AT76724B - Verfahren zur Herstellung von organischen Derivaten des Jodcalciums. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von organischen Derivaten des Jodcalciums.

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von organischen Derivaten des Jodcaleiums. 



   In der Therapie ist   Jodkalium   wegen seiner kräftigen und schnellen Wirkung das am meisten angewandte Jodpräparat. Jodkalium ruft aber noch eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen hervor, die unter dem Namen Jodismus" (vgl. Eulenburg, Real-Eucyclopädie der gesamten Heilmed. 4. Aufl., Bd. 7, S. 387) zusammengefasst werden. Daher stammen seit langem die Bestrebungen, Ersatzpräparate zu schalten (Sajodin, Jodglidino, Jodostarin u. Nach diesen Präparaten tritt im allgemeinen kein Jodismus auf, jedenfalls nur sehr beschränkt. Dafür ist aber auch die Wirkung viel weniger stark und schnell als die des Jockaliums. 



   Der gegebene Ersatz für Jodkalium ist   Jodcalcium,   denn erstens wirkt es mindestens so kräftig wie Jodkalium, vielleicht noch kräftiger, da die Bindung von Jod an Calcium lockerer ist, als die Bindung von Jod an Kalium. Zweitens wirkt Calcium überhaupt cnt- 
 EMI1.1 
 ferner Leo,    Doutsch mod. Wochenschrift,   1911, Nr. 1, S.   5),   so dass nach Gebrauch von Jodcalcium kein Jodismus auftritt. Es ist daher auch bereits   Jodcnlcium   in der medizinischen Literatur als Ersatz für Jodkalium empfohlen worden (vgl. Arzt. Rundschau,   24. Jahrg.   Bd. 24,   Nr.   18, S. 614). 
 EMI1.2 
 worden. Bei der Herstellung solcher Verbindungen hat sich nun gezeigt, dass diese voll-   ständig beständig,   d. h. weder zerfliesslich, noch zersetzlich sind.

   Wichtig für die therapentische Verwendung sind natürlich nur solche Verbindungen des Jodcalciums mit organischen Körpern, die neutral reagieren und im Organismus leicht in ihre Bestandteile, nämlich Jodcalcium-organischer Rost, zerfallen. 



   Verbindungen, die diesen Anforderungen genügen, sind diejenigen mit neutraion oder annähernd neutralen organischen Ammoniakderivaten, z. B. die Verbindungen des Jod-   t-atriums   mit freien oder verketteten Aminosäuren oder mit Harnstoffen. 



   Verbindungen des Harnstoffs mit Erdalkalibromiden sind allerdings bereits bekannt. 



  DaindesBromcalciumimGegensatzzudemleichtzersetzlichenJodcalciumeinchemisch völlg haltbarer StoS ist, so war aus dem Vorhandensein von Bromcalciumverbindungen durchaus nicht die Annahme naheliegend, dass die Herstellung haltbarer   Jodcaicium-   verbindungen möglich wäre. Gerade darin, dass es durch die Verbindung von Jodcalcium mit organischen Körpern, insbesondere Ammoniakderivaton, gelingt, völlig beständige Körper zu gewinnen, die die wesentlichen Eigenschaften desJodcalciums beibehalten, liegt der erfinderische Wort des Verfahrens. 



   Die Verbindungen worden gemäss der Erfindung hergestellt, indem man wässerige oder alkoholisele Lösungen von Jodcalcium auf wässerige oder   alkoholische Lösungen   dieser Körper einwirken lässt und die entstandenen Verbindungen in fester Form durch   Eindampfen oder freiwillige Kristallisation abscheidet, Es wurden in erster Linie hergestellt die Verbindungen des Jodealciums mit Glykokoll (AminoessigB & are), Harnstoff,   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Alanin (&alpha;-Aminoproprionsäure) und endlich mit Glycylglycin, Sämtliche Verbindungen erweisen sich als luftbeständig, nicht zerfliesslich und therapeutisch verwendbar. Sämtliche   
 EMI2.1 
   Stehen in der Kälte kristallisiert aus der Mischung Diglykokoll-Jodcalcium von der Zusammensetzung   
 EMI2.2 
 
Analysen 1.

