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Die Erfindung bezieht sich auf jene bekannten Kalorimeter, insbesondere zur Messung des Heizwertes von Brennstoffen, bei denen die entwickelte Gesamtwärme auf eine ruhende Flüssigkeit übertragen wird, deren Ausdehnung als Mass für den Heizwert dient.
Bei solchen Kalorimetern wurde bisher als Messflüssigkeit Wasser verwendet, wodurch sich aber Ungenauigkeiten ergaben, weil Wasser bei verschiedenen Temperaturen einen verschiedenen Ausdehnungskoeffizienten hat und deshalb die Volumzunahme zu der aufgenommenen Wärmemenge in keinem gesetzmässigen Verhältnis steht. Das könnte nur dann der Fall sein, wenn erstens immer mit genau derselben Anfangstemperatur gearbeitet, zweitens immer die gleiche Wärmemenge zugeführt wird und drittens alle Teilchen der Flüssigkeit genau die gleiche Temperatur haben ; letzteres könnte durch ein während des Versuches arbeitendes Rührwerk angestrebt werden. Durch das Rührwerk würde jedoch der Apparat kompliziert und seine Handhabung erschwert, zudem ist auch dieses Hilfsmittel zumal bei grösseren Apparaten noch unsicher.
Dehnen sich dagegen die Flüasigkeitsteilchen trotz verschiedener Temperaturzunahme im Verhältnis zu dieser Temperaturzunahme gleichmässig aus, so ist die Gesamtausdehnung gerade so gross, als ob alle Teilchen genau gleiche Temperaturen hätten : das Umrühren ist also in diesem Falle un-
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Die Ermittlung des Heizwertes erfolgt in einfachster Weise dadurch, dass man vor Beginn und am Ende des Versuches den Stand der Flüssigkeit In dem Messrohr des Kalorimeters abliest, die Differenz mit einer Konstanten multipliziert und das Produkt durch die Menge des verbrannten
Brennstoffes dividiert. Eine Korrektur wäre allenfalls nur für den Wärmeaufusch mit der Umgebung hinzuzufügen, welche in einfachster Weise zu ermitteln wäre.
Es hat sich indessen gezeigt, dass diese Korrektur vernachlässigt werden kann, wenn die in dem Apparat enthaltene Flüssigkeitsmenge im Verhältnis zu der verbrannten Brennstoffmenge so gross gewählt wird, dass die Flüssigkeit durch die Verbrennung nur unwesentlich erwärmt wild.
Da die Temperaturdifferenz zwischen Flössigkeit und Raum möglichst klein zu halten ist. kann man, Falls man den natürlichen Temperaturausgleich, der bei gut geschütztem Apparat sehr lange dauert, nicht abwarten wtH, die Flüssigkeit durch eine besondere Vorrichtung vor jedem Versuch auf eine gewünschte Temperature einstellen. Zwecks Beschleunigung der Wärme- überführung ist gemäss der Erfindung die Verbrennungskammer, die in bekannter Weise mit
Lamellen, Rippen. Rohren oder dgl. versehen ist, von einem Zirkulationsmantel umgeben.
Ferner ist nach der Erfindung das Messrohr im höchsten Punkt des Apparates angeordnet und der
Flüssigkeitsraum unter Vermeidung toter Räume so ausgebildet, dass aus der Flüssigkeit sich ausscheidende Luft-oder Gasblasen zwangläufig nach dem Messrohr geführt werden und aus diesem entweichen können.
Die Zeichnungen zeigen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung. Fig. 1 ist ein lotrechter
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zeigen eine andere Ausführungsform des Kalorimeters im lotrechten Schnitt bzw. im Schnitt nach Linie C-D der Fig. 3.
In Fig. 1 und 2 ist a das die Messflüssigkeit enthaltende Kalorimetergefäss, b der Ver- brennungsschicht. in welchem die bei der Verbrennung des Brennstoffes im Brenner c entwickelten
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temperiatur der Messflüssigkeit sind besondere Wärmeaustauschvorrichtungen vorhanden. Bei dem Ausführungssbeispiele ist zu diesem Zwecke eine in Stutzen k und I endigende Rohrschlange 1 : vorgesehen, durch welche je nach Erfordernis das Köhl- oder Wärmemittel geleitet wird.
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austausch erfolgt hier durch an den Verbrennungkanal b anschliessende, von der Messflüssigkti ) unispülte Heizrohre t. Die von oben nach unten durch diese Heizrohre ziehenden Verbrennungs-
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Skala s abgelesen wird.
An Stelle des in Fig. 1 gezeichneten Steigrohres befindet sich bei dem in ) Fig. 3 veranschaulichten Apparat ein Hahn o, der nach Füllung des Apparates geschlossen wird und der Luft den Eintritt und der Flüssigkeit den Austritt verwehrt.
Ein und derselbe Apparat kann für die Kalorimetrierung fester, flüssiger und gasförmiger
Brennstoffe benutzt werden. Es bedarf lediglich einer dem jeweils zu untersuchenden Brennstoff angepasstenBrennerausführung.
PATENT. ANSPRUCHE : 1. Vorrichtung zur Messung des Heizwertes von Brennstoffen, bei der die entwickelte
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