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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen und Abpacken von trockenem, vorgemischtem Beton od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von vorgemischtem und trocken verpacktem Beton.
Wenn beim Bauen wesentliche Betonmengen verarbeitet werden müssen, wird üblicherweise vor- gemischter Beton zugeliefert. Dieser Beton wird durch den Lieferanten vorbereitet und die Mischung wird in Mischfahrzeugen, in denen während des Transportes der plastische Beton durchmischt wird, zugeliefert, so dass sie an Ort und Stelle direkt vergossen werden kann.
In andern Fällen werden Sand, Zuschlagstoffe und Zement getrennt angeliefert und an Ort und Stelle mit Wasser in geeignetem Verhältnis angemacht.
Häufig besteht auch abseits von der grossindustriellen Verwendung der Wunsch, kleine Mengen von
Beton zur Verfügung zu haben, beispielsweise dann, wenn kleine Betonarbeiten durchgeführt werden sollen.
Hiefür sind kleine Packungen von vorgemischtem Beton erhältlich. Diese Packungen enthalten Zement,
Sand und Zuschlagstoffe in trockenem und gemischtem Zustand. Die einzige zum Anmachen durchzu- führende Arbeit besteht in der Zugabe von Wasser zur Mischung mit anschliessendem Durchrühren. Der- artige kleine Packungen werden besonders häufig von Hausbesitzern verwendet, die Reparaturarbeiten durchführen wollen. Trocken abgepackter vorgemischter Beton wird aber auch im Baugewerbe an den
Stellen benutzt, an denen nur eine begrenzte Betonmenge benötigt wird, denn derartiges Material ist leicht und wirtschaftlich zu handhaben und gibt wenig Verluste.
Sand und Zuschlagstoffe (im allgemeinen Kies) sind im allgemeinen von ihrerGewinnung her feucht.
Dies bildet beim Herstellen des zunächst erwähnten fertig gemischten Betons oder beim Mischen des
Betons an Ort und Stelle keine Schwierigkeiten, da auch während des Mischvorganges Wasser zugesetzt wird und die Mischung unmittelbar nach dem Herstellen vergossen wird. Dagegen muss beim Herstellen von trocken abgepacktem Beton der Sand und der Kies durchgehend vor dem Mischen und Abpacken ge- trocknet werden, da andernfalls die Mischung abbinden würde, wenn die feuchten Zuschlagstoffe mit dem Zement in Berührung kämen.
Bislang wurde vorgemischter, trocken verpackter Beton durch Entwässern des Sandes und des Kieses,
Abmessen bestimmter Mengen des getrockneten Sandes, des getrockneten Kieses und von trockenem
Portlandzement in geeigneten Mengenverhältnissen, Mischen der trockenen Partie und Verpacken der gemischten Partie in einem Behälter hergestellt. Der trockene Sand und der trockene Kies werden hiebei der Grösse nach sortiert, und die sortierten Materialien werden in verschiedenen Sorten miteinander ver- mengt.
Sand und Kies stammen im allgemeinen aus örtlichem Vorkommen, beispielsweise einer Kiesgrube.
Die Mineralzusammensetzung des Materials ändert sich von Ort zu Ort. Die am häufigsten vorkommenden
Materialien sind Kalksteinverbindungen, die mehr oder weniger porös sind. In den meisten Fällen wird das Material mit Wasser zum Entfernen von Verunreinigungen gewaschen, bevor es zum Versand kommt.
Infolgedessen haftet durch die Kapillaranziehung Oberflächenfeuchtigkeit an den Teilchen. Beispielsweise enthält der üblich verwendete Sand 4 - 12 Gew.-% Oberflächenfeuchtigkeit. Die grossen Teilchen in der
Mischung, nämlich der Kies oder die sonstigen groben Zuschlagstoffe, besitzen eine sehr viel geringere spezifische Oberfläche als Sand und halten daher nur etwa 2Gew.-% Oberflächenfeuchtigkeit zurück.
Zusätzlich zur Oberflächenfeuchtigkeit enthalten die Teilchen auch absorbierte Feuchtigkeit, deren
Menge sich von Material zu Material nach Massgabe der jeweiligen physikalischen Eigenschaften ändert.
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Beispielsweise enthalten Teilchen aus natürlichem Kalkstein im allgemeinen 0,5 Gew.-% absorbierte
Feuchtigkeit. Andere Materialien können mehr oder weniger Feuchtigkeit absorbieren.
Um eine trocken verpackte Betonmischung herzustellen, die vor dem Gebrauch beträchtliche Zeit hindurch auf Lager gehalten werden kann, muss vor dem Abpacken sämtliche Oberflächenfeuchtigkeit aus ! dem Sand und dem Kies entfernt werden. Weiterhin wurde gefunden, dass die absorbierte innere Feuchtig- keit von 0, 5% auf mindestens 0, 027/0 vermindert werden muss, damit ein hochwertiges Produkt entsteht.
Selbst wenn nämlich die gesamte Oberflächenfeuchtigkeit ausgetrieben ist, behalten die Kiesteilchen eine gewisse Menge von absorbierter Feuchtigkeit, die zu einer teilweisen Hydratation des Zementes während der Lagerung ausreicht und damit die Qualität des Produktes beeinträchtigt.
Die trockene Mischung von Sand, Kies und Zement wird zur Zeit durch Mischen dieser beiden Kom- ponenten und Erhitzen der Mischung auf Temperaturen von etwa 160 bis 190 C hergestellt. Üblicherweise befindet sich die Mischung dabei in Bewegung und wird einer Gebläseflamme ausgesetzt. Diese Behand- lung wird so lange aufrechterhalten, bis die gesamte Oberflächenfeuchtigkeit ausgetrieben wird und die absorbierte Feuchtigkeit der Mischung auf den oben angegebenen Wert von etwa 0, 02% heruntergeht.
Diese Wärmebehandlung liegt nahe an der kritischen Temperatur, bei der viele Materialien eine teil- weise Zersetzung erleiden. Nach dieser Wärmebehandlung wird die Sand- und Kiesmischung zu Vibrations- sieben gefördert und Kühlluft zum Entfernen der zugeführten Wärme durch das Material geschickt. Eine derartige Kühlung ist sehr notwendig, da andernfalls die zum Abpacken benutzten Papiersäcke schwer beschädigt werden können, wenn die getrockneten und noch heissen Materialien in derartige Säcke gefüllt werden. Beispielsweise haben die Papierfasern bereits bei Temperaturen oberhalb 100 C die Neigung, zu sengen, während bereits bei Temperaturen zwischen 80 und 100 C die Fasern durch Dehydratation zeit- weilig geschwächt werden, so dass die Packungen beim Handhaben leicht reissen.
