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Elektrischer Motor zur Fernwiedergabe von Winkelbewegungen mit einem Hilfsmotor, der die : Verstellung des Hauptmotors bewirkt.
Bei Motoren, die zur Cbertragung von Winkelbewegungen bestimmt sind, treten Cbelstände auf, die einerseits in den hohen Anlage-und Betriebskosten für die Linie, welche der Höchstleistung des Motors entsprechen muss, und andererseits in dem Schwanken der Genauigkeit bestehen, die bei der Übertragung erreichbar ist, wenn der Motor Vorrichtungen zu bewegen hat, welche verschiedene Widerstände aufweisen : denn die Endstellung des beweglichen Teiles des Motors befindet sich von jener Stellung, die er bei einem Nullwiderstand erreichen würde. stets um einen Winkel entfernt, der dem Moment entspricht, das imstande ist, den Widerstand zu überwinden.
Vorliegende Erfindung beseitigt diese Übelstände und besteht in einer Vorrichtung, bei welcher die von der Sendevolrichtung ausgehende Linie nicht zur unmittelbaren Speisung der Motoren, welche die angetriebenen Vorrichtungen betätigen, sondern lediglich zur Speisung von Hilfsmotoren dient, die einzig und Allem die Verstellung eines Umschalters zu bewirken
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Gehäuses 5 in Berührung mit einem durch eine auf der Welle 9 des Motors lose angebrachte Isoliermuffe 8 getragenen Metallring 7. An diesem Ring ist die den Strom zum Läufer leitende Bürste 10 befestigt. Von der Klemme 4 geht eine zweite Leitung 11 zur Wicklung des Ständers,
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konzentrisch liegenden und im inneren des Gehäuses 5 angebrachten Metallring 13 endigt, von welchem Gehäuse er mittels der Dichtung 6 isoliert wird.
Dieser Ring steht mit der Klemme 14
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eine dritte, mit der Bürste 17 in leitender Verbindung stehende Bürste 19, die auf dem obengenannten Metallring 13 schleift.
Wenn das Bürstenpaar 10, 17 sich auf der Linie der Pole des Feldes befindet (Fig. 1 und 2), steht der Läufer still, selbst wenn der Strom in ihm kreist. Wenn sich aber die Bürsten verschieben und z. B. die in Fig. 2 durch punktierte Linien angedeutete Stellung einnehmen, fängt der Läufer an, sich zu drehen und dreht sich solange, bis die Bürsten in die Anfangsstellung zurückgebracht werden. Die Verschiebung der Bürsten und deren Rückbewegung in die Ruhestellung wird mittels der nachstehend beschriebenen Vorrichtung erzielt.
Die Mufle 8, die lose auf der Welle 9 sitzt, trägt auch ein Zahnrad 20, das in einen Trieb 21 der Welle 22 eingreift, welche in einer Muffe 23 lose angeordnet durch den Läufer hindurchführt und am anderen Ende einen Trieb 24 besitzt, der mit einem innen gezahnten Kranz 25 in Eingriff kommt. Dieser Zahnkranz ist auf einer ebenfalls lose auf der Welle 9 gelagerten Muffe 26 befestigt, die den Läufer 27 eines Hilfsmotors trägt, dessen Ständer 28 am Gehäuse 5 des Hauptmotors befestigt ist.
Der Strom wird zu diesem Hilfsmotor durch die Leitungsdrähte 29', 29", 29"' geleitet, die einerseits durch Bürsten an Schleifringe 30', 30", 30"'angeschlossen sind, welche sie mit den Wicklungen des Läufers 27 in Verbindung bringen und andererseits mittels dreier Abzweigungen mit den Wicklungen des Ständers 28 verbunden werden.
Als Hilfsmotor kann ein bekannter, zur Übertragung von Winkelbewegungen verwendbarer Motor mit entsprechender Übertragungsvorrichtung gewählt werden. Die Cbertragungsvorrichtung besteht aus einem Isolierzylinder 31, auf welchem zwei Metallsegmente 32, 33 sowie vier Serien isolierter Kontakte 34, 35, 36, 37 angebracht sind, wobei die Gruppen 34, 35 von den Gruppen 36, 37 durch Isolierzwischenräume 38, 39 getrennt sind. Jeder Kontakt der Gruppe 3 steht durch
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das Segment 32 mit dem ersten der Drähte 40 und diesen mit den anderen Drähten 40. In ähnlicher Weise sind die Drähte 42 und die Widerstände 43 zwischen dem Segment 33 und den Kontaktgruppen 36, 37 angebracht.
