalters W steht mit der Frequenz des den Transformator speisenden Wechselstromes in einem unveränderbaren Verhältnis, so dass auch die Zeitdauer, während welcher der Kontakthebel h mit dem Kontaktsegment K in Berührung steht, unveränderbar ist. Es sei angenommen, dass der Umformer U vierpolig und die Frequenz der von ihm gelieferten Spannung 50 pro Sekunde ist, dann vollführt die Gleichrichterwelle w minutlich I500 Umdrehungen. Ist die Kegelradübersetzung 1t 2 : 1 gewählt, so macht der Kontakthebel h minutlich 750 und sekundlich 12*5 Umdrehungen. Die Dauer einer Umdrehung von h kommt also der Dauer von vier Perioden des, Wechselstromes gleich.
Ist die Bogenlänge des Kontaktsegmentes K gleich einem achtel Kreisbogen, so beträgt die Dauer des Kontaktes zwischen A und K eine halbe Periode des Wechselstromes, also ¯1/100 Sekunde.
Die Umdrehungszahl des Kontakthebels g ist durch Verstellung des Kegeltrommelgetriebes v veränderbar. Das Übersetzungsverhältnis der beiden Zahnradübersetzungen t und t'ist zweckmässig so gewählt, dass die bei der mittleren Riemenstellung des Kegeltrommelgetriebes v resultierende minutliche Umdrehungszahl des Kontaktarmes g der mittleren Pulszahl des gesunden
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zahl von g 60, also die sekundliche Umdrehungszahl i beträgt. Dann entspricht eine Umdrehung 100 Halbperioden des Wechselstromes und somit eine Verdrehung des Hebels um 3'60 einer Halbperiode. Die Länge der Kontaktsegmente KI, K2 und i ist so gewählt, dass die bei der grössten Drehgeschwindigkeit des Kontakthebels g resultierende Kontaktschlussdauer nicht weniger als eine halbe Periode des Wechselstromes beträgt.
Das Kegeltrommelgetriebe ist weiter so bemessen, dass die bei der kleinsten Umlaufgeschwindigkeit des Kontakthebels resultierende grösste Kontakt-
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zwischen der Gleichrichterwelle w und dem Schalter W einerseits und diejenigen zwischen der Welle w und dem Drehschalter H andrerseits in dieser Weise bemessen, so wird diejenige Zeit, während welcher gleichzeitiger Kontaktschluss zwischen dem Kontaktpaar k, K einerseits und den beiden Kontaktsegmenten K1 und K2 andrerseits besteht, stets eine halbe Periode des Wechselstromes betragen, also die Gesamtzeit eine halbe Periode weder bei der grössten Umlaufgeschwindigkeit des Kontakthebels g unterschreiten, noch bei der leisten Drehgeschwindigkeit von g überschreiten.
Der mit dem Periodenwähler W zusammenwirkende Einzelschlagschalter V besteht aus einem feststehenden Kontakt B und den zwei mittels der Elektromagnete ln1 und in, bewegbaren und unter der Einwirkung der Zugfedern z und Z2 stehenden beweglichen Kontakten A und C. Die Kontakte A und C, ferner das Kontaktpaar K, h des Periodenwählers W und das Segmentpaar Xi, TL ; sind miteinander in Reihe in den Primärkreis des Transformators T geschaltet.
Dieser ist daher nur dann geschlossen, wenn sowohl A als auch C auf dem festen Kontakt B aufliegen und gleichzeitig auch die Kontaktpaare h, Kund Kl, K2 geschlossen sind.
Solange der Druckknopfschalter d geöffnet ist, sind die Magnete ? Mi, und m, nicht erregt.
Der Kontakt A befindet sich dabei unter dem Einfluss der Zugfeder in der in der Zeichnung veranschaulichten Stellung. Es ist demnach das Kontaktpaar A, B geöffnet. Hingegen befindet sich der Kontakt C unter der Einwirkung der Zugfeder Z2 im Kontakt mit dem festen Kontaktstück B. Gleichzeitig ist der Hilfskontakt Cg geschlossen. Wird der Kontaktknopf d betätigt, so wird in dem Zeitmoment, in dem der rotierende Kontakt h des Periodenwählers W mit dem Kontaktsegment k1 in Berührung tritt, der Stromkreis des Elektromagneten 1n1 auf dem Wege von der Leitung 11 über den Druckknopf d, den Hilfskontakt Cg nach Mi, sodann über das Kontaktsegment kl und den Kontakthebel h nach 11 hin geschlossen sein.
