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Die Erfindung betrifft ein Markierungssystem für Strassen gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Bei einem bekannten derartigen Markierungssystem weisen die Fundamentsteine einen kreisrunden Querschnitt auf. Dabei ergibt sich jedoch der Nachteil, dass die Fundamentsteine beim Einsetzen in den Boden gegen ein Verdrehen nicht gesichert sind. So kann es nach dem Einsetzen eines Fundamentsteines in eine entsprechende Vertiefung des Bodens beim Verfestigen des die Vertiefung umgebenden Bereiches des Bodens zu einem Verdrehen des Fundamentsteines kommen. Aus diesem Grund können die eigentlichen Leitpflöcke, die einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt aufweisen und mit Rückstrahlern bestückt sind, in eine für die Wirksamkeit der Rückstrahler günstige Ausrichtung nur mit einer sehr erheblichen Sorgfalt beim Einsetzen der Fundamentsteine gebracht werden.
Dabei ist es in der Regel kaum möglich, den Fundamentstein nach dem Verfestigen des Bodens im Randbereich des Fundamentsteines durch Aufbringen eines entsprechenden Drehmomentes an einem eingesetzten Leitpflock zu verdrehen. Dadurch kommt es häufig vor, dass die Leitpflöcke in einer für die Effizienz der Rückstrahler ungünstigen Ausrichtung stehen und insbesondere in der Nacht von den Verkehrsteilnehmern nur schlecht wahrgenommen werden können.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Markierungssystem der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem diese Nachteile vermieden sind und eine Ausrichtung in vertretbaren Toleranzen auf eine für die Wirksamkeit der Rückstrahler optimale Richtung in Bezug auf den Strassenverlaufeinfach möglich ist.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Markierungssystem der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen ist eine Sicherung gegen ein Verdrehen des Fundamentsteines auch bei der Verfestigung des Bodens im Randbereich des Fundamentsteines sichergestellt. Da durch die Verdrehsicherung der Fundamentsteine eine markante Ausformung des Querschnittes des Fundamentsteines gegeben ist, ist es auch auf einfache Weise möglich, den Boden im Bereich der Vertiefung zur Aufnahme eines Fundamentsteines entsprechend zu markieren und dadurch eine entsprechende Kontrolle der Ausrichtung des Fundamentsteines zu erreichen. Dadurch ist es auch möglich während des
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Verfestigens des Bodens im Bereich des in eine Vertiefung eingesetzten Fundamentsteines eine allfällige Verdrehung zu erkennen und entsprechende Korrekturen vorzunehmen.
In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 2 vorzusehen. Ein solcher entlang einer Sehne verlaufender Abschnitt des Umfanges des Querschnitts ergibt ein hohes Mass an Verdrehsicherheit und stellt gleichzeitig ein markantes Merkmal dar, auf das eine entsprechende Markierung im Nahebereich einer zur Aufnahme eines Fundamentsteines vorgesehenen Vertiefung im Boden abgestellt werden kann.
Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich ein besonders hohes Mass an Verdrehsicherheit und ausserdem kann dadurch der Fundamentstein leicht auf eine Markierung ausgerichtet werden., da sich durch die vorgeschlagene Ausgestaltung des Querschnittes des Fundamentsteines die vier entlang von Sehnen verlaufende Abschnitte des Umfanges des Querschnittes z. B. ein Trapez bilden und sich daher eine Verjüngung des Querschnittes ergibt. Die gleichen Vorteile im Hinblick auf Verdrehsicherheit und Einfachheit der Ausrichtung auf eine Markierung ergeben sich auch dann, wenn die Sehnen in ihrer Verlängerung ein Parallelogramm ergeben.
Es ist aber ohne Nachteil für die Leichtigkeit des Ausrichtens des Fundamentsteines auf eine Markierung auch möglich z.B. statt der kürzeren der beiden zueinander parallel verlaufenden Sehnen eine bogenförmigen Abschnitt des Querschnittes des Fundamentsteines vorzusehen.
Durch die Merkmale des Anspruches 4 ergibt sich ebenfalls ein hohes Mass an Verdrehsicherheit und ermöglicht auch eine einfache Ausrichtung des Fundamentsteines auf eine entsprechende Markierung.
Durch die Merkmale des Anspruches 5 ergibt sich der Vorteil, dass die vorgegebene Einstecktiefe des Fundamentsteines leicht eingehalten werden kann.
Durch die Merkmale des Anspruches 6 ist es möglich relativ grosse Toleranzen bei der Herstellung des Fundamentsteines, insbesondere der Vertiefung zur Aufnahme des Leitpflockes, und des Leitpflockes selbst zugelassen werden können und trotzdem ein sicherer Halt des Leitpflockes im Fundamentstein gewährleistet ist.
Durch die Merkmale des Anspruches 7 ergibt sich der Vorteil einer erhöhten Sicherheit gegen ein Herausziehen aus dem Boden. Dabei ist es besonders vorteilhaft die Merkmale des Anspruches 8 vorzusehen.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Leitpflock mit im Boden eingesetzten Fundamentstein in Ansicht,
Fig. 2a eine Druntersicht eines Fundamentsteines nach der Fig. 1,
Fig. 2b eine Druntersicht einer weiteren Ausführungsform eines Fundamentsteines,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in der Fig. 2a,
Fig. 4 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Fundamentsteines mit eingesetztem Leitpflock entlang der Linie IV-IV in der Fig. 5 und
Fig. 5 eine Druntersicht des Fundamentsteines nach der Fig. 4.
