<Desc/Clms Page number 1>
Aufzugsvorrichtung für eaalaternen.
Es sind Aufzugsvorrichtungen für Gaslaternen bekannt, bei denen das Aufzugsseil gleichzeitig als Steuerseil nach dem Hochziehen der Lampe dient. Die Steuerung nach dem Hochziehen erfolgt unter Vermittlung der zwischen Anschlägen verschiebbaren Aufzugswinde durch Drehen eines Stellhebels. Eine Seilentlastung war hiebei nicht vorgesehen. Im Gegensatz hiezu steht nach der vorliegenden Erfindung die Steuerung mit der Seilentlastung in Zusammenhang, indem durch die Seilentlastung das freie, d. h. das nicht mit der Aufzugswinde verbundene Ende des Aufzugsseiles beim Hochziehen und Ablassen der Lampe in einer durch einen Anschlag bedingten Grenzlage gehalten, bei hochgezogener Lampe entlastet und zur Bewegung des Gasabsperrorganes freigegeben wird.
Die Aufzugswinde braucht zur Steuerung des Gasabsperrorgaues nicht verschiebbar zu sein, sondern kann ständig an derselben Stelle bleiben.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung m den verschiedenen Stellungen der einzelnen Teile dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 1 bis 5 eine Ausführung, bei welcher der Absperrhahn an der ortsfesten Gasleitung angebracht ist und die Fig. 6 bis 12 eine Ausführung, bei der der Absperrhahn an dem beweglichen Anschlussstück sich befindet.
In Fig. 1 ist die Aufzugsvomchtung bei herabgelassener Laterne dargestellt, bei welcher
EMI1.1
trägt an dem unteren Stutzen 6 in bekannter Weise die Laterne und endigt oben in eine bekannte Kupplung für den Anschluss an den ortsfesten Gasauslassstutzen. Beim Hochziehen wird der Rohrstutzen 2 in den Stutzen 7 der ortsfesten Gaszuleitung eingeführt (Fig. 2) und die Fläche 8 der in dem Rohrstuten 2 beweglichen Büchse 3 gegen die Dichtungsfläche 9 der ortsfesten Gas-
EMI1.2
klinken 10 sind so gelagert, dass sie sich in der in Fig. 3 dargestellten Pfeilrichtung so weit zu drehen bestrebt sind, bis sie die durch die Lage des Schwerpunktes bedingte, in Fig 5 dargestellte Stellung erlangt haben.
EMI1.3
Anschlussstück nebst Laterne nicht mehr zu tragen braucht, und das nicht nur der Aufzugswinde verbundene Seilende ist unabhängig von der Aufhängung der Laterne und ohne Beeinflussung des dichten Anschlusses an den ortsfesten Gasauslassstutzen für die Betätigung des Hahnes 13 freigegeben worden, so dass, wenn das Seil durch Rückwärtsdrehen der Aufzugswmde gelockert
EMI1.4
untere trichterförmige Verlängerung des Rohres {angelegt hat
Soll die Lampe herabgelassen werden, so wird das Seil nicht nur solange angezogen, bis der Anschlag 18 an die Gehäusewand des ortsfesten Teiles zum Anliegen kommt, sondern es
EMI1.5
seil gleichzeitig als Steuerseil für den Lampenhahn zu benutzen,
ohne dasselbe mit dem Gewicht der Lampe oder gar nut dem doppelten Gewicht der Aufzugswinde dauernd belasten oder zur t'bertragung der Seilbewegung auf den Absperrhahn einen Flaschenzug anwenden zu müssen.
