AT72405B - Röstofen mit indirekter Heizung. - Google Patents

Röstofen mit indirekter Heizung.

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AT72405B
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roasting oven
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Gustav Kroupa
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Gustav Kroupa
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  Röstofen mit indirekter Heizung. 



   Der Gegenstand des Stammpatentes Nr. 62517 betrifft einen Röstofen zur Verhüttung grobkörniger Erze, welcher aus einer Anzahl schmaler, in den Seiten-, Trennungs und Mittelwänden mit   iieizkanälen   ausgestatteter Schächte besteht, die infolge Anordnung einer regelbaren Austragvorrichtung von den Erzen von oben nach unten ohne Anwendung von   Krählvorrichtungen   oder eingebauten   Materialträgern   als beständig bewegte Erzsäule durchwandert werden, wodurch eine rasche und gute Röstung erzielt wird. 



   Bei diesem für grobkörnige   Erze   und Produkte bestimmten Ofen kann die Menge 
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   vollständige Trennung   der   Feuorgase   von den Röstgasen erzielt wird. Die Oxydationsluft, welche von der mechanischen Austragvorrichtung nach oben strömt, findet an den Wandungen der einzelnen   Schächte,   sowie durch die zwischen den groben Stücken vorhandenenZwischenräumelhrenWegdurchdieErzsäuleundgibtwährendihresAufstieges ihren Sauerstoff ab.   W@rde man die einzelnen Schachte mit feink@rnigen Zinnober-   
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 ausfallen, dass bei dem geringen Ofenzug der Durchgang der Oxydation luft durch die   Erzsäule aufh@ren würde.

   Es würde dader die Oxydationsluft nur   noch möglicherweise an den Wandungen die Erze   bestreihen und hier eine teilweise Oxydation des Zinnobers   herboiführen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass nur ein Teil des Zinnobers in Quecksilber 
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 Brennen zugute gebracht werden. 



     Ms müssen daher   bei der Verwendung dieses Systems eines kontinuierlichen   Muffel-   
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 des sublimierton Zinnobers aus dem Ofen in den Kondensator zu verhindern, d. h. um   @ine vollständige Oxydation des Zinnobers   vor seinem Austritt aus dem Ofen zu erzielen. 



   Dies wird boi dor vorliegenden Ofenkonstruktion auf die Weise erzielt, dass man die gebildeten Ofengase in einen besonderen Oxydationssammelraum leitet, in welchem durch eingeführte heisse   Luft dio vollständige Oxydation des Zinnobers   und die Zerlegung des etwa entstandenen Oxydes bzw. die Bildung des Quecksilberdampfes erfolgen. 
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 ausgebaut ist. 



     Die Reaktionsräume n   sind unten geschlossen und münden oben in die Abzugskanäle e, welche die Gase zum Kondensator ableiten. In der   Glühzone   eines jeden 
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 Schachtes, welche auf der Bodenfläche mit konischen Schlitzen versehen sind, münden direkt in den Reaktionsraum. Im oberen und unteren Teile der Schächte werden statt der Schamottekörper halbe Eisenrohre mit dem offenen Teile nach unten verwendet. Da sich das Röstgut unterhalb des   Hatbrohres   nach dem natürlichen Böschungswinkel anordnet, so wird hiedurch in der Erzsäule ein horizontaler Kanal gebildet, der ähnlich wie die Schamottehohlkörper in den Reaktionsraum einmündet.

   Durch Anordnung der letzteren und durch die erwähnten entstandenen horizontalen Kanäle unterhalb der Halbrohre werden die Röstgase aus den umliegenden Teilen der Erzsäule in jedem Schachte angesaugt und in den Reaktionsraum n befördert. Um den Reaktionsraum sind Luftschächte   l   angebracht, durch welche die zur Reaktion notwendige Luft eingeführt wird. Diese Luft wird durch in den Wandungen des Reaktionsraumes hergestellte Schlitze   m   in diesen eintreten.

   Die Oxydationsluft wird den Luftschächten durch den horizontalen Kanal h in der Trennungswand der Röstschächte zugeführt, und zwar kann die heisse
Luft entweder dem Ofengenerator entnommen werden oder es kann hiezu-wie in der
Zeichnung angedeutet-die an der Austragsvorrichtung zur Kühlung der zu ziehenden
Brennrückstände streichende Luft benutzt werden, welche zu diesem Zwecke nach dem
Kanal A durch kurze Verbindnngskanäle abgeleitet wird. Es ist ohneweiters klar, dass man auf diese Weise die Regulierung des Luftzutrittes zu den Ofengase vollkommen in der
Hand hat, weshalb es möglich ist, nur so viel Luft zuzuführen, als zur Oxydation des
Zinnobers notwendig ist.

   Man erhält also bei diesem Ofensystem nur wenig und an schweflige Säure arme Gase, wodurch die Kondensation der Quecksilberdämpfe wesentlich erleichtert wird, so dass man für diesen Zweck nunmehr Apparate verwenden können wird, deren Benutzung früher, wo man die an schweflige Säure reichen Röstgase gen mgt mit den Feuergasen erhalten hat, ausgeschlossen war. 



   Wie aus der Beschreibung zu ersehen ist, ist diese Ofenkonstruktion für alle fein- körnigen Produkte verwendbar, bei welchen es sich um Zerlegung der chemischen Ver- bindung (Karbonate des Magnesiums, Kalzium, Zinks usw.) oder um Destillation (z. B. Ichtyols aus dem Gestein) oder Sublimation (z. B. Schwefel) handelt. Insbesondere aber eignet sich die Konstruktion zum kaustischen Brennen von feinkörnigem Magnesit und feinkörnigem Galmei, wobei natürlicherweise der Reaktionsraum nur als Sammelraum für die eventuell zu verwertende Kohlensäure dient, so dass-um eine Verdünnung der
Ofengase zu verhindern-die Zuleitung der Luft in diesen Raum unterbleiben muss. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Abänderung des Röstofens   für indirekte   Heizung gemäss Stammpatent Nr. 62517 
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 zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass die während der Erhitzung entstandenen Dämpfe aus der Erzsäule in einen   Reaktionssammelraum   abgeleitet werden, in welchem die eventuell nur   übersubiimierten Zinnoberdämpfe durch zugeführte   heisse Luft in Quecksilberdämpfe übergeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Röstofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktionssammelranm ohne Luftzuführung ausgeftt ; i'it, um den Ofen zum Brennen von feinkörnigem Magnesit und Galmei bei gleichzeitiger Koh1ensäuregewinnung sowie für Destillation und Sublimation EMI2.3
AT72405D 1912-11-02 1915-07-08 Röstofen mit indirekter Heizung. AT72405B (de)

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