Die Folge davon ist, dass der Anker a1 angezogen und der Kontakt Abgeschlossen wird. Gleichzeitig wird der Hilfskontakt Cl geschlossen und dadurch der Weg über das Kontaktpaar Ai, h überbrückt, so dass der Stromkreis des Elektromagneten ni auch dann noch geschlossen bleiben wird, wenn der rotierende Kontakt 11 das Segment kl verlassen haben wird. Nunmehr sind von den im Kreise der Pr-imärwicklung P des Transformators T befindlichen vier Unterbrechungsstellen zwei, nämlich die Unterbrechungsstellen A-B und B-C geschlossen und vorläufig nur noch die Unterbrechungsstellen h-K und Kl-K, offen.
Sowie aber der Kontakthebel g die Segmente Kl'K2 kurzschliesst, und gleichzeitig der Kontakthebel h mit dem Kontaktsegment K in Berührung kommt, ist der Primärkreis des Transformators T geschlossen. Da gleichzeitiger Kontaktschluss dieser zwei Unterbrechungstellen während einem Hundertstel einer Sekunde besteht, so leuchtet die an die Sekundärwicklung S des Transformators unter Zwischenschaltung des Gleichrichters angeschlossene Röntgenröhre R während einer hundertstel Sekunde. Im Laufe der Weiterdrehung gelangt der rotierende Kontakthebel h mit dem Segment k2 in Berührung. Sowie dies eintritt, ist der Stromkreis des Elektromagneten m2 geschlossen.
Dies geschieht auf dem Wege von der Leitung 11
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Über hund k2 nach und dann über den Druckknopfschalter d zur Leitung l2. Die Erregung des Magneten 1Ils hat zur Folge, dass der Anker a ; : angezogen und das Kontaktpaar B. C und
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Kontaktpaares k2, h. Wenn also auch in der weiteren Folge gleichzeitiger Kontaktschluss zwischen h und einerseits und den Segmenten K1 und andrerseits zustande kommen mag, so bleibt der Primärkreis des Transformators dauernd offen. Die Röntgenröhre kommt also bei einmaliger Betätigung des Druckknopfes d bloss ein einziges Mal zum Aufleuchten, und zwar beträgt ihre Einschaltdauer eine halbe Periode des Wechselstromes.
Um diejenigen rhythmisch aufeinander folgenden Zeitmomente zu veranschaulichen, in denen die Tätigkeit des Einzelschlagapparates einsetzen würde, wenn der Kontakt A, B, C dauernd geschlossen wäre, dient das im Felde des von der Gleichstromquelle q erregten Elektromagneten E befindliche, den Spiegel x tragende oszillographische Messsystem o. Durch dieses werden Stromstösse geschickt, die synchron mit den Kontaktschlüssen zwischen dem rotierenden Kontakthebel h und dem Kontaktsegment K erzeugt werden. Zu diesem Behufe ist die Messschleife o mit einer Gleichstromquelle b, einem Widerstand r und zwei mit der Gleichrichterwelle. w synchron rotierenden Unterbrechern in Reihe geschaltet. Der eine von diesen besteht aus dem Kontakthebel und dem feststehenden Kontaktsegment ll, dessen Zentriwinkel gleich demjenigen von K, also gleich 450, gewählt ist.
Der andere wird durch den Kontakthebel g und das zum Segmentpaar K1 und K2 koaxial angeordnete feste Kontaktsegment i gebildet. Der Zentriwinkel des Kontaktsegmentes i ist ebenso gross bemessen wie derjenige des Segmentpaares K1, , so dass die Gesamtzeitdauer, während welcher gleichzeitiger Kontaktschluss von h-k einerseits und g-i andrerseits innerhalb einer Umdrehung des Kontakthebels g bestellt, genau eine hundertstel Sekunde beträgt.
