AT76136B - Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze. - Google Patents
Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze.Info
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Description
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EMI1.1
Zu den am häufigsten in Braunkohlenrevieren verwendeten Abbauverfahren gehört der Kammerbruch- oder Planbau, der sich den verschiedenen Verhältnissen des mächtigen
EMI1.2
wird jene Abbaumethode bezeichnet, bei welcher über einer gewählten Abbaufläche die Kohle auf etwas über Streckenhöho hereingewonnen (ausgeweitet) und der darüber anstehende Kohlenkörper auf einmal oder partienweise bis zu einer gut ablösenden Schicht im Flötze durch seitliches Abtrennen von dem übrigen Flötze vermöge seines Gewichtes hereingebracht und unter dem Schutze der auf den umgrenzenden Kohlenpfeilern aufruhenden Abbaudecke (Plandecke) ausgefördert wird.
Je nachdem diese seitliche Abtrennung des Kohlenkörpers der Kammer durch einmalige Schlitzarbeit (Hackenarbeit) oder durch deckenweises Hereinschiessen des Kohlenkörpers erfolgt, unterscheidet man #Schlitzpläne" und Schusspläne". Die Schusspläne werden heute meistens bevorzugt. Nur bei bestimmten Flötzverhältnissen und dort, wo man an grosse Abbauhöhen gebunden ist und dabei gut ablösende Zwischenschichten im Flötze fehlen, zieht man noch die Schlitzpläne vor.
Bei den Schussplänen werden die einzelnen Abschichten in der Stärke von 1 bis 11 J I m dorch Sprengarbeit hereingebracht. Nach jeder Sprengung erfolgt das Nachputzen der Stösse und der Decke, wobei oft noch Nachsprengungen notwendig werden. Nach diesen Arbeiten erfolgt das Anbohren und Sprengen der nächsten Decke, was vom Vorrate aus geschieht, der deshalb bis zur Erreichung der gewählten Planhöhe nicht abgefördert werden kann. Für die gewöhnlich stark zur Selbstentzündung neigende Braunkoble wird dadurch die Höhe des Schussplanes beschränkt. Auch ergeben sich bei den Schussplänen viele Nachbohrungen und Hackarbeiten, falls im Flötze die Abschicbten nicht deutlich ausgeprägt sind.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausgestaltung des Schussplan- verfahrens, durch welche die Bohr-und Sprengzeit bedeutend verringert und dabei eine bessere Ausnützung der Sprengmittels ermöglicht wird. Das Verfahren gemäss der Erfindung ist insbesondere dort mit Vorteil zu verwenden, wo wegen Mangel an deutlichen Abschichten die Schusspläne bisher versagten, so dass man künftig bedeutend leichter auf die teuren Schlitzpläne wird verzichten können.
Das Wesentliche des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht darin, dass die für die Sprengung nötigen Bohrlöcher rf des Plankörpers X (Fig. 1 und 3 der Zeichnung) schon im Verlauf der Abtriebsperiode des Planes maschinell auf die ganze gewünschte Planhöhe vorgebohrt werden. Das partienweise Hereinschiessen des Kohlenkörpers erfolgt nun durch Benützung dieser Bohrlöcher in der Weise, dass für jede Sprengung die nötige Sprenghöhe (Vorgabe) im Bohrlocbe (siehe Fig. 2) durch einen einfachen Lettenpfropfen oder dgl.
(hI'h2'b3 usw.) nach oben hin begrenzt wird. Die Zündung der Bohrlöcher a erfolgt dabei gleichzeitig durch elektrische Zündung. Bei nicht kluftiger Kohle und bei Verwendung eines entsprechend brisanten Sprengmittels kann ohne Einsetzen der Pfropfen (, usw.) gesprengt werden.
Die Vorteile des Verfahrens gemäss der Erfindung liegen insbesondere in der bedeutenden Verkürzung der Bohr-und Sprengzeit. Die Anwendung der teuren Schlitzpläne wird bedeutend eingeschränkt, was schon insofern in Betracht kommt, als immer mehr und mehr Mangel an geschulten Arbeitskräften für diese besondere Arbeit herrscht.
Weiters gewinnt die Sicherheit des Betriebes durch das neue Verfahren ganz bedeutend, da eine Planperiode ausserordentlich verkürzt wird, was aber auch gleichzeitig eine ganz beträchtliche Steigerung der Leistungsfähigkeit des gesamten Grubenbetriebes ergibt.
PATENTANSPRÜCHE :
EMI1.3
worden und das partionweise Hereinschiessen der Abschichten durch in die Bohrlöcher mit der notwendigen Sprenghöhe (Vorgabe) eingeführte Sprengmittel erfolgt.
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Claims (1)
- 2. Kammer-Abbauverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Sprengung die notwendige Sprenghöhe (Vorgabe) im Bohrloche durch einen Pfropfen nach oben hin begrenzt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT76136T | 1917-04-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT76136B true AT76136B (de) | 1919-04-10 |
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ID=3597813
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT76136D AT76136B (de) | 1917-04-26 | 1917-04-26 | Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT76136B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745117C (de) * | 1940-03-08 | 1944-02-26 | Heinr Korfmann Jr Maschinenfab | Verfahren und Vorrichtung zur Hereingewinnung von Kohle im Pfeilerbruchbau, namentlich im Braunkohlentiefbau |
| US3650564A (en) * | 1970-06-15 | 1972-03-21 | Jacobs Associates | Mining method for methane drainage and rock conditioning |
-
1917
- 1917-04-26 AT AT76136D patent/AT76136B/de active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745117C (de) * | 1940-03-08 | 1944-02-26 | Heinr Korfmann Jr Maschinenfab | Verfahren und Vorrichtung zur Hereingewinnung von Kohle im Pfeilerbruchbau, namentlich im Braunkohlentiefbau |
| US3650564A (en) * | 1970-06-15 | 1972-03-21 | Jacobs Associates | Mining method for methane drainage and rock conditioning |
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