AT68521B - Vorrichtung an Roßhaarumspinnmaschinen zur Verhütung von Fehlstellen. - Google Patents

Vorrichtung an Roßhaarumspinnmaschinen zur Verhütung von Fehlstellen.

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AT68521B
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hair
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spinning
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Robert Staub
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Robert Staub
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  Vorrichtung an Rosshaarumspinnmaschinen zur Verhütung von Fehlstellen. 



   Mechanische Vorrichtungen zum Ergreifen und Herausziehen einzelner Haare aus einem Haarbündel haben zuerst beim mechanischen Verweben von Rosshaar Verwendung gefunden. Damit durch Fehlgreifen keine Schussfehler im Gewebe entstehen, sind die mechanischen Webstühle zum Verweben von Rosshaaren mit Vorrichtungen versehen worden, welche bewirken, dass bei fehlendem Rosshaar ohne den Gang des Stuhles zu unterbrechen, nur der Fachwechsel unterbrochen wird und dass dieser fortgesetzt wird, sobald wieder ein Haar   zuni Kmtragen   vorhanden ist. Während die Vorrichtungen zum mechanischen Ergreifen von Haaren zweckentsprechend später auf die Rosshaarumspinnmaschinen übertragen wurden, sind Vorrichtungen an diesen zum Verhüten von Fehlstellen im Fadengebilde infolge Fehlgreifens oder Versagens des Greifwerkzeuges bis jetzt nicht vorhanden.

   Vorliegende Erfindung bezweckt, solche Fehlstellen zu verhüten. 



   Erreicht wird dieser Zweck durch eine Vorrichtung, welche bei fehlendem Rosshaar die Fadenbildung unterbricht, um sie fortzusetzen, sobald die Rosshaarzuführung wieder richtig 
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 Haarzuführungsapparat beschaffen sein mag. 



   Eine Erläuterung des Erfindungsgedankens wird in folgendem Ausführungsbeispiel gegeben. 



  Gewählt ist dabei eine   wagerechte Anordnung der Umspinnspindel. Fig. l zeigt,   die Umspinnspindel mit der Einrichtung zur   Haarzuführung,   in Fig. 2 ist die neue   Vorrichtung selhst mtt   den   zugehörigen Teilen der Umspinnmaschine veranschaulicht   und die Fig. 3,4 und 5 geben Einzelheiten der Vorrichtung wieder. 



   An einer starren Schiene 2 ist ein Rohr   : 2   mit zwei   Muttern. ? befestigt.   Um das Rohr 2 
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 bilden die Umspinnvorrichtung. 



   Das Rad 4 wird von dem Rad 15, die mit letzterem verbundene Scheibe 16 von der Reibscheibe 17 angetrieben.   Rad 76 und Scheibe 76 sitzen   an dem um das Rohr 2 drehbaren   Hebel 18.   



  Solange unter der Wirkung einer   Feder 79 die Scheibe 76 gegen   die Reibscheibe 17 angedrückt wird, dreht sich die   Umspinnvorricbtung. Wird dagegen mittels   des Hebels 18 die Scheibe 16 
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 Umspinnvorrichtung zum   Stillstand,   der je nach dem Grad der   Bremswirkung   allmählich oder plötzlich bewirkt werden kann. 



   Statt des Bremsschuhes   2U   kann auch eine zweite Reibscheibe mit geringerer Umdrehungs- 
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 eintritt, sondern diese nur verlangsamt wird. 



   Zur mechanischen Bewegung des hebels 18 ist folgende   Einrichtung   getroffen. Aaf   euler   starren Schiene 21 sitzt drehbar ein Winkel 22, von welchem ein Schenkel als Sperrhaken ausgebildet ist, während an dem anderen Schenkel ein haken 23 angelenkt ist. Unterhalb der   Schiene 21   bewegt sich eine Schiene 24 in der angegebenen Pfeilriohtung hin und her. An dieser ist ein Doppelhaken 25 und ein Sperrhaken 26 drehbar befestigt. Je nachdem der erstere durch 

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 seine gehobene Stellung zurück, andernfalls zieht derselbe in seiner gesenkten Stellung bei der folgenden Rechtsbewegung der Schiene 24 den Haken 23   ? mit und bewirkt dadurch   ein Anheben der Sperrklinke 22.

   Dadurch wird der Stift 29 freigegeben und die Scheibe 16 wird unter Ein- 
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 des Hakens 26 wird durch eine Fühlereinrichtung bewirkt, sobald bei der mechanischen Haarzuführung ein Versager vorkommt. 



   Der Haarzuführungsapparat besteht beispielsweise aus dem auf einem beweglichen Tisch 
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 Heben und Senken eines Hebels 32 bewirkt. Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Greifer 31 ist in seiner Endstellung nach rechts, der Tisch mit dem   Haarbündel   30 in seiner Endstellung 
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 wodurch die Greifernadel in die Haare eindringt, wird der Griefer 31 geschlossen. Dieser bewegt sich dann nach l, inks, das   Haarbündel   30 nach rechts, wobei es gleichzeitig gehoben wird.

   Ist der Greifer. 31 in seiner Endstellung angelangt, so beginnt die   Tätigkeit   der   Fühl'jreinrichtung   die aus einem in der Schiene 34 drehbar gelagerten Stift 40 (Fig. 4   un, ì 5) und   zwei in   defen   
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   Stäbchens 42   ist nach unten abgebogen und ruht auf einem in der Schiene 34 steckenden Stift 39 Die Schiene 34 schwingt mit dem Greifer 31 hin und her. In der Endstellung   des Greifers   nach links (Fig. 1) beginnt die Schiene 34 sich nach rechts zu verschieben (Fig. 4 und 5).