Mit der Erfindung sollen einige der diesem beschriebenen Verfahren anhaftenden Nachteile ver- mieden werden. Mit der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen und Verpacken von vorgemischtem
Beton angegeben, bei welchem der Rohsand auf solche Temperatur erhitzt wird, dass der Sand entwässert wird, worauf der heisse entwässerte Sand mit Roh-Zuschlagstoffen so gemischt wird, dass die Zuschlag- stoffe erhitzt und durch direkten Kontakt mit dem Sand ebenfalls entwässert werden. Im Anschluss daran wird die Mischung von entwässertem Sand und entwässertem Zuschlagstoff mit Zement gemischt und verpackt, wobei sich die Mischung noch auf einer Temperatur befindet, die ausreicht, um eine erneute
Aufnahme von absorbierter Feuchtigkeit zu verhindern.
Die Erfindung erstreckt sich ebenfalls auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Das beschriebene Verfahren besitzt den Vorteil, dass die Oberflächenfeuchtigkeit und die absorbierte
Feuchtigkeit der Teilchen bei Temperaturen ausgetrieben werden, die so niedrig sind, dass die Qualität der Teilchen erhalten bleibt, die anderseits aber eine sofortige Verpackung der Materialien nach Ent- wässerung ohne Gefahr der Beschädigung der Säcke erlauben. Beim Verpacken sind die Materialien zwar noch warm, befinden sich aber auf Temperaturen, die dem Bedienungspersonal die Handhabung ohne
Nachteile gestatten.
Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens liegt darin, dass der Sand und Kies mit dem Zement gemischt und die sich ergebende Mischung abgepackt werden kann, ohne dass eine Zwischen- behandlung oder-Handhabung notwendig ist und ohne dass die Materialien während der Entwässerung und der Verpackung ausgeschieden werden müssen, wie das beim bisherigen Verfahren der Fall war.
Nachfolgend wird die Erfindung in ihren Grundzügen und in ihren speziellen Verfahrenseinzelheiten ausführlich erläutert.
Im allgemeinen enthält trocken abgepackter Beton Zuschlagstoffe und Sand im Verhältnis von 40 bis 5fP/o Zuschlag und 60 bis 4fP/o Sand. Wenn Sand oder Zuschlagstoffe oder eine Mischung dieser beiden auf eine vorgegebene Durchschnittstemperatur erhitzt werden, werden die einzelnen Teilchen während des Erhitzens im allgemeinen zeitweilig wesentlich höheren Temperaturen ausgesetzt, die sehr nahe an die Temperaturen des Heizmediums herankommen. Diese höheren Temperaturen sind für den Zuschlagstoff, insbesondere wenn es ein Kalkstein-Zuschlag ist, und für den Sand, wenn es, wie in den meisten Fällen, kein reiner Quarzsand ist, sehr gefährlich. Im allgemeinen jedoch ist der Sand gegen Überhitzen sehr viel weniger anfällig als der Zuschlagstoff.
Es wurde gefunden, dass im Sand genug Wärme zum Entwässern des Zuschlagstoffes gespeichert wird, wenn Sand und Zuschlagstoffe etwa in dem oben angegebenen Verhältnis gemischt werden und wenn der Sand auf eine sichere Entwässerungstemperatur gebracht wird, die vorzugsweise 190 C nicht überschreitet.
Die Durchschnittstemperatur, auf die der Sand zum Entwässern des Zuschlagstoffes gebracht werden muss, kann beträchtlich unterhalb von 190 C liegen, je nach dem Verhältnis von Sand und Zuschlag und dem notwendigen Entwässerungsgrad des Zuschlages.
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Frischer feuchter Sand kann auf eine Durchschnittstemperatur in dem Bereich von etwa 80 bis 1900C bis zur Entwässerung erhitzt werden, worauf der entwässerte heisse Sand mit rohem Zuschlagstoff durchmischt wird. Das Verhältnis von Sand zu Zuschlag liegt in dem oben angegebenen Bereich. Der Zuschlag wird durch direkte Wärmeübertragung von dem heissen Sand entwässert, und der absorbierte Feuchtigkeitgehalt der Sand-Zuschlag-Mischung sinkt auf Werte unterhalb von 0, 02 Gel.-%. Durch Zumischung des frischen Zuschlages zum heissen Sand wird die Temperatur des Sandes auf Werte im Bereich von 55 bis 750C gesenkt.
Da wegen der grösseren spezifischen Oberfläche des Sandes im Sand mehr Oberflächenfeuchtigkeit enthalten ist als im Zuschlag, werden zum Entwässern des Sandes auch höhere Temperaturen benötigt als zum Entwässern desZuschlages. Daher muss der Sand auf Entwässerungstemperaturen gebracht werden, die weit oberhalb der zulässigenverpackungstemperaturen liegen. Dies bedeutet, dass der heisse Sand im allgemeinen überschüssige Wärmemengen enthält, die beim Verfahren der vorliegenden Erfindung vorteilhaft zum direkten Wärmeaustausch zwischen Sand und Zuschlag benutzt werden. Hiedurch steigt die/Tem- peratur des Zuschlages auf Werte, bei denen keine Reabsorption von atmosphärischer Feuchtigkeit auftritt.
Entsprechend wird durch diesen Wärmeaustausch natürlich die Temperatur des entwässerten Sandes gesenkt, u. zw. ebenfalls auf die Temperatur des entwässerten Zuschlages.
Durch Verwendung der in dem heissen Sand enthaltenen Wärmemenge zum Entwässern des Zuschlages ergibt sich eine wesentliche Einsparung von Brennstoff und sonstigen Aufwendungen. Weiterhin wird die Notwendigkeit einer Abkühlung der Mischung nach der Wärmebehandlung vermieden. Eine derartige Kühlung ist meistens ein ziemlich langsamer Vorgang, da die Wärmeleitfähigkeit einer Anhäufung von Sand und/oder Zuschlag nur gering ist, insbesondere auch dann, wenn die Materialien in einem grossen Haufen aufgeschüttet sind. Wenn die Mischung von Sand und Zuschlag mit oder ohne Zement in einem Bunker oder Trichter von üblicher Form gespeichert wird, neigt darüber hinaus das gespeicherte Material dazu, sich an den Rändern abzukühlen, so dass in der Mitte ein heisser Kern verbleibt. Durch das Verfahren der vorliegenden Erfindung treten diese Probleme nicht auf.
