AT72405B - Röstofen mit indirekter Heizung. - Google Patents
Röstofen mit indirekter Heizung.Info
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Description
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Röstofen mit indirekter Heizung.
Der Gegenstand des Stammpatentes Nr. 62517 betrifft einen Röstofen zur Verhüttung grobkörniger Erze, welcher aus einer Anzahl schmaler, in den Seiten-, Trennungs und Mittelwänden mit iieizkanälen ausgestatteter Schächte besteht, die infolge Anordnung einer regelbaren Austragvorrichtung von den Erzen von oben nach unten ohne Anwendung von Krählvorrichtungen oder eingebauten Materialträgern als beständig bewegte Erzsäule durchwandert werden, wodurch eine rasche und gute Röstung erzielt wird.
Bei diesem für grobkörnige Erze und Produkte bestimmten Ofen kann die Menge
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vollständige Trennung der Feuorgase von den Röstgasen erzielt wird. Die Oxydationsluft, welche von der mechanischen Austragvorrichtung nach oben strömt, findet an den Wandungen der einzelnen Schächte, sowie durch die zwischen den groben Stücken vorhandenenZwischenräumelhrenWegdurchdieErzsäuleundgibtwährendihresAufstieges ihren Sauerstoff ab. W@rde man die einzelnen Schachte mit feink@rnigen Zinnober-
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ausfallen, dass bei dem geringen Ofenzug der Durchgang der Oxydation luft durch die Erzsäule aufh@ren würde.
Es würde dader die Oxydationsluft nur noch möglicherweise an den Wandungen die Erze bestreihen und hier eine teilweise Oxydation des Zinnobers herboiführen. Dies hatte jedoch zur Folge, dass nur ein Teil des Zinnobers in Quecksilber
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Brennen zugute gebracht werden.
Ms müssen daher bei der Verwendung dieses Systems eines kontinuierlichen Muffel-
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des sublimierton Zinnobers aus dem Ofen in den Kondensator zu verhindern, d. h. um @ine vollständige Oxydation des Zinnobers vor seinem Austritt aus dem Ofen zu erzielen.
Dies wird boi dor vorliegenden Ofenkonstruktion auf die Weise erzielt, dass man die gebildeten Ofengase in einen besonderen Oxydationssammelraum leitet, in welchem durch eingeführte heisse Luft dio vollständige Oxydation des Zinnobers und die Zerlegung des etwa entstandenen Oxydes bzw. die Bildung des Quecksilberdampfes erfolgen.
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ausgebaut ist.
Die Reaktionsräume n sind unten geschlossen und münden oben in die Abzugskanäle e, welche die Gase zum Kondensator ableiten. In der Glühzone eines jeden
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Schachtes, welche auf der Bodenfläche mit konischen Schlitzen versehen sind, münden direkt in den Reaktionsraum. Im oberen und unteren Teile der Schächte werden statt der Schamottekörper halbe Eisenrohre mit dem offenen Teile nach unten verwendet. Da sich das Röstgut unterhalb des Hatbrohres nach dem natürlichen Böschungswinkel anordnet, so wird hiedurch in der Erzsäule ein horizontaler Kanal gebildet, der ähnlich wie die Schamottehohlkörper in den Reaktionsraum einmündet.
Durch Anordnung der letzteren und durch die erwähnten entstandenen horizontalen Kanäle unterhalb der Halbrohre werden die Röstgase aus den umliegenden Teilen der Erzsäule in jedem Schachte angesaugt und in den Reaktionsraum n befördert. Um den Reaktionsraum sind Luftschächte l angebracht, durch welche die zur Reaktion notwendige Luft eingeführt wird. Diese Luft wird durch in den Wandungen des Reaktionsraumes hergestellte Schlitze m in diesen eintreten.
Die Oxydationsluft wird den Luftschächten durch den horizontalen Kanal h in der Trennungswand der Röstschächte zugeführt, und zwar kann die heisse
Luft entweder dem Ofengenerator entnommen werden oder es kann hiezu-wie in der
Zeichnung angedeutet-die an der Austragsvorrichtung zur Kühlung der zu ziehenden
Brennrückstände streichende Luft benutzt werden, welche zu diesem Zwecke nach dem
Kanal A durch kurze Verbindnngskanäle abgeleitet wird. Es ist ohneweiters klar, dass man auf diese Weise die Regulierung des Luftzutrittes zu den Ofengase vollkommen in der
Hand hat, weshalb es möglich ist, nur so viel Luft zuzuführen, als zur Oxydation des
Zinnobers notwendig ist.
Man erhält also bei diesem Ofensystem nur wenig und an schweflige Säure arme Gase, wodurch die Kondensation der Quecksilberdämpfe wesentlich erleichtert wird, so dass man für diesen Zweck nunmehr Apparate verwenden können wird, deren Benutzung früher, wo man die an schweflige Säure reichen Röstgase gen mgt mit den Feuergasen erhalten hat, ausgeschlossen war.
Wie aus der Beschreibung zu ersehen ist, ist diese Ofenkonstruktion für alle fein- körnigen Produkte verwendbar, bei welchen es sich um Zerlegung der chemischen Ver- bindung (Karbonate des Magnesiums, Kalzium, Zinks usw.) oder um Destillation (z. B. Ichtyols aus dem Gestein) oder Sublimation (z. B. Schwefel) handelt. Insbesondere aber eignet sich die Konstruktion zum kaustischen Brennen von feinkörnigem Magnesit und feinkörnigem Galmei, wobei natürlicherweise der Reaktionsraum nur als Sammelraum für die eventuell zu verwertende Kohlensäure dient, so dass-um eine Verdünnung der
Ofengase zu verhindern-die Zuleitung der Luft in diesen Raum unterbleiben muss.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Abänderung des Röstofens für indirekte Heizung gemäss Stammpatent Nr. 62517
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zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass die während der Erhitzung entstandenen Dämpfe aus der Erzsäule in einen Reaktionssammelraum abgeleitet werden, in welchem die eventuell nur übersubiimierten Zinnoberdämpfe durch zugeführte heisse Luft in Quecksilberdämpfe übergeführt werden.
Claims (1)
- 2. Röstofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktionssammelranm ohne Luftzuführung ausgeftt ; i'it, um den Ofen zum Brennen von feinkörnigem Magnesit und Galmei bei gleichzeitiger Koh1ensäuregewinnung sowie für Destillation und Sublimation EMI2.3
Applications Claiming Priority (2)
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