   S t i c k s t o f f - B e s t i m m u n g e n nach Kjeldahl. 
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> 0#4360 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-0246 <SEP> g <SEP> N <SEP> = <SEP> 5'640/n,
<tb> 0#4165 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0249 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 5#98%,
<tb> 0#4700 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0285 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 6#07%.
<tb> 
 



   2. C a l c i u m - B e s t i m m u n g e n als Calcillmoxyd nach vorangegangener Füllung alsCalciumoxalat. 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> 



  0#5002 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0#0578 <SEP> g <SEP> CaO <SEP> = <SEP> 8#35% <SEP> Ca,
<tb> 0#4261 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0484 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 8#12% <SEP> ,,
<tb> N <SEP> berchnet <SEP> 5#83# <SEP> ; <SEP> gefunden <SEP> 5#64%, <SEP> 5#93%, <SEP> 6#07% <SEP> ;
<tb> Ca <SEP> ,, <SEP> 8#33%; <SEP> ,, <SEP> 8#35%, <SEP> 8#12%.
<tb> 
 



   Die Verbindung des   Glykoltolls   mit Jodcalcium von obiger Zusammensetzung kristallisiert ans der wässerigen Lösung in weissen prismatischen Nadeln, die schon in kaltem Wasser mit vollkommen neutraler Reaktion leicht löslich sind. In 50%igem Alkohol ist die Verbindung schwerer löslich, in absolutem Alkohol nahezu unlöslich. 



   Beim Erwärmen beginnt die Verbindung, sich oberhalb 275  unter Braunfärbung zu zersetzen, ohne vorher zu schmelzen. Die wässerige Lösung der Verbindung gibt nach dem   Hinzufügen   von Ammoniak mit einer Lösung von Ammoninmoxalat eine quantitative Fällung von Calciumoxalat. Mit einer salpetersauren Lösung von Silbernitrat gibt die wässerige Lösung der Verbindung eine   Fa) tang   von Jodsilber, die aber nicht quantitativ ist. Übergiesst man die Verbindung mit konzentrierter Schwefelsäure, so tritt schon in der Kälte Zersetzung unter   Jodnbscheidung   ein. 



   2. C a l c i u m j o d i d - H a r n s t o f f. 100 g Jodcalcium und 120 g Harnstoff werden zusammen in 250 cm'Wasser gelöst und unter Hinzufügung einiger Tropfen verdünnter   Essigsäure   am Rückfiusskühler gekocht. Darauf wird die erhaltene Lösung auf die Hälfte ihres Volumens eingedampft und mehrere Tage zur Kristallisation in der Kälte stehen gelassen. Es kristallisiert aus der Lösung die Verbindung 
 EMI2.5 
 aus. 



   Analyse. 



   Stickstoff-BestimmungennachKjeldahl. 
 EMI2.6 
 
<tb> 
<tb> 



  0-302 <SEP> 9 <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-0742 <SEP> 9 <SEP> N <SEP> = <SEP> 24#51%,
<tb> 0#2982 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0742 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 24#88%,
<tb> 0#3550 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0924 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 24#62%
<tb> 
 Calcin m - B e s t i m m u n g e n. 
 EMI2.7 
 
 EMI2.8 
 
<tb> 
<tb> 



  0#4463 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0848 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 5#60% <SEP> ,,
<tb> 0#3514 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0724 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 6#067 <SEP> Ca.
<tb> 



  N <SEP> berechuet <SEP> 24#35%, <SEP> gefunden <SEP> 24#51%, <SEP> 24#88%, <SEP> 24#62%;
<tb> Ca <SEP> ,, <SEP> 5#79%, <SEP> ,, <SEP> 5#91%, <SEP> 5#60%, <SEP> 6#067%.
<tb> 
 



   Die Verbindung von Harnstoff mit Jodcalcium kristallisiert in grossen weissen durch   sichtigen   Tafeln, die beim Erwärmen auf   167-511 C unkorrigiert schmelzen.   



