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Verfahren und Vorrichtung zum Steuern zweier sich selbsttätig lüllender, umschichtig arbeitender
Behälter zum Fördern von Schlamm u. dgl. durch Druckluft.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Steuern zweier sich selbsttätig füllender, umschichtig arbeitender Behälter zum Fördern von Schlamm o. dgl. durch Druckluft. Wenn sich derartige Behälter mit Schlamm o. dgl. gefüllt haben, müssen sie der Wilkung der Druckluft ausgesetzt werden, die die Flüssigkeit aus den Behältern herausdrückt. Bei Verwendung zweier Behälter zur Erzielung eines ununterbrochenen Betriebes ist es dabei erwünscht, dass, wenn z. B. der erste Behälter gefüllt ist und durch Druckluft entleert wird, der zweite, sich inzwischen füllende Behälter nicht früher auf Entleerung umgesteuert wird, bevor der erste ganz geleert ist.
Ebenso darf, wenn der zweite Behälter entleert ist und der erste noch in Füllung begriffen ist, der zweite nicht früher auf Füllung umgesteuert werden, bevor der erste ganz gefüllt
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der beiden Schlammbehälter dadurch in einfacher und zuverlässiger Weise, dass die die Behälter mit Druckluft versorgenden Steuerungsvorrichtungen sich gegenseitig zwangläufig beeinflussen.
Der in der Zeichnung links dargestellte Steuerungsteil gehört zu dem einen, der andere zu dem anderen Schlammbehälter. Die Behälter sind in bekannter Weise mit Hauptsteuerungsvorrichtungen ausgerüstet, die durch Vorsteuerungen mit Druckluft beaufschlagt werden. Durch die Leitung 6 stehen die Hauptsteuerungsvorrichtungen mit der Druckluftquelle in Verbindung.
Zylindrische Gehäuse 5a und 5b umschliessen Kolbenschieber 7a und 7b, die die Hauptsteuerungsvorrichtungen darstellen und als Stufenkolbenschieber ausgebildet sind, indem sie eine mittlere Eindrehung und ausserdem noch solche sich beiderseits der Kolbenschieber 7a und 7b fortsetzende weitere Eindrehungen aufweisen. Die Stufenkolbenschieber stehen durch ein beliebiges Gestänge in loser Verbindung miteinander, indem sich z. B. an die nach der Mitte zu liegenden Eindrehungen
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hängen aber durch diese miteinander nicht zusammen. Die Kolbenschieber 7a und 7b können sich vielmehr unabhängig voneinander nach links und rechts bewegen, wogegen sie ihre Bewegungen zueinander in der später beschriebenen Weise hemmen, weil hierbei die Kolbenstangen 16a und 16b stumpf aneinanderstossen.
Eine die beiden Bunde 17 a und 17b umschliessende, gemeinsame, verschiebbare Muffe 18 begrenzt ausserdem die Bewegung des Kolbenschiebers ? a nach links und die des Schiebers 7b nach rechts. Durch die Eindrehungen in den Kolbenschiebern 7a und 7b werden verschiedene Schieberflächen gebildet, und'zwar die zwei Kolbenkreisflächen 19a und 19b : weiters die um den Querschnitt der Kolbenstangen 16a und 16b verringerten Ringflächen und an jedem Kolbenschieber vier Ringschieberflächen, von denen die beiden äussersten mit 20a und 20b bezeichnet sind.
Angenommen, die linke der beiden Steuerungsvorrichtungen habe den zu ihr gehörigen, nicht gezeichneten Schlammbehälter unter Druck gesetzt, so dass dieser sich entleert, indem eine durch einen nicht dargestellten Schwimmer bewegte Vorsteuerung, die aus einem Drehschieber 4a bestehen kann, durch die Leitung 10a den Schieber 7a mit Druckluft beaufschlagt hat, wodurch dieser in seine rechte Totlage gelangt, so strömt durch die ebenfalls in das Gehäuse mündende Druckluftleitung 6 Druckluft in das Rohr 13a und durch dieses in den Behälter.
Wie ersichtlich, beaufschlagt in dieser Stellung die durch das Rohr 10a eingetretene Druckluft nicht die ganze Fläche des Kolbenschiebers ?' ?, sondern zunächst nur die mit 20a bezeichnete Ring-
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und das Gehäuse gebildeten Ringraum mit dem hinteren Gehäuseteil, so dass der dort herrschende Druck sich nach rückwärts fortpflanzt und gleichzeitig auf die kleinere Kreisfläche 19a des Kolbenschiebers 7a wirkt. Der Kolbenschieber 7a wird demnach mit einer Kraft nach rechts gepresst, die sich aus den Drücken auf die Ringfläche 20a und auf die Kreisfläche 19a zusammensetzt.
