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Verfahren zur elektrodynamischen Erzeugung von Strömungen in einer flüssigen, elektrisch leitenden Masse.
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des Schmelzguts in dae Planne oder in einen anderen Ofen. Neurdings benutzt man hiezu in elektrischen Öfen den soganannten Pincheffekt. Nach dem vorliegenden Verfahren wird
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1 und 2 sowie 8 und 9 zwei im Winkal zueinander stehende. mit einem geschmolzenen oder flüssigen Leiter gefüllte Röhren ode Kanäle. Fliessen zwei gleichgerichtete Ströme durch die Kanäle, so e : gibt die Zerlegung der auf ein Leiterelement wirkenden Anziehungs-
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miteinander bilden.
Entsp echend der Richtung de K@aftkomponenten bewegt sich auch der geschmolzene oder flüssige Leiter im Sinne der Pf@ile 3 und 4 bzw. 13 und 14. Die Kraftwirkung bleibt natürlich dieselbe, wenn einer der Kanäle durch einen starren Leiter ersetzt wird oder wenn sämtliche Ströme ihre Richtung gleichzeitig umkehren.
Ein einfaches Ausführungsbeispiel dieses Prinzips zeigt Fig. 3. In einem Ofen aus fejerfesten Wänden JJ bennden sich zwei mit leitender Schmelze oder Flüssigkeit gefüllte Kammern 16 und 17, die unter sich durch die offenen oder geschlossenen Kanäle 22, 23, 24 und 25 verbunden sind. Der durch die Klemme.'20 zuge'eitete Strom passiert durch die Elektrode 18 in die Kammer lui und von da durch die Kanäle 22 bis 2J in die Kammer 7, von wo aus er durch die Elektrode 19 mit der Klemme 21 wieder he@austritt. In Über-
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Pfeilrichtung, d. h. es tritt ein selbsttätiger und beständiger L'm'auf der geschmolzenen lasse ein.
Die mechanische Kraft des Umlaufs kann wus, ntlich verstärkt werden, wenn man die
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Elektroden nicht eintritt, zeigen die Fig. 4. ; ; und 6.
Dieselben stellen einen um die Zapfenlöcher 29 drechbaren Ofen dar, dessen feuerfeste,
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durch die Kanäle un und 38 wieder zurück in das Bad 31.
Von der Kammer 30 führt eine Rinne. die in Fig. 5 durch die Linie 47. nged (utet
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wodurch eine Wiederinbetriebsetzung des Ofens sehr bequem wird. Um eine grössere Masse geschmolzenen Materials zurückzuhalten, können die Kanäle bis 38 am Boden des Raumes 30 etwas - ausgehöhlt werden.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, werden die VereinigungssteHen der Kanäle je un 36 sowie 37 und-3 wo die Elektroden hineinragen, erweitert, zum Zwecke, ein Abschmelzen der Elektroden zu verhindern. Hiedurch wird auch erreicht, dass entsprechend dem vergrösserten Querschnitt mehr Wärme durch die Wände abgeleitet und die Temperatur nicht bis zum Schmelzen gesteigert wird.
Die Elektroden sind von oben in den Ofen eingeführt und nicht von unten, da im letzteren Falle infolge mangelhaft weidender Abdichtung leicht ein Lecken des Ofens eintritt. Es ist auch zweckmässig, die Elektroden im Winkel zu dem oder den Kanälen anzuordnen. Bei passender Neigung de : Kanäle und Richtung des Stromes addieren sich die entstehenden Stromkomponenten und verstärken die Strömung in den Kanälen.
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in einfacher oder geteilter Form der andere Pol 49, 50, Südpol S, eines permanenten oder Elektromagneten angebracht werden. Es genügen auch Massen aus weichem Eisen. Bei Wechselstrom werden die magnet s@erbaren Massen aus weichem lamellierten Eisen von einem Strom durchflossen, der die Frequenz des Ofenstromes hat. Die Schaltung ist dabei beliebig.
Nur müssen die Stromwechsel in den Elektromagneten synchron mit den Stromwechseln in den Kanälen sein.
Eine weitere Verstärkung der einen Umlauf bewirkenden Kräfte kann erfolgen, indem man in einem oder mehreren Kmälen durch passende Dimensionerung derselben einen Pincheffekt hervorruft, dessen Triebkraft im Sinne des Umlaufs gerichtet ist und sich zu den schon vorhandenen KräfLen hinzuaddiert. Wenn z. B. in Fig. 6, wo der Kanal 56 seitwärts in den Kanal 3J mündet, ein Pincheffekt in 36 erzeugt wird, so wird sich seine Triebkraft zu der in 35 addie-cn und der Gesamtbetrag der wirkenden Kräfte wird nahezu gleich der Summe der Einzelkräfte sein. An sich ist die Benutzung des Pincheffektes zur
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elektrodynamisch hervorgerufenen Bewegung hinzu.
Das Verfahren ist auch anwendbar, wenn die Öfen mit Wechselstrom betrieben werden.
Denn die achsiälen Kraftkomponenten in den Kanälen ändern ihre Richtung nicht, wenn dies die sie durchlaufenden Ströme tuen. Selbstverständlich kann man Ein-, Zwei-und Mehr-
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kanäle münden in den gemeinsamen Herd.
In Fig. 8 ist eine ähnliche Anordnung für Dieiphasenstrom gezeichnet.
Im Ofen nach Fig. j9 sind nur drei Elektroden 69, 70 und 71 angewendet. Über jeder sind paarweise zwei Widerstandskanäle angeordnet, die gegeneinander geneigt sind. Die drei Sekundärspulen des Dreiphasentransformators 78, 79 und 80 sind an die Elektroden in Dreieckschaltung angeschlossen. Doch kann man natürlich auch die Sternschaltung verwenden.
Der Vorteil des vorliegend beschriebenen Verfahrens besteht darin, dass der Heizstrom gleichzeitig zur Erzeugung eines Flüss'gkeitsumJaufs verwendet wird. Dadurch tritt nicht bloss ein inniges Mischen des Ofeninha'tes ein, sondern auch eine ebenso intensive Wärmekonvektion, die eine Temperaturgleichheit im Schmelzgut bewirkt, die anders gar nicht oder nur schwer zu erreichen Ist. Das Ve : fahren ist anwendbar bei allen Schmelzöfen für alle Metalle und Legieungen. Erforderlich ist nur, dass Länge und Querschnitt der Wider- standskanäle entsprechend ahgeände t werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zur elekt odynanrschen Erzeugung von Strömungen in einer flüssigen elektrisch leitenden Masse, dadurch gekennzeichnet, dass gegeneinander geneigte, stromdurchflossene Leiter benutzt werden, wobei wenigstens zwei diese. Leiter aus der flüssigen Masse besteher und eine geschlossene Schleife bilden, so dass durch die gegenseitige elektrodynamische Wirkung der Leiter aufeinander die flüssige M-tsse in Bewegung versetzt wird.
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