Da der Kontakthebel h die Kontaktsegmente K und : und ebenso der Kontakthebel g das Segmentpaar K1, K2 und das Kontaktsegment i während derselben Zeitintervalle bestreicht, so kann gleichzeitiger Kontaktschluss von & - und K"-K,
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Periode des Wechselstromes erfolgen. Demzufolge empfängt die Messschleife o bloss dann Stromstösse, wenn die im Primärkreis des Transformators T befindlichen beiden rotierenden Kontakte
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leuchten würde, falls die Kontaktpaare , B und B, C dauernd geschlossen wären.
Es sei angenommen, dass die minutliche Umlaufzahl des Kontakthebels g durch entsprechende Einstellung des Kegeltrommelgetriebes auf 75 einreguliert ist. Da die minutliche Umlaufzahl des Kontakthebels h 750 beträgt, so finden zwischen hund K zehnmal so viele Kontaktschlüsse als zwischen dem Segmentpaar K1 und Ko statt. Besteht zwischen den Kontaktschlüssen im Schalter H einerseits und denjenigen im Schalter W andrerseits Phasengleichheit, so wird die Messschleife o bei jedem zehnten in W stattfindenden Kontaktschluss konphasig mit diesem je einen Stromstoss von der Dauer einer hundertstel Sekunde erfahren.
Indem man den Riemen im Kegeltrommelgetriebe v verstellt und dadurch das Verhältnis der Umdrehungszahlen von h und g gleich u, 12, 13 usw. macht, lässt es sich erreichen, dass jeder ri, 12., 13. usw. zwischen lt und K stattfindende Kontaktschluss durch einen Ausschlag der Messschleife o zur Anzeige gebracht wird.
Um die Ausschläge der Messschleife o sichtbar zu machen, wird auf den Spiegel x ein von der Lichtquelle Q geliefertes Lichtbündel geworfen, das vom Spiegel x reflektierte Lichtbündel unter Zwischenschaltung einer geeigneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Optik auf einen rotierenden Polygonspiegel p. und von diesem auf eine Mattscheibe f geworfen. Auf dieser Beobachtungsfläche erscheint sodann eine Kurve, die den zeitlichen Verlauf des die Messschleife 0 durchfliessenden intermittierenden Stromes darstellt.
Im Felde des Elektromagneten E befindet sich auch noch das hochempfindliche Messsystem e zur Aufzeichnung von Elektrokardiogrammen. Ein Teil des von der Lichtquelle Q ge- lieferten Lichtbündels wird von dem Spiegel y aufgefangen. Das von diesem zurückgeworfene Lichtbündel trifft ebenfalls den rotierenden Polygonspiegel p und wird von diesem ebenfalls auf
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Zeitintervalls, in dem die der Initialschwankung der Ventrikel entsprechende R-Zacke des Elektrokardiogramms erscheint, zu gewinnen, so kann dies in folgender Weise erzielt werden. Vorausgesetzt sei, dass die minutliche Anzahl der Pulsschläge des Patienten 73 beträgt.
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gemäss wird der Kupplungsriemen an dem Kegeltrommelgetriebe v so eingestellt, dass der Kontaktarm g minutlich 75 Umdrehungen vollführt und der Schalter j geöffnet, so dass der von der Mess- , chleife 0 auf die Mattscheibe f geworfene Lichtpunkt minutlich 75 senkrecht zur Zeitachse verlaufende Striche aufzeichnet. Daneben erscheint das Kardiogramm des Patienten. Da dieses eine minutliche Frequenz von 73 zeigt, so gewinnt der Beobachter den Eindruck, dass die Linienschar des ersten Lichtbildes gegenüber den R-Zacken des Kardiogramms eine allmähliche Verschiebung erfährt. Man wartet ab, bis man festzustellen imstande ist, dass zwischen den senkrechten Linien des ersten Lichtbildes und den R-Zacken des Kardiogramms Synchronismus besteht.
