<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung der Gonorrhöe nach dem Diaihermieverfahren. Um die zur sicheren Abtötung der Gonokokken erforderliche gleich-
EMI1.2
eingctührte aktive Elektrode mit mehreren indifferenten Elektroden zusammenwirken, und zwar mit eine, mehrteiligen, den Penis der Länge nach umgebenden und einer z. B. schurzartig ausgebildeten, dem Körper aufliegenden Elektrode. Zur weitgehenden Anpassungsfähigkeit der Einrichtung an die einzelnen vorkommenden Sonderfälle ist Verstellbarkeit der Einzeleektroden zueinander ertorderlich. Bei den bisher bekannten Anordnungen bildet das Traggerüst, das mit Einrichtungen zur Verstellung der einzelnen Elektroden versehen ist, mit diesen selbst zusammen ein örtlich zusammengedrängtes Ganzes. Damit sind aber gewisse Nachteile verbunden.
Die Anordnung ist, da die einzelnen Teile sich gegenseitig räumlich zu sehr beengen, unbequem zu handhaben und, da sie viele Einzelteile enthalten muss, etwas schwerfällig. Die einzelnen Elektroden sind infolge des das Traggerüst bildenden Umbaues nicht leicht zugänglich, ferner belastet die Anordnung, da sie ganz auf dem Körper des Patienten aufliegen muss oder ihm umzuschnallen ist, den Kranken allzusehr und wird von ihm als lästig empfunden.
Die Erfindung vermeidet die geschilderten Nachteile dadurch, dass die katheterförmige Elektrode und die, die pars pendu'a umgebenden schalenförmigen Elektroden an ihren Einstellvorrichtungen frei zugänglich aufgehängt und die Einstellvorrichtungen selbst an einem gemeinsamen Traggestell angeordnet sind. Zweckmässig befinden sich hierbei die Verstellvorrichtungen an dem freien Ende eines beliebig einstellbaren und verlängerbaren Auslegers des Traggestells.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. In einer hohlen, beispielsweise mittels einer Zwinge z an einer Tischkante bequem zu befestigenden Säule s gleitet eine mittels einer Druckschraube d feststellbare
EMI1.3
trägt. Der Ausleger a besteht aus zwei Teilen, einer Hülse und einer in dieser verschiebbaren und mittels einer Klemmschraube r feststellbaren Schiene. Das Ende der Schiene ist mit einem dem Grundriss nach hufeisen-oder spornähnlichen Ansatz t versehen.
An drei Stellen dieses Ansatzes, die der Spornspitze und den freien Enden des hufeisenförmigen Teiles entsprechen, sind senkrecht verschiebbare Metallstäbe st, st', st"vorgesehen. Diese bewegen sich durch Isolierbuchsen und sind daher von dem Ausleger t elektrisch isoliert ; sie sind ferner an ihrem oberen Ende mit Anschlussklemmen kl versehen. Der Höhe nach sind die Stangen durch Klemmschrauben in beliebiger Lage feststellbar. Die eine Stange st"trägt an ihrem unteren Ende eine zu ihr senkrecht gerichtete, also wagrecht liegende zweite Stange w, die in ihrer wagrechten Richtung durch eine Klemmschraube im Verhältnis zu st"beliebig verstellbar ist.
Der Halter w ist an seinem freien Ende mit einer Einspannvorrichtung e ausgerüstet.
<Desc/Clms Page number 2>
Die wirksame Elektrode E, die in der Zeichnung nur teilweise dargestellt ist, hat irgendeine der bekannten Katheterformen und besteht beispielsweise aus einem dünnwandigen
EMI2.1
element auf der ganzen Länge verschiebbar ist. Nachdem diese Elektrode E in die Urethra eingeführt ist, wird sie in den wagrechten Halter w mittels der Einspannvorrichtung e eingespannt. Der Ausleger a und die Metallstange st"werden entsprechend der jeweiligen Lage verstellt.
Ein Teil der indifferenten Elektroden besteht aus zwei schalen-oder backenförmigen Teilen b, b'. Sie sind beispielsweise aus Holz hergestellt und haben passend geformte Metallbeläge 1n, n., die mit den Leitungen 1, Z'in Verbindung stehen. Diese beiden Elektroden werden m. t Hilfe zweier gelochter Gurtbänder g, deren Öffnungen in die Knöpfe k, k'eingreifen, an der pars pendula, sie zu beiden Seiten umgreifend, befestigt. Die Leitungen !,/schliesslich werden in das untere Ende der Stangen st, si'eingeführt und dort durch die seitlichen Schrauben verschraubt. Auf diese Weise hängen die drei Elektroden E, b und b'frei zugänglich an ihren Einstellvorrichtungen.
Durch die beschriebene Anordnung ist eine gute Anpassungsfähigkeit an individuelle Verhältnisse bei bequemster Handhabung erreicht. Die Elektroden können schnell in die bei der Behandlung erforderliche Lage gebracht werden, ohne dass man durch das Traggestell oder die Verstellvorrichtungen behindert ist, und andrerseits ist durch die Art der Befestigung der einzelnen Elektroden eine sichere Lagerung während der Behandlung gewährleistet. Die Bauart ist gegenüber den bisher gebräuchlichen Vorrichtungen wesentlich vereinfacht und zugleich verbilligt, PATENT-ANSPRÜCHE : :
I.
Vorrichtung zur Behandlung der Gonorrhöe mittels des Diathermieverfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass die katheterförmige Elektrode und die, die pars pendula umgebenden, schalenförmigen Elektroden an den, ihre gegenseitige Lage während der Behandlung sichernden Einstellvorrichtungen, welche an einem gemeinsamen Traggestell angeordnet sind, frei zugänglich aufgehängt sind.