DE575780C - Einrichtung zur Stromwendung bei kollektorlosen elektrischen Maschinen, insbesonderebei elektrischen Wechselstrommaschinen mit umlaufender Feldwicklung und stationaererAnkerwicklung - Google Patents
Einrichtung zur Stromwendung bei kollektorlosen elektrischen Maschinen, insbesonderebei elektrischen Wechselstrommaschinen mit umlaufender Feldwicklung und stationaererAnkerwicklungInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Stromwendung bei elektrischen Maschinen,
insbesondere Wechselstromkommutatormaschinen, ohne Verwendung eines Kommutators
der gewöhnlichen Bauart.
Bekanntlich ist es besonders bei Wechselstrommaschiiien,
die einen Kommutator besitzen, schwierig, eine gute Stromwendung zu erhalten. Aus diesem Grunde wird gemäß
der Erfindung insbesondere - für solche Maschinen eine besondere Stromwendeeinrichtung
vorgesehen. Die Einrichtung gemäß der Erfindung könnte natürlich, ebensogut bei
Gleichstrommaschinen Verwendung finden/
Bei Wechselstrornmaschinen mit Stromwender führt die Stromwenderwicklung nicht
nur den vollen Nutzstrom in den durch die Stromwenderbürsten kurzgeschlossenen Spulen,
sondern es tritt außerdem noch in den
so kurzgeschlossenen Spulen ein zusätzlicher Strom auf, der durch die Transformatorwirkung
zwischen den kurzgeschlossenen Spulen und der Feldwicklung induziert wird. Der in den kurzgeschlossenen Spulen induzierte
Strom besitzt gegenüber dem Nutzstrom eine Phasenverschiebung, so daß es nicht möglich ist, mit den .üblichen Stromwendeeinrichtungen
das Feuern der Bürsten zu vermeiden. Der induzierte Strom ist besonders groß bei niedrige» Geschwindigkeiten;
Auch hohe Spannungen" können bei den gewöhnlichen Stromwendeeinrichtungen nicht
verwendet werden, da- sie den Strom für einen gegebenen Bereich erhöhen und damit auch
das Bürstenfeuer erhöhen. Verschiedene Einrichtungen wurden nun bereits vorgeschlagen,
die Stromwendung zu verbessern. Keine dieser Einrichtungen aber hatte wirklichen '
Erfolg, da sie alle nur den induzierten Strom verminderten und keine von ihnen den induzierten
Strom beseitigte.
Die gewöhnliche elektrische Maschine mit Stromwender wicklung besitzt eine stationäre
Feldwicklung, die mit dem Netz verbunden ist, eine umlaufende Stromwenderwicklung
und stationäre Kommutatorbürsten. Die Wicklungen können natürlich auch vertauscht
werden, d. h. es kann die Feldwicklung umlaufen
und die Kommutatorwicklung stationär sein. In diesen Fällen müssen dann auch natürlich die Bürsten auf dem Kommutator '
umlaufen, damit man eine umlaufende magnetische Achse in der stationären Wicklung, und
eine Rotation der Feldwicklung erhält. Durch
die Anordnung umlaufender Bürsten erhält man eine äußerst venvickelte Bauart des
Stromwenders, ohne dadurch die Stromwendung irgendwie zu verbessern. Es sind auch
schon Vorrichtungen zur Stromabnahme von Kollektoren elektrischer Maschinen mittels
beweglicher Kontaktstücke vorgeschlagen worden, wobei die Kontaktstücke mittels einer umlaufenden Scheibe langsam an den
ίο Stromwender angedrückt, aber rasch losgelassen
wurden.
Gemäß der Erfindung werden zur Beseitigung des Bürstenfeuers eine umlaufende Feldwicklung,
eine stationäre Ankerwicklung ohne •5 Kommutator und eine Anzahl mit der stationären
Wicklung verbundene Schalter, vorgesehen, welche derart arbeiten, daß eine in
der stationären Wicklung umlaufende magnetische Achse erzeugt wird. Damit erhält man
dann auch eine Rotation der Feldwicklung. Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise
an Hand eines zweipoligen einphasigen Repulsionsmotor, wie er beispielsweise
zum Antrieb von elektrischen Lokomotiven verwendet wird, veranschaulicht.