Ist dies erreicht, so drückt man auf den Druckknopf d, worauf sich die Einzelschlagaufnahme innerhalb eines Zeitraumes, der von der Betätigung des Druckknopfes an gerechnet, höchstens eine zwölftel Sekunde dauert, vollzieht. Da die Differenz der minutlichen Frequenzen der beiden Kurven 2 beträgt, so verschiebt sich die Linienschar gegen das Kardiogramm um den Abstand zweier aufeinanderfolgender R-Zacken innerhalb einer halben Minute. Die gegenseitige Verschiebung der beiden Lichtbilder ist demnach eine so langsame, dass man den Zeitpunkt des Synchronismus der senkrechten Linien des einen Lichtbildes mit den R-Zacken des Kardiogramms nicht verfehlen kann.
Um die Feststellung des Synchronismus zu erleichtern, die im Falle, dass die Differenz der minutlichen Frequenzen grösser als 2 ist, Schwierigkeiten bietet, wird durch Regelung am Tourenregler r des Umformers U die Umdrehungszahl der Gleichrichterwelle w und damit diejenige der Kontakthebel h und g so einreguliert, dass die Differenz der minutlichen Frequenzen zweckmässig kleiner als i wird. Beträgt die Differenz beispielsweise bloss 0'2, so vollzieht sich die Verschiebung der von der Messschleife o auf der Beobachtungsfäche./aufgezeichneten Linienschar relativ zum Elektrokardiogramm um den gegenseitigen Abstand zweier R-Zacken innerhalb fünf Minuten, d. h. die Verschiebung der Kurven ist eine so langsame, dass man den gesuchten Synchronismus durch viele Sekunden hindurch als dauernd bestehend ansehen kann.
Da dem Beispiele gemäss bei der normalen Tourenzahl des Umformers von 1500 pro Minute die minutliche Tourenzahl des Kontakthebels g = 62'5 ; 67'2 ; 75'0 ; 83'3 usw. gewählt werden kann, so ist die Änderung der Umdrehungszahl des Umformers um ¯ 6 v. H. in allen Fällen ausreichend, um
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des Umformers um : + ; 6 v. H. hat wohl eine Änderung der Einschaltezeit der Röntgenröhre zur Folge. Diese Änderung ist jedoch so gering, dass sie praktisch nicht in Betracht kommt.
Das gleiche Verfahren lässt sich ausüben, wenn zum Betrieb des Einzelschlagröntgenapparates Wechselstrom oder Drehstrom an Stelle von Gleichstrom zur Verfügung steht. Zweckmässig wird in solchen Fällen zur Speisung des Röntgenapparates ein Wechselstromgenerator benutzt, dessen Umdrehungszahl regelbar ist.
Auch lässt sich das Verfahren bei Einzelschlagapparaten anwenden ; bei denen das einmalige intensive Aufleuchten der Röntgenröhre dadurch erzielt wird, dass man den Primärkreis des die Röntgenröhre speisenden, mit Gleichstrom erregten Induktors plötzlich einmal unter-
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richtung im Zusammenhang mit einem solchen Einzelschlagapparat dargestellt. In Reihe mit der Primärspule P des vom Gleichstromnetz N gespeisten Induktors I liegt die Schmelzsicherung s.
Diese ist, solange der Einzelschlagapparat nicht betätigt ist, samt dem mit ihr in Reihe geschalteten Widerstand w dauernd durch den Einzelschlagschalter V und ausserdem noch periodisch durch den rotierenden Schaltapparat IV kurzgeschlossen. Der Einzelschlagschalter V besteht aus dem fest- stehenden Kontakt B und den beiden beweglichen Kontakthebeln A und C, die sich normal unter dem Einflusse der Zugfedern il und z. in der Geschlossenstellung befinden und durch Erregung
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besteht aus dem rotierenden Hebelschalter 11., der durch das isolierende Zwischenstück i in zwei leitende Teile getrennt ist, dem feststehenden Hauptkontaktsegment K und den Hilfskontaktsegmenten ki.
, 'und k". Solange der zur Auslösung des Einzelschlagschalters dienende Druckknopfschalter d geöffnet ist, ist die Sicherung s durch das Kontaktpaar B, C des Einzelschlagschalters V kurzgeschlossen und der durch das Einlegen des Hebelschalters H geschlossene Primärkreis des Induktors I von einem dem Netz N entnommenen konstanten Gleichstrom durchflossen.