Inzwischen hat sich der ebenfalls nicht gezeichnete rechte Schlammbehälter mit Schlamm gefüllt, so dass ihn nunmehr die zu ihm gehörige rechte Steuerungsvorrichtung unter die Wirkung von Druckluft setzen müsste. Der Drehschieber 4b hat zu diesem Zwecke Druckluft durch die Zuleitung 10b in ähnlicher Weise, wie oben für den rechten Kolbenschieber geschildert, nach dem Inneren des Gehäuses 5b entsandt, doch wirkt diese Druckluft zunächst lediglich auf die Ringfläche 20b, weil, wie in der Zeichnung ersichtlich ist, die Bohrung 21b die Verbindung mit dem hinter der Kreisfläche 19b liegenden Raume noch nicht hergestellt hat. Der Steuerkolben 7b kann sich sonach nur so weit nach links verschieben, als der unter dem Überdrucke auf die Ringfläche 20a und die Kreisfläche 19a stehende linke Steuerkolben 7a dies zulässt.
Erst wenn der linke Schlammbehälter vollständig leergedrückt und der Drehschieber 4a durch den im Schlamm-
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hehälter befindlichen Schwimmer umgeschaltet ist, also Druckluft in die Leitung 110 gelangt und sich der Kolbenschieber 7a nach links bewegt, kann dieser Bewegung auch der Kolbenschieber 7b folgen, so dass jetzt in den rechten Schlammbehälter durch die Druckluftleitungen 6 und 13b Druckluft einströmen kann.
Wenn sich z. B. der rechte Behälter früher entleert als der linke sich füllt, der Drehschieber- also umsteuert und den Kolbenschieber 7b aus seiner linken Totlage nach rechts zu drücken sucht, so kann sich der Kolbenschieber 7b nur so weit nach rechts verschieben, als das Spiel innerhalb der Muffe 18 dies zulässt. Die Muffe 18 wird aber an einer mitgehenden Bewegung gehemmt, weil auf der Ringfläche 20a und auf der Zylinderfläche 19a des Kolbenschiebers 7a Druck ruht, während bei dem Kolbenschieber 7b zuerst nur die Ringfläche 20b der Wirkung der Druckluft ausgesetzt ist. Genau das Umgekehrte ist der Fall, wenn der linke Behälter sich früher entleert. als der rechte sich gefüllt hat.
Ebenso sichern sich die beiden Steuerungen in ihrer gegenseitigen Lage, wenn der eine der beiden Behälter noch nicht leer, der andere aber schon voll ist, so, dass in den gefüllten Behälter erst Druckluft eingeleitet wird, wenn auch wirklich die Entleerung des anderen Behälters das vorgeschriebene Mass erreicht hat.
Es sind Steuerungsvorrichtungen für mit Druckluft arbeitende Flüssigkeitsbehälter bekannt, bei denen die'Druckluft erst dann in den einen Flüssigkeitsbehälter geleitet wird, wenn der andere gänzlich entleert ist. Nach der Erfindung handelt es sich jedoch um eine solche zwangläufige Beeinflussung zweier mit Druckluft zu entleerender Behälter, dass der eine nicht früher mit der Füllung beginnt, bis der andere sich gefüllt hat, dass ferner die Entleerung des gefüllten Behälters nicht früher einsetzt, bis die Entleerung des anderen beendet ist, und dass, wenn aus irgendwelchen Gründen, z. B. durch Verstopfungen, die Füllung oder Entleerung ungleichmässig vor sich geht, der eine Behälter den anderen derart hemmt, dass weder eine Flüssigkeitsüberfüllung noch eine Vergeudung an Druckluft eintreten kann.
In solchen Fällen nimmt der Hauptschieber eine Mittellage ein, die durch das Muffenspiel ermöglicht wird.
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jedoch ist die beschriebene Ausführungsform des Verfahrens besonders vorteilhaft.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Steuern zweier sich selbsttätig füllender, umschichtig arbeitender Behälter zum Fördern von Schlamm u. dgl. durch Druckluft, wobei jeder Behälter mit Steuerungen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Steuerungen gegenseitig derart beeinflussen, dass die eine Steuerung, die z.
B. den zugehörigen Behälter auf Entleeren gesteuert hat, die andere Steuerung nach erfolgter Füllung des zugehörigen Behälters so lange in einer die Leitungen für die Druckluft und den Auspuff absperrenden, mithin die Umsteuerung auf Entleerung verhindernden Mittelstellung hält, bis die Entleerung des ersten Behälters vollzogen ist, und umgekehrt, um das ungestörte wechselweise erfolgende Arbeiten der Behälter zu sichern und bei etwa auftretendem Voreilen eines der Behälter die zu ihm führenden Luftleitungen abzuschliessen, damit ein Überfüllen mit Schlamm u. dgl. und ein Vergeuden von Druckluft vermieden wird.