AT72812B - Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln. 



   Aus der Fachliteratur sind verschiedene Verfahren zum Aufschliessen der in der Natur vorkommenden Kalziumphosphate behufs Gewinnung von Düngemitteln bekannt. So wird gemäss der deutschen Patentschrift Nr. 114482 das Phosphat mit natürlichen Kalitonerdesilikaten, wie Granit, Porphir   usw.,   und einem basischen Körper, wie Kalk, zusammengeschmolzen, das Schmelzgut abgeschreckt und fein gepulvert Die österreichische Patentschrift Nr. 51553 gibt an, dass das   Trikalzinmphosphat   mit Kieselsäure zusammengeschmolzen werde, wobei sich Kalksilikat bildet und   Phosphorsäureanhydrid   abdestilliert, aus dessen wässeriger Lösung man dann durch Zusatz von Kalziumkarbonat oder Kalkhydrat Monokalziumphosphat bereitet.

   Endlich findet man noch in der englischen Patentschrift Nr. 13134 ex 1898 die Angabe, dass man beim Aufschliessen der natürlichen Kalziumphosphate die Kieselsäure durch Tonerde-und Kali-oder Tonerde-und Natronsilikate ersetzen solle. 



   In der Praxis konnte sich keines dieser Verfahren durchsetzen, da sie nicht rentabel waren. 



   Der Erfindung gemäss wird diesem Übelstand dadurch abgeholfen, dass man beim Zusammenschmelzen trikahiumphosphathaltiger Substanzen mit kalitonerdesililkathaltigem Material die Mengenverhältnisse so bemisst, dass auf 1 Molekül Siliziumdioxyd mehr als
1 Molekül und zwar bis zu 2   Moleküle-Kalziumoxyd entfallt. Man   überführt auf diese Weise den Kalk in die Form unlöslichen Silikats, während die Phosphorsäure an
Kali und Tonerde gebunden wird, was für   Dungezwecke   gut verwendbare Salze ergibt. 



   Versuche haben ergeben, dass man an Stelle von Trikalziumphosphat auch Knochen- asche, Apatit- oder Floridaphosphatgestein verwenden kann und dass man statt kalzium-   oxydhaltigen Mineralien   auch solche in Anwendung bringen kann, welche Baryt, Strontian oder dgl. enthalten, vorausgesetzt, dass man die Mengen immer mit Berücksichtigung der zur
Silkatbildung erforderlichen   Molekulargewichtsverhältnisse   wählt. Enthält ein verwendetes
Gestein Fluorkalzium, so muss doppelt so viel Kieselsäure in Anwendung kommen, da beim Brennen flüchtiges Fluorsilizium entsteht und das Kalzium sich mit der   übrigen  
Kieselsäure zu Bikalziumsilikat verbindet. 



   Bei Anwendung von Orthoclasfeldspat vollzieht sich die Reaktion nach folgender
Gleichung : 
 EMI1.1 
 



   Enthält der Feldspat oder das Phosphatgestein als Säure wirkende Verbindungen wie Zirkon   (grog)   oder Titan   (tri 0,),   so muss die zu brennende Mischung dementsprechend weniger Kieselsäure enthalten. 



   Statt Mineralien, welche Kali enthalten, können auch solche verwendet werden, welche statt dessen Natron, Litbion,   Rubidiumoxyd oder Cäsiumoxyd   mit sich führen. Enthält das verwendete Kalitonerdesilikat auch alkalische Erden, so berechnet man dieselben als teilweisen Ersatz des   Ca (A   

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Bei Verarbeitung von Hyodophan, welches Baryt enthält, führt man das Verfahren nach nachstehender Gleichung durch.   
 EMI2.1 
 



   Natürlich ist bei den durch das Sintern erlangten Endprodukten   P205   an Kali und Tonerde gebunden. 



   Das kalziumphosphathaltige Gestein enthält immer auch Kalziumkarbonat, welches gleichfalls in Silikat   überführt   werden muss und darum bei Berechnung der erforderlichen   Kieselsäuremenge   zu berücksichtigen ist. 



   Nach dem Erhitzen behandelt man die gesinterte Masse mit Schwefelsäure oder Salzsäure, wenn man die Phosphorsäure freibekommen will. 



   Man bedient sich vorzugsweise eines rotierenden Ofens nach Art der Zementöfen, wobei eine Temperatur von 10000 bis 17000 C in Anwendung kommt. Die gesinterte Masse wird gepulvert und kann dann direkt als Düngemittel Anwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln durch Zusammensintern von trikalziumphosphathaltigeu Mineralien mit Kali- und Tonerdesilikaten. dadurch gekennzeichnet, dass man die beiden Substanzen in solchem Verhältnis mengt, dass auf 1 Molekül Kieselsäure 1 bis 2 Moleküle Kalziumoxyd entfallen, um die Bildung von Monokalziumsilikat oder Dikalziumsilikat zu veranlassen.
AT72812D 1913-02-08 1913-02-08 Verfahren zur Herstellung von Düngemitteln. AT72812B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750708C (de) * 1935-09-24 1945-01-25 Union Fabrik Chemischer Produc Verfahren zur Herstellung eines freie kolloidale Kieselsaeure enthaltenden Schmelzphosphates

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE750708C (de) * 1935-09-24 1945-01-25 Union Fabrik Chemischer Produc Verfahren zur Herstellung eines freie kolloidale Kieselsaeure enthaltenden Schmelzphosphates

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