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Druckluftrohrreiniger.
Die Erfindung betrifft einen Rohrreiniger mit Sehlagkörpern, die infolge der Einwirkung eines Hammers auf schräge Schlagfläche senkrecht zur Rohrwand auftreffen. Die bekannten Rohrreiniger dieser Art müssen von Hand oder durch besondere ausserhalb des Rohres angeordnete Zugvorrichtungen immer wieder um ein Stück vorgeschoben werden. Erfolgt dieser Vorschub von Hand, so wird er ungleichmässig, so dass Teile des Rohres ungereinigt bleiben ; erfolgt er durch besondere Vorrichtungen, dann sind diese recht umständlich, da sie einen Regler zur Einschaltung der Vorschubgrösse besitzen müssen.
Diese Übelstände werden nach dieser
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Schlages der Schlagwirkung in axialer Richtung einen Widerstand bietet und nur den radialen Ausschlag der Schlagkörper zulässt, dann aber in axialer Richtung den wirkenden Teil der Stosskraft übernimmt und vermöge der ihn mitgeteilten lebendigen Kraft, wie unten näher beschrieben, ein Vortreiben der ganzen Vorrichtung bewirkt.
Die Vorschubgrösse ist nachstellbar. Die Abstellung der Druckluft erfolgt in dem Augenblick, da die Schlagkörper das Rohr verlassen, ebenfalls selbsttätig. Die Achse der Schlagkörper kann gegen die Achse des Hammers unter einem Winkel verstellt werden, wodurch die Vorrichtung auch Rohrkrümmungen folgen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines mittels Pressluft betriebenen Rohr-
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Fig. i denselben im Längsschnitt, während Fig. 2 bis 6 Einzelheiten zeigen. Der in einem rohrförmigen Gehäuse 1 untergebrachte Hammerbär oder Kolben 23 wird von Pressluft angetrieben und arbeitet gegen einen in das Gehäuse hineinragenden Kopf 24 einer durch den Gehäuseboden gehenden Spindel 15.
Die Regelung des Presslufteintrittes erfolgt durch einen auf dem Gehäuse aufgeschraubten Steuerkopf 3, auf dessen aufgeschraubten Ansatzstück 8 der Luftschlauch 1. 3 befestigt ist. Der Steuerkopf 3 nimmt das Kanalstück- auf, in dem die Kanäle 10 und 11 a vorgesehen sind, von denen der letztere in den Ringkanal 11 b mündet. Ferner enthält der Steuerkopf den Sitz für das Ventilplättchen 9. Das Kanalstück 4 ist unter Vermittlung einer Baumwolldichtung 12 durch eine mit Bohrungen versehene Schraube 6 in dem Gehäuse festgepresst. Ein Kanal 7 im Steuerkopf 3 führt die Druckluft hinter den Kolben 23, wodurch dieser vorgetrieben wird. Die Öffnung 2 führt sie, wenn der Kolben 23 die Öffnung passiert hat, ins Freie.
Infolge des alsdann hinter dem Kolben abnehmenden Überdrucks wird das Ventilplättchen 9 auf seinen Sitz gedrückt, wodurch die Druckluft in den Kanal 5 und vor den Kolben geführt und dieser zurückgedrückt wird, bis er über die Öffnung 2 gelangt. 11 ist eine Ringnut, die ein leichtes Ansetzen des Steuerkopfes 3 auf das Gehäuse 1 ermöglicht, da die Kanalstücke 5 dieser beiden Teile hierdurch nicht zusammenzufallen brauchen. vielmehr die Verbindung durch diese Ringnut stets gesichert ist.
Der Körper 77 (Fig. i bis 3), der die Schläge des Kolbens 23 auf die Schlagwerkzeuge 18 überträgt, besitzt auf der unteren Hälfte unter einem Winkel 26 (Fig. 2) geneigte Flächen 16, die innerhalb von zweckmässig abgerundeten inneren Ausnehmungen des Schlagkörpers zu liegen kommen.
Die mit Schneiden 22 versehenen Schlagwerkzeug 18 liegen in einem Widerlager 21 (Fig. I, 5 und 6), das von einem Gehäuse 27 umgeben ist. Dieses wird von einem Block 20 gestützt, der durch eine Schraubenfeder 19, die um die alle diese Teile durchsetzende Spindel 15 gewunden ist, stets gegen die Luftkammer hin gedrückt wird. Die Spindel ist innerhalb des Körpers 17 abgesetzt und überträgt hierdurch sämtliche vom Hammerkolben 23 übernommenen Bewegungen auf den Körper 17, dessen schiefe Flächen 16 die Schlagwerkzeug auswärts treiben, die ihrerseits mit den Schneiden senkrecht oder nahezu senkrecht auf die Rohrinnenwand aufschlagen und dadurch den Kesselstein o. dgl. abschlagen.
