AT77685B - Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen. - Google Patents

Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen.

Info

Publication number
AT77685B
AT77685B AT77685DA AT77685B AT 77685 B AT77685 B AT 77685B AT 77685D A AT77685D A AT 77685DA AT 77685 B AT77685 B AT 77685B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
nozzle
cooling
furnace
rotary kilns
heat exchange
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
G Polysius Fa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by G Polysius Fa filed Critical G Polysius Fa
Application granted granted Critical
Publication of AT77685B publication Critical patent/AT77685B/de

Links

Landscapes

  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in solchen   Drehöfen,   in denen sowohl das Brennen als auch das Kühlen in dem einheitlichen Drehrohr stattfindet. Bei den bekannten Verfahren wurde entweder durch eine sehr weit in den Ofen hineinragende Düse, die in bekannter Weise aus starkwandigem Gusseisen, unter Umstanden mit   Schamottefütterung,   bestand oder durch eine ebensolche, aber kürzere Düse, durch welche der Brennstoff unter sehr hohem   Drucke eingepresst   wurde, die Sinterzone weit in den Ofen hinein verlegt.

   Das Auslaufende des   Dresdens   wurde sonach zur   Kühlzone   geeignet gemacht, indem das in der   Sinterzone   erbrannte Gut bis zum Auslaufe hin/dadurch abgekühlt wurde, dass die durch den Schornstein oder Ventilator zur Unterhaltung der Verbrennung des durch die Düse eingeblasenen Brennstoffes eingesaugte Luft kühlend auf die erbrannten Klinker wirkte. Das neue Verfahren zielt vor allen Dingen daraufhin ; den Wärmeaustausch zwischen dem erbrannten Gut und der Kühlluft zu erhöhen. Je intensiver und rascher dieser Wärmeaustausch vor sich geht, um so günstiger vollzieht sich naturgemäss das neue Brennverfahren. Zu diesem Zwecke werden in den Drehofenauslauf von der Ofenwandung her in das Ofeninnere ragende, aus den Temperaturausgleich   begünstigenden   Material, z. B.

   Eisen, bestehende Wärmeaustauschkörper eingebaut, welche die dem Klinker innewohnende Wärme in sich aufnehmen und sie ihrerseits 
 EMI1.1 
   An sich ist der Einbau von Schaufeln aus Eisen bekannt, und zwar bei Kühltrommeln. welche gesondert von den Drehöfen Aufstellung finden. Bei diesen Kühltrommeln gehen aber   einerseits die Schaufeln nicht durch die ganze Länge der Kühltrommel hindurch, sondern erstrecken sich nur auf einen Teil derselben, und es tragen die Schaufeln im besonderen nicht zur vorteilhaften Durchführung des Brennverfahrens bei, da sie nicht im Ofen angeordnet sind. 



  Im Drehofen nämlich verfolgen die   Rippenkörper   einen ganz anderen Zweck. Infolge des vermehrten Temperaturausgleichcs zwischen Kühlluft und Klinkermasse rufen sie eine Unterstützung der bisher bekannten Mittel hervor, um in einem einheitlichen Drehrohr zu brennen und zu kühlen. Nach den bisher bekannten Ausführungsformen musste man, um zu bewirken, dass die   Klinker den Ofen hinreichend kühl verlassen, entweder die Düse verlangern oder aber mit höherem Drucke arbeiten. Der Einbau der Wärmeaustaushkörper wirkt also in gleicher Weise, wie wenn die Verlegung der Sinterzone durch diese Mittel erfolgt wäre, unterstützt also letztere. 



  Hie zu kommt, dass bei den bekannten Kühltrommeln die eingebauten Schaufeln nicht zum Zwecke von Temperaturausgleichen vorhanden sind, sondern lediglich dazu dienen, das Brenngut mit sich hochzunehmen und wieder fallen zu lassen, um es in einer grösseren Fläche auszuweiten. Da die Schaufeln demnach nur als Hubschaufeln dienen, sind sie in den Kühl-   
 EMI1.2 
   nach vorliegender Erfindung die Rippenkörper in solcher Zahl vorhanden sein müssen, dass sie den Wärmeaustausch zwischen Klinkern und Kühlluft ermöglichen. Bei der Durchführung des   
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 Längsrichtung derart verschiebbar gemacht, dass man imstande ist, die   Liage   der einzelnen Zonen auf weite Strecken beeinflussen zu können.

