AT77686B - Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von bituminösen Straßendecken. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von bituminösen Straßendecken.

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AT77686B
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  Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von bituminösen Strassendecken. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren für Herstellung von bituminösen Strassendecken, bei welchem das Füllmaterial mit heisser Luft in einer Trockentrommel getrocknet wird. Das Neue des Verfahrens besteht darin, dass man Sand und Steine in beliebigem Mischungsverhältnis kontinuierlich im Gegenstrome zu den unter Einwirkung eines Exhaustors stehenden Heizgasen führt und erst nach vollzogener Trocknung eine Trennung des entstaubten Trockengutes nach einer gewünschten Zahl von Korngrössen vornimmt und das getrennte Gut in der üblichen Weise weiterbehandelt, d. h. in heissem Zustgnde kontinuierlich nach Aufspeicherungsräumen bzw. Behältern   zuführt, dort bis zur Mischung   heiss lagert und je nach Bedarf abgemessene Mengen davon mit gleichfalls abgemessenen Mengen des Bindemittels (Teer und dgl.) in einer Mischvorrichtung zusammenbringt. 



   Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur   Ausführung   des Verfahrens, welche aus einer an einem Ende geschlossenen Trockeutrommel, einer Mischvorrichtung und einem
Teer-oder dgl. Behälter besteht. Das Kennzeichen der Vorrichtung besteht darin, dass die
Trockentrommel mit einem oder mehreren zylindrischen Sieben mit getrennten Ablaufrinnen versehen ist, ferner darin, dass der Teer-oder dgl. Behälter durch mittelt Schieber verschliess- bare Scheidewände in zwei oder mehrere   Abteilungen,   deren jede mit einem   eigpneu Rührwerk   ausgestattet ist, zerlegt wird. 



   Zur Erläuterung des Verfahrens und der zu seiner    Ausführung zweckmässig benutzten  
Vorrichtung dient die Zeichnung, auf welche im folgenden verwiesen wird. 



   Fig. 1 ist eine Gesamtansicht der Anordnung,
Fig. 2 ein   Grundriss,  
Fig. 3 eine Schnittansicht des Austrittsendes der   Trockentrommel   in grösserem Massstab, 
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   Fig. 7 ist eine Schnittansicht des Teer- oder dgl. Behälters. 



  Fig. 8 ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 7.   



   Das zu verarbeitende Stein- und Sandgemenge befindet sich bei   1   in der Nähe des Becherwerkes 2 und wird von diesem durch den   Fülltrichter   3 in die et was geneigte Trockentrommel 4 befördert. Durch die Trockentrommel wird die in der Feuerung 5 erhitzte Luft mittels des   Exhaustors 6 gesaugt, derart, dass sie dem in die Trommel eingeführten Material entgegenstreicht. 



  Dabei findet eme Trocknung des Materials statt, ferner werden Staub-und Schmutzteile aus   
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 lassen, zum Zwecke, eine innige Mischung des   heissenLuftatromea   mit dem Material   herbeizuführen.   



   Das so erhitzte, von Staub und Schmutz befreite und nach Korngrössen getrennte, Material fällt nun aus den   Leitrinnen   13 bzw. 14 in einen mit einer Scheidewand   1/versehenen Trog oder     Behälter.   18, derart, dass in einem Teile des Behälters die Steine und in dem anderen der   Sand   sich befindet. Von hier aus wird das getrennte, noch heisse Material nach den Sammelbehältern geführt, die siloartig ausgebildet sind, und zwar mittels zweier Becherwerke 19, 20, die um Wärmeverluste möglichst   auszuschliessen,   mit einer Schutzumkleidung 21 versehen sind. 
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 durch Umstellung von Leitblechen 27 die drei Behälter der Reihe nach anfüllen.

   Die Behälter sind an ihren unteren Enden durch Klappen oder schieber 28 abgeschlossen, während sich unterhalb des Sandsilos 23 ein Messgefäss 29 befindet. Diese Siloanordnung ist oberhalb der   Misch-   vorrichtung angebracht, so dass der Inhalt unmittelbar in diese entleert werden kann. 