Sobald man den Druckknopf d geschlossen hat und der rotierende Kontakthebel A zum ersten Male mit dem Hilfskontaktsegment 111 in Berührung kommt, ist der Stromkreis des Elektromagneten 1112 zwischen die beiden Leitungen des Gleichstromnetzes N geschaltet. Der Elektromagnet zieht hierauf den am Kontakthebel C befestigten Anker a2 an und bewirkt das Öffnen des Kontaktes B-C. Gleichzeitig werden die Hilfskontakte C2 und C3 geschlossen und dadurch diejenige Klemme der Magnetwicklung m2, die mit dem Kontakt h1 verbunden ist, unmittelbar an die Leitung 12 des Gleichstromnetzes N angeschlossen.
Der Magnet mi bleibt demnach solange erregt und der Einzelschlagschalter V zwischen den Kontakten B und C solange geöffnet, als der Druckknopfschalter dgeschlossen ist. Gleichzeitig wird durch das Schliessen des Hilfskontaktes C2
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Wenn auch der Kurzschluss der Sicherung s und des Widerstandes w durch das Kontaktpaar B, C nunmehr aufgehoben ist, so besteht immer noch ein Kurzschluss der Sicherung s durch den rotierenden Schalter W und dem mit diesem in Reihe geschalteten Kontaktpaar , B. Dies ist solange der Fall, als der Kontaktarm At mit dem Kontaktsegment K in Berührung steht.
Wie nun aber A das Kontaktsegment K verlässt, ist der Kurzschluss der Sicherung s aufgehoben
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Druckknopfschalters d mechanisch oder elektrisch so gekuppelt ist, dass bei Betätigung des Druckknopfschalters, ehe sich dieser schliesst, jener andere geöffnet wird, so dass die leitende Verbindung zwischen dem Elektrokardiographenmesssystem und dem Patienten bereits gelöst ist, ehe die Röntgenröhre aufleuchtet.
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Einschaltemomente veranschaulichende Lichtdiagramm aufeinander aufzeichnen zu lassen, so dass die die Einschaltezeitmomente darstellenden Doppelstriche oder Striche das Kardiogramm durchqueren. Die lichtauffangende Beobachtungsfläche kann auch beweglich angeordnet sein.
An Stelle des beschriebenen Elektrokardiographen mit einer in einem Magnetfeld befindlichen Drehspule kann auch ein Einthovensches Saitengalvanometer verwendet sein. In diesem
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graphenmesssystems ebenfalls ein Saitengalvanometer, wobei man zweckmässig für beide Galvanometer einen gemeinsamen Elektromagnet mit einer Lichtquelle vorsieht. Die Schatten der beiden Saiten werden auf einer rotierenden Fläche aufgefangen, so dass auf dieser der zeitliche Verlauf der Schattenbilder der beiden Saiten beobachtet werden kann.
Zur Kontrolle der Herzbewegung kann an Stelle- der Kurve des Aktionsstromes auch diejenige des zeitlichen Verlaufes irgendeiner anderen von der Herzbewegung beeinflussten physio- logischen Grösse, beispielsweise die Kurve des Venenpulses, die des Herztones u. dgl. gewählt sein.
Die Einschaltezeitmomente der Röntgenröhre können auch durch ein akustisches Anzeige-
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gebracht werden.
Die Betätigung des zur Darstellung der Einschaltezeitmomente der Röntgenröhre dienenden Anzeigegeräte kann auch durch jeweiliges Öffnen seines Stromkreises erfolgen.
Zur Betätigung dieses Anzeigeinstrumentes reicht auch der mit dem Momentschalter 1F synchron rotierende Hilfsschalter (g, i, i') aus. Es ist jedoch zweckmässig, diesen Schalter mit dem am Momentschalter W vorgesehenen Hilfskontakt k in beschriebener Weise zu kombinieren, um die richtige Einstellung des Hilfssschalters zu erleichtern.
Die beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen eignen sich dazu, um ausser dem Herzen auch andere bewegliche Organe des menschlichen oder tierischen Körpers oder durch eine äussere Kraft in rhythmischer Bewegung versetzte Körperteile des Menschen oder beliebige Körper
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