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Ponton.
Die bekannt gewordenen Pontons werden aus flachen, offenen Fahrzeugen (Kähnen) gebildet, die zum Zwecke des Transportes an jene Stelle, an der die Pontonbrücke über einen Flussisuf oder dgl. geschlagen werden soll, auf Wagen des sogenannten Brückentrains verladen werden. In Anbetracht des ziemlich grossen Inhaltes und Gewichtes derartiger Pontons ist diese Art des Transportes sehr umständlich und kostspielig, da besondere Wagen erforderlich sind und das Auf- und Abladen der Pontons schwierig und zeitraubend ist.
Diese Nachteile werden der Erfindung gemäss dadurch behoben, dass die Pontons als solche fahrbar gemacht werden, und zwar in der Weise, dass der eigentliche Brückenkörper mit zu Laufrädern ausgebildeten Schwimmkörpern versehen ist, die zugleich die Schwimmfähigkeit des Brückenkörpers im Wasser sowie dessen Fortbewegung am Lande ermöglichen. Natürlich kommen hiefür nur Schwimmkörper bzw Laufräder von entsprechender Grösse in Betracht und insbesondere eignen sich fassartige, mehr oder weniger tiber die ganze Breite des Brückenkörpers reichende Schwimmkörper, die es ermöglichen, nicht nur Strassen, sondern auch weichen, sumpfigen Grund zu befahren und dadurch die Pontons ohne Hilfe eines Transportwagens an Ort und Stelle zu bringen.
In der Zeichnung sind mehrere Ausfübrungsformen solcher Pontons dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 ein Ponton mit einem Stück eines zweiten Pontons im Längsschnitt und Fig. 3 dasselbe in der Stirnansicht, wahrend Fig. 2 ein Grundriss zu Fig. 1 bei Darstellung mehrerer verbundener Pontons ist. Fig. 4 ist. ein Querschnitt nach AA der Fig. 2 ; Fig. 5 zeigt mehrere Pontons in der Stirnansicht, Fig. 6 einen als Laufrad dienenden Schwimmkörper im Längschnitt und die Fig. 7 und 8 zwei Pontons im Querschnitt und in der Draufsicht mit einer besonderen Einrichtung.
Wie aus den Fig. 1 bis 4 ersichtlich ist, besteht der Ponton ans einer den eigentlichen Brückenkörper bildenden Plattform 1, die an der Unterseite mit Hilfe der Lagerarme 2 zwei hohle fassartige, fast über die ganze Breite der Plattform reichende Schwimmkörper 3, 4 trägt. Diese Schwimmkörper haben eine derartige Grösse, dass sie einen entsprechend grossen Auftrieb entwickeln, um den Ponton und die in Betracht kommenden Lasten zu tragen. Dabei bilden diese Schwimmkörper zugleich die Laufräder beim Befahren von Strassen und Gelände und besitzen eine solche Breite, dass der Ponton beim Befahren von sumpfigem Boden nicht tief einsinkt. Von den 8chwimmkörperrädern dient das linke (3, Fig. 1) als Lenkrad und ist demzufolge mittels Drehscbemels 5 gelagert.
Ks bedarf also nur des Vorspannens von Pferden, die gegebenenfalls an einer vom Drehschemel abgehenden Lenkstange angreifen, um den Ponton auf dem Land als Fuhrwerk transportieren zu können. Es empfiehlt sich, den Schwimmkörpern fassartige Gestalt zu geben (siehe Fig. 3,4 und 6), wodurch die Lenkbarkeit des Pontons erhöht wird. Am besten bildet der Schwimmkörper einen Hohlkörper aus Blech, der aussen Verstärkungsringe 6 (Fig. 3) besitzt und um eine die Stirnwände durchsetzende Achse 7 drehbar ist.
Die in Fig. 6 dargestellte Ausuhrungsform zeigt ferner radiale Verstärkungsarme 8 und zu beiden Seiten des Mittels angeordnete Reifen 9 aus Vollgummi, metallenen oder vegetabilischen Seilen oder dgl., welche ein weniger geräuschvolles Fahren am Boden ermöglichen.
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dessen könnte auch ein einfacher Riegelverschluss oder eine geeignete Verbindung angewendet werden, welche keine über die Brückenfläche vorstehenden Teile besitzt.
An einzelnen Plattformen sind ferner Geländer 16 (siehe Fig. 2 und 5) so um Scharniere 17 drehbar angeordnet, dass sie auf-und umgeklappt und auch (nach Ent- fernung, der Scharnierbolzen) entfernt worden können. Aufgeklappt bilden sie die Seitengeländer (Fig. 5) und niedergeklappt (siehe Fig. 2 unten) können sio als Geleise beim Hinausschieben der zu verlegenden Pontons dienen, indem die fassartigen Hohlkörper 3, 4 auf den Stäben 16'geführt werden. Beim Hinausschieben der Pontons werden die schrägen Lagerarme 2', (Fig. 1) dazu benutzt, um mittels derselben den Ponton an der Vorder-
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durch die Verbindung der Pontons in der Längsrichtung gegeben ist. Durch Anwendung von Vorsteckern wird diese Verbindung eine gegen vertikale Bewegung gesicherte.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in Querschnitt und Draufsicht eine Einrichtung, um den hinausgerollten Ponton während des Verlegens in der Hauptachse der bereits verlegten Pontons zu erhalten. Diese Einrichtung besteht aus Armen 18, die seitlich der Plattformen in der Nähe ihres einen Endes um horizontale Zapfen 19 drehbar sind, so dass sie bei Nichtgebrauch seitlich der Plattformen liegen und nach erfolgtem Herumklappen um 1800 und Feststellen, wie dargestellt, Längsausleger bilden. Der Ponton kommt während des Vorrollens und Versenkens ins Wasser zwischen die beiden Ausleger und wird dadurch in der Bauachse der Pontonbrllt erhalten, so dass die oben beschriebenen Verbindungsorgane 10 bis 13 glatt in Eingriff gingen können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Ponton, dadurch gekennzeichnet, dass ein Brückenkörper (1) mit zu Laufrädern ausgebildeten Schwimmkörpern (3, 4) versehen ist, die sowohl dessen Schwimmfähigkeit im Wasser als auch dessen Fortbewegung am Lande ermöglichen.