Die Erfindung erweist sich besonders zweckmässig, sobald die Aufzugsvorrichtung für Lampen benutzt wird, bei denen eine Dauerflamme zum Zünden der Hauptflamme dient oder bei denen von mehreren Hauptflammen vorübergehend nur eine oder einige brennen sollen, In diesen Fällen müssen vom Abspznhahn bekanntlich mehrere voneinander unabhängig absperrbare Gaskanäle zu den einzelnen Flammen führen. Ordnet man nun entsprechend der in Fig. 6
EMI1.6
am beweglichen Anschlussstück-an, so ist trotz der mehrfachen, zu den einzelnen Flammen führenden Kanäle nur eine einzige Dichtung an der Trennungsatelle zwischen ortsfestem und
<Desc/Clms Page number 2>
senkbarem Rohrstutzen erforderlich. Diese Möglichkeit ist bei der in der österr.
Patentschrift Nr. 41768 beschriebenen Aufzugsvorrichtung nicht nur unter Verzicht auf jede Seilentlastung, sondern sogar durch eine verstärkte Seilbelastung erkauft.
Fig. 6 stellt die Einrichtung bei herabgelassener Laterne dar. Wird das die Laterne tragende Anschlussstück hochgezogen, so wird das Rohr 2 mit der Buchse 3 in das ortsfeste Rohr 7 eingeführt, die Dichtungsfläche 8 der Buchse 3 gegen die Dichtungsfläche 9 des ortsfesten Gas-
EMI2.1
und die in Fig. 11 dargestellte Lage einzunehmen, unter die Ansätze 11 greifen,
Sobald nun durch Rückwärtsdrehen der Aufzugswinde das Anschlussstück wieder herabgelassen wird, legen sich die Ansätze 11 auf die Sperrnasen 10. Hiedurch wird das Seil von dem Gewicht der Laterne vollständig entlastet und das freie Ende des Steuerseiles für die Betätigung des Absperrhahnes 19 freigegeben.
Gleichzeitig ist durch den Anschlag 22 unter Vermittlung der Schubstange. 23 der Hahnhebe ! 24 aus der Schliessstellung in die Offenstellung bewegt worden (Fig. 9).
EMI2.2
gedreht, so dass das freie, mit dem Anschlag 25 versehene Seilende unter Einwirkung des am Hahnhebel 24 befindlichen Gewichtes 21 nach oben bewegt wird und der Hahnhebel 24 in die in Fig. 10 veranschaulichte Stellung gelangt.
Soll der Hahn wieder geöffnet oder in eine Zwischenstellung gebracht werden, so braucht das Seil nur ein wenig angezogen zu werden, bis der Anschlag 22 durch Vermittlung der Schubstange 23 den Hahnhebel 24 in die in Fig. 9 dargestellte Lage oder in die gewünschte Zwischenstellung bewegt hat.
Will man die Lampe von ihrem Au1hängungsort herablassen, so zieht man durch Vorwärtsdrehen der Aufzugswinde in der schon bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel beschriebenen Weise das Aufzugssell soweit an, bis die Sperrnasen 10 das Anschlussstück freigeben.
Bei der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsform ist das mit dem Anschlag 22 versehene Ende des Weiles verlängert und über die Rolle 27 zu einem Steuerhebel geführt. Auf diese Weise
EMI2.3
werden braucht. Es ist nur notwendig, dass, nachdem die Laterne hochgewunden und das Seil von der Laterne entlastet worden ist, die Aufzugswinde zur Lockerung des Seiles ein wenig zurückgedreht wird, um alsdann die für die Bewegung des Absperrhahnhebeis 24 erforderliche Steuerung des nicht mit der Aufzugswinde verbundenen Seilendes vermittelst des Hebels 26 bewerkstelligen zu können.
EMI2.4
EMI2.5
PATEXT, AXSPRCCHE :
l. Aufzugsvorrichtung fur Gaslaternen, bei welcher das Aufzugsseil gleichzeitig als Steuerseil für das Casabspelrorgan dient, dadurch gekennzeichnet, dass das freie, d. h. nicht mit der
EMI2.6
2 Vomchtung nach Anspruci 1, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Aufzugsseiles mit dem Hebel (17) des am ortsfesten Anschlussstutzen befindlichen Absperrhahnes verbunden ist und der Hahnhebel durch Gewichts- oder Federbelastung (16) selbsttätig in die Offenstellung zu gehen bestrebt ist.