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Steuervorrichtung für hydraulische Wechsel-und Wendegetriebe.
Die Erfindung betrifft eine Ausgestaltung der Einrichtung zur mechanischen Betätigung des Steuerungsorgans bei hydraulischen Wechsel-und Wendegetrieben gemäss Patent Nr. 82074 und besteht im wesentlichen darin, dass die in der Achse der Muffe mit Doppelreibscheiben angeordnete Schraube ihren Antrieb durch Organe erhält, welche eine Drehbewegung ausführen und mit einer Kupplungseinrichtung verbunden sind, um die Betätigung der Muffe gegebenenfalls von Hand aus bewirken zu können.
Die Empfindlichkeit bei Betätigung aus der Entfernung wird wesentlich erhöht, weil hiezu mehrere Umdrehungen der Antriebskurbel verfügbar sind, wogegen bei der Verwendung schwingbarer Hebel bloss ein Ausschlag von su bis 900 nutzbar ist. Im Falle der Beschädigung der Getriebe am Servomotor ist es möglich, durch eine einfache Einrückung auf die unmittelbare Betätigung von Hand aus überzugehen. Die Handbewegung zur Betätigung des Servomotors oder der von diesem betätigten Getriebe bleibt gleich ; durch die starre Verbindung dieses Getriebes mit dem Antriebsorgan vermittelst einer Kupplungseinrichtung ermöglicht man die Betätigung von Hand aus.
Die besondere Ausgestaltung gemäss der Erfindung ermöglicht auch die Verwendung von Zahnradgetrieben zwischen dem Servomotor und der Antriebssch-aube, wodurch die Empfindlichkeit noch weiter erhöht wird.
Die Zeichnungen stellen drei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise dar.
Fig. i ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt nach Linie X-X der Fig. 2. Fig. 2 ist eine Endansicht, teilweise im Schnitt nach Linie Y-T der Fig. i. Fig. 3 veranschaulicht einen Kupplungsteil, der bei dem direkten Antriebe von Hand zur Verwendung kommt. Fig. 4 ist die Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform, teilweise im Schnitt nach Linie Z-Z der Fig. 5. Fig. 5 ist eine Endansicht. Fig. 6 ist der Aufriss einer weiteren Ausführungsform, teilweise in senkrechtem Schnitt nach Linie X-X der Fig. 7. Fig. 7 zeigt den Grundriss hierzu.
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räder G und H eine Umsetzung ins Langsame. Die Anordnung macht es möglich, die Stellungen der Antriebsschraube Y in engen Grenzen zu verändern, wodurch die Vorrichtung äusserst empfindlich wird.
Die Anordnung gemäss Fig. i und 2 bezieht sich im besonderen auf den Fall, wo das neue
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Kette. Die Rolle D nimmt durch Reibung die Reibscheibenmuffe M mit, welche auf der Achse des Zahnrades G aufgekeilt ist ; dieses treibt das Zahnrad H an, welches auf der Achse der Antriebs- schraube F sitzt. Die Muffe M kann sich auf der Achse des Rades G verschieben.
Die Berührung der Rolle D mit der einen oder anderen der Reibscheiben der Muffe M wird durch die Schraube N und die axial in dem festen Support EI festgehaltene Mutter E erzielt.
Diese Mutter E kann durch die Handkurbel P unter Vermittlung geeigneter Zahnräder o. dgl.' direkt angetrieben werden.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung gemäss Fig. i und 2 ist folgende :
Die Muffe M und die Schraube N sind unbeweglich, solange man nicht die Geschwindigkeit ändert. Wird durch die Handkurbel P die Mutter E gedreht, so hebt oder senkt sich die Schraube N, Infolgedessen sich eine der Reibscheiben der Muffe M gegen die Rolle D legt. Die Muffe M dreht sich demnach und betätigt unter Vermittlung der Zahnräder G, H die Schraube V.
Mit der Muffe M dreht sich gleichzeitig die Schraube N und dies hat zur Folge, dass sich Sie Schraube N dem Druck der Mutter E zu entziehen sucht. Es ist also erforderlich, dass dieser Druck andauert, d. h. man muss die Handkurbel P in derselben Drehrichtung weiterdrehen, bis man die beabsichtigte Verstellung der Antriebsschraube Y erzielt hat. Sobald man die Handkurbel P anhält, wirkt die Mutter E nicht mehr auf die Schraube N ein, die Berührung der Reibscheibe der Muffe M mit der Rolle D hört auf und die Antriebsschraube V wird angehalten. Soll Während des Ganges. eine Geschwindigkeitsänderung eintreten, so drehen sich also die Mutter II
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Soll der Antrieb direkt von Hand erfolgen, so wird ein Keil K in eine Bohrung R eingesetzt (Fig. i und 3), die sich zur Hälfte in der Mutter E und zur Hälfte in der Schraube N befindet.
Letztere ist alsdann mit dem Handantrieb verbunden, der infolgedessen direkt auf die Schraube V einwirken kann, ohne Zuhilfenahme der Rolle D.
Bei der in Fig. 4 und 5 veranschaulichten Ausführungsform betätigt der Handantrieb eine Schraube G, welche in eine Doppelmutter C eingesetzt ist ; diese wird durch eine Stellschraube H an einer Drehbewegung verhindert, kann sich aber in der Längsrichtung verschieben. Die Schraube N der Reibscheibenmuffe tritt an dem der Schraube G entgegengesetzten Ende der Mutter C ein.