   Wird hienach die Düse in ihrer Lage nach oben odpr   unten verändert, so   verlängert sich die Kühlzone bzw. verkürzt   sich die heissere   Zone und umgekehrt und im gleichen Masse wechselt der durch die   Wärmeaustauschkorper hervorgerufene   Temperaturausgleich. Bisher hatte man also zur Verlegung der Flamme in das Drehofeninnere entweder das Mittel, die Düse selbst lang genug zu machen oder aber den Druck zu verändern, unter welchem der Brennstoff die Düse   durchströmt.   Die Erfindung gibt hiezu ein drittes Mittel, indem die Düse, wie bereits beschrieben, verschiebbar angeordnet ist, woraus, wie ebenfalls beschrieben, eine Rückwirkung auf den durch die   Wärmeaustauschkörper   hervorgerufenen Temperaturausgleich erzielt wird. 



   Der den Drehofen bedienende Brenner erhält hiedurch eine weitgehende Fähigkeit, sich den wechselnden Brennverhältnissen mit Vorteil anpassen zu können. Hiezu kommt noch, dass, 
 EMI2.2 
 weiters zu beseitigen, ohne, wie der Fachmann sich ausdrückt, den Ofen stossen zu müssen. Die Beseitigung des Ansatzes ist nämlich aus dem Grunde erwünscht, weil er einerseits die Leistung des Drehofens herabsetzt, andererseits aber den Temperaturausgleich durch die Wärmeaustauschkörper beeinträchtigen würde. Findet eine Ansatzbildung nämlich statt, so braucht entsprechend vorliegender Erfindung der Brenner lediglich eine Verschiebung der Düse vorzunehmen, um den Ansatz zum   Abschmelzen   oder Abplatzen zu bringen. 



   Die Verschiebung der   Diise durch   mehrere Mittel erreicht werden, indem diese ent- weder teleskopartig zusammenschiebbar ist oder aus einem Rohr besteht, welches durch Zahnstangenantrieb hin und her   bewegt   werden kann. 



   Bei der Durchführung dieses so geschilderten neuen Verfahrens stellte sich nun bald heraus, 
 EMI2.3 
 scheinen, Düsen von so grosser, freitragender Länge in das hocherhitzte Drehofeninnere einzubauen, dass sie über einen   wesentlichen Teil   des Bereiches der Kühlzone sich freitragend im Drehofeninneren erhielten, also auf eine Länge von mehreren Metern, Nachdem nach der Erfindung aber Düsen aus ganz   dünnwandigem   Blech eingebaut worden waren, stellt es sich heraus, dass diese Düsen, deren Materialschmelzpunkt weit unterhalb der im Drehofen herrschenden Temperatur liegt, nicht nur diese Temperatur ohneweiters aushielten, sondern viel länger in Betriebe gehalten werden konnten, als dies bei allen bisher bekannt gewordenen Düsen der Fall war.

   Dieser überraschende Vorteil der Erfindung ist darauf zurückzuführen, dass die zugleich mit dem Brennstoffe durch die Düse einströmende Luft infolge des durch die dünne Wandung der Düse überhaupt est ermöglichten Temperaturausgleiches die Düse ständig derart kühlt, dass ihre Erhitzung auf   Schmetztemperatui   unmöglich ist. 



