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Verfahren und Einrichtung zur Erzielung einer Bremswirkung bei Vlerfakt. Verbrennungs- kraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzielung einer Bremswirkung bei ViertaktVerbrennungskraftmaschinen. Es ist bekannt, bei derartigen Maschinen eine Bremswirkung zu erzielen, indem man den Steuernocken des Auspufventils so verstellt, dass der Kolben bei einzelnen Hüben Luft ansaugt, die dann verdichtet wird und eine Bremswirkung hervorruft.
Dies Verfahren hat den Nachteil, dass der Auspuffnocken verstellt werden muss, während der Einlassnocken seine Lage nicht ändern darf. Wenn beide Nocken auf einer gemeinsamen Steuerwelle sitzen, was bei Maschinen mit auf einer Seite liegenden Ventilen stets der Fall ist, so macht die bauliche Durchbildung einer derartigen Bremse Schwieligkeiten, weil es nicht ohne weiteres möglich ist, die Auspuffnocken zu verstellen, ohne dass die Einlassnocken ihre Lage ändern.
Um diesem Übelstand abzuhelfen, wird nach der Erfindung das Arbeitsverfahren der zu bremsenden Maschine so ausgebildet, dass es durch eine blosse Verstellung der Steuerwelle nebst ihren Nocken eingeleitet wird, nicht aber einer Verstellung der Ein- und Auslassnocken gegeneinander bedarf.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 der Arbeitsgang einer Viertaktmaschine, in Fig. 2 der Arbeitsgang der zum Bremsen umgesteuerten Maschine durch Diagramme dargestellt. Fig. 3 und 4 veranschaulichen diagrammatisch die Zeitpunkte des Offnens und Schliessens des Aus-und Ein- l ass\entils bei der Arbeit bzw. beim Bremsen der Maschine,
Die Stellungen des Einlassventils 7 und des Auslassventils 2 sowie der Steuernocken 11 und 22 sind für jeden Totpunkt in den Diagrammen Fig. l und 2 angegeben. Im normalen Arbeitsgange nach dem Diagramm in Fig. l geht im Saughub 7 der Kolben bei einei Maschine mit behenden Zylindern von oben nach unten.
Das Einlassventil 1 ist geschlossen, das Auslassventil
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seitige Lage nicht verändern. Die grösste Bremsleistung ergibt sich, wenn man die Steuerwelle um etwa 00 > aus der Arbeitsstel1nng dreht. Eine Drehung der Steuerwelle um einen kleineren Winkel ergibt eine kleinere Bremsleistung.
Das Diagramm in Fig. 2 zeigt den Arbeitsgang der als Luftpumpe arbeitenden Maschine bei um 90"aus der Stellung nach Fig. 1 gedrehter Steuerwelle. Die Steuerwelle einer Viertaktmaschine läuft mit der halben'Umlaufzahl der Maschinenwelle, einem Drehungswinkel von 90 an der Steuerwelle entspricht also eine Verschiebung um 180 im Kurbelkreisdiagramm. In
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expandieren die eingeschlossenen Gase, bis der Unterdruck im Zylinder so stark geworden ist, dass der Unterschied des Druckes in der Saugleitung gegenüber dem im Zylinder die Kraft der Einlassventilfeder überwindet. und das Einlassventil wieder etwas öffnet. Infolgedessen strömt
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so j ! wss, wie er bei geschlossenem Einlassventil werden würde.
Die Dehnung verläuft demnach nicht nach der punktierten Expansionslinie d-d, sondern nach der Umgrenzungslinie der schraffierten Fläche unter der Nullinie o-o. Im Verdichtungshub II sind Auslass-und Einlass- ventil zunächst geschlossen. Die Luft wird verdichtet, bis das Auslassventil im Punkt 3 der Fig. 4 öffnet und die gepresste Luft entweichen lässt. Die unterhalb der Nullinie liegende schraffierte Fläche stellt die auf den Kolben übertragene Arbeit, die oberhalb liegende die Widerstandsarbeit dar. Im Expansionshub III bleibt das Auslassventil S geöffnet, während das Einlassventil 1 geschlossen bleibt. Der Kolben saugt Luft durch die Auspuffleitung an und verbraucht dabei die durch die schmale schraffierte Fläche unterhalb der Nullinie'o-o angedeutete Arbeit.
Die
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Auspuffhub fr wird kurz nach dem Totpunkt das Auslassventil 2 geschlossen (Punkt 4 in Fig. 4) Bald darauf öffnet das Einlassventil, und zwar im Punkt 7 der Fig. 4. Der Zylinder ist mit der angesaugten Luft von Atmosphärenspannung gefüllt, während in der Saugleitung ein Übeldruck herrscht, der in der Praxis etwa 1-2 Atm. beträgt. Die Folge davon ist, dass beim Öffnen
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Expansionshub.
Die erläuterten Diagramme beziehen sich auf eine Mehrzylindermaschine. Bei einer Ein-
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Takt bis zum Hubende entsprechend Linie v-tl in Fig. 2, Ir.
Das selbsttätige Aufklappen des Einlassventils während des Saughubesverursacht bei hohen Umdrehungszahlen ein starkes Geräusch. Um dies zu vermeiden, kann man das Einlass.
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Weise ausgerückt.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Steuerwelle zur Einleitung und Regelung der Bremswirkung im Sinne ihrer Umlaufrichtung verdreht. Der angestrebte Erfolg wird jedoch
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