Die Abb. ι stellt die Schaltanordnung nebst Stromwendeeinrichtung dar, die Abb. 2, 3
und 4 Einzelteile der Stromwendeemrichtung. In der Abb. 1 ist der Repulsionsmotor mit
10, die umlaufende primäre Wicklung mit 11,
die Kollektorringe mit 12 und die auf diesen Ringen ruhenden Bürsten mit 13 und 14 bezeichnet.
Der Repulsionsmotor liegt über dem Schleifbügel 16 unter Zwischenschaltung
eines Spartransformators 17 an dem Netz 15·
Das eine Ende des Spartransformators 17 ist mit dem Schleif bügel 16 und das andere Ende
mit einem geerdeten Punkt 18 verbunden. Die Bürste 13 liegt an dem Punkt 18 und die
Bürste 14 an dem Einstellelement 19 des
Spartransformators 17. Die stationäre Wickr lung ist mit 20 bezeichnet, und in dem veranschaulichten
Beispiel ist der Einfachheit halber die Wicklung 20 als Ringwicklung bezeichnet.
In Wirklichkeit wird man natürlich eine gewöhnliche Trommelwicklung verwenden.
Die Enden jeder Spule sind mit 21 und 21/, mit 22 und 28, mit 23 und 29, mit 24 und
30, mit 25 und 31 und mit 26 und 32 bezeichnet
und mit entsprechenden Enden von Schaltern 33, 34, 35, 36, 37 und 38 verbunden.
Die Schalter 33 bis 38 sind von gleicher Konstruktion. Zur Vereinfachung der Zeichnung
ist lediglich der Schalter 33 vollständig und von den übrigen Schaltern nur die Kontakte
der Schalter gezeichnet. Die Kontakte eines jeden Schalters befinden sich in einem
geeigneten Isoliergehäuse 41, das einen bläsebalgartigen
Teil 42 besitzt. Das Gehäuse 41 ist entweder evakuiert oder mit irgendeinem
neutralen Gas gefüllt. Um das Eindringen von Sauerstoff oder Luft in das Gehäuse zu
verhindern, erfolgt der Abschluß des Gehäuses durch eine Kompoundmasse 43. Der Kontakt
40 des Schalters besitzt eine Nut 44, in welcher sich der an einem Stab 46 befestigte
Stab 45 auf- und abwärts bewegen kann. Für die Bewegung des Stabes 46 selbst ist in dem
Kontakt 40 eine Bohrung 47 vorgesehen. Der Stab 46 besitzt eine Schulter 48. Zwischen
dieser Schulter und dem Kontakt 40 ist eine Druckfeder 49 angeordnet. Der Stab 46 ist
an seinem anderen Ende in den Kupplungsteil 50 eingeschraubt und mittels Bolzen 52 an
dem Isolationsteil 51 befestigt. Dabei ist infolge der Anordnung einer Mutter 53 eine
Verstellung möglich. An dem Isolationsteil 51 ist mittels Bolzen 55 ein weiterer Stab 54
befestigt, der eine Schulter 56 und ein Gleitrad 57 besitzt. Zwischen der Schulter 56, des
Stabes 54 und einem ortsfesten Teil 58 ist eine Druckfeder 59 angeordnet. Das Rad 57
gleitet auf der Bahn eines Nockenrades 60. Das Nockenrad 60 besitzt einen Führungsschlitz 61 mit den Anlagestellen 62 und 63.