Die endgültige Mischung kann bei Temperaturen verpackt werden, die von etwa 750 C bis zu der Temperatur herunterreichen, bei der das Material beginnt, atmosphärische Feuchtigkeit zu absorbieren.
Diese untere Temperaturgrenze hängt natürlich teilweise von der Temperatur und der Feuchtigkeit der Luft und der Zeitdauer, während der die Mischung der Atmosphäre ausgesetzt wird, ab. Bei dem Verfahren der Erfindung schrumpft diese Zeitdauer auf den Bruchteil einer Minute zusammen. Dies ist eine erhebliche Verbesserung gegenüber den bisher bekannten Verfahren. Im allgemeinen wird aus Sicherheitgründen das Endprodukt bei einer Temperatur verpackt, die mindestens 100 über der Temperatur der Atmosphäre liegt.
Das Hauptanwendungsgebiet der Erfindung liegt in der Herstellung und Verpackung von vorgemischtem trockenen Beton, jedoch kann die Erfindung auch auf die Herstellung und Verpackung von andern ähnlichen Materialien verwendet werden, beispielsweise für die Herstellung von trocken verpacktem Mörtel für Bauzwecke. Ein weiteres Anwendungsgebiet liegt in der Herstellung von Sand und Zuschlag für ein Asphaltmaterial, das in der Praxis als "Kalteinbaubelag" bekannt ist. Unter dem Ausdruck "Beton" werden daher in dieser Beschreibung nicht nur Betonmischungen im engeren Sinn, sondern allgemein ähnliche Mischungen verstanden, wie beispielsweise die oben beschriebenen.
Zur weiteren Erläuterung wird die Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung nachfolgend in mehreren Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen eingehend beschrieben.
In den Zeichnungen stellen dar : Fig. l eine schematische Ansicht einer Ausführungsform, Fig. 2 die Seitenansicht der Vorrichtung gemäss Fig.1, Fig.3 die Rückansicht der Vorrichtung gemäss der Fig. 1, Fig. 4 die Draufsicht der Vorrichtung gemäss Fig. 1, Fig. 5 einen vergrösserten Teil-Längsschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. l, Fig. 6 die Rückansicht eines Teiles der Vorrichtung nach der Linie 6-6 in Fig. 5, Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie 7-7 in Fig. 5, Fig. 8 eine vergrösserte Seitenansicht eines Teiles der Vorrichtung gemäss Fig. 3, Fig. 9 die schematische Ansicht einer weiteren Ausführungsform, Fig. 10 die vergrösserte Draufsicht eines Teiles der Vorrichtung gemäss Fig. 9, Fig. 11 eine Seitenansicht des in Fig.
10 gezeigten Teiles der Vorrichtung, Fig. 12 einen vergrösserten Schnitt des in Fig. 10 gezeigten Teiles der Vorrichtung, Fig. 13 einen Schnitt nach der Linie 13-13 in Fig.12, Fig.14 einen Schnitt nach der Linie 14-14 in Fig. 12, Fig. 15 einen Längsschnitt einer Abwandlung der Vorrichtung gemäss Fig. 9, Fig. 16 eine Teilansicht der Vorrichtung gemäss Fig. 15, Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie 17-17 in Fig. 15.
Die in Fig. 1 - 4 gezeigte Anlage wird in aufeinanderfolgenden Zyklen betrieben, wobei während jedes Zyklus automatisch vorgegebene Mengen von trockenem Portlandzement, entwässertem Sand und
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entwässertem Zuschlag (wie beispielsweise Kies) abgemessen und zur Bildung einer Partie von trockenem
Beton vereinigt werden. Nach jedem solchen "Messzyklus" werden die Komponenten sorgfältig durch- mischt, und die fertige Mischung wird direkt in einen Behälter gegeben, der aus schwerem Papier mit einem Futter aus feuchtigkeitsbeständigem Material besteht, so dass keine atmosphärische Feuchtigkeit von dem trockenen Beton aufgenommen werden kann. Nach Einfüllen der Charge wird der Sack ver- schlossen und abgedichtet, vorzugsweise durch Steppen.
In diesem Zustand kann der Beton zum Verkauf oder zum Lager gebracht werden.
Bei der in Fig. l - 4 gezeigten Vorrichtung werden frischer Sand und frischer Kies direkt vom
Gewinnungsort aus in feuchtem Zustand geliefert und in den Sandspeicherbunker 10 bzw. den Kies- speicherbunker 11 gegeben. Vom Speicherbunker 10 aus wird der Sand in abgemessener Menge zur Ent- wässerungsvorrichtung 12 gefördert, während entsprechend der Kies vom Kiesbunker 11 aus in abge- messener Menge zur Wärmeaustauschtrommel 14 läuft. Der Sandstrom passiert eine Heiztrommel 13 und wird nach erfolgtem Erhitzen und Entwässern mit dem Strom von ungeheiztem Kies gemischt, während dieser durch die Wärmeaustauschtrommel 14 läuft.
Wenn die Mischung der beiden Materialien die
Trommel 14 verlässt. ist die Oberflächenfeuchtigkeit entfernt und die absorbierte Feuchtigkeit auf einen
Wert unterhalb 0, 02 Gew.-% herabgesetzt. Die derartig behandelten Materialien werden dann in
Zwischenbunker 35 und 36 gebracht, von denen aus sie zur Abpackanlage weiterlaufen. Die Entwässerungs- anlage ist am besten aus den Fig. 5 - 7 ersichtlich. Die beiden Drehtrommel 13 und 14 sind parallel übereinander angeordnet, wobei die Sandheiztrommel 13 oben und die Wärmeaustauschtrommel unten liegt. Die beiden Trommeln sind etwa gleich lang. Ihre Enden liegen einander gegenüber, so dass Platz gespart wird.
Wie sich aus den in Fig. 5 eingetragenen Pfeilen ergibt, läuft der Frischsand 16 (Fig. 6 und 7) von dem engeren Ende der Trommel 13 aus durch die Trommel hindurch bis zum breiteren Auslassende.