Bei dem erfindungsgemässen Markierungssystem ist ein Leitpflock 1, der einen im wesentlichen dreieckigen Querschnitt mit abgerundeten Kanten aufweist, in einen Fundamentstein 4 eingesteckt. Dabei ist der Leitpflock 1 in üblicherweise mit Rückstrahlern 2 und einer andersfarbigen Kappe 3 versehen.
Der Fundamentstein 4 ist in den Boden 5 eingesetzt, wobei bei dem in der Fig.
1 dargestellten Ausführungsbeispiel der Fundamentstein 4 an seinem oberen Ende mit einem Flansch 6 versehen ist.
Wie aus der Fig. 2a zu ersehen ist, weist der Fundamentstein 4 eine im wesentlichen dreieckige Vertiefung 7 auf, deren Querschnitt dem Querschnitt der Leitpflöcke 1 entspricht. Dabei ragt im untersten Drittel der Vertiefung 7 eine sich in axialer Richtung erstreckende Leiste 8 in den lichten Raum der Vertiefung 7 hineinragt, die zur besseren Klemmung des Leitpflockes 1 dient. Dabei weist die Leiste 8 an ihrem oberen Ende eine Abschrägung 9 auf (Fig. 3), um das Einstecken eines Leitpflockes 1 zu erleichtern.
Wie aus der Fig. 3 zu ersehen ist, setzt sich die Vertiefung 7 in einem Durchbruch 11fort. Dabei sitzt ein Leitpflock 1 mit seinem unteren Ende auf einem Ansatz 10 auf.
Wie aus der Fig. 2a zu ersehen ist, weist der Querschnitt des Fundamentsteines 4, der bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2a vier entlang von Sehnen verlaufende Abschnitte 20,21, 22,23 auf, deren Verlängerungen im wesentlichen ein Trapez ergeben.
Diese Gestaltung stellt ein hohes Mass an Verdrehsicherheit sicher. die Übergänge von einem
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entlang von Sehnen verlaufenden Abschnitt 20,21, 22,23 zum angrenzenden erfogt über bogenförmige Abschnitte 30, 31. Dabei ist es ohne weiteres auch möglich z.B. den entlang einer Sehen verlaufenden Abschnitt 23 durch einen bogenförmigen Abschnitt zu ersetzen, der die beiden bogenförmigen Abschnitte 31 mit einander verbindet und im wesentlichen den gleichen Radius wie diese aufweist.
Grundsätzlich genügt es als Verdrehsicherung einen entlang einer Sehne verlaufenden Abschnitt des Umfanges des Querschnittes vorzusehen, wenngleich die Anordnung von drei oder mehr solcher entlang von Sehen verlaufenden Abschnitten vorteilhaft ist, insbesondere im Hinblick auf ein leichteres Ausrichten des eine Fundamentsteines auf eine Markierung.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 2b weist der Fundamentstein 4' keinen Flansch 6 auf. Dabei ist die Verdrehsicherheit durch leistenartige Vorsprünge 24 gegeben die diametral zueinander angeordnet sind und einen angenähert halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen und sich über die gesamte Höhe des Fundamentsteines erstrecken. Dies ist allerdings nicht unbedingt erforderlich.
Weiters weist der Fundamentstein 4' in den lichten Raum der Vertiefung 7 hineinragende Noppen 8' auf, die zur Verbesserung der Klemmung eines in die Vertiefung 7 eingesteckten Leitpflockes 1 dienen.
Der Fundamentstein nach der Fig. 4 entspricht im wesentlichen dem Fundamentsein 4 nach der Fig. 1 und 2a. Allerdings weist der Fundamentstein 4" an seinem unteren Ende einen Bund 40 auf, der einen runden Querschnitt aufweist und dessen äusserer Radius die radial äussersten Punkte des an den Bund 40 nach oben zu angrenzenden Abschnittes des Fundamentsteines 4" berührt. Es sind dies die bogenförmigen Abschnitte 30 und 31, wobei beim Fundamentstein 4" der bogenförmige Abschnitt 31 die beiden entlang von Sehen verlaufenden Abschnitte 20,22 des Querschnittes miteinander direkt verbindet und der beim Fundamentstein 4 nach der Fig. 2a entlang einer Sehne verlaufende Abschnitt 23 fehlt.
Der Bund 40 ragt somit abschnittsweise über den Umfang des Querschnittes des nach oben zu an den Bund 40 angrenzenden Abschnitt radial nach aussen vor. Dies ermöglicht eine sehr wirkungsvolle Sicherung gegen ein Herausziehen des Fundamentsteines aus dem Boden. Beim Einsetzen eines Fundamentsteines 4" wird ein entsprechend grosses Loch in den Boden gebohrt und der Fundamentstein 4" eingesetzt und anschliessend das diesen umgebende Erdreich verfestigt, wobei dieses auch in den Bereich zwischen dem Bund
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40 und dem Flansch 6 eindringt und den Fundamentstein 4" gegen ein Herausziehen aus dem Boden sichert.