AT68280B - Verfahren zur trockenen Destillation zellulosehaltiger Materialien. - Google Patents

Verfahren zur trockenen Destillation zellulosehaltiger Materialien.

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  Verfahren zur trockenen Destillation zelluloaehaltiger Materialien. 



   Die in der   Holzverkohlungainduatrie angewendeten Verfahren und   Apparate sind   äusserst   vielgestaltig. Trotz dieser   Vielgestaltigkeit   der Arbeitsweise ist allen Verfahren doch das eine eigen, dass man beim   Verkohlungaprozess   in   geschlossenen   Räumen drei verschiedene Phasen zu unterscheiden hat (siehe M. Klar, Technologie der Holzverkohlung, Berlin, Julius Springer, 1910, p. 100), nämlich : die Anfangaphaae, die Periode des   Holztrocknenn   und Erhitzung des Holzes auf   280'C",   die   Endphase   Konzentrieren   des Kohlenstoffgehaltes in der Holzkohle durch Erhitzen derselben von   280"C   auf zirka 4000 C", und die mittlere Periode der"Selbstverkohlung". 



   Während der Anfangs-und der Endphase erfolgt also starke Wärmezufuhr, während die "mittlere Periode der Selbstverkohlung keiner oder nur ganz geringer Wärmezufuhr bedarf (siehe Klar, p. 100, Z. 9 von unten). 



   Bei Innehaltung dieser bekannten Arbeitsweise wurde also der Verlauf und die Dauer der eigentlichen Verkohlungsperiode nicht oder nur wenig beeinflusst. Es galt eben die Anschauung, dass die Essigsäureausbeute um so günstiger ist, je langsamer sich die Destillation vollzieht (vgl. Muspratt, Techn. Chemie, Bd. 11,1889, p. 1842, Z. 22 u. ff.). 



  Die Ausbeute an Graukalk lag bei dieser bekannten Arbeitsweise trotz der verschiedenartigen Apparaturen stets innerhalb verhältnismässig enger Grenzen. 



   Im Gegensatze hiezu wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, dass die Ausbeute an   Graukalk eine   sehr wesentliche Steigerung erfährt, wenn man entgegen den bisherigen Gepflogenheiten die exotherm verlaufende eigentliche   Verkohtungsperiode   durch Zufuhr beträchtlicher Wärmemengen   abkt1l'zt.   



   In Ausübung des Verfahrens verfährt man beispielsweise derart, dass man das zu verarbeitende grossstückige Holz   10   geschlossenen Räumen in der bisher üblichen Weise trocknet und dasselbe dann auf 280'C erhitzt. Hierauf werden dem zu verkohlenden Gut, sei es durch direkte, sei es durch indirekte Beheizung beträchtliche   Wärmemengen zugeführt.   Die Wärmezufuhr wird so geregelt, dass einerseits die   Verkohtnngsperiode   nach   Möglichkeit   verkürzt wird, während andererseits vermieden werden mull, die Erhitzung auf Temperaturen zu steigern, bei welchen die Produkte der trockenen Destillation eine Zersetzung erleiden. 



  Diese Gefahr würde z. B. dann eintreten, wenn die den   Verkohlungsraum   begrenzenden aus Eisenblech oder Schamotte bestehenden Wände zum Glühen erhitzt werden würden. Nachdem die Abtreibung der flüchtigen Produkte in der vorstehend beschriebenen Weise unter erheblicher Zufuhr von Wärme erfolgt ist, erfolgt das Konzentrieren des   tohlenstoftes   wieder in bekannter Weise. 



   Das vorliegende Verfahren bietet den Vorteil, dass die Dauer des Gesamtprozesses erheblich abgekürzt und trotzdem noch eine erhöhte Ausbeute an wertvollen Destillationprodukten, insbesondere an Essigsäure, erzielt wird. Ein auf der Verkürzung der Destillationsdauer beruhender weiterer Vorteil liegt darin, dass ein und dieselbe Apparatur öfter beschickt werden kann, so dass innerhalb eines gewissen Zeitraumes   grössere   Holzmengen verarbeitet werden können, als bei Benutzung der bisherigen Arbeitsweise. 

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Claims (1)

  1. PATENT PRU : Verfahren zur trockenen Destillation zelluioselattiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erhöhung der Ausbeute an wertvollen Destillationsprodukten, insbesondere an Essigsäure, der an und für sich exotherm verlaufende eigentliche Verkohlungsprozess durch stärkere Wärmezufuhr abgekürzt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT68280D 1912-05-24 1913-03-10 Verfahren zur trockenen Destillation zellulosehaltiger Materialien. AT68280B (de)

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