<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Offenhalten und automatischen Schliessen einer von einem Fenster, einer Klappe oder dgl. gebildeten Lüftungseinrichtung.
Zum Lüften von Sanitärräumen, wie beispielsweise Badezimmern oder Toiletten, ist es bekannt, Zwangsentlüftungseinrichtungen in Form von Ventilatoren oder Exhaustoren anzuordnen. Derartige Ventilatoren verfügen in der Regel über ein Zeitschaltglied, welches nach der Betätigung, beispielsweise dem Einschalten eines Lichtschalters, nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit den Ventilator wiederum abstellen. Bei Sanitärräumen mit Fenstern oder ins Freie führenden Klappen kann eine intensive und wirkungsvolle Lüftung naturgemäss durch Öffnen derartiger Fenster oder Klappen erzielt werden. Nach dem Öffnen derartiger Fenster oder Klappen muss allerdings dafür Sorge getragen werden, dass die Fenster bzw. Klappen wiederum geschlossen werden.
Dies gilt vor allem aus Gründen der Energieeinsparung aber auch aus sicherheitstechnischen Überlegungen, da ja bei Verlassen alleinstehender Häuser offenstehende Fenster, insbesondere offenstehende Fenster zu Sanitärräumen, traditionell eine besonders einfache Möglichkeit für einen Einstieg darstellen.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher sichergestellt wird, dass das zum Zwecke des Lüftens geöffnete Fenster oder Klappen in Sanitärräumen oder Toiletten nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit wiederum geschlossen werden. Insbesondere soll die erfindungsgemässe Vorrichtung besonders einfach aufgebaut sein und ein hohes Mass an Betriebssicherheit aufweisen.
Auch soll durch die erfindungsgemässe Vorrichtung die Möglichkeit geschaffen werden, bestehende Fenster in besonders einfacher Weise mit einer automatischen Schliessvorrichtung nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit wiederum nachzurüsten. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemässe Vorrichtung der eingangs genannten Art im wesentlichen darin, dass die Lüftungseinrichtung mit einem Antrieb verbunden ist, und dass die Lüftungseinrichtung ein Verriegelungsglied aufweist, welches mit einem von einem Zeitschaltwerk gesteuerten Entriegelungsglied zusammenwirkt.
Dadurch, dass die Lüftungseinrichtung mit einem Antrieb
<Desc/Clms Page number 2>
verbunden ist, wird zunächst sichergestellt, dass nach vorbestimmter Zeit dieser Antrieb betätigt werden kann, wobei dieser Antrieb besonders einfach dadurch betätigt wird, dass ein Verriegelungsglied mit einem von einem Zeitschaltwerk gesteuerten Entriegelungsglied zusammenwirkt. Die konstruktiv einfachste Variante in diesem Fall besteht hiebei darin, dass der Antrieb als Kraftspeicher und vorzugsweise als ein mit einer Feder zusammenwirkendes Drehgelenkgetriebe ausgebildet ist, wobei ein derartiger, als Kraftspeicher ausgebildeter Antrieb, welcher mit einer Feder zusammenwirkt, von einem konventionellen und handelsüblichen Tür- oder Fensterschliesser gebildet sein kann.
Derartige konventionelle Einrichtungen weisen zumeist auch die erforderliche Dämpfung für ein sicheres und gefahrloses Schliessen von Fenstern auf, wobei beispielsweise hydraulisch gedämpfte Kraftspeicher bekannt sind. Prinzipiell können aber auch andere Schliessmechanismen Verwendung finden, wobei beispielsweise als Antrieb auch ein Elektromotor eingesetzt werden kann.
Bei Verwendung eines derartigen Antriebes, wie er beispielsweise von einem Kraftspeicher gebildet ist, genügt es, die Offenstellung in einfacher Weise beispielsweise nach Art einer Falle zu verriegeln. Die Freigabe bzw. Entriegelung kann hiebei in einfacher Weise von einem mechanischen Zeitschaltwerk bewirkt werden, wodurch ein hohes Mass an Betriebssicherheit erzielt wird, ohne dass nachträglich Elektroinstallationsarbeiten er- forderlich werden.
Mit : Vorteil ist die Ausbildung erfindungsgemäss so getroffen, dass das geöffnete Fenster oder die geöffnete Klappe
EMI2.1
vonElektronotors kann gleichzeitig auch eine Integration in ein Alarmsysteir. erfolgen. Mit Vorteil ist die Ausbildung so getroffen, dass das Entriegelungsglied von einem Elektromagneten gebildet ist. Ein derartiges, von einem Elektromagenten gebildetes Entriegelungsglied kann in einfacher Weise so geschaltet werden, dass bei Stromunterbrechung eine automatische Schliessung
<Desc/Clms Page number 3>
erfolgt, wobei der Antrieb in diesem Fall bevorzugt von einem Kraftspeicher abgeleitet ist.
Die Erfindung wird anhand von in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung, mit der ein konventionelles Sanitärfenster nachgerüstet ist.
In Fig. 2 wird die erfindungsgemässe Vorrichtung als mechanisches Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine Ausführung des Entriegelungsgliedes als Elektromagnet.