Dreht man die Handkurbel P, so dass ich die Schraube G in die Mutter C einschraubt, so wird diese gehoben und nimmt unter Vermittlung der Schraube N die Muffe M mit sich, wodurch die untere Reibscheibe der Muffe M in Berührung mit der Rolle D tritt. Von diesem Augenblicke an drehen sich die Muffe M und die beiden Schrauben G und N nach derselben Richtung, und die Schraube V wird in der Drehrichtung der Muffe M mitgenommen.
Die vollständige Änderung der Höchstgeschwindigkeit für Vorwärtsgang in jene für Rück- wärtsgang entspricht der vollständigen Achsialverschiebung der Mutter G. Wird die Handkurbel P angehalten, so wird auch sofort der Antrieb V für den Geschwindigkeitswechsel unterbrochen, weil sich die Muffe SI von der Rolle D entfernt und deshalb nicht mehr angetrieben wird.
Der direkte. Antrieb von Hand wird erzielt, wenn man die Stellschraube H zurückzieht und die Doppelmutter C mit den Schrauben G und N bei R, R kuppelt.
Die dritte, in Fig. 6 und 7 veranschaulichte Ausführungsform'besitzt gegenüber den beiden oben beschriebenen Ausführungsformen wesentliche Vorteile.
Sie besitzt eine Vorrichtung, durch die während des Ganges oder während des Anhaltens
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Weiters ist noch eine Vorrichtung vorgesehen, durch die beim Anhalten sehr schnell entkuppelt werden kann.
Die vertikale Welle 1, welche an ihrem oberen Ende eine kegelige Scheibe 2 trägt, ist durch zwei Schraubenräder 3 und 4 mit der Arbeitswelle 5 des hydraulischen Getriebes verbunden ; diese Räder 3 und 4 befinden sich im Innern des Gehäuses der Kraftleitung.
Eine aus entgegengesetzt gerichteten kegelstumpfförmigen Scheiben 13 und 14 gebildete Trommel sitzt auf einer Nabe 15, welche im Träger 16 angeordnet ist. Diese Trommel ist mit einem Zahnrad 17 fest verbunden, welches in ein Zahnrad 18 eingreift, das auf der Antriebsschraube der einstellbaren Schiefscheibe sitzt.
Die Welle 19 ist bei 20 mit selbsthemmendem Gewinde versehen. Sie ist durch die Kegelräder 21, 22 mit der Welle 23 verbunden, welche das Handrad 24 trägt,
Die Arbeitsweise ist folgende :
Dreht man das Handrad 24, so dreht sich gleichzeitig die Welle 19, die unter Vermittlung der Schraube 20 eine der Scheiben 13 oder 14 gegen die Rolle 2 zieht, was eine Umdrehung der Zahnräder 17 und 18 nach der einen oder anderen Richtung zur Folge hat.
Damit die Umdrehungsbewegung der Scheiben nicht unterbrochen wird, muss die Schraube 20 der Bewegung ihrer Mutter folgen, d. h. man muss das Handrad 24 andauernd drehen.
Hält man das Handrad an, so hört auch die Berührung der Rolle 2 mit der betreffenden Scheibe auf und die einstellbare Schiefscheibe bleibt in der Lage, in die sie gebracht worden ist.
Will man die Schraube, welche die einstellbare Schiefscheibe betätigt, lediglich von Hand antreiben, ohne die Rolle 2 und die Scheiben 13, 14 zu benutzen, so braucht man nur die Welle 19 mit der Nabe des Rades 17 durch die Kupplungsmuffe 25 zu kuppeln.
Zieht man an der Stange 30, so treten die beiden Zähne 25'der Muffe 25 in die Aussparungen 17'in der Nabe des Zahnrades 17, was zur Folge hat, dass die Scheiben 13 und 14 trotz Verdrehung der Welle 19 nicht in Eingriff mit der Rolle 2 kommen. In diesem Fall erfolgt der direkte Antrieb durch das Handrad 24, die Welle 19 und die Zahnräder 17 und 18.
Um die Einstellung der Muffe 25 in bezug auf die Aussparungen 17'zu erleichtern, befestigt man die Muffe an einer Hülse 31, welche auf der Welle 19 aufgekeilt ist und sich auf dieser verschieben kann. Die Muffe 25 besitzt 14 Löcher und die Scheibe 31 16 Löcher. Diese beiden
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= 1/112 Umdrehung bewirkt werden kann.
Entkuppeln am Ende der Bewegung : Die Welle 19 ist mit einer Schraube 32 versehen, welche in eine Mutter 33 eingeschraubt ist, die durch Rippen des Trägers 34 an einer Drehung verhindert wird. Zwei Muffen 35 und 36 mit je einer Klaue sind mittels Splint auf der Welle 19 befestigt ; die Mutter 33 trägt auf jeder Seite eine Klaue, welche genau mit den Klauen der Muffen 35 und 36 übereinstimmen. Befindet sich die Vorrichtung in Ruhe, so befindet sich die Mutter 33 in der Mitte ihres Hubes. Nach einer bestimmten Anzahl von Umdrehungen des Handrades 24 tritt die Mutter 33 mit der einen oder anderen Klauenmuffe 35 oder 36 in Eingriff, was
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