Das Nockenrad 60 wird von der Motorwelle aus in einer noch später zu beschreibenden
Art und Weise gemäß der eingezeichneten Pfeilrichtung 64 im Uhrzeigersinn bewegt,
und zwar unter Vermittlung eines Bolzens 65 und einer Feder 66. Das Nockenrad 60 besitzt
zwei kreisförmige Führungsteile 67 und 68 und zwei geradlinige Führungsteile 69 und
70, Die kreisförmigen Teile 67 und 68 haben verschiedene Radien und die geradlinigen
Führungsteile 69 und 70 verschiedene Neigungen. Der oben erwähnte Isolationsteil 51
hat den Zweck, eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den beweglichen Kontakten
40 der verschiedenen- Schalter und dem 1,00 aus Metall bestehenden Nockenrad 60 zu verhindern.
Die Gleiträder 57 der Schalter 33 Dis 38 werden durch die Feder 59 an die Führungsbahn
des Nockenrades· 60 angepreßt. Die jeweilige Anpressung kann, wie bereits
oben erwähnt, mittels" der Mutter 53 eingestellt werden, und zwar erfolgt die Einstellung
derart, daß die Kontakte der Schalter voneinander getrennt sind, wenn das betreffende
Gleitrad sich auf der Führungsbahn 67 xio des Nockenrades 60 befindet. Gelangt das
Gleitrad 57 von der Führungsbahn 67 über die Führungsbahn 69 zur Führungsbahn 68, so
wird der Kontakt 40 gehoben, und die Kontakte 40. und 39 berühren sich, d. h. der Schalter
wird dadurch geschlossen. Infolge des Vorhandenseins der Feder 49 ist auch dann ein guter Kontakt zwischen 39 und 40 vorhanden,
wenn leichte Stöße auftreten oder die einzelnen Teile abgenutzt sind. Die Länge der Führungsbahn 68 und die Neigung der
Führungsbahn 70 sind derart, daß durch das
Heruntergehen des Gleitrades 57 auf die Führungsbahn 70 der Bolzen 45 den Kontakt 40
abwärts bewegt und dadurch die Kontakte 40 und 39 voneinander trennt, und zwar nachdem
die Kontakte eines anderen Schalters miteinander in Berührung gekomrnen sind.
In der Abb. 2 ist nun veranschaulicht, wie das Nockenrad 60 von der Motorwelle aus
angetrieben wird. In den Schlitz 61 des
to Nockenrades 60 greift der Bolzen 65 ein, der fest mit einer Scheibe 71 verbunden ist. Die
Scheibe 71 sitzt über den konischen Teil 72 fest auf der Motorwelle 73. Die Anpressung
erfolgt mit Hilfe einer Buchse 74 und einer Mutter 75. Das Nockenrad 60 sitzt lose auf
der Buchse 74. An dem Nockenrad 60 ist eine Buchse 76 mit Hilfe der Bolzen 77 befestigt.
Die Buchse 76 besitzt eine Rille 78, in welche das Ende des Hebels 79 eingreift,
der an einem Bolzen 80 drehbar befestigt ist. Der Hebel 79 besitzt eine Klinke 81, deren
Zahn in die Nut 82 oder 84 des Klinkenrades S3 eingreift.
Der gewöhnliche zweipolige Repulsionsmotor besitzt eine stationäre Feldwicklung und
eine umlaufende Ankerwicklung. Auf dem Kommutator ruhen zwei Reihen von Bürsten,
deren Lage derart ist, daß die magnetische Achse der Ankerwicklung gegenüber der magnetischen
Achse der Feldwicklung ungefähr 300 in der Drehrichtung des Motors verschoben
ist. Die Bürsten sind in für Repulsionsmotoren üblicherweise kurzgeschlossen. Eine
Verstellung der magnetischen Achsen in *der oben erwähnten Weise ist mit Hilfe der Einrichtung
nach der Erfindung ohne weiteres durch Lösen der Mutter 75 (Abb. 2) und Verstellen
der Scheibe 71 möglich. Man hat zu diesem Zweck lediglich die Scheibe 71 und
damit auch das Nockenrad 60 so weit im Uhrzeigersinn zu verdrehen, daß sich die Kontakte des einen Schalters, dessen Gleitrad
sich auf der Bahn 70 befindet, eben geöffnet haben, während die Kontakte desjenigen
Schalters, dessen Gleitrad sich auf der Bahn 69 befindet, geschlossen sind. Dann werden
durch den letztgenannten Schalter die Enden derjenigen Spulen der Wicklung 20 kurzgeschlossen, deren magnetische Achse gegen-
über der magnetischen Achse der Wicklung 11 um 300 in der Drehrichtung verschoben
ist. Hierauf kann dann die Scheibe 71 wieder mittels der Mutter 75 auf dem konischen
Teil 72 der Motorwelle 73 befestigt werden.
