AT79208B - Bombenabwurfvorrichtung für Luftfahrzeuge. - Google Patents

Bombenabwurfvorrichtung für Luftfahrzeuge.

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AT79208B
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  Bombenabwurfvorrichtung für Luftfahrzeuge. 
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Da zur Erregung eines Elektromagneten eine gewisse Zeit erforderlich ist, auch die mechanische Auslösung und Umschaltung des Schalters nicht gleichzeitig sondern in zeitlicher Aufeinanderfolge eintritt, können die Verhältnisse leicht so gewählt werden, dass durch einen kurzen Druck auf den Schalter b, also einen kurzen Stromstoss, die erste der noch nicht ausgelösten Aushängevorrichtungen mit Sicherheit ausgelöst wird, der darauf folgende Elektromagnet aber nicht mehr anspricht, weil der Schalter bereits wieder ausgeschaltet ist, bevor die mechanische Auslösung und die Umschaltung des Umschalters der von dem Stromstoss zur Auslösung gebrachten Aufhängevorrichtung vollendet ist.

   Erst durch dauerndes Niederdrücken des Schalters werden die Bomben nacheinander in einer Zeitfolge abgeworfen, die durch passende Wahl der Schalter, der Spannung, der Elektromagneten und Auslösevorrichtungen dem Bedürfnis angepasst werden kann. 



   Trotzdem kann es vorkommen, dass eine ganze Reihe Bomben nacheinander abfällt, wenn der Tasterschalter eine kleine Weile niedergedrückt bleibt, weil der Umschalterhebel, sobald die Bombe abgefallen ist und das Aufhängegestänge umschlägt, durch eine Zugfeder umgelegt wird und dem Strom den Weg   zur nächstfolgenden Abwurfvorrichtung freigibt. Dies   geht so lange fort, bis der Schalter wieder geöffnet und die Auslösemagnete stromlos geworden sind. 
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 Stellung so lange festhält, wie der Auslösemagnet unter Strom steht. 



   Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 bis 3 c ist parallel zu dem Auslösemagneten f1 ein Hilfselektromagnet l1 gelegt, der beim Niederdrücken des Tastensebalters b zugleich mit dem    Auslösemagneten/1   erregt wird und die Aufgabe hat, den Umschalthebel   4   entgegen der Wirkung einer Zugfeder in seiner Anfangsstellung zu halten, so lange bis die Erregung der beiden    Elektromagneten f\   und l1 durch Loslassen des zwischen der Batterie a und der Leitung CI be-   findlichen Tasterschalters b   aufgehoben wird. Erst nachdem dies geschehen ist, kann der Umschalter   d1   der Wirkung der Zugfeder folgend auf den Kontakt m1 übergehen und dem Strom den Weg zur zweiten Abwurfvorrichtung freigeben.

   Die zweite Bombe kann erst dann faden, nachdem der Tasterschalter   b von   neuem   betätigt   worden ist, worauf der Strom von der Batterie a 
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 Elektromagnenten f2 geht, dessen Anker angezogen wird. Hiedurch verliert der Hebel h2 seine Auflage und gibt den Aufhängehaken i2 für die Bombe k2 frei, so dass diese abfallen kann. Der   Umschalthebel   d2 wird ebenso wie bei der ersten Abwufvorrichtung so lange durch den Hilfsmagneten 12 entgegen der Wirkung der Feder festgehalten, wie der Tasterschalter b nieder-   gedrückt bleibt. Wird   der Tasterschalter in seine Anfangslage   zurückgeführt,   so werden die Elektromagneten stromlos und beim   nächsten   Niederdrücken des Schalters wiederholt sich das oben beschriebene Spiel. 



   Sollen die   Abwurfvorrichtungen   von neuem zur Aufnahme von Bomben bereitgestellt werden,   so     müssen   die einzelnen Hebelsysteme nacheinander von Hand in diejenige Stellung 
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 werden können. 



   Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4   bis 4 c   erfolgt die Bewegung des Umschalters   vom Anker des Auslösemagneten aus,   und zwar übt beim Schliessen des Tasterschalters b der Anker durch eine Hilfsvorrichtung in seiner angezogenen Stellung einen Druck auf den gleichfalls angezogenen, als Umschalter dienenden Anker des Hilfselektromagneten l1 aus und drückt diesen, nachdem die beiden Elektromagneten stromlos geworden sind, in seine Endlage und damit gegen einen festen Kontakt, so dass bei erneuten Niederdrücken des Tasterschalters die Elektromagneten der nächstfolgenden Abwurfvorrichtung eriept werden. Das Abwurfgestänge 
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 zeitig den Aufhängehaken n1 für die Bomben bildet. Der Aufhängehaken legt sich in belastetem Zustand gegen den Anker des Auslösemagneten f1 und wird dadurch am Umschlagen verhindert. 



  Beim Niederdrücken des Tasterschalters b erhält der Auslösemagnet f1 und gleichzeitig auch der Hilfselektromagnet 11 Strom und beide ziehen ihre Anker   cl   und pi an. Der   Anker   besitzt eine federnde Zunge   ql, gegen welche   ein von dem Anker   ol   des Auslösemagneten   11   aus angehobenes Stängchen r1 drückt, welches das   Beatreben   hat, den Anker   PI   entgegen der Wirkung des   errege- ! ! Uiifselektromagneteu   gegen einen feststehenden   Kontakt 8.   zu pressen. Infolge des Anzuges des Auslösemagneten wird der Aufhängehaken   n,   frei und die Bombe kann niederfallen.

   Durch das Umkippen des   Aufhängehakens   nl kann eine von ihm vorher verdrängte Stütze t1 unter den Anker o1 treten, wodurch dieser nach   dem nBec des Tasterhalters b   am 
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 EMI3.1 
   gestellt. 



  In den Fig. 5 und 6 ist noch eine besondere Ausführungsart der Umscbaltevorrichtung dargestellt. 



  Hiebei ist der Hilfselektromagnet l mit dem Auslösemagneten f so verbunden, dass er   mit ihm gleichzeitig erregt wird und beide Anker angezogen werden. Der   HilfGmagnet 1 ist   auf der feststehenden den Blattfederhebel v des Umschaltekontaktes pi tragenden Platte befestigt 
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 gebildeten Umschaltkontakt. Dieser Anker sitzt am Vorderen Ende der erwähnten Blattfeder   v   und liegt dauernd auf den Polen des Elektromagneten l auf. Die Blattfeder besitzt eine aus-   gestanzte federnde Zunge w, gegen welche eine Hubstange a stösst, die sich auf den Anker des Auslösemagneten f stützt und bei dessen Anzug die federnde Zunge w der den Anker des Elektro-   magneten l tragenden Blattfeder v nach oben dringt, während der Anker gegen dessen Pole herangezogen wird.

   Auf der dem Befestigungsflansch des Elektromagneten 1 entgegengesetzten Seite ist der feststehende Gegenkontakt y angeordnet, der den Hebel v des Umschaltekontaktes p1 überbrücken auf dem Pol des Hilfselektromagnetep befestigt und durch eine Leitung   @   mit dem Elektromagneten der nächstfolgenden Abwurfvorrichtung verbunden ist. 



   Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise. 



   Beim Schliessen des Schalters werden die beiden Elektromagneten l und f gleichzeitig erregt und ziehen infolgedessen ihre Anker an. Hiebei wird die auf dem Anker des   Auslösemagneten     aufstehende Hubstange : c gehoben   und drückt dabei gegen die federnde Zunge   ? der   den Anker des Hilfselektromagneten tragenden Blattfeder v. Trotz dieser Hubwirkung wird aber der Anker des   Hilfs ipktromagneten   doch gegen dessen Pole herangezogen und bleibt in dieser Stellung so lange, \\ie die Erregung der Elektromagneten dauert. Unter den Anker des Auslösungs- magneten f tritt sofort nach dessen Anzug eine Stütze t und verhindert ihn dadurch am Zurück- gehen.

   Wird die Erregung der Elektromagneten durch Öffnen des Schalters aufgehoben, so lässt 
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 quelle durch die Leitung z so lange mit der nächstolgenden Abwurfvorrichtung verbindet, bis die Wirkung   der Hubstange a'aufholt,   d. h. bis die Hubstange wieder mit dem Anker des Aus-   lösemassneten   zurückgehen kann. Dies tritt ein, sobald die Stütze t unter dem Anker des Auslöse- magneten entfernt wird, was durch Einhängen einer neuen Bombe in die Abwurfvolrichtung und dadurch bedingtes Umlegen des Lasthakens geschieht. 