   Die Verbindung ist in Wasser und   Alkohol leicht lösUd'.   Die wässerige Lösung der Verbindung zeigt folgende Reaktionen :
Eine Lösung von   Ammoniumoxalat @uft nach dem Hinzufügen einiger Tropfen   Ammoniak in der wässerigen Lösung der Verbindung eine quantitative Fällung von 
 EMI2.9 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 Die Verbindung hat die Zusammensetzung: 
 EMI3.2 
 
Analyse. 



  Stickstoff-BestimmungnachKjeldahl. 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> 



  0#5209 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-0484 <SEP> 9 <SEP> N <SEP> = <SEP> 9#30%,
<tb> 0#5622 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0532 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 9#46%.
<tb> 
 



   C a l c i u m - B e s t i m m u n g als Calciumoxyd nach voraufgegangener Fällung als Calciumoxalat. 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> 



  0 <SEP> 4659 <SEP> 9 <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-436 <SEP> y <SEP> Ca <SEP> 0 <SEP> = <SEP> 6#69% <SEP> Ca,
<tb> 0#4287 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0424 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 7#07% <SEP> ,,
<tb> N <SEP> berechnet <SEP> 9#43% <SEP> ; <SEP> gefunden <SEP> 9-30"/c, <SEP> 9-460o <SEP> ;
<tb> Ca <SEP> ,, <SEP> 6#73%; <SEP> ,, <SEP> 6#69%, <SEP> 7#07%.
<tb> 
 



   Die Verbindung von Glycylglycin mit Jodcalcium kristallisiert in weissen Nadeln, die   sich beim Erwärmen auf 200  unter Jocabscheidung zersetzen, ohne vorher zu schmelzen. 



  Die Verbindung ist schon in kaltem Wasser leicht löslich, in 60"/'igem Alkohol schwerer     löslich,   in absolutem Alkohol praktisch unlöslich. 



   Die wässerige Lösung gibt nach dem Hinzufügen einiger Tropfen Natronlauge und sehr geringer Mengen Kupfersulfat eine kräftige   Blaufärbung,   durch   Ammoniumoxalat   
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 abscheiden. 



   Beim Übergiessen der Verbindung mit konzentrierter Schwefelsäure tritt eine Zersetzung ein. 



   4.   Jodcatcinm-Atanin.   Eine Lösung von 200 g Jodcalcium in 200 cm3 Wasser wird mit einer Lösung von 100 g Alanin in 200 g Wasser gemischt und die Mischung unter Zusatz einiger Tropfen verdünnter Essigsäure auf dem Wasserbad stark konzentriert. Nach mehrtägigem Stehen in der Kälte scheidet sich Jodcalcium-Alanin in   lvristallen   ab. 



   Die Verbindung hat die Zusammensetzung : 
 EMI3.6 
 Analyse : 
 EMI3.7 
 
 EMI3.8 
 
<tb> 
<tb> 0#4492 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0#0244 <SEP> g <SEP> N <SEP> = <SEP> 5#42%,
<tb> 0-4010 <SEP> 0#0223 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 5#55%,
<tb> 
   Caic i i um-Be s tim m u n g   als Calciumoxyd nach voraufgegangener Fällung als Calciumoxalat. 
 EMI3.9 
 
<tb> 
<tb> 0'4732 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0#0500 <SEP> g <SEP> Ca <SEP> O <SEP> = <SEP> 7#55% <SEP> Ca,
<tb> 0#4989 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> 0#0523 <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> ,, <SEP> = <SEP> 7#43% <SEP> ,,
<tb> N <SEP> berechnet <SEP> 5#51%; <SEP> gefunden <SEP> 5#42%, <SEP> 5#55%.
<tb> 



  Ca <SEP> ,, <SEP> 7#87%; <SEP> ,, <SEP> 7#55%, <SEP> 7#43%.
<tb> 
   oie   Verbindung schmilzt bei 115  unkorrigiert, Sie ist schon in kaltem Wasser uud   50% igem Alkohol leicht löslich, in absolutem A ! kohol erst in der Wärme. Die wässerige Lösung reagiert neutral. Die ammoniakalische Lösung von Ammoniumoxalat ruft in einer   
 EMI3.10 


AT76724D 1916-12-07 1916-12-07 Verfahren zur Herstellung von organischen Derivaten des Jodcalciums. AT76724B (de)

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