Dort wird die Flussrichtung des Sandes umgekehrt, und der Sand tritt in das Einlassende der Wärme- austauschtrommel 14 ein. Der unerhitzte Kiesstrom 17 wird dem Sandstrom an dem Punkt zugegeben, an dem der Sandstrom seine Bewegungsrichtung umkehrt. Der Kiesstrom läuft gemeinsam mit dem heissen
Sand in das Einlassende der Wärmeaustauschtrommel 14 hinein.
Während des Durchlaufs durch die Heiztrommel 13 wird der Sand in Gegenwart einer Gebläseflamme bewegt und hat Temperaturen zwischen 75 und 1900C am Auslassende der Trommel angenommen. Diese
Temperatur reicht aus, um die Oberflächenfeuchtigkeit und auch die absorbierte Feuchtigkeit aus den
Teilchen auszutreiben. Während des Durchlaufs von Sand und Kies durch die Wärmeaustauschtrommel 14 werden die heissen Sandteilchen und die frischen Kiesteilchen erneut stark bewegt, wobei die Sandteilchen in engen Kontakt mit der Oberfläche der Kiesteilchen gebracht werden. Auf diese Weise tritt ein Wärme- austausch während des Durchlaufs des Materials durch die Trommel 14 auf.
Bei normalem Feuchtigkeits- gehalt und bei den oben erwähnten Verhältnissen von Sand zu Kies bewirkt die Wärmeübertragung während des Durchlaufs durch die Trommel 14 eine Reduktion der Sandtemperatur und ein graduelles Ansteigen der Kiestemperatur. Die Masse besitzt am Auslassende der Trommel 14 eine Temperatur, die nicht wesentlich über etwa 75 C hinausgeht. Durch diese Behandlung wird sämtliche Feuchtigkeit aus den Kies- teilchen ausgetrieben und die absorbierte Feuchtigkeit dieser Teilchen auf etwa 0,02 Grew.-% herab- gesetzt. Die Qualität des Kieses bleibt erhalten, da die Temperatur unterhalb der kritischen Temperatur liegt, bei der einzelne Kiesteilchen zersetzt werden könnten, und da die Temperatur nur graduell an- steigt.
Anderseits findet eine vollständige Entwässerung statt, da die Strömungsgeschwindigkeit durch die Wärmeaustauschtrommel 14 eine entsprechend lange Behandlungsdauer ergibt. Das die Trommel 14 ver- lassende Material besitzt so niedrige Temperatur, dass das Material unmittelbar verpackt werden kann.
Die Heiztrommel 13 und die Wärmeaustauschtrommel 14 sind mit horizontalen Achsen gelagert und jeweils in Längsrichtung konisch ausgebildet. Der Durchmesser der Heiztrommel 13 nimmt vom Einlassende 14 zum Auslassende 20 zu. Die Wärmeaustauschtrommel 14 besitzt einen in Längsrichtung entgegen- gesetzt zum Konus der Heiztrommel zunehmenden Durchmesser. Der Neigungswinkel der beiden Trommeln ist gleich. Es ergibt sich durch die Schwerkraft eine Materialströmung durch die beiden Trommeln in einander entgegengesetzten Richtungen, wobei die Strömungsgeschwindigkeit des Materials durch die Rotationsgeschwindigkeit der Trommel bestimmt wird.
Der Sand wird kontinuierlich zum Einlassende der Heiztrommel 13 zugeführt, u. zw. durch einen Einlass 21, der sich unterhalb eines Sandelevators 54 befindet. In Axialrichtung gegen das Einlassende der Trommel 13 erstreckt sich eine Düse 22 (Fig. 5), die mit einem Gas- oder Heizölbehälter in Verbindung steht. Von dieser Düse aus wird eine Gebläseflamme in Längsrichtung durch die Trommel gerichtet. Während des Durchlaufs wird der Sand in der Trommel 13 so stark bewegt, dass er gleichmässig der Gebläseflamme ausgesetzt ist. Nach Erreichen des Auslassendes 20 läuft der Sand in ein Sammel-
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gehäuse 24, das die Endabschnitte der beiden Trommeln 13 und 14 umfasst. In dem Gehäuse 24 ist eine abwärts geneigte Ablenkschute 25 angeordnet, die die in Fig. 7 gezeigte Krümmung besitzt.
Sie befindet sich im unteren Teil des Gehäuses 24, und das untere Ende der Schute fluchtet mit dem Einlassende 26 der Wärmeaustauschtrommel 14 in solcher Weise, dass der durch die Schwerkraft die Schute 25 entlangi gleitende heisse Sand In das Auslassende 26 der Trommel 14 eintreten kann.
Die Trommeln 13 und 14 und das Gehäuse 24 bestehen aus schwerem Metallblech und sind vorzugsweise geschweisst ausgeführt. Die Gebläseflamme besitzt eine solche Temperatur, dass ohne Sand die Trommel 13 überhitzt und teilweise zerstört würde. Da jedoch die Oberfläche der Trommel 13 teilweise während des Betriebes durch eine Sandschicht bedeckt ist, wird die auf die Trommel wirkende Hitze ) grösstenteils durch den Sand absorbiert. Hiedurch wird die Temperatur der Trommel 13 unter dem kritischen Punkt gehalten.
Durch einen Auslass 27, der sich unterhalb des Elevators 56 befindet, wird ein konstanter Klesstrom 17 in das Gehäuse 24 eingespeist. Der Auslass 27 befindet sich auf der einen Seite des Trommelgehauses (Fig. 6) in solcher Lage, dass die geringste Störung mit dem aus der Trommel 13 austretenden Sandstrom i auftritt. Der aus dem Auslass 27 austretende Kiesstrom fällt auf die eine Seite der Schute 25, vereinigt sich dort mit dem Sandstrom und tritt nach Herabgleiten längs der Schute 25 in das Einlassende 26 des Wärmeaustauschers 14 ein.
