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Bei der Herstellung von sogenannten Papiergarnen im Nassspinnverfahren werden die auf Rund-oder Langsieben hergestellten Faserbänder mittels Wasser-oder Luftstrahlen oder auch in anderer Weise in einzelne Streifen von etwa 2 bis 6 mm zerlegt und von den Sieben in diesem zerlegten Zustande zur Weiterverarbeitung abgenommen. Das Abnehmen der Faserstreifen von der Tragfläche bietet gewisse Schwierigkeiten, welche nach vorliegender Erfindung beseitigt werden sollen. Bisher geschah das Abnehmen dieser Streifen in der Weise, dass eine Anzahl die Streifen aufnehmender oder weiterleitender Vorrichtungen neben der Tragfläche angeordnet waren.
Derartige Einrichtungen hatten nicht nur den Übelstand, dass die verschiedenen transportierenden Vorrichtungen für das Überleiten der Faserstreifen schwer zugänglich waren, sondern diejenigen Streifen, welche nicht von den ersten Transportvorrichtungen aufgenommen wurden, von diesen selbst gestört werden konnten. Auch musste es als nachteilig bezeichne werden, dass die fraglichen Vorrichtungen einen gewissen Zug auf das nasse Fasermaterial ausübten.
Nach vorliegender Erfindung werden die Streifen von der gemeinsamen Tragfläche zunächst ffeihängend lotrecht abgeleitet, so dass sich eine Art Streifenschleier bildet und die einzelnen Streifen im lockeren Zustande nur unter der Einwirkung ihres Eigengewichtes stehen. Von diesem freihängenden Schleier werden die einzelnen Streifen auf eine geeignete Anzahl
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übergeleitet, so dass letzt re keinerlei Zug ausüben können und genügend Raum vorhanden ist, die einzelnen Streifen bequem auf diese Empfang, vorrichtungen überzuleiten.
Bei der in Fig. i veranschaulichten Vorrichtung werden die Papierstreifen von dem über die Walze b'aufenden Langsieb a mittels eines Oberfilzes d abgenommen, dessen Abnahme- walze c sich gegen die Walze b legt. Der Filz d führt die Papierstreifen über die Führungswalze e
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zur Walze c zurückzukehren. Eine Gegenwalze. t'drückt den Filz d gegen die Abnahmewalze, die heizbar eingerichtet sein kann. Von der Abnahmewalze g werden die Papierstreifen, die inzwischen einen wesentlichen Teil ihres Wassergehaltes verloren haben, bis zu dem feststehenden
Schaber h mitgenommen, welcher die Streifen von der Walze ablöst.
Bei Beginn der Arbeit laufen die abgelösten Streifen i, die nebeneinanderhängend eine Art von Schleier bilden, zunächst frei in den Ausschussbehälter in hinein, bis die Papiermaschine ordnungsgemäss arbeitet und nun die Papierstreifen den weiteren Arbeitsvorrichtungen zugeführt werden können.
Zu diesem Zweck sind dicht hinter dem Streifenschleier drei endlose Transporttücher k, kl, k2 übereinander angeordnet. Diesen werden die Papierstreifen in der Weise zugeführt, dass z. B. der erste Papierstreifen auf das Tuch k, der zweite Streifen auf das Tuch kl, der dritte Streifen auf k2, der vierte wieder auf k usw. aufgelegt wird. Der Streifenschleier wird somit entsprechend der Anzahl der Transporttücher in drei Gruppen geteilt, wobei die Streifen einer jeden Gruppe durch einen der Breite zweier Streifen entsprechenden Zwischenraum voneinander getrennt sind. Die Streifen können also, ohne sich einander nachteilig zu beeinflussen, in-Nitschelwerken, Aufroll-oder sonstigen Arbeitsvorrichtungen weiter behandelt werden.
Zur Führung der ein- zelnen Papierstreifen können von jedem Transporttuch Röllchen/, , oder Nadeln und Bleche angeordnet sein. Das Ahlegen der einzelnen Papierstreifen auf die Transportfilze kann. von einer
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Seite beginnend, von Hand erfolgen. sie können aber auch durch Luftstrahlen oder durch mechanisch bewegte Daumen. Bürsten usw. selbsttätig auf die einzelnen Transportfilze in der ge- wüns. chten Reihenfolge verteilt werden.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform dargestellt, bei der die Papierstreifen von dem Abnahmefilz einer Rundsiehmaschine unmittelbar an eine Walze gl übertragen werden. Von dieser werden sie durch den Schaher 111 abgenommen und gelangen auf ein endloses Transporttuch 11. von dessen hinterer Walze o die Streifen i senkrecht nach unten laufen, bis sie in der oben beschriebenen Weise auf die fünf übereinander angeordneten endlosen Transporttücher k, k1, k2, k3, k4 verteilt werden.
Diese Vorrichtung kann bei genügend grosser Ausführung der Abnahmewalze noch vereinfacht werden, indem. wie in Fig. 3 dargestellt, die Papierstreifen unmittelbar von der mit dem Abnahmefilz in Berührung stehenden Abnahmewalze g2 mittels eines Schabers h abgenommen werden. um dann den übereinander angeordneten endlosen Transporttüchern k, k1, k2 zugeführt zu werden.
An Stelle der Transporttücher, deren Zahl natürlich nach Bedarf geändert werden kann, können auch andere Transportvorrichtungen oder unmittelhare Arheitsvorrichtungen, z. B.
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