Die Feder 19 wird durch eine Mutter 28 abgestützt, die auf die Spindel-t-) aufgeschraubt ist und eine Regelung der Federspannung und dadurch die Grösse des Vortriebes und der Schlagwirkung gestattet.
25 ist eine die Spindel 15 innerhalb des Gehäuses 1 umgebende Feder, die sich einerseits auf den im Gehäuse eingeschraubten Boden 14 und andrerseits gegen die Unterfläche des Spindelkopfes 24 stützt und die Spindel daher stets nach innen drückt.
Der Vorschub der Vorrichtung findet in folgender Weise statt : Die eintretende Pressluft bewirkt die Vorwärtsbewegung des Hammerbärs 23 und das Aufschlagen desselben auf den Spindelkopf 24. Dieser Schlag pflanzt sich durch die Spindel J, die Schlagwerkzeug und deren
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der durch die Trägheit seiner Masse im Augenblick des Schlages die Schlagwirkung in axialer Richtung unwirksam-macht und nur den radialen Ausschlag der Schlagwerkzeug zulässt, wodurch diese von dem Körper 17 auswärts und in die Rohrwandkruste getrieben werden.
Im nächsten Augenblick aber schon hat der Schlag die Massenträgheit des Blockes überwunden und treibt diesen samt den gespreizten Schneidwerkzeugen weiter vorwärts, wobei die letzteren eine stark schabende Wirkung auf die Rohrwand ausüben. Ist die Spindel am Ende ihres Hubes angelangt, so fliegt der Block unter dem Einflusse der ihm erteilten lebendigen Kraft noch weiter vorwärts, wobei er sich von den Schneidwerkzeugen trennt und die Feder 19 zusammendrückt. Kommt der Block in seiner vordersten Lage zur Ruhe, so wirkt er wieder vermöge seiner Massenträgheit als ein Widerlager für die Feder 19, die sich nunmehr entspannt und das ganze übrige Gerät nach sich zieht. Auf diese Weise ist die selbsttätige Fortbewegung der ganzen Vorrichtung gesichert.
Die Grösse dieses Vortriebes kann durch Einsetzen von Beilagen an den
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Beschleunigung dieser Teile abhängig ist. Beim Auftreffen des Kolbens 23 auf den Kopf 24 wird auch die Feder 25 gespannt. Dies hat den Zweck, dass bei der folgenden, das Gehäuse 1 naeh- ziehenden Entspannung der Kolben 23 wieder soweit zurückgeschoben wird, dass er den Kanal 30 freilegt, so dass wieder Pressluft vor den Kolben treten und ihn in die Ausgangsstellung treiben kann.
Die Schneiden der Schlagkörper, deren Zahl und Anordnung sowie die Grösse des Neigungswinkels des Körpers 17 und die Grösse des Luftdruckes können der Beschaffenheit des Rohrbelages u. dgl. entsprechend verändert und diesen angepasst werden.
Wenn auch ein Verklemmen der Vorrichtung beim Herausziehen nahezu ausgeschlossen ist, so kann hierfür noch dadurch grössere Sicherheit geschaffen werden, dass die Schlagkörper durch Federn leicht gegen die Spindel gedrückt werden.
Die Spannung der Feder 19 kann durch Nachziehen der Mutter 28 geregelt werden.
Die Anordnung der Schlagwerkzeug und des Körpers 11 kann auch verschieden ver- ändert, z. B. von dem Gehäuse abgewendet angeordnet sein, indem die Teile 17, 21 und 27 in umgekehrter Reihenfolge, also um 1800 verkehrt auf die Spindel aufgeschoben werden.
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i. Druckluftrohrreiniger mit Schlagwerkzeugen, die infolge der Einwirkung des Hammers auf schräge Schlagfläche senkrecht auf die Rohrwand auftreffen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Stützkörper (21, 27) für die Schlagwerkzeug (18) ein auf der Spindel (15) axial verschiebbare, sich auf eine Feder (1. 9) stützender Block (20) vorgesetzt ist.
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