Die Trommeln 13 und 14 sind jeweils mit Mischflügeln 28 versehen, die sich in Radialrichtung und in Längsrichtung der Trommeln erstrecken. Die inneren Kanten 30 der Flügel sind abgewinkelt, so dass die Rührwirkung verstärkt wird. Während der Rotation der Trommel wird durch die Flügel 28 eine derartige Bewegung des Materials hervorgerufen, dass die Teilchen gleichmässig durch die Gebläseflamme erhitzt werden können. Das Sammelgehäuse 24 umfasst vollständig die Enden der beiden Trommeln 13 und 14 und nimmt auch das heisse Abgas aus der Trommel 13 auf. In dem Gehäuse 24 ist eine Exhaustor- Öffnung 31 vorgesehen, die über einen Kanal 32 mit einem Exhaustor 33 verbunden ist.
Durch diesen Exhaustor wird das Abgas aus der Heiztrommel 13 abgesogen und zusätzlich ein Luftstrom durch die Wärmeaustauschtrommel 14 hervorgerufen, u. zw. gegen das Einlassende dieser Trommel hin, wie dies durch die Pfeile in Fig. l - 5 angedeutet ist. Diese angesogene Luft nimmt den von den erhitzten Kiesteilchen stammenden Wasserdampf auf. Während der Bewegung der Sand-Kiesmischung durch den Wärmeaustauscher werden die Teilchen wiederholt dem Luftstrom ausgesetzt, u. zw. durch die Wirkung der Flügel 28. Hiebei werden sie durchgehend getrocknet.
Um den Sand vom Kies zu trennen, ist das Auslassende des Wärmeaustauschers 14 mit einem zylindrischen Trennsieb 34 versehen (Fig. 5), dessen Maschenweite so gewählt ist, dass die Sandteilchen durchfallen und die Kiesteilchen zurückgehalten werden. Unmittelbar unterhalb des Siebes 34 ist ein Zwischenbunker 35 angeordnet, in den der Sand hineinfällt. Das Sieb besitzt den gleichen Durchmesser wie die Trommel 14, ist jedoch nicht konisch ausgebildet.
Die Sand-Kiesmischung im Sieb 34 wird durch Rotation des Siebes in Bewegung gehalten. Hiedurch fällt der gesamte Sand durch das Sieb hindurch in den Sandbunker 35, während die Kiesteilchen bis zum vorderen Ende des Siebes durchlaufen. Unterhalb des vorderen Endes des Siebes 34 befindet sich ein zweiter Zwischenbunker 36, in den der Kies hineinfällt. Bunker 36 und Sandbunker 35 sind durch eine Trennwandung 37 voneinander getrennt.
Wie aus Fig. 5 hervorgeht, sind beide Trommeln 13 und 14 mit Reifen 38 versehen. Die Reifen der Sandtrommel 13 berühren die Reifen der Wärmeaustauschtrommel 14. Die Reifen der Wärmeaustauschtrommel 14 laufen auf Tragrollen 40 ab, die in mit dem Unterbau 42 verbundenen Lagern 41 gelagert sind. Seitlich werden die beiden Trommeln durch einen zweiten Rollensatz 43 stabilisiert, die gegen die beiden Seitenwandungen der Sandtrommel 13 anliegen. Die Rollen 43 sind ebenfalls in Lagern 41 gelagert, die ihrerseits mit auf dem Unterbau 42 befestigten Ständern 44 verbunden sind. Die Trommeln 13 und 14 werden durch einen Motor 45 (Fig. 2) angetrieben. Der Motor 45 befindet sich ebenfalls auf dem Unterbau 42 und besitzt ein Ritzel 46, das mit einem Zahnkranz 47, der um die Wärmeaustauschtrommel 14 herumgelegt ist, kämmt.
Die Sandtrommel 13 wird durch einen zweiten Zahnkranz 48 angetrieben, der mit dem Zahnkranz 47 kämmt. Auf diese Weise drehen sich die beiden Trommeln 13 und 14 in einander entgegengesetzten Richtungen, wie dies durch die Pfeile in Fig. 6 angedeutet ist.
Während des Entwässerungsvorganges werden die Trommeln 13 und 14 kontinuierlich durch den Motor 45 in Drehung versetzt. Die Ströme von Sand und Kies laufen kontinuierlich aus den Auslass- öffnungen 21 und 27 durch die Vorrichtung und ergeben einen kontinuierlichen Strom eines Kies-SandGemisches. Die Zufuhrgeschwindigkeit des Sandes und des Kieses zu den Öffnungen 21 und 27 ist direkt auf die jeweils in dem fertigen vorgemischten Produkt benötigte Sand- bzw. Kiesmenge abgestellt.
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Die Zufuhrgeschwindigkeiten von Sand und Kies zu den Öffnungen 21 und 27 werden durch einstellbare elektrisch betätigte Aufgeber 53 und 55 bestimmt. Über diese Aufgeber wird das Rohmaterial von den Bunkern 10 und 11 aus zu den Elevatoren 54 und 56 geleitet, die ihrerseits in die Öffnungen 21 und 27 münden.
Die Komponenten der Verpackungsanlage sind gemeinsam mit der Entwässerungsvorrichtung 12 in einem Stahlaufbau 50 untergebracht. Dieser Stahlaufbau besteht aus Ständern 51 und Querbalken 52. Die Zwischenbunker 35 und 36 wirken als Pufferbehälter zum Ausgleich von Schwankungen in der Abpackgeschwindigkeit. Dies ist notwendig, da die Entwässerungsvorrichtung kontinuierlich arbeitet, während die Verpackungseinrichtung absatzweise und unter manueller Steuerung betätigt wird. Die Zwischen-
EMI6.1
Geschwindigkeit dieser beiden Materialströme wird genau durch einstellbare Schieber 57 und 58 (Fig. 5) gesteuert. Diese Schieber befinden sich vor den Auslassöffnungen der beiden Zwischenbunker.
Durch die Zwischenbunker 35 und 36 kann daher jede Veränderung in dem Mengenverhältnis der beiden Materialien, die während des Durchlaufs durch die Entwässerungsvorrichtung 12 aufgetreten sein kann, kompensiert werden.
Von den Zwischenbunkern 35 und 36 aus laufen die abgemessenen Sand- und Kiesströme über eine
Vibrations-Fördereinrichtung 60 zu dem offenen Einlass 61 eines drehbaren Misch- und Messbehälters 62.
Die Vibrations-Fördereinrichtung 60 ist praktisch den Aufgebern 53 und 55 identisch ausgebildet. Die Fördergeschwindigkeit kann in der gleichen Weise eingestellt werden.