Fig. 1 zeigt eine von einem Fenster gebildete Lüftungseinrichtung 1, die durch die erfindungsgemässe Vorrichtung offengehalten wird. Am Fensterrahmen 2 ist ein Antrieb 3, der beispielsweise als konventioneller Fenster-oder Türschliesser ausgebildet ist, am oberen Rahmenteil in der Nähe der Fensterdrehachse 4 angebracht. Weiters ist ein Zeitschaltwerk 5 mit einem in Fig. 2 verdeutlichten Entriegelungsglied 6, welches mit einem Verriegelungsglied 7 zusammenwirkt, am achsabgewandten vertikalen Fensterrahmenteil befestigt. Das Verriegelungsglied 7 ist als Stange ausgebildet, deren oberes Ende 8 in ein zweiteiliges, büchsenartiges Führungsglied 9 mündet.
Eine Verbindungsstange 10 stellt über ein Scharnier 11 eine gelenkige Verbindung des Fensters mit dem Fensterstock 12 oder der Hauswand her, wobei die Verbindungsstange 10 im drehbaren oberen Teil 13 des zweiteiligen Führungsgliedes gleitend gelagert ist. Der untere Teil 14 des Führungsgliedes ist fest mit dem Fensterrahmen 2 verbunden.
Fig. 2 zeigt, wie das zweiteilige Führungsglied 9 mit der Verbindungsstange 10, dem Verriegelungsglied 7 und dem Zeitschaltwerk 5 zusammenwirkt. Mit Hilfe eines in Fig. 1 dargestellten Griffes 15 wird das Fenster auf herkömmliche Weise geöffnet und um einen Winkel um die Drehachse 4 geschwenkt. Beim Öffnen gleitet die Verbindungsstange 10 im oberen drehbaren Teil 13 des Führungsgliedes 9. Der maximale Schwenkwinkel des Fensters wird erreicht, wenn ein kopfförmiger Anschlag 16 am dem Scharnier 11 abgewandten Ende der Verbindungsstange 10 am oberen
<Desc/Clms Page number 4>
Teil 13 des Führungsgliedes anliegt. In dieser Position der Verbindungsstange 10 deckt sich eine Verriegelungsbohrung 17 mit der Längsbohrung 18 des Führungsgliedes 9.
Der Verrastungsvorgang wird durch das Aufziehen des mechanischen Zeitschaltwerkes 5 ermöglicht, indem das als elliptisch geformte Drehscheibe ausgeführte Entriegelungsglied 6 in die dargestellte Position gedreht wird und dadurch das Verriegelungsglied 7, welches in der Längsbohrung 18 des Führungsgliedes 9 geführt wird, anhebt. Bei diesem Vorgang verrastet das Verriegelungsglied 7 in der Verriegelungsbohrung 17 der Verbindungsstange. Beim Ablaufen des Zeitschaltwerkes 5 wird das Verriegelungsglied 6 in die strichliert gezeichnete Position verdreht, wobei sich das Verriegelungsglied 7 durch sein Eigengewicht entsprechend der Form der Drehscheibe 6 absenkt, bis es aus der Verriegelungsbohrung 17 gleitet.
Die Länge des als Stange ausgebildeten Verriegelunggliedes 7 und der durch die Form der mit dem Zeitschaltwerk 5 verbundenen Drehscheibe 6 bedingte Hub ist dabei so aufeinander abgestimmt, dass das obere Ende 19 der Stange in allen Positionen in der Längsbohrung 18 des oberen drehbaren Teils 13 des Führunggliedes zumindest so weit eintaucht, dass die Funktion der Stange als Drehachse erhalten bleibt. Nach dem Ausrasten des Verriegelungsgliedes 7 beginnt der Schliessvorgang durch den von einem Türschliesser gebildeten Antrieb 3. Nach Abschluss des Schliessvorganges muss das Fenster 1 durch nicht dargestellte Fallen verschlossen werden.
Wenn ein automatisches Schliessen des Fensters fallweise nicht erwünscht ist, wird durch ein gesondertes, in Fig. 1 ersichtliches Verriegelungsglied 20 das Herabfallen des Verriegelungsgliedes 7 nach Ablauf der Zeit blockiert. Dieses gesonderte, vom Zeitschaltwerk unabhängige Verriegelungsglied 20 kann als Bolzen ausgebildet sein, der durch eine Bohrung 21 des Verriegelungsgliedes und ein Sackloch im Fensterrahmen 2 gesteckt wird.
Als Antrieb 3 kann auch ein Elektromotor verwendet werden.
Das Entriegelungsglied 6 kann, wie in Fig. 3 gezeigt, als Elektromagnet ausgeführt sein. Im stromführenden Zustand wird das Verriegelungsglied 7 in der verrasteten Position gehalten,
<Desc/Clms Page number 5>
im stromlosen Zustand senkt sich das Verriegelungsglied durch sein Eigengewicht ab, wodurch der Schliessvorgang eingeleitet werden kann. Der Elektromagnet 6 kann mit Vorteil mit einem Alarmsystem zusammengeschaltet werden, sodass bei Trennung der Alarmanlage von der Stromversorgung das Verriegelungsglied 7 aus der Verrastungsposition mit der Verbindungsstange 10 fällt und der Schliessvorgang durch einen als Kraftspeicher ausgebildeten Antrieb 3 eingeleitet wird.