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Gegenwärtig bereiten die schnellaufenden Stoppzylinderpressen den mit Saugstange versehenen Bogenanlegevorrichtungen besondere Schwierigkeiten, weil diese Druckpressengattung eine sehr steile Anordnung des Anlegetisches bedingt.
Entsprechend dieser steilen Anordnung des Anlegetisches ist auch die Rollbahn für die Saugstange steil anzubringen, die ausserdem dadurch noch steiler wird, dass sie am oberen Teil die Saugstange über den Bogenstapel und über die vorderen Bläser zu leiten hat, welche bekanntlich im geeigneten Zeitpunkt Luft zwischen die jeweils obersten Bogen blasen und dadurch verhüten, dass ausser dem von den Saugern erfassten Bogen teilweise auch der darunter befindliche Bogen mit fortgerissen wird.
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vorderen Bläsern r mit einer Gelenkstelle d versehen und mit einer Hubscheibe k in solchen Zusammenhang gebracht, dass sie vor dem Abwärtsgange der Saugstange angehoben wird (Fig. 3) und in dieser gehobenen Stellung verbleibt, bis die Saugstange ihren vollen Arbeitsweg zurtickgelegt hat, also wieder hinter den vorderen Bläsern angekommen ist (Fig.
4).
Handelt es sich um Anlegetische von verhältnismässig geringer Neigung, so bereitet die ansteigende Rollbahn der Bewegung der Saugstange keine nennenswerten Schwierigkeiten, und es ist möglich, diese auch bei den grössten Geschwindigkeiten, d. h. bel der höchsten
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wie sie vorkommen, wenn die Bogenanlegevorrichtung für schnellaufende Stoppzylinder- pressen verwendet wird.
In diesem Falle nimmt das Zuggestänge p, m, welches zur Bewegung der Saugstange a dient, eine derart ungünstige Stellung zur Rollbahn ein, dass es geradezu unmöglich ist, mit der Bewegung der Saugstange die gleichen Geschwindigkeiten einzuhalten, wie sie die Stoppzylinderpresst) besitzt.
An den ArL'eit8stellungen II und III der Fig. 3 Ist deutlich zu erkennen, dass die Winkelstellung der Zugstange in zur Rollbahn 6'bis zur Ankunft der Saugstange an der hochsten Stelle immer ungünstiger wird.
Es stellen sich aber der Bewegung der Saugstange nicht nur erhebliche Widerstände entgegen, sondern es machen sich auch beim Übergang von der Bahn b'zur Bahn b heftige Schläge bemerkbar, die Ihren Grund darin finden, dass die schwere Saugstange bei der raschen Aufwärtsbewegung auf der steilen Bahn nicht unmittelbar von der Bahn b' nach b übergeht, sondern die Gelenkstelle d in weitem Bogen überspringt, um alsdann um so heftiger auf die Bahn b niederzufallen.
Gemäss der Erfindung wird diese Schwierigkeit dadurch überwunden, dass die Rollbahn b, b'für die Saugstange a durch die Hubscheibe k geserkt wird, sobald die Saugstange im Abwärtsgehen die vorderen Bläser überschritten hat und solange in Senk- stellung verbleibt, bis die zurückkehrende Saugstange vor den vorderen Bläsern angekommen ist.
Es hat die Saugstange eine Bahn zu befahren, die nur wenig steiler ist als der Anlegetisch, und sobald sie sich im Aufwärtsgang den vorderen Bläsern nähert, wird sie
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teile durch das Zuggestänge in der üblichen Weise gezogen, teils durch die in diesem Zeitpunkte aufw & rtsschwingende Rollbahn von unten her erfasst und angehoben, so dass nun auch diese schwierigste Stelle ohne Anstrengung mit der notwendigen Geschwindigkeit befahren werden kann, und die Bogenanlegevorrichtung befähigt wird, auch die schnelllaufenden Stoppzylinderpressen vorschriftsmässig zu bedienen.
In der Zeichnung sind nur die Teile der Bogonanlegevorricbtung dargestellt, die zum Verständnis der Erfindung notwendig sind.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Bogenanlegevorrichtung bei auf dem Bogenstapel gesenkter Saugstange und Fig. 2 dieselbe bei gehobener Saugstange.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen schematisch die verschiedenen Arbeitsstellungen in bisher üblicher Weise, Fig. 5 die neue Arbeitsweise der Bogenanlegevorrichtung.
Die Saugstange a wird von der üblichen Rollbahn b getragen, deren unterer Teil b' mit dem Teil b durch das Gelenk d in Verbindung steht, und deren oberer Teil b um die Achse g schwingt und sich mit der Rolle 11 gegen die Hubscheibe k legt.
An der Saugstange a greift eine Zugstange'111 an, die ihre Bewegung durch einen auf der Welle n befestigten Arm p erhält.
Die Hubscheibe k ist in der üblichen Weise so ausgebildet, dass sie die Rollbahn b
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der Rückkehr der Saugstange a die Rollbahn b, b senkt, sobald die Saugstange a hinter den vorderen Bläsern r angekommen ist (Fig. 1).
Während aber bisher die Hubscheibe k so ausgebildet war, dass die beiden Hubstellen k', k"durch einen geschlossenen Kreisbogen s" (Fig. 3 und 4) miteinander in Verbindung standen, die einmal angehobene Rollbahn b, b'also in gehobener Stellung gehalten wurde, bis die Saugstange wieder hinter den Bläsern r angekommen war, sind gemäss der Erfindung die beiden Hubstellen Jb', durch eine Kreisbahn s'verbunden, die den gleichen Radius besitzt wie die Senkstelle s.
Diese Ausbildung hat zur Folge, dass das Zuggestänge p, m die Saugstange a über eine weniger steile Bahn zu ziehen hat (Fig. 1 und 5) und dass, wenn die Steilstellung einsetzt, die Saugstange a die alsdann nahezu in ihrer obersten Stellung angekommen ist (Fig. 2 und 5 punktiert), durch die Fahrbahn selbst angehoben, das Zuggestänge p, m
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Auch die beim Übergang der Saugstange von der Bahn b'nach b sonst auftretenden harten Schläge werden vermieden, weil die Bahn b der Aufwärtsbewegung der Saugstange folgt, so dass diese gar nicht in die Lage kommt, teilweise die Bahn b zu überspringen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zum Abheben von Bogen mittels Saugluft bestimmte Vorrichtungen mit einer die Saugstange führenden, durch eine Hubscheibe gesteuerten Rollbahn, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbahn (b, b') beim Abwärtsgehen der Saugstange (a) wieder gesenkt wird, sobald die Rollbahn die vorderen Bläser (r) überschritten hat und und in dieser Stellung ver-
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