Während eines jeden Messzyklus wird eine trocken abgemessene Portlandzementmenge in die Öffnung 61 des Messbehälters 62 eingeführt. Der portlandzement wird im voraus vor der Charge von Kies und Sand gewogen. Hiedurch ergibt sich eine genauere Wägung des Zementes und ebenfalls eine verbesserte Mischwirkung, da die schwereren Sand- und Kiesteilchen beim Herabfall von der Fördereinrichtung 60 in den Behälter 62 den losen Zement durchdringen können. Auch kann der pulverförmige Zement als "Schmierstoff" zwischen den einzelnen Teilchen und den Behälterwänden während des Mischens wirken. Der Zement wird dem Mess- und Mischbehälter über eine Vibrationsfördereinrichtung 64 von einem Zementbunker 63 aus zugeführt.
In den Zwischenbunker 63 wird der Zement aus einem Zementvorratsbunker 67 über einen Elevator 65 mit abwärts geneigtem Auslassende 66 zugeführt. Das Auslassende 66 führt in den Zwischenbunker 63.
Die Vibrationsfördereinrichtungen 60 und 64 enden vorzugsweise etwa 60 cm oberhalb des offenen Einlasses 61 des Behälters 62. Hiedurch wird der Zement beim Fall von der Fördereinrichtung 64 mit Luft gesättigt und in dem Behälter 62 in loser, flockiger Form gesammelt. In diesem Zustand nimmt der lose Zement etwa 30P/o mehr Raum ein als im fest gepackten Zustand.
Nachdem eine vorgegebene Zementmenge dem Behälter 62 zugeführt wurde, wird die Förder- einrichtung64 automatisch durchEinrichwngen, die weiter unten beschrieben werden, stillgelegt. Danach wird die Fördereinrichtung 60 zur Zufuhr von Sand und Kies in Betrieb genommen, so dass Sand und Kies in den Behälter 62 eingeführt werden. Diese Materialien fallen von dem Ende der Fördervorrichtung 60 aus in die bereits in dem Behälter 62 befindliche lose Zementmasse hinein. Die Zufuhr der Materialien wird so lange fortgesetzt, bis die vorgegebene Sand- und Zuschlagmenge in den Behälter 62 gelangt ist. Sodann wird die Fördervorrichtung 60 abgeschaltet.
Während des Messzyklus wird durch eine Bedienungsperson das offene Ende eines Sackes 71 (Fig. l) über das untere Ende der Auslassöffnung 70 eines Mischtrichters 68 gestülpt. Nach Beendigung des Messzyklus wird ein nicht weiter dargestelltes Handrad betätigt, worauf der Abpackvorgang beginnt. Hiebei erfolgt zunächst eine Rotation des Behälters 62 um seine horizontale Achse über einen Winkel von 3600 (Fig. 8). Während dieser Rotation werden die in dem Behälter 62 befindlichen Materialien stark bewegt. Sobald die Öffnung 61 sich im unteren Teil ihres bogenförmigen Weges befindet, strömen die Materialien nach aussen.
Die Entleerung der Materialien erfolgt hiebei in einem starken Strahl, wobei die Materialien über den Mischtrichter 68 verteilt werden und eine weitere Durchmischung der einzelnen Komponenten beim Herabgleiten längs der schrägen Trichterwandungen in den Sack 71 stattfindet. Nach Beendigung des Mischens und Füllens wird der Sack von der Bedienungsperson entfernt und zum Zusteppen gegeben.
Darauf wird ein Startknopf betätigt, durch den der nächste Messzyklus in Betrieb gesetzt wird.
Wie am deutlichsten aus Fig. 3 und 8 hervorgeht, besitzt der Messbehälter 62 eine Welle 72, die in einem Lager 73 drehbar gelagert ist. Das Lager 73 ist an einem fliegenden Rahmen 74 befestigt, der seinerseits durch Halter 75 mit einem Waagebalken 76 verbunden ist. Der Waagebalken 76 ist im Gelenk 77 abgestützt und mit einer Waagschale 78 über ein Verbindungsgestänge 80 verbunden. In der Waagschale 78
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sind geeignete Schalter enthalten, die auf das Steuersystem der Fördereinrichtungen 60 und 64 wirken, so dass die Fördereinrichtungen nach Massgabe des Gewichtes des Messbehälters 62 abgeschaltet werden.
Zur Steigerung der Empfindlichkeit der Waage sind die Halter 75 an Winkelhebel 81 angelenkt. Die gegenüberliegenden Enden dieser Winkelhebel 81 sind schwenkbar mit einem Paar von Kniehebeln 82 verbunden, deren innere Enden bei 83 aneinandergekoppelt sind. Das innere Ende des einen der Kniehebel 82 ist über eine Verbindung 84 mit dem Ende des Waagebalkens 76 so verbunden, dass bei Belastung des Messbehälters 62 die Abwärtsbewegung des Waagebalkens 76 eine Auswärtsbewegung des Kniehebels 82 durch entsprechende Betätigung des Winkelhebels 81 ergibt. Diese Auswärtsbewegung des Kniehebels 82 ergibt eine Abwärtsschwenkung des Waagebalkens 76 und damit eine Aufwärtsbewegung'des Gestänges 80 (Pfeil).
Die einzelnen Schwenklager der Gestänge und Hebel in der Wägeeinrichtung sind als PfannenSchneiden-Lager ausgebildet, wodurch in bekannter Weise die Reibung vermindert wird.
Der Behälter 62 wird durch einen Elektromotor 85 in Rotation versetzt. Der Motor ist ebenfalls auf dem fliegenden Rahmen 64 gelagert, er ist mit einer Schnecke 86 versehen, die mit einem Schneckenrad 87 kämmt. Das Schneckenrad 87 ist starr auf der Welle 72 des Behälters 62 befestigt. Sobald die Bedienungsperson das erwähnte Handrad betätigt, wird der Motor 85 in Bewegung gesetzt und dreht den Behälter 62. An dem Behälter sind Begrenzungsschalter angeordnet, die mit dem Steuersystem zusammen- wirken, u. zw. in solcher Weise, dass die Rotationsbewegung des Behälters 62 auf den Winkel von 3600 beschränkt wird. Nach Abschalten des Motors 85 bleibt der Behälter 62 stehen. Hiebei ist die Öffnung 61 nach oben gegen die Fördereinrichtungen 60 und 61 gerichtet (Fig. 3). Der Behälter bleibt in dieser Lage, bis der nächste Füllzyklus begonnen hat.