Wird dann die Feldwicklung 11 des Motors
10 erregt, so läuft der Motor als gewöhnlicher Repulsionsmotor, da der mit der Wicklung 20
induzierte Strom mit dem Feld der Wicklung
11 eine Drehung der Wicklung 11 bewirkt.
Mit der Rotation der Wicklung 11 rotiert natürlich auch die magnetische Achse dieser
Wicklung und ebenso das Nockenrad 60. Damit aber schließen sich die Schalter nacheinander
mit einer Geschwindigkeit, die proportional der Umdrehungsgeschwindigkeit der
Wicklung 11 ist. Infolgedessen ist die Umdrehungsgeschwindigkeit
der magnetischen Achse der stationären Wicklung 20 gleich der Umdrehungsgeschwindigkeit der magnetischen
Achse der Wicklung 11, so daß die einmal
eingestellte Verschiebung der magneti- ■ sehen Achse beibehalten bleibt und der Motor
also als Repulsionsmotor läuft. Zwar bleibt die magnetische Achse der Wicklung 20
während · des Zeitraumes, währenddem der betreffende Schalter geschlossen ist, stehen,
während die magnetische Achse der Wicklung 11 weiterrotiert. Ist aber die Zahl der
Schalter genügend groß, so ist die Zeitdauer, während der eine Schalter geschlossen ist, so
klein, daß eine wesentliche Verschiebung der , magnetischen Achsen gegeneinander nicht
eintritt. s
Wie bereits erwähnt, wird jeder Schalter erst etwas später geöffnet, nachdem bereits
ein folgender Schalter geschlossen ist. Dadurch wird erreicht, daß stets mindestens eine
Spule stromführend ist. Andererseits aber sind infolge dieser Anordnung während einer
geringen Zeitdauer zwei Schalter gleichzeitig geschlossen. Dieser Fall ist in Abb. 1 veranschaulicht.
Die Schalter 33 und 38 sind in dem gezeichneten Augenblick beide geschlossen.
Damit sind gleichzeitig die Enden 21 und 27 durch den Schalter 33 und die
Enden 26 und 32 durch den Schalter 38 kurzgeschlossen. Infolgedessen sind in diesem
Augenblick zwei Stromkreise (21, 33, 27 und 26, 38, 32) für die in .der Wicklung 20 induzierten
Ströme vorhanden. Die magnetische »oo Achse des einen Stromkreises liegt in der
Verbindungslinie der Punkte 21 und 27 und die magnetische Achse des anderen Stromkreises
in der Verbindungslinie der Punkte 26 und 32. Die zwei magnetischen Achsen
haben nun zwar die gleiche Richtung, und die in den zwei Stromkreisen fließenden Ströme
erzeugen Drehmomente der gleichen Richtung. Da aber die beiden Stromkreise um denselben Wert gegeneinander verschoben
sind wie ihre magnetischen Achsen, so ist der Momentanwert der zeugten Spannungen ungleich
und es tritt daher ein zwischen den beiden Stromkreisen fließender Ausgleichsstrom
auf. Dieser Ausgleichsstrom kann nun eine Verminderung des Drehmomentes des Motors
während der Zeitdauer, während der gleichzeitig zwei Schalter geschlossen sind, hervorrufen.
Andererseits treten während der Rotation des Motorläufers in diesen kurzgeschlossenen
Teilen der Wicklung 20 Spannungen auf, die der Spannung, die den Ausgleich-
strom hervorruft, entgegengerichtet sind. Bei höheren Geschwindigkeiten des Motors sind
diese Spannungen einander gleicn, so daß dann ein Ausgleichstrom nicht mehr auftreten kann
und der Motor sowohl bei einem als auch bei zwei geschlossenen Schaltern gleiches Drehmoment
besitzt.