   Es sind   auch Ausführungsformen denkbar,   bei denen an Stelle des den Umschaltkontakt   festhaltenden Hilisplektromagneten ein   Pol des Auslösemagneten so ausgebildet ist, dass dieser selbst diese   Speuung bewirkt.   



    An Stelle der Battens a ! ässt sich aia Stromquelle auch ein Magnetapparat benutzen. 



  Dieser liefert im Gegensatz zum Gleichstrom der Batterie Wechselstrom in einzelnen Stromstössen. Bei den Apparaten mit umlaufendem Siemenssehen Doppel-T-Anker wird zweimal @ bei jeder Umdrehung eine Höcbstspannung erzeugt. Auen hier labt es sich durch Wahl einer passenden Grösse des Apparates leicht erreichen, dass durch den bei jeder halben Umdrehung erzeugten Stromstoss eine Auslösevorrichtung mit Sicherheit, aber nicht mehr als diese eine zur Wirkung gelangt. Wird der Magnetapparat mechanisch angetrieben, so wird also die Zahlder Bomben, die abgew@fen werden, mit der doppelten Zahl der Ankerdrehungen überein-   
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 gehängte Bomben sonst eine grosse Anzahl langer Aussenleiter erfordern wurde. 



     PATENT ANSPRÜCHE   :
1. Vorrichtung zum Abwerfen von Bomben aus Luftfahrzeugen, bei der jede Bombe durch einen besonderen in ihr Aufhängegestänge eingebauten Elektromagneten ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromagnete einzeln nacheinander in den Stromkreis eingeschaltet werden, wobei sämtliche Elektromagnete an verschiedenen Stellen zwischen nur einer Zuleitung und einer Rückleitung (Masse) unter Vorschalten je eines Umschalters eingebaut sind.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschalter, der den zuletzt erregten Elektromagneten ausschaltet und den nächsten im Stromkreis gelegenen ein- schaltet, durch das beim Bombenabwurf in seine Leerstellung zurückgehende Atlfbange- gestänge umgesteuert wird.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Stromquelle ein auf beliebige Weise erzeugter pulsierender Gleichstrom oder Wechselstrom, beispielsweise der Strom eines Magnetapparate'3, benutzt wird, so dass bei eingeschaltetem Stromkreis mit jedem Strom- stoss eine Bombe ausgelöst wird.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Betätigung des Auslöse- magneten ein Sperrorgan zur Wirkung gelangt, das den Umschaltkontakt so lange in seiner Anfangslage gesperrt hält, bis der Stromkreis des Auslösemagneten wieder geöffnet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperrorgan ein Elektro- magnet dient, der gleichzeitig mit der Erregung des Auslösemagneten erregt wird und dessen Anker den Umschaltkontakt bildet, der so lange in der Anfangslage gehalten wird, bis der die Stromquelle mit dem Auslösemagneten verbindende Schalter wieder geöffnet ist.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker des Auslöse- magneten durch eine Stange oder dgl. in seiner angezogenen Stellung einen Druck auf den Um Schalter ausübt, durch welchen dieser nach seiner Freigabe durch den Sperrelektromagneten in die Endlage geführt miro.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Umschaltkontakt an einem Hebel befestigt ist und dass die Druckstange eine federnde Zunge dieses Hebels spannt, während der Hebel durch den Sperrelektromagneten noch entgegengesetzt belastet ist.
    8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilfs- magnet auf der feststehenden, den Hebel des Umschaltkontaktes (py) tragenden Platte befestigt ist und dass sein Befestigungsflansch gleichzeitig den Magnet pol für den als Magnetanker aus- Hehildeten Umschaltkontakt (p]) bildet.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Befestigungs- flansch des Hilfsmagneten entgegengesetzten Seite der feststehende Gegenkontakt des Um- schalters angeordnet ist, der den Hebel des Umschaltkontaktes (p1) überückend auf dem Pol befestigt ist.
    10. Vorlichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker des Auslöse- magneten durch eine federnde Stütze in der angezogenen Stellung gehalten wird, so dass der Druck auf den Umschalter auch nach Öffnung des Stromkreises anhält.
    11. Vomir'stung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Stütze EMI4.2
AT79208D 1916-02-14 1917-01-29 Bombenabwurfvorrichtung für Luftfahrzeuge. AT79208B (de)

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