AT76136B - Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze. - Google Patents

Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze.

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AT76136B
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Austria
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Karl Ing Baumgartner
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Karl Ing Baumgartner
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   Zu den am häufigsten in Braunkohlenrevieren verwendeten Abbauverfahren gehört der   Kammerbruch- oder Planbau,   der sich den verschiedenen Verhältnissen des mächtigen 
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 wird jene Abbaumethode bezeichnet, bei welcher über einer gewählten Abbaufläche die Kohle auf etwas über Streckenhöho hereingewonnen (ausgeweitet) und der darüber anstehende   Kohlenkörper   auf einmal oder partienweise bis zu einer gut ablösenden Schicht im Flötze durch seitliches Abtrennen von dem übrigen Flötze vermöge seines Gewichtes hereingebracht und unter dem Schutze der auf den umgrenzenden Kohlenpfeilern aufruhenden Abbaudecke (Plandecke) ausgefördert wird.

   Je nachdem diese seitliche Abtrennung des   Kohlenkörpers   der Kammer durch einmalige Schlitzarbeit (Hackenarbeit) oder durch deckenweises Hereinschiessen des Kohlenkörpers erfolgt, unterscheidet   man #Schlitzpläne"   und   Schusspläne".   Die   Schusspläne   werden heute meistens bevorzugt. Nur bei bestimmten Flötzverhältnissen und dort, wo man an grosse Abbauhöhen gebunden ist und dabei gut ablösende Zwischenschichten im Flötze fehlen, zieht man noch die Schlitzpläne vor. 



   Bei den Schussplänen werden die einzelnen Abschichten in der Stärke von 1 bis   11 J I m dorch Sprengarbeit   hereingebracht. Nach jeder Sprengung erfolgt das Nachputzen der Stösse und der Decke, wobei oft noch Nachsprengungen notwendig werden. Nach diesen Arbeiten erfolgt das Anbohren und Sprengen der nächsten Decke, was vom Vorrate aus geschieht, der deshalb bis zur Erreichung der gewählten Planhöhe nicht   abgefördert   werden kann. Für die gewöhnlich stark zur Selbstentzündung neigende   Braunkoble   wird dadurch die Höhe des Schussplanes beschränkt. Auch ergeben sich bei den Schussplänen viele Nachbohrungen und Hackarbeiten, falls   im Flötze die Abschicbten   nicht deutlich ausgeprägt sind. 



   Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausgestaltung des   Schussplan-   verfahrens, durch welche die   Bohr-und Sprengzeit bedeutend   verringert und dabei eine bessere Ausnützung der Sprengmittels ermöglicht wird. Das Verfahren gemäss der Erfindung ist insbesondere dort mit Vorteil zu verwenden, wo wegen Mangel an deutlichen Abschichten die Schusspläne bisher versagten, so dass man künftig bedeutend leichter auf die teuren Schlitzpläne wird verzichten können. 



   Das Wesentliche des Verfahrens gemäss der Erfindung besteht darin, dass die für die Sprengung nötigen Bohrlöcher   rf   des   Plankörpers     X   (Fig. 1 und 3 der Zeichnung) schon im Verlauf der Abtriebsperiode des Planes maschinell auf die ganze gewünschte   Planhöhe   vorgebohrt werden. Das   partienweise Hereinschiessen   des   Kohlenkörpers   erfolgt nun durch Benützung dieser Bohrlöcher in der Weise, dass für jede Sprengung die nötige Sprenghöhe (Vorgabe) im Bohrlocbe (siehe Fig. 2) durch einen einfachen Lettenpfropfen oder dgl. 



    (hI'h2'b3 usw.)   nach oben hin begrenzt wird. Die Zündung der Bohrlöcher a erfolgt dabei gleichzeitig durch elektrische Zündung. Bei nicht kluftiger Kohle und bei Verwendung eines entsprechend brisanten Sprengmittels kann ohne Einsetzen der Pfropfen   (,        usw.) gesprengt werden. 



   Die Vorteile des Verfahrens gemäss der Erfindung liegen insbesondere in der bedeutenden Verkürzung der Bohr-und Sprengzeit. Die Anwendung der teuren Schlitzpläne wird bedeutend eingeschränkt, was schon insofern in Betracht kommt, als immer mehr und mehr Mangel an geschulten Arbeitskräften für diese besondere Arbeit herrscht.
Weiters gewinnt die Sicherheit des Betriebes durch das neue Verfahren ganz bedeutend, da eine Planperiode ausserordentlich   verkürzt   wird, was aber auch gleichzeitig eine ganz beträchtliche Steigerung der   Leistungsfähigkeit   des gesamten Grubenbetriebes ergibt. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
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 worden und das partionweise Hereinschiessen der Abschichten durch in die   Bohrlöcher   mit der notwendigen Sprenghöhe (Vorgabe) eingeführte Sprengmittel erfolgt. 

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Claims (1)

  1. 2. Kammer-Abbauverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Sprengung die notwendige Sprenghöhe (Vorgabe) im Bohrloche durch einen Pfropfen nach oben hin begrenzt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT76136D 1917-04-26 1917-04-26 Kammer-Abbauverfahren für Kohlenflötze. AT76136B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745117C (de) * 1940-03-08 1944-02-26 Heinr Korfmann Jr Maschinenfab Verfahren und Vorrichtung zur Hereingewinnung von Kohle im Pfeilerbruchbau, namentlich im Braunkohlentiefbau
US3650564A (en) * 1970-06-15 1972-03-21 Jacobs Associates Mining method for methane drainage and rock conditioning

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745117C (de) * 1940-03-08 1944-02-26 Heinr Korfmann Jr Maschinenfab Verfahren und Vorrichtung zur Hereingewinnung von Kohle im Pfeilerbruchbau, namentlich im Braunkohlentiefbau
US3650564A (en) * 1970-06-15 1972-03-21 Jacobs Associates Mining method for methane drainage and rock conditioning

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