Eine Verminderung des Drehmomentes bei zwei geschlossenen Schaltern tritt also praktisch
nur bei geringen Umlaufgeschwindigkeiten des Motors auf. Erfindungsgemäß wird auch bei diesen Umlaufgeschwindigkeiten die
Verminderung des Drehmomentes wesentlich dadurch herabgesetzt, daß die Zeitdauer, während
der zwei Schalter geschlossen sind, verkürzt wird. Die Mittel hierzu seien nachfolgend
beschrieben:
Wenn das Rad 57 des Schalters 38 über die Bahn 70 läuft, so übt die Feder 59 des Schalters
38 einen Druck auf das Rad 57 und damit auch auf die Bahn 70 aus. Da nun die
Führungsbahn 70 eine verhältnismäßig große Neigung besitzt, so ist die in der Drehrichtung
des Motors wirkende Komponente dieses Druckes groß genug, um eine Beschleunigung
" des Nockenrades 60 während dieser Periode zu bewirken. Eine derartige Beschleunigung
ist ohne weiteres möglich, da die Länge des Schlitzes 6τ so groß ist, daß dabei der Bolzen
65 nicht in Berührung mit dem Schlitzende 63 kommt. Andererseits verhütet die Feder
66 einen plötzlichen Stoß, wenn der Bolzen 65 wieder den Antrieb der Nockenscheibe 60
übernimmt.
Auf diese Art und Weise wird also die Zeitdauer, während welcher gleichzeitig zwei
Schalter geschlossen sind, bei geringerer Umdrehungsgeschwindigkeit des Motors verkürzt
und damit auch die Verminderung des Drelimomentes verringert. Bei steigender Drehzahl
vermindert die Trägheit der einzelnen Teile die Größe der durch die genannte Anordnung
erzielten zeitweisen Beschleunigung des Nockenrades. Dies ist aber unwesentlich,
da ja bei steigender Drehzahl eine derartige zeitweise Beschleunigung, wie oben ausgeführt
wurde, nicht nötig ist.
Die Geschwindigkeit des Motors 10 kann durch irgendwelche zwischen den Schaltern 33
bis 38 und den Spulen der Wicklung 20 eingefügte Einrichtungen, die eine Verschiebung
der magnetischen Achse der Wicklung 20 bewirken, oder durch Verschiebung des Einstellelementes
19 am Spartransformator 17 geregelt werden.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich ohne weiteres, daß durch die Einrichtung nach der
Erfindung infolge des Fehlens eines Kommutators der gewöhnlichen Bauart das Bürstenfeuer
völlig beseitigt wird. Der bei dem Trennen der Kontakte in den Schaltern entstehende
Lichtbogen verursacht nur eine sehr geringe, absolut unwesentliche Beschädigung der Kontakte, da sich die Kontakte in einem
Gehäuse befinden, das keinen Sauerstoff und keine Luft enthält. Die Anordnung gemäß
der Erfindung erlaubt ferner die Verwendung hoher Spannungen in der Wicklung 20, so daß
die Leiter der Wicklung 20 dünner bemessen werden können als bei einem Motor mit einem
Kommutator der üblichen Bauart. Mit dieser Einrichtung können sogar große Schaltleistungen
erzielt werden. Es sind dann lediglich die Gehäuse der Schalter hoch zu
evakuieren und gegebenenfalls die Kontakte 39 und 40 aus geeignetem Material herzustellen.