    Es sind Feuerungen für Rotieröfell mit innerhalb des Luftzuführungsrohres angeordnetem Rrennstoffzuführungsrohr bekannt, bei welchen das BrennstoRzuführungsrohr und dass Rohr   zur Zuführung der Verbrennungsluft mit in der   Längsrichtung   des Ofenrohres unabhängig voneinander einstellbaren Mundstücken ausgerüstet sind. Hier ist die Düse im Schutze der Schamotteausfütterung des Ofenkopfes gelagert und ragt etwas in den Ofenauslauf. Die hier vorgesehene Einstellbarkeit der   Düsen,   welche nur innerhalb enger Grenzen möglich ist, verfolgt naturgemäss einen ganz anderen Zweck als die Verschiebung der Düse bei dem Gegenstande der vorliegenden
Erfindung. 



   Die bei den bekannten Anordnungen vorgesehene Verschiebbarkeit unabhängig voneinander einstellbarer Mundstücke wurde lediglich zu dem Zwecke vorgenommen, einen Ausgleich 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 



    PATENTANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen, bei denen das Brennen und Kühlen in dem einheitlichen Drehrohr stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeaustausch in der Kühlzone durch die Temperatur der. Klinker und der Kühlluft schnell aufnehmende bzw. abgebende Mittel, z. B. aus Eisen oder dgl.   bestehende Wärmeauatauschkörper,   
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer in den Ofen hineinragenden Düse, dadurch gekennzeichnet, dass die Lage der heissen Zone gegenüber der Kühlzone und damit die Länge letzterer und die Intensität der Wärmeübertragung innerhalb weiter Grenzen durch entsprechende Verschiebung der Düse veränderbar gemacht ist.
    3. Anordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch eine Düse aus dünnwandigem Blech, welche in an sich bekannter Weise über einen wesentlichen Bereich der Kühlzone hinweg freitragend in den Rotierer hineinreicht.
AT77685D 1913-07-18 1914-05-30 Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen. AT77685B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE77685X 1913-07-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT77685B true AT77685B (de) 1919-08-11

Family

ID=5637923

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT77685D AT77685B (de) 1913-07-18 1914-05-30 Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT77685B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE976588C (de) Dampferzeuger mit Schmelzkammerfeuerung
DE3045253A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum brennen von pellets
DE3234707A1 (de) Luftduesen fuer regeneratoren von glasschmelzoefen
AT77685B (de) Verfahren zum Brennen von Zement und dgl. in Drehöfen.
DE500934C (de) Als senkrechter Schachtkessel ausgebildeter Dampferzeuger
EP0063173A1 (de) Wirbelbettfeuerung
DE1157133B (de) Verfahren zum Brennen und Kuehlen von koernigem Gut, z.B. von Kalkstein im Schachtofen, und Ofen zur Ausuebung des Verfahrens
DE959399C (de) Kontinuierlich arbeitender Verbrennungsofen fuer die Verbrennung minderwertiger, stark wasserhaltiger Materialien, wie Muell u. dgl.
DE2621004C3 (de) Schachtofen, insbesondere zur Herstellung von Zementklinker
DE657252C (de) Einrichtung zum Brennen von Zement
DE635849C (de) Von oben beheizter Hochofenwinderhitzer
DE976933C (de) Schmelzkammer-Feuerung
DE52504C (de) Schachtofen zum continuirlichen Brennen von Porlianäcement mit DarreinricVitung
DE1243826B (de) Verfahren zum Betrieb eines kombinierten Flamm- und Schachtofens zum Schmelzen von Eisen und Metallen
AT159343B (de) Heizofen.
AT208558B (de) Kombinierte Rost- und Schachtfeuerung für gußeiserne Zentralheizungs - Gliederkessel
AT201754B (de) Rostfeuerung für die Verbrennung von stark wasserhaltigem, minderwertigem Brennstoff
AT126399B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement.
AT153864B (de) Kohlenstaubfeuerung.
DE2425528A1 (de) Winderhitzer
AT207029B (de) Vorrichtung zum Sintern von Flugasche
EP0715141B1 (de) Anlage zur thermischen Behandlung von mehlförmigen Rohmaterialien
AT106287B (de) Feuerung.
DE613777C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zement
AT207985B (de) Zyklonmuffel mit zylindrischem Brennraum