   Hat der Greifer 31 nun ein Haar gefasst und zum Teil aus dem Bündel 3 herausgezogen, so begegnet das senkrechte Stäbchen   41   des   Fühlers   dem Haar und wird ber Fortsetzung der Rechtsbewegung der Schiene 34 zurückgehalten, so dass sich die rechte Spitze des wagerechten Stäbchens 42 des 
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 Ebene drehbaren Winkel 36 aus. Der eine Schenkel dieses Winkels 36 ist mit dem Sperrbaken 26 durch eme Schnur 37 verbunden, die über eine leitrolle 38 geführt ist. 



   Sobald die rechte Spitze des   wagerechten Stäbchens 42 des Fühlers sich gehoben hat,   beginnt die Schiene 35   sich   nach links zu bewegen. Der dem Fühler zugekehrte Schenkel des Winkels 36 gleitet dabei unter dem Stäbchen 42 des Fühlers hinweg. Der Winkel 36 bleibt in seiner Ruhelage und demzufolge wird der Sperrhaken 26 nicht ; angehoben. 



   Die Fadenbildung nimmt   ungestört   ihren Fortgang. Der Greifer 31 öffnet sich, das Bündel 30 bewegt sich nach links   und   die Schienen 34 und 35 kehren in ihre Ausgangsstellung zurück, 
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 Bewegung des Bündels 30   m   derselben Richtung wird das erfasste Haar der   Umspinnvorricltung   zugeführt.. 



   Hat der Greifer kein Haar erfasst,   80   wird der Fühler bei seinem Vorgang nicht beeinflusst. 



  In seiner Ruhelage verharrend stösst die rechte Spitze des Stäbchens 42 desselben gegen den ihm mit der Schiene 35 entgegenkommenden Winkel 36. Dieser wind in der Pfeilrichtung gedreht und hebt den mit ihm verbundenen Sperrhaken 26 mit der Wirkung. dass die Fadenbildung, wie zuvor beschrieben wurde, unterbrochen wird. Zweckmässig werden die Bewegungen der Schienen zueinander so eingestellt, dass, wenn Schiene 27 am Ende ihrer Bewegung nach rechts angelangt und der Sperrhaken 26 von dem Gewicht des Doppelhakens 25 entlastet ist, das Anheben des Sperrhakens 26 eintritt. Alsdann hat der Fühler nur geringen   Wider-wu   zu überwinden. 



   Wenn nur zwei Haare gleichzeitig unzwirnt werden sollen, muss die Unterbrechung der Fadenbildung bei jedem Versager erfolgen ; werden dagegen drei oder noch mehr Haare gleichzeitig umzwimt, so kann die Einrichtung so getroffen werden, dass bei einem Versager noch keine Unterbrechung der Fadenbildung stattfindet, sondern erst wenn zwei enger hintereinander vorkommen. die Unterbrechung beim zweiten   Versager eintritt.   

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 Reibscheibe 17 als auch mit dem Bremsschuh 20. Die Umspinnvorrichtung dreht sich weiter unter Einwirkung der lebendigen Kraft. 



   Ist bei dem   folgenden Spiel der Haarzuführung   wieder ein Haar vorhanden, so wird der Sperrstift 29 wieder entriegelt, ehe eine Unterbrechung der Fadenbildung eingetreten ist. Kommt 
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 Bremsschuh 2C angehalten wird. Die Stufe b der Sperrklinke 22 fällt dann hinter den Sperrstift 29 ein. Wird nun bei dem dritten Spiel wieder ein Haar gefasst, so findet die Entriegelung des Hebels 18 durch Anheben der Sperrklinke 22 mit einer einmaligen Rechtsbewegung der Schiene 24 statt. 



   Werden die von dem Greifer 31 ergriffenen Rosshaare mittels Zuführungswaizen der Umspinnspindel zugeführt, so muss mit Unterbrechung der Fadenbildung auch deren Bewegung unterbrochen werden, was am einfachsten und zweckmässigste dadurch erreicht wird, dass diese Walzen gleich wie die Abzugswalzen von   der Umspimspindel angetrieben   werden. 



   Während auf den bisherigen   Rosshaarumspinnmaschinen   ein Mitlauffaden zugleich mit den Rosshaaren   ut wirft   werden musste, kann bei Anwendung der vorliegenden Erfindung der Mitlauffaden entbehrt werden. Ohne einen solchen Faden kommt die natürliche Elastizität des Rosshaares besser zur Geltung. Sowohl durch diesen Umstand, als auch besonders dadurch, dass durch fehlende Rosshaare geschwächte Stellen   verhütet   sind, wird der hergestellte Faden wertvoller als die bisherigen Erzeugnisse dieser Art.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Vorrichtung zur Verhütung von Fehlstellen für Rosshaarumspinnmaschinen mit mechanischer Haarzuführung, gekennzeichnet durch emen die Haarzuführung bewachenden Fühler, welcher bei fehlendem Haar mittelbar die Tätigkeit der Umspinnspindel und damit die Fadenbildung solange hemmt, bis die Haarzuführung wieder regelmässig erfolgt.
AT68521D 1913-09-13 1913-09-13 Vorrichtung an Roßhaarumspinnmaschinen zur Verhütung von Fehlstellen. AT68521B (de)

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