Es soll nunmehr ein weiteres Ausführungsbeispiel an Hand der Fig. 9-14 beschrieben werden.
Die Vorrichtung umfasst einen Speicher 90 für den Sand und einen Speicher 91 für den Kies. Die Entwässerungsanlage 15 besteht aus einer zylindrischen Heiztrommel und einer Wärmeaustauschtrommel93.
Die Trommeln sind mit ihren Enden gegeneinander längs einer abwärts geneigten Achse angeordnet, wobei die Achse der Heiztrommel 92 oberhalb der Achse der Wärmeaustauschtrommel 93 liegt. Hiedurch kann der heisse Sand durch Schwerkraft vom Auslassende 94 der Sandtrommel 92 zum Einlassende 95 der Wärme- austauschtrommel 93 fliessen.
Jede Trommel 92 und 93 Ist mit zwei Laufkränzen 96 versehen, die in der Nähe der jeweiligen Enden angeordnet sind. Die Laufkränze sind gegen je zwei Rollen 97 (Fig. 13 und 14) zur Rotation gelagert. Die Trommeln werden durch Antriebsritzel 98 angetrieben, die mit einem Ringrad 100 kämmen, welches die Trommeln umgibt. Die Antriebsritzel 98 sind auf Wellen 101, die durch einen gemeinsamen und nicht dargestellten Elektromotor angetrieben werden, verkeilt. Der Frischsand wird dem Einlassende der Sandtrommel 92 durch eine Fördereinrichtung 102 zugeführt. Diese Fördereinrichtung bildet das Ende eines nicht weiter dargestellten Sandelevators. Dieser Elevator kann analog dem Elevator 54 in Fig. 1 ausgebildet sein. Durch eine Heizeinrichtung 103 mit einer Düse 104 wird eine Gebläseflamme in das Einlassende der Sandtrommel 92 eingeblasen, durch welche der Sand aufgeheizt wird.
Beide Trommeln 92 und 93 sind mit innen angeordneten Mischflügeln 28 (Fig. 13 und 14) versehen, durch die das Material während des Durchlaufs durch die Trommel in starker Bewegung gehalten wird.
Das Auslassende 94 der Sandtrommel 92 wird von einem Gehäuse 105 umgeben, das ebenfalls das Einlassende 95 der Wärmeaustauschtrommel 93 umfasst. Innerhalb dieses Gehäuses ist eine geneigte Schute 106 angeordnet, deren unteres Ende sich in das Einlassende der Wärmeaustauschtrommel hinein erstreckt und deren oberes Ende unterhalb des Auslassendes 94 der Sandtrommel 92 endet. Der Frischkies wird durch eine Fördereinrichtung 107 zugeführt. Diese Fördereinrichtung 107 erstreckt sich im schrägen Winkel durch das Gehäuse 105 und ist so angeordnet, dass der Kiesstrom auf die Schute 106 gelangen kann.
Der Frischkies kann von einem Kiesbunker aus mit einer Geschwindigkeit zugeführt werden, die auf die Geschwindigkeit des Sandstromes abgestimmt ist. Die Regelung und Zufuhr erfolgt durch eine Vibrationsfördereinrichtung und einen Elevator (nicht dargestellt), deren Bauart analog der Bauart der Teile 55 und 56 in Fig. l ist.
Am Auslassende 94 der Sandtrommel 92 besitzt der Sand eine Temperatur bis etwa 1900 C. In der Wärmeaustauschtrommel 93 wird in der bereits eingangs beschriebenen Weise die Wärme von dem Sand auf die Kiesteilchen übertragen und der Sand mit dem Kies durchmischt. Das vollständig geschlossene Gehäuse 105 enthält einen Durchlass, der mit einer Leitung 108 in Verbindung steht. Diese Leitung führt zu einem Exhaustor-Gebläse 110, über welches die Abgase aus der Sandtrommel 92 abgesogen werden.
Dieser Exhaustor bewirkt auch einen Luftsog durch die Wärmeaustauschtrommel 93. Die durch diese Trommel gesogene Luft führt die gebildete Feuchtigkeit ab, so dass die Wirksamkeit der Behandlung
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erhöht wird. Die Abgase und die Saugluft werden vor dem Exhaustor 110 über einen Separator 111 ge- leitet, in dem die Staubteilchen abgeschieden werden.
Am Auslassende 112 der Wärmeaustauschtrommel 93 wird die Mischung von entwässertem Sand und
Kies in einen Zwischenbunker 113 eingegeben. Die Temperatur der Mischung liegt hiebei nicht wesent- lich über etwa 75 C. Der Zwischenbunker 113 besitzt eine Öffnung 114, die oberhalb des einen Endes eines abwärts geneigten Vibrationssiebes 115 angeordnet ist. Das Vibrationssieb 115 erstreckt sich, wie aus Fig. 9 hervorgeht, über die obere Öffnung des Sandbunkers 90, und das Ende des Siebes liegt oberhalb des Kiesbunkers 91. Die Maschengrösse des Siebes 115 ist so eingestellt, dass die Sandteilchen durch das
Sieb hindurch in den Sandbunker 90 fallen können, während die Kiesteilchen bis zum Ende des Siebes mitgeführt werden und in den Kiesbunker 91 fallen.
Der entwässerte Sand und der entwässerte Kies werden über Fördereinrichtungen 116 bzw. 117 einem
Messgefäss 118 zugeführt. Der Sand wird zuerst zugegeben, so dass der Kies auf den Sand fallen kann. Im unteren Teil des Messgefässes ist eine Auslasstür 120 (Fig. 11) vorgesehen. Diese Tür wird über eine mechanische Verbindung durch ein Solenoid 121 betätigt. Durch Speisung des Solenoids wird die Tür 120 geöffnet (gestrichelte Linien in Fig. 11). Hiedurch können die Materialien in den Mischbunker 122 fallen.
Der Mischbunker 122 ist an seinem unteren Ende mit einem Auslass 123 versehen, über den ein Sack gestülpt werden kann (Fig. 9). Der Zement wird in einem zweiten Messgefäss 124 abgewogen. Dieses Mess- gefäss liegt dem Gefäss 118 gegenüber.