   Die Mischvorrichtung besteht aus einem muldenförmigen Behälter 30 mit doppelter Wandung. Die Mischung erfolgt durch Arme   31,   die auf den Wellen 32 und 33 aufgekeilt sind. Dabei ist ein wesentliches Moment, dass die Wellen sich so drehen, dass die Arme in Richtung der Pfeile einander entgegenarbeiten, so dass das Gut stets von unten nach oben hochgehoben wird. 
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 durch Hebel 35 bzw. 36 betätigt wird. Um das Material auch während des Mischvorganges warm zu halten, ist die Mischvorrichtung, wie bereits   erwähnt,   mit einem Mantel versehen, durch den die Abgase einer Feuerung geleitet werden ; zweckmässig trifft man dabei die Anordnung so, dass die Abgase der Feuerung benutzt werden, die zum Anwärmen des Teer-oder dgl. Behälters dient.

   Diese Feuerung 37 steht zu diesem Zwecke durch eine Rohrleitung 38 mit dem Mantel der Mischvorrichtung in   Verbindung. Nachdem die Gase   die Mischvorrichtung umstrichen haben, 
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 Stelle ein Schieber oder dgl.   vmgesehen, um   die Umleitung der Gase auch abstellen zu können. 



   Der Behälter   40   zur   Aufnahme des Teer-oder   dgl. Präparates ist nach vorliegender Erfindung durch eine Scheidewand 41 in zwei getrennte Abteile zerlegt, die aber durch einen Schieber 42 mittels eines   Handrades 4 miteinander   in Verbindung gesetzt werden können. 



  In beiden Abteilungen des   Behälters as   sind auf einer Welle 44 eine grosse Anzahl von Rührbzw. Schneidearmen 45 bz\\.   46 angebracht. Diese   Rührarme dienen dazu, das Präparat gleichmässig zu durchmischen, und sie haben im besonderen den Zweck, bei stückigem Material, wie z. B. Bitumen oder Asphalt, welches beim Erhitzen die Tendenz hat, zu Klumpen zusammen-   zubacken,     messerartig zu durchschneiden und durch das Umrühren   dann in flüssigem Zustande zu halten. 



   Bei dieser Anordnung ist es auch wichtig, dass eine verhältnismässig grosse Anzahl solcher Rühr- bzw. schneidearme auf den sich drehenden Wellen angeordnet sind und dass die Arme 
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 einzugehen. 



   Es soll nur nochmals hervorgehoben werden, dass es wesentlich ist, dass Steine und Sand nicht vor dem Trocknen und Reinigen in das erforderliche Mischungsverhältnis gebracht werden, sondern dass vielmehr erst am Ende des Trockenvorganges eine Trennung in die einzelnen Bestand-   teile stattfindet, derart, dass Steine und Sand gesondert oberhalb der Mischvorrichtung aufgespeichert werden und dann in abgemessenen Mengen in die Mischvorrichtung gelangen.   

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      PATENT-ANSPRUCHE   :
1. Verfahren zur Herstellung von bituminösen Strassendecken, bei welchem das Füllmaterial   mit Luft in einer Trockentrommel getrocknet wird, dadurch gekentzeichnet, dass man   Sand und Steine in beliebigem    Mischungsverhältnis kontinuierlich   im Gegenstrome zu den unter Einwirkung eines Exhaustors stehenden Heizgasen führt und erst nach vollzogener Trocknung eine Trennung des entstaubten Trockengutes nach einer gewünschten Zahl von   Korngrössen   vornimmt und das getrennte Gut in der üblichen Weise weiterbehandelt, d. h. in heissem Zustande kontinuierlich nach Aufspeicherungsräumen bzw.

   Behältern zuführt, dort bis zur Mischung heiss lagert und je nach Bedarf abgemessene Mengen davon mit gleichfalls abgemessenen   Mengen des Bindemittels (Teer und dgl. ) in einer Mischvorrichtung zusammenbringt.  

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, welche aus einer an einem Ende geschlossenen Trockentrommel einer Mischvorrichtung und einem Teer-oder dgl. Behälter besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Trockentrommel mit einem oder mehreren zylindrischen Sieben mit getrennten Ablaufrinnen versehen ist, ferner dadurch, dass der Teer-oder dgl. Behälter durch mittels Schieber verschliessbare Scheidewände in zwei oder mehrere Abteilungen, deren jede mit einem eigenen Rührwerk ausgestattet ist, zerlegt wird.
AT77686D 1914-08-17 1914-08-17 Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von bituminösen Straßendecken. AT77686B (de)

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