An den Segmenten 32, 33 und den eingeschalteten vier Kontaktgruppen schleifen drei Bürsten 4J', 4J", 4J'", die an die Leitungen 29', 29", 29''' angeschlossen sind. Die Stromquelle ist an die Segmente 32 und 33 angeschlossen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Beim Drehen des Zylinders 31 in der Pfeilrichtung setzt sich der Läufer 27 des Hilfsmotors in Umdrehung, da er bei jeder Stellungs- änderung der Bürstengruppe 45', 45", nu't Bezug auf die an der Oberfläche des Zylinders 31 vorgesehenen Kantaktgruppell ebenfalls seine Stellung wechselt. Die Drehung des Läufers 27 erfolgt, wenn man in der Richtung des Pfeiles blickt, im Sinne des Uhrzeigers. Diese Drehung wird durch das Zahnradgetriebe 25, 24, 21, 20 auf die Bürsten 10, 17 übertragen. Das Cbersetzungs-
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Viertelkreis erstrecken kann, so dass der Läufer 26 des Hauptmotors beim Beginn der Verschiebung der Wirkung des grössten Drehmomentes ausgesetzt ist.
Angenommen, der Läufer des Hilfsmotors sei von einer Stellung zur darauffolgenden übergegangen und bleibe in letzterer stehen, wobei die Bürsten des grossen Motors eine Drehung von ausgeführt haben, so dass 3 der Läufer 2 seine Bewegung mit der grössten Kraft, deren er fähig ist, beginnt, indem er seine Drehung in der Richtung ausführt, in der sich die Bürsten drehen sollten, um in die anfängliche Stellung zurückzukehren.
Der Läufer 2 nimmt bei seiner Drehung die Welle 2. 2 mit und der Trieb 24 rollt auf dem unbeweglich bleibenden Kranz 25, wobei er den Trieb 21 am anderen Ende der Welle in Umdrehung versetzt ; dieser Trieb 21 rollt aber nicht einfach auf dem Rad 20, sondern zwingt dasselbe, sich ebenfalls in der Richtung des Läufers 2 zu drehen, wobei die Bürsten 10, li in die anfängliche Stellung zurückgebracht werden, in welcher kein Drehmoment vorhanden ist und in der der Motor zum Stillstand kommt, vorausgesetzt, dass der Hilfsmotor nicht weiter verschoben wird.
Bei dieser Anfangsstellung befindet sich die die Rückleitung des Stromes bewirkende Bürste 19 in der in Fig. 3 veranschaulichten
Stellung, so dass zur Vermeidung eines unnützen Stromverbrauchs beim Stillstand des Motors der Ring 13 mit zweckmässig angeordneten Widerstandsgruppen 46', 46" versehen werden kann. die den in dem Läufer 2 kreisenden Strom verringern.
Sobald aber die Bürsten 10, 17 durch die Drehung des Rades 20 eine derartige Stellung erreicht haben, dass die Bürste 19 die in Fig. 3 strichpunktiert angedeutete Stellung einnimmt, d. h. sobald der die Widerstände aufweisende
Bogen durchlaufen ist, so fliesst der Strom in seiner Gesamtheit in den Läufer 2 und erzeugt das höchste Drehmoment, das dann nach und nach l1 abnimmt, 80bald die Bürsten, in die
Ruhestellung zurückkehrend, eine grössere Anzahl Widerstände einschalten. Die Anordnungen könnten auch derartig getroffen sein, dass bei der Endstellung, in der kein Drehmoment vor- handen ist, der Strom unterbrochen wird.
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Wenn der Läufer des Hilfsmotors sich in fortwaltrender Umdrehung benndet, dreht sioh naturgemäss auch der Läufer des Hauptmotors fortwährend,
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Übertragung von Winkelbewegungen, bestehend aus einem Motor, dessen beweglicher Teil mit der anzutreibenden Vorrichtung in Verbindung steht, und aus einem Hilfsmotor zur Wiedergabe von Winkelbewegungen, welcher durch die Vorrichtung, deren Be.
wegungen wiedergegeben werden sollen, betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptmotor von einer besonderen selbständigen Stromquelle mittels beweglicher Bürsten gespeist wird, die bei einer anfänglichen Verschiebung des Läufers des Hilfsmotors auf dem Sammler des Hauptmotors um einen der gewünschten Drehung entsprechenden Winkel verschoben, bei der Drehung des Läufers aber in die Ruhestellung zurückgebracht werden.