Soll der verwendete Motor während eines Arbeitsganges sowohl in der einen als auch
in der anderen Richtung laufen, wie dies beispielsweise für Motoren zum Antrieb von
Lokomotiven in Betracht kommt, so ist es zweckmäßig, als Nockenrad eine Scheibe gemäß
der Abb. 3 zu verwenden. Bei dem Nockenrad der Abb. 3 besitzen die Führungsbahnen
69 und 70 auf der Vorderseite eine andere Neigung wie auf der Rückseite, und zwar besitzt die Führungsbahn 69 auf der
Vorderseite eine geringere Neigung, auf der Rückseite eine größere Neigung und die Führungsbahn
70 auf der Vorderseite eine größere Neigung und auf der Rückseite eine geringere
Neigung. Bei der Drehung des Motors im Uhrzeigersinn läuft das Gleitrad 57 auf dem an der Vorderseite liegenden Teil
der Führungsbahnen 69 und 70 des Nockenrades 60 und bei einer Drehung des Motors
entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn nach einer entsprechenden axialen Verschiebung des
Nockenrades auf dem an der Rückseite liegenden Teil der Führungsbahnen 69 und 70. Die
axiale Abstellung der Nockenscheibe 60 beim
Reversieren des Motors erfolgt durch. den Hebel 79 (Abb. 2), in dem die Klinke 81 von
der Nut 82 in die Nut 84 eingestellt wird.
Die Abb. 4 zeigt eiiie Nockenscheibe 6o' für
einen nur in einer Drehrichtung laufenden Motor. Die Führungsbahn 69' besitzt bei
diesem Nockenrad auf ihrer ganzen Breite eine geringe Neigung und die Führungsbahn
70' auf ihrer vollen Breite eine große Neigung. Selbstverständlich kann der Motor
auch mit dieser Scheibe nicht nur im Uhrzeigersinn, sondern auch entgegengesetzt dem
Uhrzeigersinn betrieben werden, sofern man die Nockenscheibe 60' umkehrt.
Die Erfindung wurde an Hand eines zweipoligen einphasigen Repulsionsmotors beschrieben.
Es ist aber selbstverständlich die Einrichtung gemäß der Erfindung bei samtliehen
elektrischen Maschinen anwendbar, die eine Stromwendeeinrichtung benötigen.
Claims (4)
- Patentansprüche:ι. Einrichtung zur Stromwendung bei kollektorlosen elektrischen Maschinen, insbesondere bei elektrischen Wechselstrommaschinen mit umlaufender Feldwicklung und stationärer Ankerwicklung, mittels Schalter, deren Kontakte durch eine Nockenscheibe gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei gegeneinander beweglichen Kontakte eines Schalters mit den Enden der stationären Ankerwicklung verbunden und in an sich bekannter Weise in einem evakuierten Gehäuse angeordnet sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die die Kontaktbewegung des Schalters hervorrufende Nockenscheibe unter Zwischenschaltung einer Feder von einem Bolzen angetrieben wird, der einerseits an einer fest auf der Motorwelle sitzenden Scheibe befestigt ist und andererseits in einen gekrümmten Ausschnitt der Nockenscheibe eingreift.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Kontaktbewegung hervorrufende Teil der Nockenscheibe aus einer kreisbogenförmigen Fläche (68) und zwei ebenen Flächen (69 und 70) verschiedener Neigung besteht, wobei die Neigung der in der Drehrichtung vorausliegenden Fläche kleiner ist als die Neigung der in der Drehrichtung nachfolgenden Fläche.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 3, insbesondere für Motoren mit Reversierbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die ebenen Flächen des die Schließung der Schalter bewirkenden Teiles der Nockenscheibe aus zwei in der Axialrichtung nebeneinanderliegenden Flächen verschiedener Neigung bestehen, so daß die Inbetriebsetzung dieser Flächen jeweils . beim Reversieren durch eine axiale Verschiebung der Nockenscheibe erfolgen kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE575780C true DE575780C (de) | 1933-05-03 |
Family
ID=583300
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA62886D Expired DE575780C (de) | 1931-07-30 | Einrichtung zur Stromwendung bei kollektorlosen elektrischen Maschinen, insbesonderebei elektrischen Wechselstrommaschinen mit umlaufender Feldwicklung und stationaererAnkerwicklung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE575780C (de) |
-
1931
- 1931-07-30 DE DEA62886D patent/DE575780C/de not_active Expired
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