Der Zement wird über einen Zementelevator 125 mit geneigtem
Auslassrohr 126 zugeführt. Das Auslassrohr endet in einem Zementbunker 127. Von diesem Bunker aus wird der Zement über eine Vibrationsfördereinrichtung 128 dem zweiten Messgefäss 124 zugeführt. Dieses
Messgefäss 124 ist ebenfalls mit einer solenoidbetätigten Tür 120 versehen, durch die der Auslass in den
Mischbunker 122 erfolgt. Die Messgefässe 118 und 124, die mit einem elektrischen Steuersystem zu- sammenarbeiten, werden vom Waagebalken 130 getragen.
Der Messzyklus wird durch manuelle Betätigung eines Startschalters (nicht dargestellt) begonnen.
Hiedurch werden die Vibrationsförderer für den Zement und den Sand in Tätigkeit gesetzt. Sobald die notwendige Menge von Sand in das Messgefäss 118 eingegeben wurde, bewegt sich der Waagebalken 130 in eine vorgegebene Lage, in welcher das Steuersystem derart betätigt wird, dass der Sandförderer zum Stillstand kommt und der Kiesförderer zu arbeiten beginnt. Die Förderung des Kieses in das Gefäss 118 wird so lange fortgesetzt, bis der Waagebalken 130 in eine zweite Lage abgelenkt wird, in welcher auch die Kiesförderung abgeschaltet wird. Durch das Gewicht des zweiten Messgefässes 124 für den Zement wird die Zufuhr des Zementes in entsprechender Weise gesteuert. Damit ist die Arbeitsweise der Förderer unabhängig voneinander, und jeder Förderer bleibt so lange im Betrieb, bis die betreffende benötigte Materialmenge in das Messgefäss eingeführt wurde.
Sobald beide Messgefässe 118 und 124 gefüllt sind, wird ein Knopf betätigt, durch den ein Öffnen der Tür 120 veranlasst wird. Hiedurch fallen die Mischungskomponenten in den Mischbunker 122 und von dort aus in den Sack, der auf das Auslassende 123 gestülpt ist.
Der Mischbunker 122 ist mit geneigten Leitrosten 131 (Fig. 11) versehen. Die Leitroste besitzen verschiedene Neigungen und sind untereinander gesondert aufgebaut. Hiedurch wird der Sand und der Kies in einzelne Ströme aufgeteilt, von denen jeder eine unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeit besitzt.
Die Leitroste sind auf der einen Seite des Bunkers 122 neben der Auslassöffnung des Messgefässes 118 angeordnet. Neben der Auslassöffnung des Zement-Messgefässes 124 ist eine Ablenkplatte vorgesehen. Diese Ablenkplatte ist nicht dargestellt. Die Neigung dieser Platte ist so beschaffen, dass der Zementstrom die Sand- und Kiesströme schneidet. Der Zement fliesst die Ablenkplatte herab und wird dabei mit den Sandund Kiesströmen durchmischt. Hiedurch gelangen die Komponenten in einem gut gemischten Zustand in den Sack. Nach Füllung wird der Sack von der Öffnung 123 abgenommen und, wie bereits weiter oben beschrieben, zugesteppt.
Bei der in Fig. 15-17 beschriebenen modifizierten Messvorrichtung ist ein drehbarer Messbehälter 62 innerhalb des Mischbunkers 122 angeordnet, u. zw. an Stelle der Leitroste 131. Das drehbare Gefäss 62 wird in diesem Fall jedoch nicht zum Abwiegen der Materialien benutzt, sondern nur als Einrichtung zum durchgehenden Durchmischen vor dem Füllen der Säcke. Wie am besten aus Fig. 16 hervorgeht, ist ein Elektromotor 135 auf Winkelschienen 136 befestigt. Die Schienen 136 sind durch Schweissen oder sonstige Massnahmen mit den gegenüberliegenden Seiten des Mischbunkers 122 verbunden. Der Behälter 62 wird von einer Welle 72 getragen, deren gegenüberliegende Enden in reibungslosen Lagern 138 gelagert sind.
Die Lager sind auf den Winkelschienen 136 befestigt. Der Motor 135 ist mit einem Getriebe untersetzt.
Seine Antriebswelle 140 trägt ein Antriebsrad 141. Auf der Welle 72 ist ein weiteres Antriebsrad 142 verkeilt. Die beiden Räder 141 und 142 sind über eine Kette 143 miteinander verbunden. Die Kette liegt in dem Zwischenraum zwischen dem Bunker 122 und einer der Winkelschienen 136.
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Wie aus Fig. 15 hervorgeht, steht der Behälter 62 normalerweise mit seiner oberen Öffnung 61 direkt unterhalb der Kanten zweier Leitbleche 144. Die Bleche 144 sind mit ihren gegenüberliegenden Kanten mit der Seitenwandung des feststehenden Mischbunkers 122 verbunden, so dass sämtliches von den Messgefässen 118 und 124 stammende Material in die Öffnung 61 gelangt. Der Motor 135 ist mit der elekitrischen Steuerschaltung gekoppelt, die das Öffnen der TUren 120 in den Gefässen 118 und 124 steuert.
Die Steuerschaltung enthält einen manuell betätigten Schalter, durch den der Motor 135 des Rotationsbehälters 62 gespeist wird. sobald der Behälter gefüllt ist.
In gleicher Weise wie bei der Messvorrichtung in Fig. 8 ist auch der Behälter 62 in Fig. 15 - 17 mit Begrenzungsschaltern versehen, durch die sichergestellt wird, dass der Behälter stets in die Lage zurückkehrt, bei der die Öffnung 61 nach oben weist, und dass das Gefäss sich nur um 360 drehen kann.
PATENTANSPRÜCHE ; 1. Verfahren zum Herstellen und Abpacken von trockenem, vorgemischtem Beton od. dgl., bei welchem Frischsand und frischer Zuschlagstoff entwässert, im Anschluss daran mit Zement gemischt und bei einer Temperatur abgepackt werden, die so hoch ist, dass die Mischung keine Feuchtigkeit absorbieren kann, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entwässerung zunächst Frischsand auf die Entwlslerungstamperatur erhitzt wird, worauf der heisse Sand durchgehend mit frischem Zuschlagstoff durchmischt wird, 10 dass der Zuschlagstoff durch direkten Kontakt mit dem Sand erhitzt und entwässert wird.