AT71752B - Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus kalihaltigen Silikatgesteinen und phosphorsäurehaltigen Mineralien (insbesondere Phosphoriten). - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus kalihaltigen Silikatgesteinen und phosphorsäurehaltigen Mineralien (insbesondere Phosphoriten).Info
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels aus kalihaltigen Silikatgesteinen und phosphorsäurehaltigen Mineralien (insbesondere Phosphoriten). EMI1.1 kalihaltigen Gesteinen und phosphorsäurehaltigen Gesteinen. Gemäss der Erfindung werden die genannten Komponenten derart zur wechselseitigen Aufschliessung gebracht, dass sowohl die unlösliche Phosphorsäure der phosphorsäurehaltigen Gesteine wie auch das unlösliche Gesteinskali in zitronensäurelösliche Form übergeführt wird. Dies Ergebnis wird erzielt, wenn man eine innige Mischung von kalibaltigen Gesteinen, phosphorsäurehaitigen Mineralien und Kalkstein bzw. Kalk auf Temperaturen über 11000 er- EMI1.2 Kalzium-Kalium-Phosphaten. An Versuchen, Phosphorite und Silikate zur Herstellung von Düngemitteln zu benutzen, hat es bisher nicht gefehlt, jedoch hat kaum einer der zahlreichen Vorschläge zu einem praktisch brauchbaren Ergebnis geführt. So hat man unter anderem vorgeschlagen, kalihaltige Gesteine mit Ätzkalk und gespanntem Dampf aufzuschliessen und Zuschläge in Form von Phosphoriten zuzusetzen. Bei diesen Verfahren findet aber eine Aufschliessung der Phosphorite im Sinne vorliegender Erfindung nicht statt, da es zu dieser Aufschliessung eines Glühprozesses bedarf. EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> Die Vermeidung von Kahverlusten ist von grosser Wichtigkeit, da die verwendeten natürlichen Gesteine einen nur beschränkten, keinesfalls aber hohen Kaligehalt besitzen. Man ist daher nicht in der Lage, grössere Verluste durch erhöhte Kaiizusätze ausgleichen zu können. Wenn man daher nicht dafür Sorge trägt, Kaliverluste zu vermeiden, so würde der Handelswert des erhaltenen Düngemittels infolge der geringen Konzentration des Kalis sehr vermindert werden. Ebenso müssen natürlich Verluste an wertvoller Phosphorsäure nach Möglichkeit vermieden werden. Viele Gesteine, insbesondere jungvulkanische Gesteine, enthalten reduzierende Stosse, wie Graphit oder auch Sulfate, welche bei Berührung mit organischen Substanzen zu Sulfiden reduziert werden. Andererseits enthalten die zur Herstellung des Düngemittels in Betracht kommenden Mineralien, wie Koprolithe und Phosphorite stets organische Substanzen, z. B. auch Pflanzenteile, Wurzeln usw. Diese kohlenstoffhaltigen Substanzen verkohlen, sobald sie auf Rotglut kommen, reduzieren bei hoher Temperatur die Phosphorsäure und bewirken hiedurch Verluste an Phosphorsäure. Nach Massgabe vorliegender Erfindung können die hifdurch bedingten Verluste an Phosphorsäure vermieden werden, wenn man in der Glühzone eine oxydierende Atmosphäre aufrechterhält. Auch für diesen Zweck ist die Behandlung des Gutes im Drehofen besonders vorteilhaft. Die stete Bewegung des Gutes im Drechofen verhindert die Anhäufung grosser Massen und gestattet, das Brenngut allseitig der daueinden Einwirkung einer oxydierenden Atmosphäre auszusetzen. so dass alle organischen Substanzen mit Sicherheit verbrennen und reduzierende Gase nicht aufnehmen können. Auch ist es beim Drehofen in besonders einfacher Weise möglich. die zur dauernden Aufrechterhaltung der oxydierenden Atmosphäre erforderliche Luft durch die Glühzone zu führen. Das Arbeiten im Drehofen bietet also den doppelten Vorteil, dass gleichzeitig die unerwünschten Verluste an Phosphorsäure und Kah vermindert werden können. Die Erfinder haben ferner gefunden, dass es wichtig ist, eine vorzeitige Entmischung de, Gutes zu verhüten. In manchen Fällen wird zur Erreichung dieses Zwecke das vorher besprochene A1fpuchten der Reaktionsmasse genügen. In anderen Fällen ist es aber zweckmässig, den ge- EMI3.1 masse herabzudrücken. Mitunter wird es auch vorteilhaft sein, die Reaktionsmasse zu brikettieren, um auf diese Weise die Entmischung der Partikelchen zu verhindern. EMI3.2 Die Anwendung zu hoher Temperaturen wird man nach Möglichkeit vermeiden, da mit der Steigerung der Temperatur auch die Flüchtigkeit des Kalis wächst. Nachdem sich die Reaktion in der Hitze vollzogen hat und das Gut in bekannter Weise abgekühlt worden ist, * wird dasselbe unter Benutzung der von der Technik gegebenen Mittel EMI3.3 <Desc/Clms Page number 4> angenehme Beigaben der Stassfurter Salze bzw. des Thomasmehls darstellen, sind in den nach vorliegendem Verfahren gewonnenen Produkten in störenden Mengen nicht vorhanden. Die Nebenbestandteile vorliegender Produkte sind leicht lösliche assimilierbare Kieselsäure, Kalk und Tonerde, also für Pflanzen und Bodenbescbafienheit wertvolle Stoffe. Zur Auführung des Verfahrens eignen sich besonders jungvulkanische Gesteine, welche sich als besonders reaktionsfähig erwiesen haben, z. B. Leucitophyrere, Phonolite und Leueittephrite. Es können aber auch bei richtiger Regelung des Kalkgehaltes und der Reaktionstemperatur Urgesteine, z. B. Feldspat, erfolgreich verarbeitet werden. Von phosphorsäurehaltigen Mineralien und Gesteinen dürften in der Hauptsache die billigen Koprolite und Phosphorite in Betracht kommen. Beispiel 1 : EMI4.1 <tb> <tb> 100 <SEP> Teile <SEP> Rhonolith <SEP> mit <SEP> zirka <SEP> 9#5% <SEP> K2O, <tb> 200 <SEP> Teile <SEP> Kreide <SEP> mit <SEP> 30% <SEP> Ca3 <SEP> (PO4)2, <tb> EMI4.2 Beispiel'2 : EMI4.3 <tb> <tb> 100 <SEP> Teile <SEP> Leuzit <SEP> mit <SEP> 19% <SEP> K2 <SEP> u, <tb> 80 <SEP> Teile <SEP> Algierphosphat <SEP> mit <SEP> etwa <SEP> 60% <SEP> Ca3(PO2)2, <tb> 90 <SEP> Teile <SEP> Ätzkalkhydrat <tb> werden fein gemahlen. innig gemischt und zusammengeschmolzen. Das feingemahlene, weisse EMI4.4 Beispiel 3 : EMI4.5 <tb> <tb> 100 <SEP> Teile <SEP> Feldspat, <tb> 220 <SEP> Teile <SEP> Kalkphosphat <SEP> mit <SEP> 10% <SEP> Ca3(PO4)2 <SEP> und <tb> 75 <SEP> Teiie <SEP> Kalkstein <tb> EMI4.6
Claims (1)
- Erhitzenbrikettiertwird.5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzung des Misch- EMI4.7 Zustande erhi. zt.7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Erhitzung unter AufreechterhaltungeineroxydierendenAtmosphäredurchführt.8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Brenngut auf 1 Teil EMI4.8
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